Neue Horrormeldungen

Zehn Euro bitte - Eintritt beim Arzt
Beim Arzt wird künftig einmal pro Quartal eine Praxisgebühr von 10,- € fällig. Für den Facharzt zahlt der Kunde ebenfalls 10,- €, wenn keine Überweisung durch den Hausarzt erfolgt.

Pillen, Pflaster und Potenzmittel
Keine Erstattung von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln (Bsp: Schmerztabletten, Magentropfen, Heuschnupfenmittel), sowie von Arzneimitteln, die überwiegend der Verbesserung der privaten Lebensführung dienen (zum Beispiel Viagra oder Vitamintabletten).

Massagen und Co.
10% Zuzahlung und zusätzlich für jedes Rezept 10,- €

Krankenhaus? Das kostet richtig Geld
10,- € für bis zu 28 Tage (= 280,- €), anstatt seither 9,- € für 14 Tage (= 126,-€)

Die Vollständige Befreiung von den Zuzahlungen wurde gestrichen. Für sämtliche Zuzahlungen gilt eine Belastungsgrenze von 2 Prozent des Brutto-Jahreseinkommens. Bei chronisch Kranken beträgt die Belastungsgrenze 1 Prozent.

Von Beitragssatzsenkungen im nächsten Jahr sprechen - außer unserer Gesundheitsministerin Ulla Schmidt - nur noch ganz wenige, einige Kassen werden sogar die Beiträge erhöhen und das trotz der Gesundheitsreform. Aufgrund der Milliardendefizite in der GKV halten die Krankenkassen eine Absenkung des durchschnittlichen Beitragssatzes von 14,3 % (2004) auf 13,6 % im darauffolgenden für nicht realisierbar

Hallo,

*grusel*

klingt ja ekelig.

Also lautet die Devise: Nicht krank werden, oder nicht zum Arzt gehen. Viel Beiträge einzahlen und früh ins Gras beissen ohne Ansprüche an die Kranken- Rentenkasse zu stellen.

Toll so ein Verwaltungsstaat.

olli

bittet um Korrektur wenn die Sichtweise nicht richtig ist. Vielen Dank

Korrektur…
hallo Olli,
nicht sterben! das bringt kein Geld.
Leben und keine Ansprüche stellen!
Grüße
Raimund

hallo Olli,
nicht sterben! das bringt kein Geld.
Leben und keine Ansprüche stellen!
Grüße
Raimund

Hi Raimund,

na, sind wir mal wieder auf die GKV am hetzen? *lol*

Ist ja alles nix neues was Du da schreibst, aber leider hast Du ja recht. Toll ist das nicht, was Frau Sch. aus B. da ausgegraben hat. Es gibt aber Gerüchte, dass ein paar Kassen doch senken, die Frage ist nur für wie lange.
Und das schöne an den ganzen Rundschreiben die grad kommen ist doch, dass fast überall noch „Nachbesserung“ angekündigt wird, d.h. die sind sich ja selbst noch nicht einig wie was funktionieren soll

Gruß Jörg

Hi Raimund,

na und? Wo ist das Problem?? Ich kenne so viele Leute, die keine Hemmungen haben, wegen einfachen Kopfschmerzen zum Arzt zu rennen, wegen jeden einfach Schnupfen die Notaufnahme eines Krankenhauses blockieren!

Solche Leute mit derartigen Schmarrn-Aktionen soll es ruhig an die Börse gehen!

Gruß
Falke (der seit 4 11/12 Jahren nicht mehr beim Arzt war!)

Hallo Jörg,

na, sind wir mal wieder auf die GKV am hetzen? *lol*

nein, das hat mit der GKV nichts zu tun. Das sind unsere lieben Politiker, die unfähig sind, praxisgerechte Änderungen, die natürlich nötig sind, zu machen.

