meist landen ja die Prospekte von Teppichhändlern, die (mal wieder) Konkurs anmelden (müssen), schnell im Altpapier. Was für literarische Schätze da verlorengehen, können folgende Texte zeigen:
„Obwohl immer noch ein Warenbestand in Millionen-Höhe vorhanden ist und aufgrund, daß laut geltenden Bestimmungen nach dieser Frist, die bei uns in wenigen Tagen zutrifft, jeglicher weiterer Verkauf untersagt ist, überwog in unserem Haus die Realität und es wurde auf eine öffentliche Versteigerung verzichtet.“
„Der totale Räumungsverkauf des gesamten Warenbestandes…soll mit anschließender Versteigerung liquidiert werden.“
Wie sollen wir die neue Lit.-Gattung nennen?
Vorschläge und weitere Kostproben nimmt lächelnd entgegen: Zerni
die neue Gattung wäre allerdings sauber abzugrenzen gegen die Texte aus der „Neuen Frankfurter Schule“. Mir kommts so vor, als hätte ich den Teppich-Text in Henscheids Trilogie des laufenden Schwachsinns schon gesehen. Wenn nicht so, dann doch ähnlich…
Das fällt doch unter die Gattung „Deutsche Übersetzungen von Bedienungsanleitungen für das Einrichten von Videorecordern taiwaneischer Hersteller“, oder?
Lese bei Google viel über Kunst uns lasse mir mangels ausreichender Kenntnisse oft Seiten übersetzen. Habe lange gebraucht, bis ich verstanden habe, dass sie mit dem häufig vorkommenden Wort „Anstriche“ schlicht Gemälde meinen.
Vorschläge und weitere Kostproben nimmt lächelnd entgegen:
ob Eckhard (!) Henscheid als „Geistschreiber“ dahintersteckt, kann ich nicht sagen. Aber ich muss jetzt unbedingt in den Keller, die erwähnte Trilogie hervorkramen!