Hallo Susanne!
Hallo Wolfgang
Viele Ich-AGler machen sich ohne die elementarsten
Überlegungen selbständig. Es gibt Geld und das wird
mitgenommen.
Oh ja ich weiß, hat nicht sogar mal irgendjemand behauptet, man könne davon „reich“ werden? Das Geld reicht gerade für die Sozialversicherungen und ein oder zwei elementare Absicherungen, aber garantiert nicht mal fürs Essen,— von wegen reich werden.
Wenn jetzt ein nachvollziehbares Konzept verlangt
wird, dient diese Maßnahme dem Schutz des Gründers vor sich
selbst. Ganz unabhängig von Anforderungen des Arbeitsamtes muß
ein Gründer überlegen
- was er machen will,
- wie er seine Kunden erreichen will,
- wie er das nächste Jahr finanziell überstehen will.
Das war ja vorher auch schon so. Das Arbeitsamt wollte vorher schon Gründungskonzept Finanzierungs- und Liquiditätsplan, eine Umsatzvorschau, eine Gewerbeanmeldung etc. Hab ich ja auch alles fertig aufgestellt.
Du weißt, was Du machen willst: Schreib es auf!
Du hast eine Idee, wie Du Deine Zielgruppe erreichst: Bringe
es zu Papier!
Du weißt, wovon Du leben willst und wie Du die Kosten Deines
Geschäfts bestreiten willst: Dann hast Du eine vorausschauende
Einnahme-Überschuß-Rechnung und alles ist gut.
Alles klar, s.o.
An den aufgeführten Punkten geht kein Weg vorbei. Ob das AA
die Sachen nun haben will oder nicht, ist dabei eher
nebensächlich.
noch mal, s.o. und es ist m.E. auch in Ordnung, dass sie wissen wollen, wie weit einer vorher denkt, weil sie ja dafür zahlen.
In Ämtern sitzen Leute, denen wirtschaftliche Dinge i. d. R.
wenn überhaupt nur vom Hörensagen geläufig sind. Du brauchst
deshalb die Stellungnahme einer „sachkundigen Stelle“.
Na und hier wirds schwierig, ich habe angefangen Waren zu bestellen, Werbung anzuleiern etc, als ich am Freitag meine Steuernummer bekommen habe, und das war locker mit den Leuten vom Arbeitsamt besprochen. Da hieß es am Mittwoch noch:„wir nehmen den Antrag auch erst mal ohne Steuernummer entgegen…klar, sie müssen sich mit der Bestellung beeilen, wenn sie noch ins Weihnachtsgeschäft einsteigen wollen…“
Darunter versteht man z. B. die IHK. Na ja, da sitzen auch
bloß Angestellte, die Gehalt bekommen, weil der Monat zu Ende
ist. Sie können nur bestimmte Punkte abprüfen, aber kaum in
die Tiefe gehen. Wenn Dein Konzept allerdings vorsieht,
PC-Zubehör und Digitalkameras billiger als alle anderen via
Ebay anzubieten, wird weder die IHK noch sonst irgendwer die
Tragfähigkeit des Konzepts bescheinigen. Das ist nämlich genau
die Art von Tätigkeit, die üblicherweise nicht zu einer
nachhaltig tragfähigen Existenz führt. Ansonsten können die
„sachkundigen Stellen“ nur feststellen, ob die oben
aufgeführten Punkte nachvollziehbar aufgeschrieben wurden.
Wäre ja auch kein Problem, nur kann man da nicht mal eben so vorbeigehen, die sind genauso mit Arbeit zugeschüttet, und man braucht Termine, von denen ich befürchte, dass sie mir ins Gehege kommen
Morgen ist Sonntag. Der Tag reicht, um das Konzept zu Papier
zu bringen. Montag trägst Du es zur IHK. Wenn der
Sachbearbeiter des AA die Stellungnahme verlangt - damit mußt
Du rechnen - schickst Du sie hin. Fertig.
Na hoffentlich. Aber lieber hätte ich gehört oder gelesen, dass das doch noch früh genug gewesen wäre.
Gruß
Wolfgang
Gruß
Susanne