Neue 'leichtere' menschen?

Hallo!

Ich bin ein Mensch, der einfach nicht unbelastet ist- viel nachdenkt, sich mit Vielem befasst- und der zwar sehr gerne lacht- aber dennoch oft mit gewisser Schwere an Themen herangeht!
Mein Leben war von Kindheit an nicht „unbelastet“- was natürlich diesen Weg geprägt hat!

Meine ERfahrung im Leben ist, daß ich Menschen wie ein Magnet anziehe, die genauso gelagert sind!
Fast kein Mensch aus meinem engeren Freundeskreis ist unbelastet!

Und so sehr ich das einerseits gut finde- hat man doch damit immer Gesprächspartner, die einen eher verstehen und die auch „weiterdenken“- so nervt es mich andersrum langsam immer mehr!

Menschen, die belastet sind belasten auch- und mir ist mehr und mehr danach mich mit Menschen zu umgeben, die das eben NICHT tun!
Ich sage nicht,daß ich diese Menschen nicht schätze und wir uns gegenseitig schon oft geholfen haben!
Und es geht natürlich nicht immer nur um schwere Themen!
Aber der Grundtenor ist schon schwer!

Was für mich schwer ist- neue Menschen kennenzulernen!
Nur wenige meiner Bekanntschaften sind unbelastet und das Zusammensein mit diesen Menschen tut mir wahnsinnig gut!
Einfach, weil man mal NICHT in seinen Gedanken „grast“- weil man mal wegkommt davon-- und gegenteilig davon, auch mal nur blöd „rumschmarren“ kann- ablachen…sich mal lockerer und freier fühlen!

Mir ist klar, daß jeder Mensch was „ausstrahlt“- und man sich nie zufällig „trifft“.
Aber kann man sowas denn auch irgendwie steuern???

Ich habe ehrlich gesagt so langsam die Nase voll, immer an Menschen zu kommen, die problemüberhäuft sind- die einen zwar verstehen aber andersrum auch mir wieder Probleme anbringen.

Ich gebe zu- Menschen, die man als oberflächlich bezeichnen würde, interessieren mich überhaupt nicht…da kommt keine Chemie auf!

Aber- es gibt doch genug andere Menschen!
Menschen, die nachdenken-- aber eben NICHT mit nem Sack voller Probleme rumrennen…oder???

Also…wie stell ich das an, daß ich nicht immer nur Menschen treffe, die schwer sind???
Vielleicht kann ja mal einer was dazu sagen…

Danke kitty

Hab dir ne Mail geschrieben OWT
:wink:

Hallo!

Ich bin ein Mensch, der einfach nicht unbelastet ist- viel
nachdenkt, sich mit Vielem befasst- und der zwar sehr gerne
lacht- aber dennoch oft mit gewisser Schwere an Themen
herangeht!

Danke kitty

Hallo Kitty,

es wird schwer sein den neuen leichteren und unbelasteten Menschen zu finden, weil er nicht existiert. Denn wir alle sind den täglichen Zwängen, Normen und Konformismen und falschen Lebensregeln in Beruf und Alltag ausgesetzt und somit psychisch belastet.

Wir erleben zwar ein uneingeschränktes Wachstum der Technologie, der Wirtschaft und des allgemeinen Wohlstands. Das Wissen über die Psyche hinkt jedoch weit hinterher. Die psychischen Störungen und Krankheiten sind jedoch nicht zurückgegangen, sondern im Gegenteil sie nahmen erheblich zu. Auf seelische Belastungen reagieren die meisten Menschen mit falschem Durchsetzungsverhalten. Die Menschen verdrängen, entschuldigen, weichen aus oder lenken ab. Sie betäuben sich mit Pharmaka oder werden aggressiv, sie ziehen sich in schützende Charaktermasken zurück oder retten sich in psychische Störungen. Und vor allem suchen sie im Gespräch und im Austausch mit anderen Menschen die seelische Erleichterung.

Jetzt werde ich bestimmt von einigen Experten verdroschen. Da muss ich jetzt einfach durch.

Grüße

Peter

Hallo Kitty,

wahrscheinlich gibt es ziemlich wenige Menschen, die durch ihr Leben locker flockig durchgeflutscht sind. Vielleicht hat das etwas mit unserer Zivilisation zu tun, vielleicht sind wir ein schwermütiges Volk, das außerdem mit Schwächeren wie z.B. mit Kindern nicht kindgerecht umgehen kann…ich weiß es nicht, da mache ich mir auch so meine Gedanken.
Aber bei Dir kann ich mir vorstellen, dass Du geradezu fit darin bist, die unerfreulichen Sümpfe aus dem Lebenslauf Deiner Mitmenschen herauszuahnen, du hast regelrecht eine sehr empfindliche Antenne dafür. Und wenn ein Empfänger auf der Suche ist, dann findet er auch Sendestationen.
Du solltest Dir zuliebe die Tüchtigkeit Deiner Empfindungsfähigkeit ein wenig zurückschrauben. Wenn Dir also jemand etwas aus seinem Leben erzählt, dann fang nicht gleich das Denken, Schlußfolgern, Phantasieren und so weiter an, sondern hören einfach locker zu, ohne für dich und erst recht nicht für den anderen aktiv zu werden.
Manchmal ist eine gepflegte Oberflächlichkeit im Umgang mit anderen für alle Beteiligte nicht nur wohltuend sondern auch hilfreich.

