ich hab für einen erfahrenen Biker eine vermutlich einfache frage.
Ich werde mir diese Saison ein neues Motorrad zulegen, mit neu meine ich ganz neu, also direkt vom Händler.
Über das Thema hab ich auch gestern mit einem Kollegen (100% Autofahrer) gesprochen und der sagte mir das ich sehr vorsichtig beim ersten losfahren sein soll da die Reifen vom Werk aus „eingeschmiert bzw. geölt“ sind damit sie nicht porös werden. Ist das tatsächlich so?
Kommt mir sehr komisch vor und Google hat mir auch nicht geholfen deswegen bitte ich euch um Hilfe.
Über das Thema hab ich auch gestern mit einem Kollegen (100%
Autofahrer) gesprochen und der sagte mir das ich sehr
vorsichtig beim ersten losfahren sein soll da die Reifen vom
Werk aus „eingeschmiert bzw. geölt“ sind damit sie nicht porös
werden. Ist das tatsächlich so?
Es geht nicht darum, daß die Reifen nicht porös werden. Reifen werden in Formen gefertigt. Damit sie sich gut aus diesen Formen lösen lassen, werden sie (die Formen) mit Trennmittel „eingeschmiert“. Dieses Trennmittel haftet auf dem neuen Reifen. Es gibt tatsächlich Leute, die neue Reifen erstmal mit Schmirgelpapier bearbeiten, dabei ist das Trennmittel schon nach wenigen Kilometern Fahrt weg.
Bei neuen Reifen also nicht sofort alles geben, sondern sich langsam an größere Schräglagen herantasten.
Wenn ich das richtig sehe, kommt nach der Einfahrt (Betonierte Fläche)auf der Straße eine Ölpfütze. Und nach ein paar Meter weiter durch die Schräglage des Mopes der Abflug.
Und zurück zu Frage: Es ist ein altbekanntes Problem, das sich nach einem Reifenwechsel in der Garage das Moped auf der Betonierten Ausfahrt wegen fehlender Haftung der Reifen auf die Seite legt.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
das Problem wirst du ja jedes mal haben, wenn du neue Reifen aufziehst, nicht nur dieses Mal beim neuen Bike. Bei mir stellt sich das „Problem“ circa 3x pro Jahr.
Hol dir einfach eine Dose Bremsenreiniger (bei Louis, Polo oder sonstwo - der wird dir auch sonst gute Dienste leisten, wenn es mal was zum saubermachen gibt), sprühe einen Lappen damit ein und reibe dann mal die Reifenflanken ab. Und schon ist das Trenn-(und Rutsch-)mittel weg. Jedenfalls weitgehend - und schon fährst du mit einem viel besseren Gefühl in der Bauchgegend die ersten 100-200 km. Danach ist dann sowieso nix mehr davon da.
Wünsche ein gutes Händchen beim Kauf (was solls denn werden?)
Eva
Also da hätte ich gerne die Meinung von einem Chemiker gehört. Soweit mir bekannt, greift Bremsenreiniger die Weichmacher an und würde den Reifen dadurch schädigen.
Ich staune auch ein wenig, was für Aufwand teilweise mit neuen Reifen betrieben wird.
Also da hätte ich gerne die Meinung von einem Chemiker gehört.
Soweit mir bekannt, greift Bremsenreiniger die Weichmacher an
und würde den Reifen dadurch schädigen.
Also ich würde es nicht machen. Lieber die ersten 100 km vorsichtig fahren, das ist sicherer.
Also da hätte ich gerne die Meinung von einem Chemiker gehört.
Soweit mir bekannt, greift Bremsenreiniger die Weichmacher an
und würde den Reifen dadurch schädigen.
