Neue Märkte

Hi Leute,

Ein Forum-user hat in einem Thread folgendes geschrieben:

…mit Indien und China warten noch gewaltigere Märkte auf :Erschließung…

Kann jemand konkrete anzeichen auflisten? Sind wir nicht schon auf diesen Märkten tätig? Wie könnte die Zukunft denn noch aussehen?

Immer wieder habe ich von China gehört, wie es wächst und wie alle (vor allem die Textilindustrie) ihre Produktion dorthin verlegen. Aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass das ganze für uns weitere Vorteile hat oder haben wird.

Nun, was meint ihr dazu? Bin gespannt…
Gruss Ricky

…mit Indien und China warten noch gewaltigere Märkte auf :Erschließung…

Kann jemand konkrete anzeichen auflisten? Sind wir nicht schon
auf diesen Märkten tätig? Wie könnte die Zukunft denn noch
aussehen?

Ja, natürlich sind wir da schon tätig, allerdings stehen wir da gerade erstmal am Anfang. Es befindet sich noch alles in den Kinderschuhen - was die ausländische Aktivität in China angeht. Das liegt aber auch in erster Linie daran, dass die Chinesen selbst sehr darauf bedacht sind, alles zu überwachen und keinen unkontrollierten Zustrom ausländischer Unternehmen und Investoren zu ermöglichen.

Immer wieder habe ich von China gehört, wie es wächst und wie
alle (vor allem die Textilindustrie) ihre Produktion dorthin
verlegen. Aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass
das ganze für uns weitere Vorteile hat oder haben wird.

Richtig ! Das wird für uns wenn überhaupt nur temporäre Vorteile haben. Langfristig wird es uns (und auch den anderen Industriestaaten der Welt) großen Schaden zuführen.

Ökonomen die sich intensiv mit China beschäftigen halten es für durchaus realistisch, dass sich die „China-Erfolgs-Story“ über die kommenden 100 (!) Jahre hinzieht.
Das Problem dabei -aus unserer Sicht- ist, dass die Chinesen das größte Potenzial haben und von den Fehlern und Erfolgen der heute bereits weit entwickelten Industrienationen lernen können. Sie können sich also überall das beste abschauen und dann übernehmen.

Dramatischer ist jedoch, dass China aus ökonomischer Sicht ein „Zukunftsmonopol“ sowohl in Sachen „größter Absatzmarkt“ als auch „größer Faktormarkt“ (also Arbeitskräfte etc.) haben wird. Damit werden die Chinesen in Zukunft die Spielregeln auftsellen und es könnte durchaus darauf hinauslaufen, dass sie die „Spielregeln der westlichen Industriestaaten“ nicht mehr wollen und ihre eigenen auftsellen - nach denen wir uns dann richten müssen. Das Problem: Diese Spielregeln werden unseren absolut fremd sein und somit wird uns eine Anpassung daran gar nicht oder nur sehr schwer möglich sein.

Schon heute ist es so, dass wenn ein ausländisches Unternehmen nach China geht, es nicht frei ist, sondern eine Kooperation eingehen muss. VW ist so ein Beispiel. Um in China produzieren und verkaufen zu dürfen, musste VW sich mit einem staatlichen Unternehmen zusammentun. Der „Hammer“ dabei ist, dass General Motors ebenfalls in diesem Unternehmen aktiv ist bzw. sein muss. Der Vorteil für die Chinesen: Sie können gleich bei zwei westlichen Autobauern „abgucken“. Irgendwann braucht man die Ausländer dann nicht mehr und wird sie aufgrund der günstigen Produktions-verhältnisse vom chinesischen Markt verdrängen. Das Volk wird dazu aufgerufen nur noch die chniesischen Produkte zu kaufen. Gleichzeitig wird man auch westliche Märkte erschließen wollen. Da hier aber Demokratie herrscht und keine Partei das Volk kontrolliert, werden die Konsumenten die „billigeren Chinesen“ vorziehen.

Vor diesem Hintergrund ist es aus heutiger Sicht fatal, wenn Unternehmen nach China strömen. Kurzfristig werden sie natürlich mitunter hohe Gewinne erzielen. Das Kurzfristdenken kommt dabei insbesondere dem Management und aktuellen Anteilseignern zu Gute. Diese Gewinne muss man aber damit teuer bezahlen, dass man sein Wissen offenbart. Somit werden die Unternehmen aus dem Westen sich langfrisitig gesehen ihr eigenes Grab schaufeln, da die Chinesen schon jetzt wie ein Schwamm alles aufsaugen, was sie ermöglicht.
Hinzu kommt, dass die aus westlicher Sicht auftretenden Verletzungen der Menschenrechte in China -von den Chinesen- selbst gar nicht als solche wahrgenommen werden. Man kennt es nicht anders und alle sind bereit für eine Verbesserung -die dann ja auch kommt- alles in Kauf zu nehmen.
Wir müssen daher in Zukunft noch stärker in know-how, also in Bildung, Forschung und Entwicklung investieren, um uns wenigstens diesen Vorsprung gegenüber den Chinesen zu sichern. Allerdings verlassen schon jetzt ca. 70.000 Hochschulabsolventen pro Jahr Universitäten in China. Zwar ist die Lehre dort ebenfalls noch auf einem niedrigen Kenntnisstand, aber auch dort wird man aufholen. Schon jetzt locken die Chinesen mit viel Geld die Top-Wissenschaftler aus dem Westen.

