Ach man soll einfach ein verbindliches Leistungskatalog der
GKV erstellen, in welchen Fällen die GKV bestimmte Eingriffe
/Therapien übernimmt.
Den gibt es. 96 % aller Leistungen der GKV sind identisch.
Die Gesellschaft sollte festlegen, wieviel sie bereit ist, für
etwas zu zahlen. Wie übrigens bei allen Ausgaben dieser Welt
auch.
Wird auch gemacht: den 1,5 bis 1,7 fachen Satz der GOÄ für persönliche leistungen des Arztes. Labor usw. natürlich weniger. Was abgeschafft gehört, ist das Kopfgeld. Das hat mit leistung nichts zu tun. Nur dafür, dass der Patient sich telefonisch ein medikament hat verschreiben lassen gleich 200 € zu kassieren ist , meiner Meinung, ein Hammer.
Ausserdem sollte eine elektronische Krankenkarte eingeführt
werden, in die alle Ärzte den Behandlungsverlauf eintragen
sollen. Will der Patient das nicht, kann er auf eigene Kosten
zum Arzt gehen. Damit wird vermieden, dass einige
uninformierte Patienten sich wegen einer Sache bei 5
verschiedenen Ärzten vorstellen.
Die Karte hat Vor- und auch massive Nachteile. Wenn sie nur der Arzt lesen könnte, wäre das das Gelbe vom Ei. Leider kanne s auch ein evtl. Arbeitgeber lesen. Oder würdest Du Deinem Brötchengeber sagen (wenn er die Karte von Dir verlangt zum Lesen) sagen: die geht Sie nichts an!? Dann kannst Du Dir gleich einen neuen Arbeitsplatz suchen. Doch da sind die gleichen probleme: beim Einstellungsgespräch:„geben Sie mir mal Ihre Krankenkarte!“ Entweder Du knirschst mit den Zähnen und gibst sie ihm, oder der Job ist für einen anderen. Solltest Du aber da was drin stehen haben, das darauf hindeuten kann, dass Du irgend wann mal krank werden könntest, kannst Du gleich abziehen.
Auch ein zweiter Arztbesuch muss nicht unbedingt zum nachteil der Kasse sein. Stell Dir mal vor, Du musst zum Zahnarzt. Machen wir es richtig Teuer: Du brachst Porzelan. Du weißt, diese praktischen Dinger, wo Du nicht mehr Zähneputzen musst. Der erste Zahnarzt verlangt 7.000 €. der zweite nur 5.000 €. Spart die Kasse und sparst Du (Du musst ja einen Teil selbst tragen)
Die Dokumentation des Krankheitsverlaufes wäre mit einer
elektronischen Krankenkarte noch einfacher.
Das ist klar.
Mit den sich daraus ergebenen Überschüssen sollen Rücklagen
geschaffen werden, um den Beitragssatz auch in Zukunft stabil
zu halten.
Psst, nicht so laut. Die tun das evtl. noch. Dann werden die evtl. im Alter nicht mehr so teuer sein und vielleicht nur noch so wenig wie die Privaten verlangen! Du machst mir das Geschäft kaputt!
Ich denke es lässt sich so ein Beitragssatz von 10%
des Einkommens über Jahre erreichen.
Das bezweifele ich. Die sollten den Kunden (Versicherten) zur Eigenverantwortung erziehen, soll heißen: er soll der Geschäftspartner des Arztes sein, also die Rechnung erhalten. Die er kontrollieren und abzeichnen muss. Und natürlich auch dafür geradestehen, wenn es Betrug war. Dazu Beitragsrückerstattung. Da wird so mancher fingierte Arztbesuch auffliegen. Auch Arztbesuche um sich das Fingerschen verbinden zu lassen fällt flach. Unnötige Hausbesuche werden weniger. Außerdem bin ich der festen überzeugung, dass ein Hausarzt genauso honoriert werden muss, wie ein Internist oder sonst einer. Denk mal an den seinen Einsatz. So viel Stunden wendet der Spezialist für seinen Betrieb nicht auf. Und nachts wird er auch nicht von der Mama runtergeworfen, um dann beim Hausbesuch festzustellen: reine Einbildung.
Die Arbeitgeber sollten
dabei nichts mehr bezahlen, sondern nur die Versicherten.
Das wäre aber so manchem Häuslesbauer sehr oangnähm (unangenehm). Schließlich macht es einen Unterschied, ob Du 300 € oder 600 € hinlegst. Da stimmt die Finanzierung nicht mehr.
Grüße
Raimund