Neue Gasheizung - ? Wärme zum Schornstein hinaus

Hallo,
ich habe eine neue Gasheizung: Viessmann Vitodens 200W. So mollig warm wie zuvor mit der Ölheizung ist es nicht mehr. Es mag daran liegen, daß die Heizung so eingestellt wurde, daß sie gerade mal 2-5 mal pro Stunde taktet. Sie läuft auch fast ständig (2/3 der Zeit). Dennoch liegt der Gasverbrauch momentan bei 12 cbm/Tag (vor 2 Wochen noch bei 18cbm/Tag).
Was mich besonders stört, ist die gut 55°C warme Abluft, die zum Schornstein hinaus geblasen wird. Mit ihr könnte man gut einen großen Wohnraum erwärmen.

Meine Frage ist nun, wie hoch der Gasanteil ist, mit dem der Kamin erwärmt wird. Ein Drittel?
Und wie könnte man diese Abwärme noch nutzen?
Eine Bitte: kein Bezug auf Wirkungsgrade von 100 bis 109%.
Freundlicher Gruß
Henrik

Hallo,

ich habe eine neue Gasheizung: Viessmann Vitodens 200W. So
mollig warm wie zuvor mit der Ölheizung ist es nicht mehr. Es
mag daran liegen, daß die Heizung so eingestellt wurde, daß
sie gerade mal 2-5 mal pro Stunde taktet.

Nö, wenn es nicht mehr so warm wird, liegt es sicher daran, dass die
Temperaturregelung niedriger eingestellt ist.

Sie läuft auch fast ständig (2/3 der Zeit).

Das wird absichtlich so gemacht, indem der Brenner bei niedrigerer Last
auf eine Teilleistung moduliert wird. Dadurch vermeidet man zu häufiges
Takten.

Dennoch liegt der Gasverbrauch momentan bei 12 cbm/Tag
(vor 2 Wochen noch bei 18cbm/Tag).

Vor 2 Wochen war es ja auch noch saukalt.
Ansonsten ist der Verbauch nicht primär von der Laufzeit anhängig, weil der
Brenner je nach Situation zwischen 100% bis ca. 30% moduliert wird.

Was mich besonders stört, ist die gut 55°C warme Abluft, die
zum Schornstein hinaus geblasen wird. Mit ihr könnte man gut
einen großen Wohnraum erwärmen.

Das halte ich für ein Gerücht.
Diese Energiemenge ist im Verhältnis zur abgegebenen winzig.
Niedriger kann die Abgastemp. ja auch kaum noch ein, schließlich liegt
sie ja schon knapp über der Vorlauftemp.

Meine Frage ist nun, wie hoch der Gasanteil ist, mit dem der
Kamin erwärmt wird. Ein Drittel?

Höchstens paar Prozent.
Direkt nach der Verbrennung hat das Abgas eine Temp. von über 500°C
Dagegen sind die 55°C Popelkram

Und wie könnte man diese Abwärme noch nutzen?

Das ist schon weitgehend optimiert.
Eine andere Sache ist der Verbrauch. Ich habe für mein EFH jetzt im Winter
einen mittleren Verbrauch von ca. 5…6m³ pro Tag. Dabei ist ca. 1m³ für
Warmwasser abzuziehen.
Entweder hast du ein wesentlich größeres Haus zu beheizen oder die
Wärmedämmung ist entsprechend schlechter.
Gruß Uwi

Wärme zum Schornstein hinaus -> noch was
Hallo Henrik,

zu dem, was Uwi schrieb, nioch ein kleines Detail:

mit dem der Kamin erwärmt wird. Ein Drittel?
:Und wie könnte man diese Abwärme noch nutzen?

Die Abgase müssen schon einige Grad über der Aussentemperatur liegen. Damit die Abgase schön aus dem Kamin nach oben steigen, weg vom Dach. Ein nicht unerheblicher Teil ist nämlich schwerer als Luft. Kühlst Du den auf fast Aussentemperatur herunter, fließt das Abgas am Dach runter und liegt als sauerstoffarme Schicht um Dein Haus. Könnte Dir, Deiner Familie und den Nachbarn gar nicht gut bekommen …
Bei bestimmten Wetterlagen und kaltem Kamin, wenn die Heizung nach längerer Pause anspringt, kann man das von aussen riechen. Dann kühlt der kalte Kamin das Rauchgas ganz gut runter.
LG
R

Hallo,
ich hätte es gerne rechnerisch begründet, welche Energie zum Schornstein hinaus geht.
Freundlicher Gruß
Henrik

Hallo Henrik,

Was mich besonders stört, ist die gut 55°C warme Abluft, die
zum Schornstein hinaus geblasen wird.

schätz mal, wie heiß! die Abgase Deiner guten alten Ölheizung waren!
Dazu kommt noch, daß da alle Feuchtigkeit drin war, deren Kondensationswärme bei Deiner neuen Heizung zum Vorwärmen der Verbrennungsluft genutzt wird.