Alles in allem ist China ein echtes Pulverfass und man könnte schon sagen, dass man da ins offene Messer läuft bzw. auf jeden Fall laufen könnte. Zwar ist China der WTO beigetreten und müsste daher z.B. Patentrecht anerkennen. Defacto ist das aber nicht der Fall. Allerdings ziehen jetzt schon wieder einige Unternehmen aus China ab, eben wegen dieser Patentrechtsverletzungen. Würde sich diese Entwicklung weiter fortsetzen und auch bei den großen Unternehmen einkehren, bestünde evtl. die Möglichkeit, die Entwicklung in China extern zu steuern. Aber das ist wenig realistisch.

Man geht übrigens in der Fachwelt davon aus, dass wenn der 100 jährige Entwicklungszeitraum der Chinesen tatsächlich eintreten sollte, dass China dann nach 100 Jahren die USA als „Weltmacht“ abgelöst haben wird.

Tja, mal sehen wie das noch wird :wink:

Hallo,

eine treffende Analyse lieber Trader!
Wir selbst haben uns gegen eine Produktion
in China entschieden. Vom euphorischen und
blauäugigen „Chinasyndrom“, von dem
viele Manager und Unternehmer anfänglich
infiziert waren, sind ernüchternde Nebenwirkungen
nebst Kater übriggeblieben. Nichtsdestotrotz
wird man sich der Herausforderung China stellen
müssen!
Obwohl sie für Hungerlöhne arbeiten müssen
und gnadenlos ausgenutzt werden, strömen
noch immer Massen von Leuten in die Industrie.
Gegen dieses „Potential“ ist man machtlos.
Und solange der Diebstahl geistigen Eigentums
(Patentrechte sind dort Fremdwort), mit
traditionellen Konfuziuslehren sublimiert
werden, (stehlen=lernen) kann der aufrichtige
Produzent nur den kürzeren ziehen.
Neben teurer Entwicklung und hohen Lohnkosten,
muten sich die verkomplizierenden Patentrechte
dazu, geradezu lächerlich an.
Eine echte Konkurrenzsituation, die sprichwörtlich
das Geschäft belebt, ist nicht gegeben.
Die Politik ist gefragt, Merkel hat ja
diesbezüglich schon erste Vorstösse getan.
Der Untergang des Kommunismus und die Globalisierung
der Welt, stellt den Kapitalismus vor einen
Überlebenskampf!
Denn klar muss auch sein, dass ein Kapital schwach
gewordener Kapitalismus, von einem ebenso
schwachen Exkommunismus nicht kompensiert werden kann.

Gruß
Walden

Hallo,

eine treffende Analyse lieber Trader!
Wir selbst haben uns gegen eine Produktion
in China entschieden. Vom euphorischen und
blauäugigen „Chinasyndrom“, von dem
viele Manager und Unternehmer anfänglich
infiziert waren, sind ernüchternde Nebenwirkungen
nebst Kater übriggeblieben.

Ja, da hast Du sicherlich vollkommen recht. Ich denke auch, dass es da noch so machen Manager geben wird, der die eine oder andere „Überraschung“ erleben wird. Ich frage mich auch schon, was wohl mit dem ersten ausgelieferten Airbus passiert.

Nichtsdestotrotz wird man sich der Herausforderung China stellen
müssen!

Auch hier stimme ich Dir voll und ganz zu. Leider erscheint mir aber die Wichtigkeit dieser Maßnahmen in der hiesigen Politiklandschaft noch nicht ganz erkannt worden zu sein.

Eine echte Konkurrenzsituation, die sprichwörtlich
das Geschäft belebt, ist nicht gegeben.

Richtig ! Anstatt „geben und nehmen“ wird nur genommen :smile:

Die Politik ist gefragt, Merkel hat ja
diesbezüglich schon erste Vorstösse getan.

Ich hörte kürzlich, dass China angeblich das modernste Patentrecht der Welt haben soll. Das Problem ist nur, die Chinesen wenden es nicht an. Man hatte es sich wohl zugelegt, um den Westen nach außen hin zu beruhigen. Intern sieht es aber ganz anders aus.

Der Untergang des Kommunismus und die Globalisierung
der Welt, stellt den Kapitalismus vor einen
Überlebenskampf!
Denn klar muss auch sein, dass ein Kapital schwach
gewordener Kapitalismus, von einem ebenso
schwachen Exkommunismus nicht kompensiert werden kann.

Dafür gibt es einen Bewertungspunkt :smile:

Hallo,

Immer wieder habe ich von China gehört, wie es wächst und wie
alle (vor allem die Textilindustrie) ihre Produktion dorthin
verlegen. Aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass
das ganze für uns weitere Vorteile hat oder haben wird.

der Boom in China hat für viele Zweige der deutschen Wirtschaft genauso Vorteile, wie er für andere Nachteile hat.

