ich frage mich, welche Art von moderner Heizung sollte man heute
installieren, um a. zukunftssicher und b. günstig zu fahren?
Wir wollen uns evtl. ein kleines Haus für 160-180 TSD Euro bauen. Und hier stellen wir uns jetzt die Frage, ohne unseren Kostenrahmen zu sprengen, welche Heizanlage/Heizmethode installieren wir. Wie gesagt, es sollte schon modern sein, sehr kostensparend, aber nicht zu teuer. Was ist da heutzutage so der Renner bzw. empfehlenswert?
Vielleicht könnt ihr das ganze kostenmäßig mit einer heutigen Öl- oder Gasheizung vergleichen. In etwa so, dass eine Öl-/Gasheizung heute 6.000 Euro kostet und eine von euch vorgeschlagene Heizung xyz 4.000 Euro mehr kostet.
ich bin zwar kein Fachmann, aber grundsätzlich wird man deine Frage nicht so einfach beantworten können. Es gibt - auch im Internet - Vergleiche zwischen den einzelnen Heizsystemen (Gas, Öl, Wärmepumpe, Pellets), aber letztendlich ist sowas immer von den einzelnen Umständen abhängig.
Laß dich beraten - von unabhängigen Stellen. Hier in NRW bietet die Vebraucherberatung sowas zB. Und laß dir einfach mal ein paar Angebote machen.
Wenn Du dein Haus baust, hast Du natürlich bei Pellets und Wp auch die Anschlußkosten für´s Gas und den Kamin gespart.
Ich persönlich würde auf jeden Fall eher auf „Schnickschnack“ am Haus (zB Erker) verzichten und das Geld eher in altern. Heizsysteme und eine gute Dämmung stecken. Denn die Energiekosten werden weiter steigen.
Und rechne mal durch, ob es sich nicht lohnt, gleich ein Haus nach KFW 60 oder gar KFW 40 zu bauen. Dafür gibt´s etwas günstigere Kredite bei der KFW.
Gruß
Manni
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ich würde auch eher Überlegungen zur Dämmung und ggf. Wärmerückgewinnung als zur Heizung anstellen. Gespart wird da, wo nicht ausgegeben werden muss, und nur Energie die erst gar nicht verbraucht werden muss spart richtig Geld. Wenn man sich ansieht, was da heute machbar ist, und über welche Minimalwerte wir dann noch bzgl. Zuheizen reden müssen, dann sieht man schnell, dass deren Kosten dann eigentlich nicht mehr so das Thema sind.
Zudem würde ich dringend davon abraten aktuellen Trends zu alternativen Brennstoffen zu folgen. Der Brennwert wird über kurz oder lang bei jedem Brennstoff identisch bepreist werden. Es wäre ja auch jeder Anbieter mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn er die KW/h zur Hälfte dessen verkaufen würde, was am Markt durchsetzbar ist. D.h. die Köderangebote können schnell ganz böse auf einen zurückfallen. Und wer meint, sich dem bösen Monopol der Öl- und Gasriesen durch Pellets entziehen zu können, der sollte mal darüber nachdenken, dass es hier noch ganz andere Monopolstellungen gibt, denn oft findet sich in der ganzen Region gerade mal ein einziger Anbieter im Vergleich zu zehn oder mehr Mineralöllieferanten.
Auch Holz wird inzwischen knapp und teuer, und der Kaminofen ist sicher eine schöne Deko und trägt auch zur Beheizung selbstverständlich bei, gespart wird damit aber nur, wenn man sein eigener Holzproduzent ist.
Gruß vom Wiz, der einen Altbau übernommen hat, und deshalb viele Dinge nicht so machen konnte wie er eigentlich gewollt hätte
Danke für die nette Rückmeldung Manni!
wir wollten uns nur vorher schon mal etwas schlau machen,
bevor wir so ein Projekt angehen.
Danke für die Tipps!
Sebastian
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Jetzt wo du es ansprichst, einen Ofen wollten wir auch ins
Haus stellen, wo wir etwas wohlige Holzwärme auf uns
einwirken lassen können.
