Tja, ist schon schade, wenn die nicht genug Geld für eine
automatische Rechtschreibprüfung ausgeben können. Sowas kostet
schließlich schon mal gut und gerne 0,00 Euro
Das ist leider ein Irrtum. Diese Programme laufen auf den Redaktionssystemen nämlich nicht. Die sind ein wenig komplexer.
(Selbst der Duden widerspricht
sich selbst.)
So weit ich das bisher verstanden hatte, lag das
eher an den neuen Freiheiten in
der Schreibung,
Aber leider auch nicht nur da, selbst bei ‚zwingenden‘ Vorschriften kommen da Widersprüche vor.
Speziell unter Zeitdruck wird in den
Redaktionen nur noch nach ‚Gefühl‘ geschrieben.
… was dann aber nicht sonderlich weit von der neuen
Schreibung
entfernt sein sollte. Schließlich ist die dem Sprachgefühl
besser
angepasst als die alte
Das sehe ich genau anders. Oder ich fühle es anders
, das war ja gerade der Witz bei der
Sache…
Und deshalb ist es für mich ein dummer Treppenwitz. Aber das ist natürlich eine Frage des Geschmacks. Fakt ist aber wohl, daß es schon jetzt zu einer kuriosen Verwässerung geführt hat. Und ich frage mich außerdem, ob die ‚normative Kraft des Faktischen‘ da nicht die Rechtschreibreglemtierung überhaupt überholt.
Ich
hatte in der Schule immer Rechtschreibprobleme,
Du auch?
Ist jetzt
doch
ein Eckchen von weggefallen…
Bei mir hat sich das -gemessen an der neuen Regel- leider erheblich gesteigert.
In Literatur, auch ganz neuer, habe ich sie noch nicht
entdeckt.
… war mir auch letztens aufgefallen. Ich lebe jetzt schon ein
ganzes Weilchen im Ausland und lese regelmäßig deutsche
Zeitschriften.
Neulich habe ich ein Buch geschenkt bekommen, das letztes Jahr
erschienen ist (von B.v. Stuckrad-Barre, wen’s interessiert).
An einigen Stellen bin ich dermaßen ins Stocken geraten, dass ich
mir den Duden schnappen musste. Und der sagte dann natürlich,
dass die Schreibung im Buch veraltend ist. Da war ich dann immer
etwas beruhigt bezogen auf mein Rechtschreibgefühl (was nicht
heißen soll, dass nicht auch ich von Zeit zu Zeit mal den einen
oder anderen Fehler mache), nicht jedoch bezogen auf das Buch. Im
Groben und Ganzen nervt es mich schon, dass so viele Autoren bei
der Reform nicht mitgezogen haben, selbst junge Leute…
Weiß eigentlich jemand, ob das generell so ist bzw. ob es da
irgendwelche (Alters-)Statistiken über die alt-/neuschreibenden
Autoren gibt?
Übrigens, wenn ich mich recht entsinne, dann wurde die NDR vor
etlichen Jahren ausgearbeitet und ihre Umsetzung schon vor vier
Jahren allgemein beschlossen. Da wundert es mich doch, dass
darüber immer noch dermaßen diskutiert wird. Ist ja auch hier im
Forum bei Gott nicht das erste Mal…
Freundliche Grüße an alle Alt- und NeuschreiberInnen,
Stefan
Tja, ist schon schade, wenn die nicht genug Geld für eine
automatische Rechtschreibprüfung ausgeben können. Sowas kostet
schließlich schon mal gut und gerne 0,00 Euro
Das ist leider ein Irrtum. Diese Programme laufen auf den
Redaktionssystemen nämlich nicht. Die sind ein wenig
komplexer.
Ist vielleicht nicht das richtige Brett um das zu fragen, aber:
Was benutzt ihr denn?
Mac? Unix? Linux? Irgendwelchen Siemens-Krams? Oder etwa Windoof?