China ist nicht nur eine Produktionshalle für Billigprodukte, die dann anschließend die westlichen Märkte überschwimmen und einheimische Produkte verdrängen. China selbst ist ein Wachstumsmarkt, der von deutschen und europäischen Unternehmen bedient werden kann. China braucht Straßen und Gebäude (Profiteure: Zulieferer für die Zement- und Betonindustrie (insbes. Maschinenbau), Bauindustrie), Fahrzeuge, Technik in jeder Hinsicht usw. usf.

Natürlich wird die gelieferte Technik auseinander- und nachgebaut, aber das war immer schon so und wurde bspw. in der DDR, in Italien, Rußland und anderen Ländern auch so gehandhabt. Dennoch gibt es immer noch einen technologischen Vorsprung. Wenn dem nicht so wäre, würde China heute nicht schrottnahe Autos produzieren sondern modernste Fahrzeuge.

Indien und China stellen mit rd. zwei Mrd. Menschen ein riesiges Umsatzpotential für alle Produkte dar, die in Europa schon zur Standardausrüstung jedes Haushalts und jedes Unternehmens gehören, dort derzeit aber nur selten anzutreffen sind.

Natürlich gab es in der ersten Phase der Markterschließung in China für deutsche Unternehmen Rückschläge in der Form, daß sie z.B. praktisch enteignet wurden oder daß die Mitarbeiter vor Ort Vorgaben ignorierten. Aus diesen Vorgängen kann man aber einerseits lernen und andererseits gab es auch ein Umdenken in China. Man hat erkannt, daß unseriöse Praktiken nicht unbedingt das Vertrauen der Investoren förderte.

Gruß,
Christian

Hallo,

Immer wieder habe ich von China gehört, wie es wächst und wie
alle (vor allem die Textilindustrie) ihre Produktion dorthin
verlegen. Aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass
das ganze für uns weitere Vorteile hat oder haben wird.

der Boom in China hat für viele Zweige der deutschen
Wirtschaft genauso Vorteile, wie er für andere Nachteile hat.

Ja, das würde ich auch so unterschreiben. Fragt sich nur ob die Vorteile die sich (temporär) ergeben, langfristig vorhanden sein werden.

China ist nicht nur eine Produktionshalle für Billigprodukte,
die dann anschließend die westlichen Märkte überschwimmen und
einheimische Produkte verdrängen. China selbst ist ein
Wachstumsmarkt, der von deutschen und europäischen Unternehmen
bedient werden kann.

Ja aber so ganz ohne bestimmte Parteifunktionäre geht das auch nicht. Freier Wettbewerb oder freie Märkte die nicht staatliche reguliert oder interveniert werden, gibt es definitiv (noch) nicht. Ob sie jemals so vorhanden sein werden, wie sie in der westlichen Welt Standard sind, darf -zumindest in naher Zukunft- bezweifelt werden.

China braucht Straßen und Gebäude
(Profiteure: Zulieferer für die Zement- und Betonindustrie
(insbes. Maschinenbau), Bauindustrie), Fahrzeuge, Technik in
jeder Hinsicht usw. usf.

Auch wieder richtig. Allerdings gibt es auch hier wieder ein „aber“. Man holt sich die Erfahrenen ins Land, aber nach einer Weile ist für diese dann nichts mehr zutun, oder nicht mehr in dem Umfang zutun, wie es eigentlich möglich gewesen wäre, da die heimische Industrie bevorzugt wird. Schließlich entscheidet in einer Zentralverwalungswirtschaft bzw. Planwirtschaft nicht der nicht vorhande Markt was wann wo gebaut wird, sondern der zentrale Planer.

Natürlich wird die gelieferte Technik auseinander- und
nachgebaut, aber das war immer schon so und wurde bspw. in der
DDR, in Italien, Rußland und anderen Ländern auch so
gehandhabt. Dennoch gibt es immer noch einen technologischen
Vorsprung. Wenn dem nicht so wäre, würde China heute nicht
schrottnahe Autos produzieren sondern modernste Fahrzeuge.

Ein interessanter Punkt den Du hier ansprichst. Allerdings vermute ich einmal, dass der Ehrgeiz in China größer sein wird, als in den o.g. Staaten. Ich führe das wieder auf die stark zentrale Steuerung zurück.

Indien und China stellen mit rd. zwei Mrd. Menschen ein
riesiges Umsatzpotential für alle Produkte dar, die in Europa
schon zur Standardausrüstung jedes Haushalts und jedes
Unternehmens gehören, dort derzeit aber nur selten anzutreffen
sind.