Da brauch ich kein Chemiker sein, das weiss ich aus Erfahrung:
Ich hab für die Griffgummis am Moped Bremsenreinger als kurzfristiges Gleitmittel (besser als Öl, da er ziemlich schnell verfliegt u der Griff dann bombenfest sitzt) benutzt u nun bekomme ich die Quittung, da der Griff kleine Risse bekommt. Aufn Reifen würd ich das NIEMALS sprühen, auch wenn ich bei meiner Simme noch Schläuche drin hab.
Ich staune auch ein wenig, was für Aufwand teilweise mit neuen
Reifen betrieben wird.
Ich auch. Das einfachste u sicherste isses auf jeden Fall, die ersten 2-300 km piano zu fahren u sich dann langsam immer weiter zu steigern. Grade mitm nagelneuen Mopped (Hubraum egal) sollte man sachte umgehen u es erstmal genau kennenlernen.
Früher (Mitte der 90er) hab ich die „Schutzschicht“ aufm Reifen anders entfernt: Moped aufn Feldweg gestellt, Vorderradbremse gezogen, Hinterrad leicht entlastet, 1. Gang, Vollgas. Nach 1…2 min Vollgas war der Reifen angerauht (und damit griffig). Das ging am Besten, wenns n paar Tage schön trocken war. Natürlich musste hintenrum alles frei sein. Nich auszudenken, was passiert wäre, wenn wegspritzende Steine jemanden getroffen hätten…
Neue Reifen haben durch den Produktionsprozess bedingt eine glatte Oberfläche, die volle Haftung der Motorradreifen ist noch nicht gewährleistet.
BRIDGESTONE Motorradreifen benötigen eine Einfahrzeit von ca. 200 km mit gemäßigter Fahrweise. Während der Einfahrzeit ist die Schräglage in den Kurven langsam zu steigern, Lastwechsel, Schalten oder starkes Beschleunigen in Schräglage zu vermeiden. Ebenso sollten sie auf Hochgeschwindigkeitsfahrten und Leistungsmessungen auf Prüfständen verzichten, da der Gummi durch die erstmalige Erwärmung und die folgende Abkühlung seine endgültige Gefügestruktur erhält. Im Frühjahr/Herbst oder schlechter Witterung ist besondere Vorsicht geboten, die Einfahrzeit verlängert sich aufgrund kälterer Temperaturen. Erst hiernach hat der Reifen die volle Haftfähigkeit erreicht.
Aufn Reifen würd ich das NIEMALS sprühen, auch wenn
ich bei meiner Simme noch Schläuche drin hab.
Seh ich auch so, und hat ja nichts mit der Luft sondern mit dem Grip zu tun.
Früher (Mitte der 90er) hab ich die „Schutzschicht“ aufm
Reifen anders entfernt: Moped aufn Feldweg gestellt,
Vorderradbremse gezogen, Hinterrad leicht entlastet, 1. Gang,
Vollgas. Nach 1…2 min Vollgas war der Reifen angerauht (und
damit griffig).
Ein Feldwegburnout, sozusagen:smile: Seh ich aber auch ein wenig skeptisch, weil da ja auch ziemlich viel Dreck und Staub auf und in den Reifen (Poren) kommt.
Ich kenn mich nur mit Sportreifen aus, die sind scheinbar nicht so empfindlich. Auf der Strasse fahr ich ganz normal aus der Stadt bis zu den nächsten schönen Kurven, was in etwa 30-50km ausmacht und geb dann Feuer. Slicks fahr ich nach der Einführungsrunde voll, die sind aber vorgewärmt.
Das „Rutschrisiko“ ist umso grösser, je kälter der Reifen ist!
Wenn Du ein neues Motorrad kaufst, wirst Du in keinem Fall (hoffe ich jedenfalls) direkt mit Höchstgeschwindigkeit losfahren.
Normalerweise reicht die Zeit, in der Du Dich an Dein Motorrad gewöhnen mussst, auch, um die Reifen vorzubereiten!
Warme Reifen rutschen auch neu nicht - ich fahre mit warmen Reifen auch mit den Aufklebern drauf los…aber eben nur mit warmen!
