Neue Öl- oder Gasheizung für Altbau

Hallo, meine Ölheizung im Keller ist altersschwach und
ging neulich durch einen Überschwemmungsschaden kaputt.
Sie wurde notdürftig repariert, man riet mir aber
dringend, mich um eine neue Anlage zu kümmern. Nach
einem Tag war sie wieder kaputt. Unser Haus ist Baujahr
1966, Reihenendhaus mit 2 Etagen plus Dachgeschoss 103
qm, vollunterkellert. Leider habe ich vor der
Überschwemmung frisch vollgetankt. Da ich keine Ahnung
und eigentlich auch kaum Geld habe, finde ich die
Entscheidung jetzt die richtige Heizung zu kaufen sehr
schwer. Ich könnte mehrere Angebote einholen, aber ich
könnte sie nicht beurteilen.

Meine Fragen sind: 1. Öl oder Gas (Gasanschluss ist an
der Straße möglich)2. Was mache ich mit dem Öl, wenn
Gas besser ist? 3. Woher weiß ich, ob ich von einem
Heizungsverkäufer seriös beraten werde? 4. Auf welche
Kriterien sollte ich Wert legen, damit es nicht zu
teuer wird, aber unser Heizbedarf auf Dauer erfüllt
wird.
Vielen Dank an hilfreiche Antworter

Die Frage ist zu Komplex um sie mit ein paar Zeilen sinnvoll zu bentworten. Ich würde bei Bekannten und Nachbarn nach Erfahrungen mit Heizungsbauern fragen. Da wird sich sicher eine Empfehlung finden lassen.

Hallo,

wenn dein Öltank in Ordnung ist, spricht nichts gegen eine neue Ölheizung (außer, dass die Gasheizung in der Anschaffung billiger ist, aber der Gasanschluss noch dazu kommt). Bei vernünftigem Einkauf ist Öl pro kWh billiger als Gas (Grundgebühr mit eingerechnet).

Ich empfehle dir ein Ölbrennwertgerät, das benötigt ca. 7% weniger als ein Heizwertgerät. Das Problem könnte aber dein noch vorhandenes Heizöl sein. Für ein Brennwertgerät (Wandhängend) benötigst du unbedingt Schwefelarmes Heizöl. Für einen Bodenstehenden Brennwertkessel reicht es aus, wenn du Schwefelarmes Heizöl nachtankst. Bitte die Herstellerangaben beachten.

Billiger ist ein Öl-Heizwertgerät, außerdem gibt es bei diesem auch keine Probleme mit der Heizölqualität.

Bei der Auswahl des Heizungsmonteurs solltest du dich in der Nachbarschaft umhören. Wer ist zufrieden? Außerdem sollte dir der Chef in irgendeinerweise sympathisch sein.

Du solltest unbedingt eine Heizung des Herstellers (Vaillant, Buderus, Viessmann …) einbauen, die der Heizungsbetrieb deines Vertrauens am meisten einbaut. Das hat preisliche Vorteile aber auch bei Reparaturen.

Am Schluss noch weitere Tipps:
Achte auf den Einbau einer elektronischen Pumpe und lasse falls möglich einen hydraulischen Abgleich machen. Dafür kannst du einen KfW-Zuschuss von 100,00€ erhalten.

Wenn die gesammte Baumaßnahme 6000€ überschreitet gibt es weitere Fördermöglichkeiten von der KfW inHöhe von 300,00€.

Setze dich frühzeitig mit deinem Schornsteinfeger in Verbindung.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Gruß Meertes

Hallo Frau Sever
In der heutigen Zeit werden Brennwertgeräte eingebaut.
Ob nun jetzt Gas oder Öl ist Wirtschaftlich etwa gleich.
Holen Sie sich auf jeden Fall mehrer Angebote ein und vorallen lassen Sie sich die Gleichen Teile anbieten damit Sie auch gut vergleichen können.
Also am Besten ein Angebot welches Ihnen zusagt ohne Preise der nächsten Firma weiterreichen.
MfG. Frank Gärner

Hallo Petra !Wie teuer ist Gashausanschluß? ,wie teuer ist neue Abgasführung?,ist Warmwasserspeicher noch i.O.?. Die günstigste Variante wird der Austausch des Ölkessels sein,langfristig im Rahmen von einer komplexen Modernisierung würde ich dann eine Gasheizung empfehlen .Lass mir einer Kostenvoranschl. zukommen und ich sage dir ob der o.k. ist. mfg Ulf Michel

Hallo Petra!
Ich bin gerne bereit mein Wissen und meine Erfahrung zur Verfügung zu stellen.
Dazu wird allerdings einiges an Kommunikation nötig sein. Nun zu den Fragen.