M.E. ist der Vergleich von China und Indien als zukünftige Top-Wachstumsmärkte (Du stellst ihn hier ja nicht an, aber ich gehe trotzdem drauf ein) nicht ganz zulässig.
Indien und China sind sich in einigen Punkten grundverschieden. Mit Indien wird es wesentlich leichter sein -für die westlichen Unternehmen- als mit China.
Indien war lange Zeit eine Kolonie einer westlichen Macht. Man hat also schon früh die „westlichen Einflüsse“ erhalten. Auch herrscht dort heute schon ein relativ freier Markt -auf jeden Fall besser und freier als in China- vor und die Führung des Landes ist dem Westen gegenüber positiv eingestellt. Zu Indien bestehen auch schon seit langer Zeit intensivere wirtschaftliche und vor allem auch diplomatische Beziehungen.
China hingegen wurde in all den Jahrzehnten sich selbst überlassen und stand schon immer unter der Diktatur. Indien ist wesentlich weltoffener als China.

Natürlich gab es in der ersten Phase der Markterschließung in
China für deutsche Unternehmen Rückschläge in der Form, daß
sie z.B. praktisch enteignet wurden oder daß die Mitarbeiter
vor Ort Vorgaben ignorierten. Aus diesen Vorgängen kann man
aber einerseits lernen und andererseits gab es auch ein
Umdenken in China. Man hat erkannt, daß unseriöse Praktiken
nicht unbedingt das Vertrauen der Investoren förderte.

Umdenken in China ? Nun ja, ob da schon soviel umgedacht wurde, mag ich zu bezweifeln. M.M. wissen die Chinesen ganz genau, dass sie gerade in einer Phase sind und Abhängigkeiten schaffen. Sie wissen genau, dass die kurz- bis mittelfristig orientierten Unternehmen -mit kurz- bzw. mittelfristiger Gewinnsteigerungsansicht- prakitsch nach China müssen (!). Und ich bin auch davon überzeugt, dass die Chinesen ihre Strategien und Taktiken laufend anpassen.

der Boom in China hat für viele Zweige der deutschen
Wirtschaft genauso Vorteile, wie er für andere Nachteile hat.

Ja, das würde ich auch so unterschreiben. Fragt sich nur ob
die Vorteile die sich (temporär) ergeben, langfristig
vorhanden sein werden.

Daran wird man sicherlich arbeiten müssen.

China braucht Straßen und Gebäude
(Profiteure: Zulieferer für die Zement- und Betonindustrie
(insbes. Maschinenbau), Bauindustrie), Fahrzeuge, Technik in
jeder Hinsicht usw. usf.

Auch wieder richtig. Allerdings gibt es auch hier wieder ein
„aber“. Man holt sich die Erfahrenen ins Land, aber nach einer
Weile ist für diese dann nichts mehr zutun, oder nicht mehr in
dem Umfang zutun, wie es eigentlich möglich gewesen wäre, da
die heimische Industrie bevorzugt wird.

Sagen wir es mal so: Ich habe einige Kunden, die schon seit über zehn Jahren in Schlüsselbranchen schwunghaften Handel mit China betreiben. Bei scheinbaren low-tech-Produkten liegt der Kniff dann doch wieder im Detail.

Erfahrungsaustausch der erlaubten oder unerlaubten Art gab es immer schon. Dumm ist nur, daß Deutschland derzeit mehr fachlich versierte Menschen exportiert als importiert.

gehandhabt. Dennoch gibt es immer noch einen technologischen
Vorsprung. Wenn dem nicht so wäre, würde China heute nicht
schrottnahe Autos produzieren sondern modernste Fahrzeuge.

Ein interessanter Punkt den Du hier ansprichst. Allerdings
vermute ich einmal, dass der Ehrgeiz in China größer sein
wird, als in den o.g. Staaten. Ich führe das wieder auf die
stark zentrale Steuerung zurück.

Daran, daß eine zentralistische Wirtschaft effizienter arbeitet, zweifle ich. Allerdings ist es in der Tat so, daß gutes Kopieren wie auch früher im Ostblock schon fast als Staatsziel gesehen wird, was natürlich eine gewisse Wirkung hat. Andererseits wird eine zentralistische Wirtschaft bei der Durchführung des „Projektes“ sich selber auch wieder Knüppel zwischen die Beine werfen.

Ob man also beim Kopieren schneller als bspw. Japan sein wird, wird sich noch herausstellen.

Indien und China stellen mit rd. zwei Mrd. Menschen ein
riesiges Umsatzpotential für alle Produkte dar, die in Europa
schon zur Standardausrüstung jedes Haushalts und jedes
Unternehmens gehören, dort derzeit aber nur selten anzutreffen
sind.

M.E. ist der Vergleich von China und Indien als zukünftige
Top-Wachstumsmärkte (Du stellst ihn hier ja nicht an, aber ich
gehe trotzdem drauf ein) nicht ganz zulässig.
Indien und China sind sich in einigen Punkten
grundverschieden. Mit Indien wird es wesentlich leichter sein
-für die westlichen Unternehmen- als mit China.

Das wird vermutlich stimmen, allerdings ändert das nichts daran, daß beide Länder potentielle Absatzmärkte erheblichen Ausmaßes darstellen. Es ist natürlich eine Aufgabe der Unternehmen (und in gewissen Grenzen auch der Politik), sich die Nachfrage zu erschließen. Da gilt es auch, kulturelle Aspekte zu berücksichtigen, die zu deutlich abweichendem bzw. überraschendem Konsumverhalten führen können.