Mit Grüßen
Reni

Hallo Reni!

Das mit den Antennen stimmt ganz sicher- so sehe ich das auch!
Und was natürlich auch stimmt :wink:- daß ich mir die Sachen der anderen anhöre und dazu meinen „Senf“ abgebe!

Verständlicherweise- wenn dann jemand nen Zuhörer hat (was man schlecht abstellen kann ohne unhöflich zu werden) und jemanden, der einem vielleicht noch was dazu sagt ( was man nicht muss :wink: )-- wird daraus schnell ein Selbstläufer, der zumindest so einen Kontakt sofort verstärkt- man gleich etwas gebunden ist aneinander!

Meine Antennen „zurückschrauben“- ich denke, sowas ist bewusst nicht machbar!
Man ist so - oder nicht!

Aber auf Gespräche eingehen- oder nicht-- DAS kann ich sicher mit Wachheit steuern!

Danke für die Hilfe
Kitty

Hallo Peter!

Sicher gibt es kaum einen wirklich unbelasteten Menschen- und ich vermute, ich könnte mit so jemandem auch nichts anfangen!

Es stimmt sicher, daß dann, wenn man „per Antenne“(siehe Reni)- eine Anlaufstelle findet, bei der man sein Herz ausschütten kann, das wohl jeder tun wird!

Was Du über unsere Gesellschaft geschrieben hast, würde ich auch unterstreichen!
Jeder hat - spätestens in der Mitte des Lebens- so einiges erLEBT…und sich mit Psyche auseinandersetzen ist ein Weg, den nur wenige gehen wollen!

Ich möchte wiegesagt gar keinen unbelasteten Menschen-- mir würde ein positiver Mensch mit Tiefe schon reichen :wink:)

Danke
Kitty

Hi Kitty,
nicht jeder, der nach außenhin unbeschwert aussieht, ist/war es.
„Schlechte Kindheit“ wird gerne als Argument gebracht, wenn die
Leute nicht bereit sind, an sich selbst zu arbeiten.
LG
D

Hallo Kitty,

sind es diese „I just to have fun Leute“ die Du suchst?

Ich habe tatsächslich so eine Freundschaft, die ich schon seit der
Jugendzeit „mitschleppe“ - man trifft sich alle Paar Wochen, manchmal
Monate und verbringt einen netten, unkomplizierten und spassigen
Abend gemeinsam - manchmal ist es genau das, was ich brauche,
allerdings frage ich mich oft hinterher „was hat mich das gebracht!“.
Es ist die Nähe zu jemanden, die mich erfüllt, also zu erfahren, wie
es dem anderen geht und was ihm beschäftigt. Alles andere rutscht
unwillkürlich in die Kategorie Oberflächlichkeit ab.

Ich habe viel mit Amis zu tun gehabt und denen wird ja oft eine
Unkompliziertheit, aber auch eine Oberflächlichkeit nachgesagt und
ich erinnere mich an folgende Situation:

„Hey, how are you?“
„Oh, I guess I get a flue, my throat hurts and the work is killing
me…“
„Ok… but besides that you’re doing good?“
„Sure, everything’s great!“

Es ist eine Gratwanderung zwischen dem was belastet und unbeschwert
ist. Kein Mensch ist „unbelastet“ - es ist nur eine Frage dessen wie
weit man sich offenbart und nicht ins Nörgeln und sich Wiederholen
abdriftet.

Viele Grüße

Hallo Chili!

Nein- mein Wunsch sind sicher NICHT Menschen, die nur oberflächlich sind!

Ich sehe es auch als Gradwanderung zwischen Tiefe, die da sein kann- und nicht immer gleich belastenden Themen!

Wie schon hier geschrieben wurde- trage ich sicher nen grossen Anteil in mir, daß Menschen sehr schnell anfangen von sich zu erzählen…und Themen aufkommen, die einfach problembeladen sind!

Mit Menschen, die hergehen und immer nur sagen „ist doch alles kein Problem“- kann ich nix anfangen!
Denn sie geben einem das Gefühl, daß man selber total falsch wäre, wenn man selber ein Problem hat ( die es ja gar nicht gibt!).