Frage 1. Öl oder Gas (Gasanschluss ist an der Straße möglich)

Ob der Öl- oder Gaspreis in Ihrem Gebiet günstiger ist kann ich vorab nicht beurteilen. Dazu würde ich geographische Angaben des Projekts sowie den Namen des Gaslieferanten benötigen. Da sich ja der Gaspreis immer am Ölpreis orientiert dürfte es keinen großen Unterschied geben.
Wenn der Heizkessel auch Baujahr 1966 ist hat er ein stolzes Alter erreicht. Es wurde Ihnen damals ein gutes Produkt eingebaut. Eine Kesselsanierung wäre mit oder ohne Überschwemmung fällig gewesen. Im Anschaffungspreis ist die Gastherme sicher günstiger. In Anbetracht des Baujahrs 1966 dürfte auch eine Kaminsanierung anstehen (Kaminkehrer fragen). Dies ist bei einer Gastherme wesentlich günstiger. Außerdem ist Gas eine saubere Sache. Kein Ölgeruch bei Wetterumschwung oder nach dem Tanken. Auch die Abgase sind geruchlos und relativ umweltfreundlicher als bei Heizöl. Die Kosten für den Gas - Hausanschluss müssten Sie beim Gaswerk anfragen. Sollten die Öltanks im Keller untergebracht sein gewinnen Sie noch Platz.

Frage 3. Woher weiß ich, ob ich von einem Heizungsverkäufer seriös beraten werde?

Wir sollten grundsätzlich von der Seriosität eines Handwerkers ausgehen. Aber es gibt in allen Branchen schwarze Schafe. Erkundigen Sie sich über den Ruf des Heizungsbauers in Punkto handwerkliche Ausführung und Termingebarung. Fragen Sie Bekannte und Freunde. Schauen Sie sich nach Baustellentafeln um und befragen Sie diese Bauherren. Lassen Sie sich vom Heizungsbauer Referenzprojekte nennen. Auch Sie sollten sich ihm gegenüber fair verhalten. Versichern Sie Ihm kein Gegenoffert einzuholen. Sagen Sie ihm dass Sie über einen Berater verfügen der Preis und Qualität des Angebots überprüft. Zeigen Sie ihm dieses Schreiben.

Frage 2. Was mache ich mit dem Öl, wenn Gas besser ist?

Wenn Sie sich von der Seriosität des Handwerkers überzeugt haben ziehen Sie ihn zu Rate.
Es stellen sich folgende Fragen:

  • Was kostet die Reparatur um das Heizöl selbst aufzubrauchen?
  • Wie lange reicht das Heizöl im Tank? Ein Umbau im Winter wäre fatal.
  • Was bekommen Sie für das Heizöl wenn Sie es abpumpen lassen. Die Entsorgung der Heizöltanks steht in jedem Fall an. Vielleicht können Sie das Heizöl mit der Entsorgung gegenrechnen.

Frage 4. Auf welche Kriterien sollte ich Wert legen, damit es nicht zu
teuer wird, aber unser Heizbedarf auf Dauer erfüllt wird.

Lassen Sie sich ein detailliertes Angebot erstellen. Es müssen alle Komponenten und Materialien angeführt, beschrieben und eingepreist sein. Lohn und Materialkosten müssen getrennt angeführt sein. Der Ausbau und die fachgerechte Entsorgung des alten Ölkessel und der dazugehörigen Komponenten sollten im Angebot detailliert ersichtlich sein. Verlangen Sie die Vorlage einer Heizlastberechnung gemäß DIN EN 12831. Angebot und Heizlastberechnung können Sie mir zur Kontrolle senden.
Es gibt regional verschiedene Förderprogramme für Heizkesselsanierung. Lassen Sie sich darüber vom Heizungsbauer beraten bzw. die entsprechenden Ansuchen erstellen. Der Heizungsbauer soll Sie auch über entsprechende Behördenanforderungen informieren, die Kosten hierfür ermitteln und die nötigen Ansuchen bearbeiten.
Die Kosten sollten günstig, nicht billig sein. Für gute, seriöse Qualität und Arbeit muss man einen angemessenen Preis bezahlen. Billig ist erfahrungsgemäß langfristig teuer.
Ein Millionär sagte einmal „ich bin zu arm um billig einzukaufen“.