Wenn ich mich recht entsinne, ist mal ein westliches Unternehmen grandios daran gescheitert, Fertiggerichte auf dem japanischen Markt zu etablieren, die in einem Reiskocher zubereitet werden konnten. Dumm nur, daß in den japanischen Reiskochern den ganzen Tag lang warmgehalten werden und somit praktisch nie zur Zubereitung von anderen Dingen genutzt werden können. Aber das nur als Anekdote für zwischendurch.

Natürlich gab es in der ersten Phase der Markterschließung in
China für deutsche Unternehmen Rückschläge in der Form, daß
sie z.B. praktisch enteignet wurden oder daß die Mitarbeiter
vor Ort Vorgaben ignorierten. Aus diesen Vorgängen kann man
aber einerseits lernen und andererseits gab es auch ein
Umdenken in China. Man hat erkannt, daß unseriöse Praktiken
nicht unbedingt das Vertrauen der Investoren förderte.

Umdenken in China ? Nun ja, ob da schon soviel umgedacht
wurde, mag ich zu bezweifeln.

Nun, zumindest haben sich die „Enteignungen“ in der jüngsten Zeit m.W. nicht wiederholt. Daß man dennoch versucht, ausländische Geschäftspartner zu übervorteilen, ist nicht von der Hand zu weisen. Auch dazu hätte ich noch ein paar Geschichten, aber ich will es mit den Anekdoten heute nicht übertreiben.

Gruß,
Christian

Hallo,

der Boom in China hat für viele Zweige der deutschen
Wirtschaft genauso Vorteile, wie er für andere Nachteile hat.

Selbstredend. Wir haben seit einigen Jahren ein
Vertriebsbüro in Shanghai, ich weiss schon wovon
ich rede!

Natürlich wird die gelieferte Technik auseinander- und
nachgebaut, aber das war immer schon so und wurde bspw. in der
DDR, in Italien, Rußland und anderen Ländern auch so
gehandhabt.

Der Trabbi ist demnach ein Nachbau deutscher
Automobilbaukunst? Im übrigen reden wir von,
du hast es selbst erwähnt, 2 Milliarden Menschen,
die großteils für Hungerlöhne arbeiten, bzw.
arbeiten würden, weil sie eben nicht in einer
sozial abgesicherten Umgebung leben.
Es nützt nichts das Problem herunterzuspielen!
Du weißt welche enormen Summen die Entwicklungskosten
verschlingen, wenn diese Investitionen nur dazu führen,
die Konkurrenz zu stärken, dann wird sich der
sogenannte technische Vorsprung schneller auflösen,
als du schauen kannst!
Diese Leute sind hungrig, intelligent und ehrgeizig!

Indien und China stellen mit rd. zwei Mrd. Menschen ein
riesiges Umsatzpotential für alle Produkte dar, die in Europa
schon zur Standardausrüstung jedes Haushalts und jedes
Unternehmens gehören, dort derzeit aber nur selten anzutreffen
sind.

Ja, genau das sind diese blauäugigen Vorstellungen!
Zeig mir einen einzigen chinesischen Arbeiter,
der sich einen VW leisten kann!
Einen Kühlschrank für 200 Euro, wenn man 30 im
Monat verdient! etc.
Dieser Markt kann nur von Billigstanbietern bedient
werden, da sind die westlichen Länder nicht
konkurrenzfähig! Von den sozialen, ethischen,
soziologischen und politischen Problemen mal
ganz abgesehen!
In Indien beispielsweise ist ohne Schmiergeld
überhaupt nichts zu machen, das aber widerspricht
unseren ethischen Vorstellungen.
Die Menschen dort sind wertlos, jedenfalls die
unteren Kasten, wenn jemand
überfahren wird, ist der Schaden am Auto
interessanter, als der tote Mensch!
Das ist so eine Anekdote, mit der ich dienen
könnte!

Es werden noch viele an diesen Mentalitäten
scheitern!

Gruß
Walden

Hallöchen,

Natürlich wird die gelieferte Technik auseinander- und
nachgebaut, aber das war immer schon so und wurde bspw. in der
DDR, in Italien, Rußland und anderen Ländern auch so
gehandhabt.

Der Trabbi ist demnach ein Nachbau deutscher
Automobilbaukunst?

nein, er ist ein Beispiel dafür, daß allein der Wille, eine gute Kopie zu erstellen, für den Erfolg nicht ausreicht.

Diese Leute sind hungrig, intelligent und ehrgeizig!

Und die Russen, Thais, Indonesier, Kubaner sind satt, dumm und faul?

Ja, genau das sind diese blauäugigen Vorstellungen!
Zeig mir einen einzigen chinesischen Arbeiter,
der sich einen VW leisten kann!

Darf VW nur an Arbeiter verkaufen?

Übrigens hat VW in China in den letzten Jahren über eine halbe Millionen Fahrzeuge pro Jahr verkauft.

Es werden noch viele an diesen Mentalitäten
scheitern!