Ein Neues Motorrad hat nicht nur neue Reifen, auch neue Bremsen, ungewohntes Fahrwerk.
Normalerweise geht man das sowieso vorsichtig an - das reicht dann auch, um neue Reifen einzufahren.
Wie weit der Reifen dann bei den ersten Fahrten „rund“ geworden ist, das zeigt er an den Flanken deutlich!
Nicht alle Reifen werden „rundrum“ genutzt!
Ein wenig gesunder Menschenverstand, ein wenig Gefühl im Hintern und die Freude auf das neue Motorrad werden schon helfen!
Es ist alles nicht so schlimm, wie Einige es darstellen!
Den Verstand nicht ausschalten, das Motorrad kennenlernen, und Spaß haben!!!
LG Ulli
P.S.: Wenn Reifen einfahren soooo gefährlich wäre… gäbe es keine gebrauchten Motorräder!
Also da hätte ich gerne die Meinung von einem Chemiker gehört.
Soweit mir bekannt, greift Bremsenreiniger die Weichmacher an
und würde den Reifen dadurch schädigen.
Ich staune auch ein wenig, was für Aufwand teilweise mit neuen
Reifen betrieben wird.
Ich habe nicht davon geredet, den Reifen großzügig einzusprühen, sondern davon, den Bremsenreiniger auf ein Tuch zu sprühen und mit dem Tuch die Reifenflanken abzureiben. Bis jetzt haben 5 Sätze Reifen bei mir diese Behandlung bestens überstanden (Laufleistung je nachdem, ob Sport- oder Tourensportreifen zwischen 5000 und knapp 10.000 km). Bei 2-3 Sätzen Reifen pro Saison kommen die Weichmacher gar nicht dazu sich zu verflüchtigen
Dennoch fahre ich die ersten 100-200 km immer etwas vorsichtiger - man weiß ja nie. Muß halt jeder für sich entscheiden, wie er das handhabt.
Ich will es dir auch nicht ausreden, wenn es für dich so passt dann mach es. Wichtig ist, dass im Kopf alles stimmt, dass Vertrauen zum Bike, zu den Reifen vorhanden ist.
Ich halte den Tipp allerdings für Grenzwertig, würde ich nicht jedem empfehlen, deswegen mein Einwand.
Du hast mich aber neugierig gemacht. Bist ja ganz ordentlich unterwegs, bei min. 15tkm im Jahr. Was für ein Bike fährst du denn? Und welche Sportreifen benutzt du? Ich frag deshalb, weil meine Sportreifen immer schon bei 3000 fertig sind.
Früher (Mitte der 90er) hab ich die „Schutzschicht“ aufm
Reifen anders entfernt: Moped aufn Feldweg gestellt,
Vorderradbremse gezogen, Hinterrad leicht entlastet, 1. Gang,
Vollgas. Nach 1…2 min Vollgas war der Reifen angerauht (und
damit griffig).
Ein Feldwegburnout, sozusagen:smile: Seh ich aber auch ein wenig
skeptisch, weil da ja auch ziemlich viel Dreck und Staub auf
und in den Reifen (Poren) kommt.
Das macht bei 50ccm-Mopeds nu wirklich nix aus, diese Trennmittel der Produktion merkste aber auch mit so nem leistungsarmen u schadstoffreichen Fahrzeug:-/
Ich kenn mich nur mit Sportreifen aus, die sind scheinbar
nicht so empfindlich. Auf der Strasse fahr ich ganz normal aus
der Stadt bis zu den nächsten schönen Kurven, was in etwa
30-50km ausmacht und geb dann Feuer. Slicks fahr ich nach der
Einführungsrunde voll, die sind aber vorgewärmt.