Gruß Ludwig!

Hallo Petra!

Es ist anzunehmen, daß die Erneuerung des Ölkessels die günstigste Sanierungsmaßnahme darstellen wird. Die Kosten sind von der erforderlichen Kesselleistung abhängig, welche ich nicht kenne. Normalerweise kostet der Gasanschluß in der Investition so viel Geld, dass sich der Umstieg erst nach einigen Jahren über den etwas günstigeren Rohstoffpreis rechnet. Am billigsten ist der Kesseltausch, wenn man eventuell vom selben Hersteller einen Kessel mit denselben Anschlußmaßen bekommt. Sollte ein Anschlußumbau unumgänglich sein, sollte man überlegen, den Kessel eventuell auf ein Podest zu stellen, damit dieser bei einer Überschwemmung nicht gleich im Wasser steht. Am besten holst du dir dir mehrere Angebote von verschiedenen Professionisten ein, um eine bessere Verhandlungsposition zu erlangen.
Hinweis: Für den üblichen kleinen Leistungsbereich gibt es auch Ölwandkessel, ähnlich einer Gastherme, was bei Überflutungsgefahr einige Vorteile hätte. Zur Ölentsorgung wäre zu sagen, daß es eigene Firmen gibt, die das Absaugen, Entsorgen und Tankreinigen durchführen, allerdings ist das immens teuer!

Grüße
Bernd Reisinger

Zuerst gilt es das restliche Öl zu verfeuern ,was war überschwemmt? der Brenner oder der ganze Heizkessel…Brenner sollte zu reparieren sein ist nicht sooviel dran,da ölentsorgung auch kostet.Dann umstellen auf Gasbrennwert,oder bei Öl bleiben und Ölbrennwerttherme einbauen lassen(ist etwas teurer als die Gastherme)wie alt sind die Tanks ,Erd oder Kellertank… . Die günstigste Lösung wäre wenn man nur einen neuen Ölbrenner einbaut ca 1500€ alles andere ist wesentlich teurer,kommt aber auf den Zustand ,Alter Bauart des Kessels an ob sich neuer Brenner lohnt-vieleicht genauer beschreiben.

Hallo Petra,

das ist eine schwiegige Entscheidung, also eine Umstellung auf Gas kostet dann noch zusätzlich den Gasanschluß ins Haus legen und das öl wieder abpumpen lassen, da kann ich nur vom Hörensagen weitergeben, dass das nicht billig ist, meist macht man nicht viel Gewinn, weil das Abpumpen auch teuer ist.
Dir bleibt nicht viel übrig, als Dir Angebote einzuholen, vielleicht solltest Du auch über allternative Heizungen nachdenken, z. B Wärmepumpe, oder mit Solar zuheizen, das ist in der Anschaffung erstmal teuer, rentiert sich aber auf Dauer wieder. In Deiner Situation würde ich bei Öl bleiben und mit Solar zuheizen, wenn das technisch möglich ist.Ob der Anbieter Seriös ist, kann Du nur durch Referenzen feststellen und Dir die Objekte ansehen und mit den Leuten sprechen.
Mehr kann ich erstmal nicht raten.
MfG
birgit

Hallo,Petra Sever.Ich selbst wohne in einem gleichalten Haus und betreibe hier eine Ölheizung gleichen Alters.Der Brenner ist aber schon mal getauscht worden.Ich käme nicht auf die Idee den Brennstoff zu wechseln.Folgende Gründe:Bei Gas wird mir der Preis diktiert.Bei Öl habe ich die freie Wahl des Lieferanten und kann somit in gewissen Grenzen den Preis aushandeln.Beim Kauf eines neuen Öl-Heizkessels kämen nur die Kosten für den Kessel selbst in Frage denn alles andere ist ja schon vorhanden.Ich würde bei Öl bleiben!