Glücklicherweise beschäftigen sich in Deutschland nicht alle Menschen mit den verschiedenen Möglichkeiten, bei irgendetwas zu scheitern. Manche sehen auch die Chancen und nutzen sie erfolgreich.

Gruß,
Christian

Hallo,

kennst du das Handelsdefizit?
Wir importieren ungefähr doppelt soviel,
wie wir exportieren! Und der Trend geht weiter:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/73361

Gruß
Walden

kennst du das Handelsdefizit?
Wir importieren ungefähr doppelt soviel,

Ja und? Was sollte es mich interessieren, daß in China Millionen Menschen damit beschäftigt sind, für 1 Euro am Tag minderwertige Textilien zusammenzuflicken? Damit sollen sich die Länder beschäftigen, in denen das Zeug vorher produziert wurde, bspw. die Türkei. Viel interessanter finde ich, daß der deutsche Maschinenbau höchst erfolgreich seine Produkte in China verkauft, womit hier qualitativ hochwertige Arbeitsplätze gesichert werden.

Gruß,
Christian

Hallo,

kennst du das Handelsdefizit?
Wir importieren ungefähr doppelt soviel,

Ja und? Was sollte es mich interessieren, daß in China
Millionen Menschen damit beschäftigt sind, für 1 Euro am Tag
minderwertige Textilien zusammenzuflicken?

Es ist ein volkswirtschaftliches Problem,
wenn individuelle Unternehmen gute Geschäfte
machen, dann nützt das wenig, wenn gesamt gesehen
ein volkswirtschaftlicher Schaden entsteht!

Damit sollen sich
die Länder beschäftigen, in denen das Zeug vorher produziert
wurde, bspw. die Türkei.

Ausgerechnet! Das glaubst du doch selbst nicht! :smile:

Viel interessanter finde ich, daß der
deutsche Maschinenbau höchst erfolgreich seine Produkte in
China verkauft, womit hier qualitativ hochwertige
Arbeitsplätze gesichert werden.

Langfristig? Nicht einmal mittelfristig, die Chinesen
schicken, die genaue Zahl kenne ich grad nicht, aber
tausende von begabten Studenten an die westlichen
Eliteuniversitäten, die Technik, die teuer entwickelt
wurde wird einfach kopiert, aber das hatten wir ja schon,
und dann in Konkurrenz vertrieben!

Aber so pessimistisch sehe ich das schon nicht,
die Politik und Wirtschaft wird reagieren!
Nur darf man die Probleme nicht kleinreden,
das fände ich fatal!

Gruß
Walden

P.S.
Diesen Link noch…

http://zeus.zeit.de/text/2006/09/China

Gruß
Walden

Langfristig? Nicht einmal mittelfristig, die Chinesen
schicken, die genaue Zahl kenne ich grad nicht, aber
tausende von begabten Studenten an die westlichen
Eliteuniversitäten, …

Ja, also das kann ich bestätigen. Ich weiss z.B. dass die Chinesen mit staatlichen Förderprogrammen über 1000 Studenten pro Jahr auf die Top-Unis in Australien, den USA oder GB oder auch nach Deutschland schicken. Wenn man diese Leute dann im Uni-Alltag sieht, dann wundert man sich nicht selten. Diese Leute legen einen Willen an den Tag, der mir schon teilweise krankhaft erscheint. Ich denke das ist Drill pur.

Hallöchen,

Ja und? Was sollte es mich interessieren, daß in China
Millionen Menschen damit beschäftigt sind, für 1 Euro am Tag
minderwertige Textilien zusammenzuflicken?

Es ist ein volkswirtschaftliches Problem,
wenn individuelle Unternehmen gute Geschäfte
machen, dann nützt das wenig, wenn gesamt gesehen
ein volkswirtschaftlicher Schaden entsteht!

Du meinst, daß in Deutschland Arbeitsplätze wegfallen, weil nun in China wasauchimmer produziert wird, nehme ich an. Zunächst einmal habe ich Zweifel daran, daß dies überhaupt in nennenswertem Ausmaß passiert.

Ansonsten sollte man sich mal Gedanken darüber machen, was es bedeutet, daß Deutschland die größte Exportnation ist. Das bedeutet nämlich nichts anderes, daß Deutschland vom weltweiten Handel profitiert. Nun konstatieren zu wollen, daß ein Land durch das gleiche Prinzip unfaire Vorteile verschafft, die zu unserem eigenen wirtschaftlichen Erfolg geführt haben, finde ich bemerkenswert.

Damit sollen sich
die Länder beschäftigen, in denen das Zeug vorher produziert
wurde, bspw. die Türkei.

Ausgerechnet! Das glaubst du doch selbst nicht! :smile:

Was glaube ich nicht? Daß die Türkei aufgrund der Expansion Chinas in der Textilindustrie Arbeitsplätze verloren gehen?
http://www.istanbulpost.net/06/02/04/textil.htm

Im übrigen braucht man sich nur mal den Auftragsbestand der Hersteller von Maschinenbauern anzuschauen, die in dem Bereich tätig sind.

Viel interessanter finde ich, daß der
deutsche Maschinenbau höchst erfolgreich seine Produkte in
China verkauft, womit hier qualitativ hochwertige
Arbeitsplätze gesichert werden.