So besonders können „Redaktionssysteme“ ja nicht sein, dass da
nicht zumindest eine automatische Prüfung per „(i)spell“ oder
einer anderen freien Korrektursoftware integriert werden könnte…
Auch Fachwörterbücher sind inzwischen frei erhältlich und
notfalls sollte es ja auch möglich sein, diese zum Zeitpunkt der
Texterstellung redaktionsweit zu erweitern.
Wenn alle Stricke reißen, reicht doch notfalls meistens auch ein
Makro für Textexport (sollte zumindest bei Büchern und
Zeitungstexten kein Problem sein) und automatischen Aufruf eines
solchen Programmes. So ein Makro kann dann i.A. auch gleich die
Ausgabe filtern und mögliche Fehler im Arbeitstext markieren.
Zumindest, sofern die Redaktionssysteme makrofähig sind.
Office-Systeme sind das aber eigentlich immer und brauchbare
Texteditoren auch. Und mehr als einen Texteditor dürfte mensch
zum Schreiben von Zeitungstexten oder Büchern ja nun wirklich
nicht brauchen, da der Seitensatz ja ohnehin nicht von den
Autoren gemacht wird…
Stefan,
der zwar noch nie in einer Redaktion gearbeitet hat, aber sich
von Berufs wegen zumindest ein bisschen mit Software auskennen
dürfte…
Fehlerquote von was/wem? Benutzer (nicht unwahrscheinlich ?
Software? Unbekannte Wörter? Als richtig erkannte, falsch
geschriebene Wörter?
Dein „“ hab ich zwar gesehen, trotzdem: genauer ging’s wohl
nicht, oder?
genau habe ich’s tatsächlich nicht. Tut mir wirklich Leid (Achtung: NDR - „Leid“ mit „L“)!
Es gab aber vor ca. einem halben Jahr oder einem Jahr - ich weiß das leider nur noch aus der Erinnerung - einen Test der gängigen Rechtschreibprüfungen. Dort schnitt das beste (und teuerste) Programm mit einer Erfolgsquote von 70 % (sprich einer Fehlerquote von 30 %) ab. (Das habe ich mir so genau gemerkt, weil ich es beruflich brauchte.) Aber wo das zu finden ist, weiß ich leider nicht mehr - vielleicht „Stiftung Warentest“ oder „WiSo“ oder so. Mir ging es damals nur um das Ergebnis und nicht so sehr um die Quelle - das war aus heutiger Sicht sicher ein Fehler - aber wer ist schon ohne Fehl. Die Rechtschreibung jedenfalls nicht . Upps, da war das „“ ja schon wieder.
Aber ernsthaft: Ich weiß es definitiv, nur die Quelle liegt mir leider nicht mehr vor. Sorry!
Aber ernsthaft: Ich weiß es definitiv, nur die Quelle liegt
mir leider nicht mehr vor. Sorry!
Na gut, ist schon OK. Werd’s mal glauben
Ist nur schade, dass ich nicht mal weiß, welche Programme die
damals getestet haben - außerdem entwickelt sich sowas ja auch
weiter. Gerade nach solch verheerenden Tests gibt es da manchmal
erstaunliche Verbesserungen - interessanterweise vor allem bei
freier Software
Aber das ist eigentlich auch klar, da deren Autoren sich am
ehesten mit dem Programm identifizieren. Kommerzielle Hersteller
sind da häufig etwas genügsamer…
Beamte und Lehrer, sonst keiner
Nicht zur vergessen unsere Kinder, die auch dazu gezwungen werden. Privat oder in Geschäftskorrespondenz habe ich noch nirgends die NDR gesehen. Außer in Branchen wie Werbung, die aber sowieso noch nie richtig schreiben konnten. Dann noch die Zeitungen, aufgrund von Verflechtungen mit den Konzernen, die mit der NDR gut Geld verdient haben.
Heinz