Natürlich hat Gas auch seine Vorteile aber es ist über längere Zeit gesehen teurer als Öl.Auch der neue Gasanschluß in der Straße ist nicht umsonst zu haben und dann das Verschenken des vorhandenen Ölvorrates-daran darf ich gar nicht denken.
Bitte darauf achten dass der neue Kessel mit einer Hocheffiziens-Umwälzpumpe ausgestattet ist.Das spart eine Menge Stromkosten ein denn diese Pumpe läuft 24 Std. am Tag und das ein ganzes Jahr!Ich wünsche bei der Auswahl guten Erfolg

Hallo Petra,

erst einmal Kopf hoch. Über 80 % der Bundesbürger wissen auch nicht was richtig wäre bei der frage Gas oder Öl !!
Auf jeden Fall folgendes:
Jetzt bei der Hausbank einen Kredit von der KfW besorgen. Das Programm „Ennergieeffizient Sanieren“ mit TOP Konditionen läuft am 31.08.2010 ab. Bis da hin solltest Du einen Antrag gestellt haben.
Du kannst max. 50.000,- € bekommen mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren und einer 10 Jahre Zinsfestschreibung !!

Mit diesem Geld sanierst Du die Heizungsanlage mit einem neuen 11 kW Öl-Brennwertgerät oder einem 11 kW Gasbrennwertgerät, einer heizungsunterstützender Solaranlage (ca. 11 m² Vakuumröhren, einem 825 Liter Pufferspeicher und einer Frischwasserstation für die WW-Bereitstellung).
Evtl. kann auch Fenster-Türen-etc. saniert werden.
Hierzu brauchst Du auf jeden Fall einen fähigen Energieberater vor Ort (findest Du hier: www.den-ev.de)
der eine Berechnung macht wie viel Energie Du demnächst einsparst, weil: …
Du bekommst einen teil der Kreditsumme erlassen/geschenkt wenn es richtig gut gemacht wurde und viel Eingespart wird !!! Zudem gibt es noch Fördermittel vom Bund für heizungsunterstützte Solartechnik im Gebäudebestand.
Wenn alles richtig gemacht wird hast Du eine Energiekostenersparnis von ca. 40-50 % !! Für immer !!
Die Solartechnik für die Heizung ist der Dreh- und Angelpunkt. Durch den Einsatz eines Pufferspeicher ist es egal welcher Hersteller das Heizgerät anbietet, alle Geräte sind dann gut. Empfehlenswert sind Solarsysteme von den Firmen - Solvis - Sonnenkraft - Paradigma und Würz Energy.
Auch andere Firman haben gute Systeme, aber diese sind „meine“ Favorieten.
Gute Erfahrung habe ich mit Ölbrennwertgeräten von Rotex und im Gasbrennwertbereich mit Remeha gemacht.
Dies sind sehr preiswerte Geräte mit TOP Werten.

Öl Vorteil: Tanks sind da und voll, Öl ist auch auf Pflanzenöl in Zukunft umstellbar
Nachteil Öl: Höhere Anschaffungskosten für Gerät und es muss Schwefelfreies Heizöl sein
Vorteil Gas: Benötigt weniger Platz weil Wandhängendes Gerät, gibt somit Raum frei für die Solaranlage, ist in der Anschaffung billiger als Ölbrennwert, sauberer in der Verbrennung
Nachteil Gas: Neue Anschlusskosten und mehr Abhängigkeit in der Versorgung)

In diesem Fall rate ich von Pelletgeräten ab. Es sei denn Du hast über 4000 Liter Öl in der Vergangenheit verbraucht!!

Ich hoffe geholfen zu haben.

MfG
G.Holsmölle

Hallo,

weg von Gas und Öl. Das wird nur noch teurer! Was nutzt mir Brennwertechnik mit ca.7% Einsparung wenn Gas und Öl jährlich um ca.10% steigen. Gehen Sie den weg zu regenerativen Energien! Zum Beispiel Holzpellets. Ich habe eine Anlage seit 5 Jahren in Betrieb und bin sehr zufrieden!!!. Finanziert mit einem KFW Kredit. Kredit Heizung+ Kosten Pellets= weniger als alte Gasheizung mit Gasrechnung!
Warum sind viele Leute gegen Pellets? Weil Sie sich immer für billige Anlagen entscheiden die nicht funktionieren!

Gruss

Dave