Langfristig? Nicht einmal mittelfristig, die Chinesen
schicken, die genaue Zahl kenne ich grad nicht, aber
tausende von begabten Studenten an die westlichen
Eliteuniversitäten, die Technik, die teuer entwickelt
wurde wird einfach kopiert, aber das hatten wir ja schon,
und dann in Konkurrenz vertrieben!

Warum schicken wir eigentlich unsere Studenten nicht an westliche Elitehochschulen?

Wie auch immer: Die Studenten erhalten hier das Rüstzeug. Ob sie damit in der Lage sind, konkurrenzfähige Maschinen zu bauen, wird sich herausstellen müssen. Andere Länder hatten Jahrzehnte Zeit, hier an den Universitäten Wissen abzugreifen. In den Branchen, die ich im Blick habe, sitzen die führenden Anbieter immer noch in Deutschland.

Gruß,
Christian

Hallo,

Du meinst, daß in Deutschland Arbeitsplätze wegfallen, weil
nun in China wasauchimmer produziert wird, nehme ich an.
Zunächst einmal habe ich Zweifel daran, daß dies überhaupt in
nennenswertem Ausmaß passiert.

Das ist dein Problem, ich gehe davon aus, dass du den
Link unten (P.S.) gelesen hast, dem ist eigentlich nichts
hinzuzufügen!

Ansonsten sollte man sich mal Gedanken darüber machen, was es
bedeutet, daß Deutschland die größte Exportnation ist. Das
bedeutet nämlich nichts anderes, daß Deutschland vom
weltweiten Handel profitiert. Nun konstatieren zu wollen, daß
ein Land durch das gleiche Prinzip

Das GLEICHE PRINZIP? Es gibt doch keinerlei Kritik
am Export, nur an der Art und Weise! Willst du beide
vergleichen?

Was glaube ich nicht? Daß die Türkei aufgrund der Expansion
Chinas in der Textilindustrie Arbeitsplätze verloren gehen?

Es ging um geistiges Eigentum, warum du da ausgerechnet
an die Türkei delegierst ist mir nicht klar…

Will man die Chinesen verstehen, muss man deren
Philosophie kennen:

„Wenn du den Feind und dich selbst kennst,
brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten
nicht zu fürchten.“

„Jede Kriegsführung gründet auf Täuschung.
Wenn wir also fähig sind anzugreifen, müssen
wir unfähig erscheinen;
wenn wir unsere Streitkräfte einsetzen, müssen
wir inaktiv scheinen; wenn wir nahe sind,
müssen wir den Feind glauben machen, daß wir
weit entfernt sind;
wenn wir weit entfernt sind, müssen ihn glauben
machen, daß wir nahe sind.
Lege Köder aus, um den Feind zu verführen…“

Aus Sunzi, die Kunst des Krieges.
Schon bei Mao Pflichtlektüre.

Die Japaner haben im übrigen ihren Export
von High Tech an China aus besagten
Gründen eingestellt. Steht glaube ich auch
im unteren Artikel und diese stehen
ihnen näher.

Ich will die Chinesen nicht verteufeln,
aber so blauäugig darf sich nicht
austricksen lassen!

Gruß
Walden

Hallo noch mal,

Ansonsten sollte man sich mal Gedanken darüber machen, was es
bedeutet, daß Deutschland die größte Exportnation ist. Das
bedeutet nämlich nichts anderes, daß Deutschland vom
weltweiten Handel profitiert. Nun konstatieren zu wollen, daß
ein Land durch das gleiche Prinzip

Das GLEICHE PRINZIP? Es gibt doch keinerlei Kritik
am Export, nur an der Art und Weise! Willst du beide
vergleichen?

Du meinst tatsächlich, daß noch nie ein deutsches Unternehmen ausländische Produkte kopiert hat? Genau daher kommt doch das „Qualitätssiegel“ Made in Germany, weil die Briten es nämlich leid waren, daß die deutschen Unternehmen ihren Markt mit billigen Kopien überschwemmten.

Was glaube ich nicht? Daß die Türkei aufgrund der Expansion
Chinas in der Textilindustrie Arbeitsplätze verloren gehen?

Es ging um geistiges Eigentum, warum du da ausgerechnet
an die Türkei delegierst ist mir nicht klar…

Es ging nicht um geistiges Eigentum, sondern um die Frage, wo die minderwertigen Textilartikel produziert werden, die bisher in der Türkei produziert wurden:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv… (inkl. Zitat lesen).

Die Japaner haben im übrigen ihren Export
von High Tech an China aus besagten
Gründen eingestellt.

Dafür stehen sie (die Japaner) aber noch bemerkenswert oft auf Messen herum und machen in unbeobachteten Momenten Photos.

Ich will die Chinesen nicht verteufeln,
aber so blauäugig darf sich nicht
austricksen lassen!

Die Chinesen machen nichts, was nicht auch schon andere vor ihnen getan haben und auch heute noch machen. Sie gehen darin vielleicht etwas organisierter vor als andere, aber nicht unbedingt effizienter (s. Planwirtschaftsproblematik, weiter oben schon erwähnt).