Aber nicht aus Spargründen, sondern eher aus Gründen der
Behaglichkeit…
Vielleicht gibts ja in dem Zusammenhang noch Tipps?
Viele Grüße
Sebastian
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Jetzt wo du es ansprichst, einen Ofen wollten wir auch ins
Haus stellen, wo wir etwas wohlige Holzwärme auf uns
einwirken lassen können.
Aber nicht aus Spargründen, sondern eher aus Gründen der
Behaglichkeit…
Vielleicht gibts ja in dem Zusammenhang noch Tipps?
Ganz wichtig ist die richtige Leistungsbemessung, die sich einerseits am zu heizenden Raumvolumen andererseits aber auch am Zug des Schornsteins orientieren muss. Dabei ist der Zug von der Höhe des Schornsteins abhängig. Aus Behaglichkeitsgründen wird man keinen Riesenofen brauchen, aber Verkäufer wissen natürlich einen Kunden zu bestärken, der ggf. aus rein optischen Gründen zu einem gewissen Modell tendiert, und hinterher funktioniert nichts wie es soll (und kann es auch gar nicht).
Ansonsten musst Du an die Frischluftzufuhr denken, die entweder über eigenen Zuluftkanal oder über Fenster realisiert sein muss. Dabei kann es Schwierigkeiten mit gleichzeitig betriebenen Dunstabzugshauben geben, weshalb dann Fensterwächter notwendig sind, die sicherstellen dass die Abzugshaube nur bei offenem Fenster betrieben werden kann. Hierfür sollte man beizeiten an die nötigen Leitungen denken. Auch braucht der Ofen natürlich eine nicht entflammbare Basis und ist es natürlich eleganter gleich beim Verlegen des Fußbodens diese zu schaffen, als hinterher irgendwelche Glas- oder Stahlplatten auf den Boden zu legen. Da der Ofen ohnehin vom Schornsteinfeger abgenommen werden muss, solltest Du diesem die Planungen rechtzeitig vorstellen, denn er kann ggf. noch den ein oder anderen wichtigen Hinweis geben, der sich dann noch problemlos umsetzten lässt. Nichts ist ärgerlicher als wenn dann nach Installation plötzlich festgestellt wird, dass es so nicht zulässig oder sogar gefährlich ist, und dann nachgebessert werden muss.
Hallo,
mal einen anderen Aspekt, es gibt diese kleinen Blockheizkraftwerke, die bei Kaelte im Haus Strom herstellen, mit dem Stromverkauf ihren Brennstoff verdienen und kostenlos Abwaerme in die Hausheizung bringen. Dann ist die Hausisolierung egal, die Menge Brennstoff egal, wird sowieso vom Stromverkauf bezahlt. Auch in 20 Jahren, wenn der Brennstoff wie der Strompreis gestiegen ist.
Soweit die Theorie, in der Praxis sind immer noch Kosten da, und ein Invest von 20oooEUR aufwaerts wird auch selten beruecksichtigt. Kannst Dich dazu mal einlesen. http://www.bhkw-forum.de
Gruss Helmut
Moin,
kleiner Tipp:
die meisten Hersteller gestalten ihre Preisstaffelung nach KW-Leistung - nicht nach technischem Aufwand.
Häufig ist es so, dass z.B. ein 10kw oder 15kw Gerät fast baugleich sind - also fast identische Kosten haben.
Fazit: es lohnt sich, dem Hauskäufer ein mölichst großes Gerät aufzuschwatzen.
Das ist dann ein Problem, wenn du die moderne Regelungstechnik verwenden möchtest (Modulation).
Wenn du z.B. nur eine 10kw-Heizung brauchst, die zwischen 3kw und 10kw moduliert, aber eine 15kw-Heizung kaufst, die das nur zwischen 5kw und 15kw kann, dann hast du:
beim Kauf zuviel Geld bezahlt
benötigst zuviel Energie (im Beispiel würden auf kleinster benötigter Stufe immer 3kw zuviel erzeugt)
eine zu große Heizung, die laufend an und aus geht. Das ist schlecht für das Gerät und je nach Technik sind Startvorgänge recht „teuer“.ö
Grüße
Michael