Hallo,
meine Frau leidet seit Jahren an Tinnitus. Verschiedene Therapien blieben erfolglos. Nun las sie neulich in einer dieser Frauenzeitschriften vom „Pulsierendem Tinnitus“, der u.a. durch eine Gefäßanomalie in einer dem Gehörnerv nahen Blutbahn verursacht sein kann und sich angeblich durch einen *leichten* operativen Eingriff abstellen lässt. Und der Tinnitus meiner Frau pulsiert im Rhythmus ihres Herzschlages.
Weiss jemand Näheres über diese Art des Tinnitus und seiner Behandlung?
Für Eure Hinweise, Tipps und Ratschläge bedanke ich mich schon jetzt.
Gruß
Peter
Hallo!
Ich habe auch seit fast 10 Jahren Tinnitus, allerdings habe ich nur am Anfang diese 10-tägige Infusionstherapie (NacL-Lösung) bekommen, um die Durchblutung zu fördern (mit Ziel: „Behebung des Hörsturzes“). Langzeitfolge des Hörsturzes war der Tinnitus. Von einem „pulsierenden Tinnitus“ habe ich auch noch nicht gehört.
Manchmal fühlt es sich nach körperlicher Anstrengung oder wenn man so ser doll aufregt so an, als würde das Ohr pulsieren, aber das liegt wohl eher an dem tatsächlich hohen Puls.
Ich persönlich glaube nicht an solche Therapien und mein damaliger Arzt, der selbst an Tinnitus leidet, meinte auch, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist, Tinnnitus zu „heilen“.
Wann feiern wir???
Hallo bluetiger!
Ich hab dieses Jahr auch mein 10jähriges Tinnitusjubläum!!! Darauf sollten wir anstoßen!!!
So, und zum Problem:
Ein guter Bekannter von mir ist HNO Doc (hat auch T.). Ich hab mich mit ihm schon einige Male über dieses leidige Thema unterhalten, und auch was für Therapiemöglichkeiten es gibt. Viiiiele teure…
Fakt ist, da schliesse ich mich Dir an, sämtliche Tinnitustherapien sind nur für den Geldbeutel des Erfinders gut.
Auch wenn es hart klingt, und ich weiß von was ich rede, weil auch ich alle Stadien des verzweifelten Tinnituskranken durchgemacht habe, das einzige, was gegen T. hilft, ist ignorieren !!!
Problem ist, je lauter er wird, umso schlechter gehts einem und je schlechter es einem geht, umso lauter wird er.
Das ist wie ein Teufelskreis, und aus diesem Strudel muss man raus.
Ich wünsche der Frau des Posters alles Gute, und ich persönlich würde mich auf keine Experimente einlassen.
Liebe Grüße, Kerstin
Ich hab dieses Jahr auch mein 10jähriges Tinnitusjubläum!!!
Darauf sollten wir anstoßen!!!
Wenn er davon weggeht gerne. ;O)
Servus chamilion,
diese - zugegebenermaßen lange - Presserklärung stammt vom 4ten März. To whom it may concern.
Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Forschungszentrum Jülich, Peter Schäfer, 04.03.2010 13:25
EU-Zulassung für Jülicher Neurostimulator gegen Tinnitus
Seit Ende Februar ist ein neues Gerät zur Behandlung von chronischem
Tinnitus auf dem europäischen Markt zugelassen: der Tinnitus-
Neurostimulator T30CR. Er bekämpft das Klingeln im Ohr durch gezielte
akustische Reize. Eine klinische Studie lieferte erste positive
Ergebnisse, eine Auswahl von HNO-Fachärzten wird derzeit für die
Anwendung geschult. Der Stimulator basiert auf Forschungsergebnissen
aus dem Forschungszentrum Jülich. Entwickelt hat ihn die Jülicher
Firma Adaptive Neuromodulation GmbH (ANM).
Prof. Sebastian Schmidt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums
Jülich, freut sich über die Erteilung der CE-Marke: „Über zehn Jahre
systematischer wissenschaftlicher Arbeit im Forschungszentrum münden
nun in Hilfe für Patienten, und dies bei einer Volkskrankheit, von der
sehr viele Menschen betroffen sind.“
Das bestätigen erste Ergebnisse einer Studie, die Prof. Peter Tass,
Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin im
Forschungszentrum Jülich und Erfinder der Therapie, auf einem
Fachkongress Ende Januar in Italien präsentierte: Die Lautstärke der
Ohrgeräusche und die empfundene Belästigung durch den Tinnitus nahmen
kontinuierlich ab - nach zwölf Behandlungswochen bereits um 40 und 33
Prozent -, in der Placebogruppe hingegen nur um
9 und 8 Prozent. Die Tinnitus-Frequenz wurde zudem tiefer und damit
angenehmer. Tass ergänzt: „Bei einigen Patienten ist ein Tinnitus-Ton,
der schon über viele Jahre bestand, bereits komplett verschwunden.“
Die bisherigen Ergebnisse basieren auf dem Zwischenstand einer
klinischen Studie an 45 Patienten.