Gruß,
Christian

Hallo Ricky!

Ein Forum-user hat in einem Thread folgendes geschrieben:

…mit Indien und China warten noch gewaltigere Märkte auf :Erschließung…

Ja, ich war so frei :smile:

Aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass
das ganze für uns weitere Vorteile hat oder haben wird.

Unsere Wirtschaft lebt zum erheblichen Teil vom Export. Mit abgeschotteten Ländern oder mit armen Teufeln, die keine Rechnungen bezahlen können, kann man keine guten Geschäfte machen. Von daher wird jedes sich öffnende und sich entwickelnde Land auch zum Handelspartner - zum Nutzen aller Beteiligten. Natürlich entstehen auch neue Konkurrenten. Das haben wir nur zu fürchten, wenn wir uns auf einem einmal erreichten Stand satt und träge ausruhen möchten. Es wird auf Dauer nicht funktionieren, wenn VW-Arbeiter bei weniger als 30 Wochenstunden meinen, mehr ginge absolut nicht. Wenn wir schon Massenprodukte herstellen, reicht es nicht, wenn es die teuersten sind, es müssen auch die besten und zuverlässigsten Produkte sein. Sind es aber leider nicht immer und das bringt Probleme. Wir werden außerdem mit einer sich ständig ändernden Arbeitsteilung in der Wirtschaft auf dem Globus leben müssen. Das ist nur schlimm, wenn wir uns mit Gewalt dagegen stemmen und an Produktionen festhalten, die bei uns nicht mehr sinnvoll durchzuführen sind. Wir müssen uns statt dessen der Veränderung stellen und Ausbildung sowie F&E als vorrangige Daueraufgaben annehmen. Wir sind nur 80 Mio. Menschen, von denen kaum mehr als jeder Dritte berufstätig ist. Im Rest der Welt leben über 6 Milliarden Menschen, die mehrheitlich bereit sind, für einen Bruchteil hiesiger Löhne zu arbeiten. Man erkennt daraus ohne weiteres, daß wir hierzulande keine 08/15-Sachen mehr wettbewerbsfähig herstellen können. Wenn wir unseren hohen Lebensstandard halten wollen, müssen wir unsere Menschen besser ausbilden und müssen wir mehr F&E betreiben und in pfiffige Produkte umsetzen, als es anderweitig geschieht. Mit Spitzenprodukten haben wir einen gewaltigen Markt, mit gewöhnlichem Massenzeug gehen wir unter.

Ich sehe bei uns Degenerationserscheinungen. Viele meinten, mit Ende 50 in Rente gehen zu können. Es geht so weit, daß viele Unternehmen auf die Erfahrung älterer Mitarbeiter verzichten. Wir leisten uns, junge Menschen nicht ordentlich auszubilden und etliche junge Menschen glauben, sich eine Null-Bock-Haltung leisten zu können. Wenn wir das noch lange laufen lassen, sehen wir gegen Wettbewerber mit hungrigen und wissbegierigen Menschen alt aus.

Gruß
Wolfgang

abschließend…
Hallo exc,

Es ging nicht um geistiges Eigentum, sondern um die Frage, wo
die minderwertigen Textilartikel produziert werden, die bisher
in der Türkei produziert wurden:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
(inkl. Zitat lesen).

Dann habe ich dich falsch interpretiert,
es war mir auch schleiherhaft, wie du
vom deutsch-chinesischen Handelsdefizit
ausgerechnet auf die Türkei kommst,
was geht das die an?
Ich dachte das eine Finte, ob der
gnadenlosen Plagiate, die dort vertrieben werden.
Diese Form der Diskussion ist halt
mitunter etwas verwirrend!

Die Chinesen machen nichts, was nicht auch schon andere vor
ihnen getan haben und auch heute noch machen.

Das Wahre suchen heißt nicht das Wünschenswerte suchen,
hat Camus einmal gesagt! Den Realitäten müssen wir uns
schon stellen!

Ich wünsche dir von Herzen viel Erfolg!

Gruß
Walden

Hallöchen,

Dann habe ich dich falsch interpretiert,
es war mir auch schleiherhaft, wie du
vom deutsch-chinesischen Handelsdefizit
ausgerechnet auf die Türkei kommst,
was geht das die an?

es geht die eher was an als uns. Unsere Handesbilanz mit China ist negativ, weil die uns mit minderwertiger Ware in den Bereichen Textil, Elektro und Dekoscheiß zuballern. Dadurch gehen hier aber keine Arbeitsplätze verloren sondern höchstens in den Ländern, die diesen Schund vorher produzierten und dazu gehört zumindest im Bereich Textil die Türkei.

Die Chinesen machen nichts, was nicht auch schon andere vor
ihnen getan haben und auch heute noch machen.

Das Wahre suchen heißt nicht das Wünschenswerte suchen,
hat Camus einmal gesagt! Den Realitäten müssen wir uns
schon stellen!

Den Realitäten gerne, den Schreckgespenstern aber nicht.

Gruß,
Christian