Hallo Platten-Experten,
habe einen älteren Powermac (im bekannten El-Capitan-Gehäuse) und bin extrem unzufrieden mit der Festplatten-Performance. Wollte mir eigentlich einen PATA- bzw. SATA-PCI-Controller zulegen und mir dann günstige schnelle Platten besorgen, habe jetzt aber die Möglichkeit für nix an eine fast neue Seagate Cheetah SCSI-Platte zu kommen. Die 73 GB, die die mitbringt, würden mir reichen. Jetzt hat das Teil aber 10000 Umdrehungen und ist prinzipiell für den 24/7-Betrieb ausgelegt.
Vorausgesetzt ich habe einen guten Ultra320-Controller: werde ich mit der Platte glücklich? Ich mache mir ein wenig Sorgen wegen der Kühlung, da es in meinem Mac keinen direkten „Durchzug“ gibt. Die Platte liegt quasi am Boden, unter dem Netzteil. Aber unten ist es doch immer kühler oder 
Wie sieht es mit der Geräuschentwicklung aus? Ist die im Rahmen?
Wenn der Rechner nicht durchläuft, sondern zweimal am Tag angeschaltet wird, geht das klar?
Schöne Grüße,
Christian
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jetzt aber die Möglichkeit für nix an eine fast neue Seagate
Cheetah SCSI-Platte zu kommen. Die 73 GB, die die mitbringt,
würden mir reichen. Jetzt hat das Teil aber 10000 Umdrehungen
und ist prinzipiell für den 24/7-Betrieb ausgelegt.
Vorausgesetzt ich habe einen guten Ultra320-Controller: werde
ich mit der Platte glücklich? Ich mache mir ein wenig Sorgen
wegen der Kühlung, da es in meinem Mac keinen direkten
„Durchzug“ gibt. Die Platte liegt quasi am Boden, unter dem
Netzteil. Aber unten ist es doch immer kühler oder 
Mmmmnope. Die Platte solltest du schon irgendwei aktiv kühlen. Normalerweise reicht ein recht schwacher aber beständiger Luftstrom schon aus. Das gilt auch für alle anderen Platten. Bei einem Einbauplatz irgendwo in einer toten Ecke stirbt dir auch eine Consumerplatte recht schnell.
Wie sieht es mit der Geräuschentwicklung aus? Ist die im
Rahmen?
Hängt vom Rahmen ab. Die Dinger sind definitiv nicht für Büroumgebungen angedacht. Wenn der Rahmen allerdings kleine Turbinen einschließt kannst du zugreifen. Ernsthaft: die Platte hat wahrscheinlich ein nicht zu unterschätzendes Laufgeräusch, und die Zugriffsgeräusche können je nach Modell richtig unangenehm sein.
Wenn der Rechner nicht durchläuft, sondern zweimal am Tag
angeschaltet wird, geht das klar?
Nicht wirklich, die Platte hat wahrscheinlich eine relativ geringe Anzahl von Startzyklen, die im Datenblatt stehen müsste. Bei zwei Kaltstarts am Tag dürftest du mit einer „Anwenderplatte“ wesentlich besser und länger fahren.
Hallo,
danke für die schnelle Antwort.
Mmmmnope. Die Platte solltest du schon irgendwei aktiv kühlen.
Normalerweise reicht ein recht schwacher aber beständiger
Luftstrom schon aus. Das gilt auch für alle anderen Platten.
Bei einem Einbauplatz irgendwo in einer toten Ecke stirbt dir
auch eine Consumerplatte recht schnell.
Die Platte liegt bei meinem Gehäuse tatsächlich in der toten Ecke. Da lässt sich wahrscheinlich auch nicht viel machen.
Der „knackige“ Sound von SCSI-Platten war mir eigentlich immer recht symphatisch, aber zu laut sollten die Zugriffsgeräusche natürlich auch nicht sein.
Naja, ich denke, ich lasse das mit der genannten Platte mal bleiben, aber interessieren würde es mich schon: gibt es überhaupt noch gute SCSI-Platten für eine Workstation? Oder nur noch für Server? Ich hatte seit Amiga mit SCSI eigentlich immer gute Erfahrungen gemacht, wäre schade drum.
Was würdet ihr mir denn so empfehlen? Einen neuen Controller brauche ich sowieso, bin also für alles offen.
Gruß,
Christian
Der „knackige“ Sound von SCSI-Platten war mir eigentlich immer
recht symphatisch, aber zu laut sollten die Zugriffsgeräusche
natürlich auch nicht sein.
Das Problem bei der Sache ist halt, dass die Platten solche Spielereien wie Acoustic Management ganz weglassen und die Köpfe einfach nur so schnell wie möglich positionieren. Daraus ergeben sich dann durchaus mal Töne, bei denen man eine Consumerplatte normalerweise wegschmeißen würde, und außerdem geht dabei das ganze Gehäuse mit. In 'nem Arbeitsplatzrechner ist das ein bisschen wie diese „tollen“ auf krach getunten Reiskarren, die die Straße unsicher machen: manche stehen drauf, aber auf Dauer nervt es einfach nur.
Naja, ich denke, ich lasse das mit der genannten Platte mal
bleiben, aber interessieren würde es mich schon: gibt es
überhaupt noch gute SCSI-Platten für eine Workstation? Oder
nur noch für Server? Ich hatte seit Amiga mit SCSI eigentlich
immer gute Erfahrungen gemacht, wäre schade drum.
Klar, es gibt immernoch massig SCSI-Platten. Die sind halt immernoch gut getestet, haltbar und daher teurer als gleich große Consumerplatten. Mittlerweile gibt es aber auch ganz gute 10kRPM SATA-Platten, die mit ihren SCSI-Kollegen gut mithalten können. Über kurz oder lang wird meiner Meinung nach SCSI von SATA oder SAS in vielen Bereichen (sprich: da wo man keine 12m bis mehrere hundert Meter lange langen Kabel braucht) verdrängt werden.
Was würdet ihr mir denn so empfehlen? Einen neuen Controller
brauche ich sowieso, bin also für alles offen.
Wenn du nicht unbedingt ein 15kRPM-Monster mit 4ms Zugriffszeit brauchst (also wenn du keinen Datenbankserver für ultra hohe Belastung baust) dürftest du mit einer höherwertigen SATA Consumerplatte ganz gut unterwegs sein. Die NL35-Serie von Seagate fällt mir da spontan ein, die Teile sind für 24/7-Betrieb ausgelegt und nicht wirklich teuer.