Ist ja alles nix neues was Du da schreibst, aber leider hast
Du ja recht. Toll ist das nicht, was Frau Sch. aus B. da
ausgegraben hat. Es gibt aber Gerüchte, dass ein paar Kassen
doch senken, die Frage ist nur für wie lange.
Und das schöne an den ganzen Rundschreiben die grad kommen ist
doch, dass fast überall noch „Nachbesserung“ angekündigt wird,
d.h. die sind sich ja selbst noch nicht einig wie was
funktionieren soll

Das ist ja das Problem. Die regierenden Politiker (unabhängig von der Partei, ganz allgemein) versuchen die Änderungen zu machen, die ihre Wiederwahl nicht gefährden; die Opposition versucht quer zu schießen um dies zu verhindern. Und auf welchen Buckel wird das ausgetragen?
Statt die Kassen echten Wettbewerb machen zu lassen, liebgewonnene Pfründe der Ärzte (und deren Verbände) abzuschaffen, nur noch nach Leistung zu zahlen, usw., wird nur nur ein Schöpflöffel voll nach dem anderen aus dem Suppentopf genommen. Doch unten brennt die Suppe trotzdem an.
Warum rettet man künstlich marode Kassen mit dem RSA? Wenn man die Kassen in einem Gebiet als selbständig handelnde Unternehmen einstuft und auch mal eine Pleite gehen lässt, wird es zwar nicht mehr so viele geben, doch die übrigbleiben, sind dann gesunde Unternehmen. Und wären dann bestimmt auch ernstzunehmende Konkurrenten der Privaten. So aber würden vermutlich 25 % der Kassenversicherten in die Privaten wechseln, wenn sie könnten. Und das bestimmt nicht nur deswegen, weil die Privaten bessere Leistungen haben.
Die meisten wechseln doch (heutzutage), weil sie weitaus weniger Beitrag haben. Dass sie dazu noch bessere Leistungen bekommen ist ein angenehmes Bonbon. Es ist selten, dass mal ein Kunde zu mir sagt: mir ist nicht der Beitrag wichtig, sondern die bestmögliche Leistung.
Also, nichts mit hetzen.
Die Kassen haben eine ganz wichtige Aufgabe in unserem Staat…
Grüße
Raimund

Schweden - ein ‚asoziales‘ Land w/ Zuzahlungen?
…zum Glück leben wir nicht in Schweden!
so ein „asoziales“ System ist den Deutschen nicht zuzumuten…

:wink:
Sarah


gesundheitsreform - glückliches deutschland
in anderen europäischen ländern höhere selbstbeteiligung

Die Kritik an den Reformvorschlägen von Regierung und Opposition zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen kommt inzwischen von allen Seiten. Doch ein Blick zu den Nachbarn zeigt: Beinahe überall werden die Patienten stärker zur Kasse gebeten. Stockholm - In Schweden ist der Reformdruck zur Reduzierung der Kosten im Gesundheitswesen sehr viel geringer als in Deutschland: In den neunziger Jahren stiegen die Gesundheitsausgaben der Schweden je Einwohner, deren System staatlich organisiert und steuerfinanziert ist, im Schnitt nur um jährlich 1,9 Prozent. In Deutschland waren es fünf Prozent. Absolut gerechnet geben die Schweden pro Kopf nur 70 Prozent dessen aus, was deutsche Bürger für Medikamente und Arztbesuche aufwenden. Deutsche Bürger gehen im Durchschnitt mehr als sechsmal im Jahr zum Arzt, schwedische nur knapp dreimal. Experten führen das im Wesentlichen auf die Selbstbeteiligung zurück, die in Schweden bereits seit langem etabliert ist. „Sie senkt Behandlungszahlen und somit Kosten“, erklärt der Bayreuther Gesundheitsökonom Peter Oberender. Für einen Arztbesuch sind in Schweden elf bis 15 Euro, für den Termin beim Facharzt 13 bis 28 Euro fällig. Medikamente gibt es nur mit Zuzahlung. Auf der anderen Seite gönnen sich die Schweden aber auch Luxus. Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 19 Jahren erhalten kostenlose Zahnbehandlungen. Danach erstattet die Kasse die Kosten nur noch zum Teil. „Das System fördert die Vorsorge, was spätere akute Behandlungen reduziert“, sagt Oberender. Gleichwohl gilt das schwedische Gesundheitssystem als hervorragend. Zum einen, weil es von staatlichen Stellen regelmäßig überprüft wird, zum anderen wegen der ausgeruhten Ärzte. Im Gegensatz zu ihren deutschen Kollegen genießen sie feste Arbeitszeiten.

Moin Raimund,

ich habs ja auch extra mit nem *lol* versehen, war also weder ernst und schön gar nicht böse gemeint.

Schönen Tag noch
Jörg

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