Es gibt ja auch Bekannte von mir, die sowohl Tiefgang haben und mit denen man über viele Themen reden kann-- die aber insgesamt eben nicht ständig in Problemen kreisen ( die vielleicht auch nicht haben).

Leider gehört auch zu tieferen Themen Vertrauen- was wiederum Nähe bedeutet-- was wiederum schnell einlädt, dann doch abzusinken…kurz-- es ist nicht gerade einfach DEN richtigen Typ zu finden, der einem gut tut…

Kenzia

:wink:

Super Beitrag! Sternchen von mir! Vielen Dank!

Gruß,
Ecki

Hallo kitty,

ich habe heute mittag mein neues Buch fertiggelesen: „Das Gesetz der Anziehung“ von Michael J. Losier.

Es geht darum, dass unsere Gedanken, unsere Aufmerksamkeit, anzieht, was in unser Leben tritt. Kennt man ja schon von „Bestellungen beim Universum“ und ähnlichem. Das Buch bringt’s auf den Punkt, dass wir durch unsere Aufmerksamkeit eben auch Dinge anziehen, die wir gar nicht wollen. Weil wir uns darauf konzentrieren.

Ich schreibe mal direkt einen Ausschnitt:
…„Wenn Sie sich bei Ihren Beobachtungen nicht mehr hauptsächlich auf das konzentrieren, was Sie nicht wollen, sondern vor allem auf das, was Sie wollen, ändert sich Ihre Schwingung. Und wenn sich Ihre Schwingung ändert, ändert sich auch das, was Sie bekommen“…
…„Wenn Sie nicht wirklich die Schwingung aussenden, die dem entspricht, was Sie haben wollen, kann das Gesetz der Anziehung auch nicht darauf reagieren. Mit anderen Worten: Sie sagen, dass Sie diese Art von Mensch anziehen wollen, senden aber eine Schwingung aus, die ganz anders ist als Ihr Wunsch.“…

Das ist wahrscheinlich nicht gerade der passendste Ausschnitt, aber ich will jetzt nicht länger suchen… :wink:

Das Buch ist klein und kurzweilig geschrieben. Ich hab noch gedacht, das ist auch perfekt zum verschenken.
Ein anderes Buch zu diesem Thema wäre „Ein neuer Anfang“ von Esther und Jerry Hicks. Das ist dicker und „esoterischer“. Es spricht auch jeweilige „Lebensbereiche“ nicht so direkt an.

Ich würde Dir echt einen „Aha-Effekt“ wünschen, und dass Ihr vielleicht sogar zusammen aus diesem Teufelskreis ausbrechen könnt.

Gruß
Gela

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Kitty…

Ich kann so gut mitfühlen…
Bei mir war es ne Schiene schlimmer,kein Vergleich zu dir vielleicht,aber ich erkenne eine Parallele( mir gings gar nicht gut damals, hatte soziale Ängste).Und damals habe ich auch immer nur problematische Leute um mich herum gehabt, mich einfach immer sehr wohlgefühlt in der Brühe , in der man sich gegenseitig mal schön runterzieht mit seinen Problemen.
Ich habe mir damals so dermassen viel Gedanken über alles Mögliche gemacht, dass ich mir manchmal wünschte mir das halbe Gehirn ausblasen zu können; dann wäre ich vielleicht dumm aber unbeschwert!!
Heute merke ich dass ich irgendwie keinen Bock mehr habe auf komplizierte Haarspaltereien…Ich habe einen guten Freund, mit dem ich mich ab und zu mal treffe, weil wir uns sehr gut über Musik austauschen können!So gut wie mit niemandem… (so lieb und nett er auch ist; man kann ihn nur ab und zu treffen, weil seine ewige Philosophiererei um jedes Fuzzelchen einfach NERVT).Jedesmal wenn es umständliche Disskusionen mit ihm gibt, dann lenke ich um; ich kann ihn aber sehr gut verstehen dass man einfach nicht anders kann!Ich mache ihn auch darauf aufmerksam und dann sieht er es ein.
Tja, da erkenne ich meine frühere Situation wieder.Heute habe ich echt keinen Bock mehr ans Telefon zu gehen wenn so jemand mich anruft oder wenns SMS ist schreibe ich dass es jetzt nicht geht etc etc…
Und ich habe jetzt (zwar wenige aber gute) Freunde die zwar natürlich auch ihre schweren Geschichten haben und auch ihre Probleme , aber anders damit umgehen.Und man unterhält sich so unbeschwert, dass es Spass macht.
Soviel zum Thema :„Man zieht ähnliches an!“.
Ich habe auch gemerkt, dass es wichtig ist sich nicht mehr so mit sich selbst zu beschäftigen, sich selbst nicht mehr so wichtig nehmen.Dann klappt es auch besser mit der Unbeschwertheit…

Gruss Firdevsii