Gandalf

Hallo,
er will es gerechnet haben!

Kannst du mal sagen, wieviel Luft ungefähr pro 1m³ Gas dazu kommt?
Chemie ist nicht so mein Gebiet.
Dann kann man leicht die Energiemenge im Abgas über die Wärmekapazität
abschätzen und das mit dem Brennwert ins Verhältnis setzen.
Gruß Uwi

Was mich besonders stört, ist die gut 55°C warme Abluft, die
zum Schornstein hinaus geblasen wird.

schätz mal, wie heiß! die Abgase Deiner guten alten Ölheizung
waren!
Dazu kommt noch, daß da alle Feuchtigkeit drin war, deren
Kondensationswärme bei Deiner neuen Heizung zum Vorwärmen der
Verbrennungsluft genutzt wird.
Gandalf

Hallo,
wie gesagt, nur eine Berechnung bitte für die zum Schornstein abgeführte Wärmemenge.
Unterstützung erbitte ich zur Angabe über die Gebläseleistung und ob das Gebläse ständig mit gleicher Drehzahl läuft.
Der sog. Brennwert ist sowieso für die Katz, weil der Brenner stets für Vorlauftemperaturen zwischen 55 - 70 Grad zu sorgen hat. Dementsprechend hoch ist auch die Abgastemperatur.
Ich gehe davon aus, daß die von mir gewünschten Fakten den Herstellern bestens bekannt sind, deren Publikation jedoch scheut wie der Teufel das Weihwasser (eines Besseren lasse ich mich gerne belehren).
Freundlicher Gruß
Henrik

Hallo,

wie gesagt, nur eine Berechnung bitte für die zum Schornstein
abgeführte Wärmemenge.

Kann ich nicht genau sagen, weil ich nicht das Gasvolumen kenne.
Dieses ergibt sich aus dem stöchiometrischen Verhältniss bei der
Verbrennung von Gas und Luft.

Wenn ich allerdings hiernach gehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Erdgas#Physikalische_Ei…
werden pro 1m³ Gas ca. 10m³ Luft gebaucht.
Macht also ca. 11m³ Abgas. Mit etwas Luftüberschuß mögen es ca. 15m³ sein.

Bei einer Wärmekapazität von ca. 1kJ/(kg*K) und eine Dichte von ca.
1,3kg/m³ beträgt die Wärmekap. pro 1m³ ca. 1,3kJ/grd.

Bei angenommen 50grd Differenztemp. zur Umgebung und 15m³ macht das
ca. 975kJ Wärmemenge gegenüber dem angesaugten Gas .

975kJ = 975kWs = ca. 0,27kWh

Erdgas hat aber einen Brennwert von ca. 11kWh. Bei einem Brennwertkessel
liegt die Ausbeute angenommen bei 108% den Brennwertes, macht also
ca. 11,9kWh.

Dem gegenüber sind die 0,27kWh, die oben zum Rohr wieder rausgehen
nur etwa 2,3%.

Unterstützung erbitte ich zur Angabe über die Gebläseleistung
und ob das Gebläse ständig mit gleicher Drehzahl läuft.

Kann ich nicht genau sagen.
Da werden Gebläse verwendet, die elektronisch regelbar sind.
Ich nehme stark an, dass die Drehzahl dem Luftverbrauch angepasst wird.
Die elektrische Nennleistung von solchen Gebläsen liegt bei
ca. 50-100W je nach Größe des Brenners.

Der sog. Brennwert ist sowieso für die Katz, weil der Brenner
stets für Vorlauftemperaturen zwischen 55 - 70 Grad zu sorgen hat.

Du hast zwar absolut keine Ahnung, worum es dabei überhaupt geht,
aber zumindest eine Meinung, auch wen diese „für die Katz ist“.

Dementsprechend hoch ist auch die Abgastemperatur.

Die ist ja nicht hoch, sondern eher niedrig.
Bei traditionellen Verbrennungsanlagen leigt die Abgastemp. immer
über Taupunkt (praktisch ca. 120-250°C).

Ich gehe davon aus, daß die von mir gewünschten Fakten den
Herstellern bestens bekannt sind, deren Publikation jedoch
scheut wie der Teufel das Weihwasser (eines Besseren lasse ich
mich gerne belehren).

Schwachsinnige Verschwörungstheorien sind nicht mein Fall.
Gruß Uwi

Hi,
du kannst den Wirkungsgrad deiner Anlage verbessern in dem du größere Heizkörper einbaust die geben dann eine Größere Wärmemenge ab und die Kesseltemperatur sinkt. Das hat auch einen höhere Brennwertnutzung zur folge. Der Feuerungstechnischewirkungsgrad deiner Anlage hat dein HB bei Inbetriebnahme gemessen liegt bei deinem Kessel zwischen 95-98% so kannst du gut sehen was durch den Schornstein geht.

Grüße

axelks