Tja, das is ne Sache, wo ich gar nich mitreden kann. Bei meinem Mopedchen zählt nur, dass sie schwarz, gesetzestreu profiliert, rund u gut aufgepumpt sind. Mehr brauch ich nich
Du hast mich aber neugierig gemacht. Bist ja ganz ordentlich
unterwegs, bei min. 15tkm im Jahr. Was für ein Bike fährst du
denn? Und welche Sportreifen benutzt du? Ich frag deshalb,
weil meine Sportreifen immer schon bei 3000 fertig sind.
bin seit 2 Jahren mit einer Monster 1000S unterwegs. Bisher knapp 30 tkm seit März 2006.
Zuerst Werksausstattung Pilot Road (jeweils für ca. 9-10 tkm gut, aber bei 8,5 bzw. 8 tkm gewechselt), danach BT021 (das war ne Enttäuschung - massive Sägezahnbildung und vorn nach 5tkm fertig). Dann gewechselt auf Metzeler M3. Davon ist jetzt der zweite Satz drauf. Der erste hat gut 5,5 tkm gehalten. Ich fahr die Reifen aber nie bis auf die letzte Rille. Mutigere holen da nochmal locker 500-1000 km jeweils raus.
Der M3 ist jedenfalls *mein* Reifen, bei dem bleib ich. Pappt gut, gibt Vertrauen in den Kurven, ist auch bei Nässe brauchbar und läßt sich auf entsprechendem Geläuf (Dolos, Vogesen) fast bis an den Rand fahren. Ok, 5-10 mm AngstRespektstreifen sind hinten noch dran. Aber auf öffentlichen Straßen muß es ja auch nicht bis auf die Kante gehen mit Knie am Boden und so.
Ich fahre kaum Autobahn, meist eher Landstrassen, dürfen gern auch kleinere sein, am liebsten natürlich Dolos oder Schwarzwald / Vogesen. Da ich nimmer im Südwesten von D wohne, sondern jetzt im Südosten werd ich mich wohl mehr auf Bayrischer Wald und Alpen verlegen in Zukunft. Tempo: keine Raserei, aber auch kein Blümchenpflücken. Ganz normal halt.
Macht jedenfalls saumäßig Spaß, die Monster Ich ärgere mich, daß ich da nicht schon viel früher drauf gekommen bin…
Der M3 ist jedenfalls *mein* Reifen, bei dem bleib ich. #
Den hab ich mir auch überlegt, weil ich heuer im Sommer wieder 2 Wochen auf Tour gehe und meine normalen Reifen, Pirelli Supercorsa, nicht die erforderliche Kilometerleistung bringen.
Ok, 5-10 mm
AngstRespektstreifen sind hinten noch dran.
Aber auf öffentlichen Straßen muß es ja auch nicht bis auf die
Kante gehen mit Knie am Boden und so.
Das hab ich überlesen:smile:
Da ich nimmer im Südwesten von D wohne,
sondern jetzt im Südosten werd ich mich wohl mehr auf
Bayrischer Wald und Alpen verlegen in Zukunft. Tempo: keine
Raserei, aber auch kein Blümchenpflücken. Ganz normal halt.
Südosten, da bist ja gar nicht so weit entfernt. Wieviele Kilometer hast du bis Liezen in Österreich? Ich bin in Graz daheim, vielleicht hast ja mal Lust auf ein kleines Runderl, dann können wir an den Respektstreifen arbeiten. Obwohl, bei meiner Frau hab ich die Streifen auch noch nicht ganz wegbekommen:wink:
Südosten, da bist ja gar nicht so weit entfernt. Wieviele
Kilometer hast du bis Liezen in Österreich? Ich bin in Graz
daheim, vielleicht hast ja mal Lust auf ein kleines Runderl,
dann können wir an den Respektstreifen arbeiten. Obwohl, bei
meiner Frau hab ich die Streifen auch noch nicht ganz
wegbekommen:wink:
bin in der Nähe von Freising (Münchner Nordosten) - über Altötting, Salzburg, Bad Ischl sind das so rund 300 km bis Liezen. Ich werd sicher mal die Fühler in deine Gegend ausstrecken. Wenns so weit ist, dann sag ich Bescheid