Eingesetzt wird der Stimulator derzeit für die Behandlung von
chronischem, subjektivem, tonalen Tinnitus. Dabei verursachen
Fehlsteuerungen im Gehirn das permanente Ohrgeräusch: Statt gezielt
und nacheinander feuern Nervenzellen übermäßig und gleichzeitig
Signale ab. Diesen Gleichtakt unterbricht der Neurostimulator. Durch
gezielte akustische Reize stört er die krankhaft überaktiven,
hochsynchronen Nervenzellverbände und führt sie so in ein „gesundes
Chaos“ zurück. Basis der Therapie ist die sogenannte Coordinated Reset
(CR) Technologie, die der Mediziner, Physiker und Mathematiker Tass am
Forschungszentrum Jülich in den vergangenen Jahren entwickelt hat. CR
steht für einen mathematisch-physikalischen Stimulationsalgorithmus,
der schwache Impulse, individuell angepasst, zu verschiedenen Zeiten
an die synchronen Nervenzellverbände schickt und sie so „aus dem Takt“
bringt. „Das Besondere an dem Verfahren ist: Durch diese Stimulation
bauen sich die Nervennetzwerke im Hirn wieder um. Deshalb erreichen
wir mit unserem Stimulator auch nicht nur eine maskierende Wirkung,
sondern eine dauerhafte Linderung der Krankheit“, sagt Tass. „Die
ehemals betroffenen Nervenzellverbände verlernen den krankhaften
Gleichtakt.“
In der Praxis erfolgt die Therapie bei einem HNO-Facharzt, der bei
einer ausführlichen Anamnese erst das individuelle akustische
Tinnitus-Profil des Patienten aufnimmt. Dann programmiert er den
streichholzschachtelgroßen Neurostimulator entsprechend mit einer
koordinierten Tonfolge, deren Lautstärke knapp über der Hörschwelle
liegt. Der Patient trägt den Neurostimulator mit seinen medizinischen
Kopfhörern für mehrere Stunden pro Tag über einen Zeitraum von
mehreren Monaten und danach nur noch nach Bedarf. Die Anwendung
erfolgt zu Hause. Da der Tinnitus im Laufe der Therapie tiefer und
leiser wird, ist eine mehrmalige Nachjustierung des Stimulators in der
HNO-Praxis notwendig.
„Derzeit schulen wir erste HNO-Fachärzte spezifisch auf die Anwendung
der neuen Therapie“, sagt Dr. Claus Martini, Geschäftsführer von ANM.
„Patienten können sich über eine Liste auf unseren Internetseiten
informieren, welche Fachärzte aktuell die Therapie anbieten - zunächst
als Privatleistung. Die Kosten liegen bei rund 2500 Euro plus etwa 500
Euro Behandlungskosten durch den Arzt. Der Patient erhält dabei ein
Rückgaberecht für den Neurostimulator für den Fall, dass die Therapie
nicht anspricht.“
Weitere Informationen:
Adaptive Neuromodulation GmbH (ANM):
www.anm-medical.com/
Liste der bereits geschulten Ärzte:
www.anm-medical.com/presse/therapieanbieter/anm-ther…
Kontakt für Patienten und Mediziner:
Firma Adaptive Neuromodulation GmbH (ANM), Tel. 02461 - 690350,
E-Mail: [email protected]
Pressekontakt:
Dr. Barbara Schunk, Tel. 02461 61-8031, E-Mail: [email protected]
Erhard Lachmann, Tel. 02461 61-1841, E-Mail: [email protected]
Arten der Pressemitteilung:
Buntes aus der Wissenschaft
Forschungsergebnisse
Sachgebiete:
Ernährung / Gesundheit / Pflege
Medizin
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.fz-juelich.de
Die gesamte Pressemitteilung erhalten Sie unter:
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Hallöle…
Diese -zugegebenermaßen seeeeeeeeeeeeeeeehr lange- Presseerklärung habe ich flüchtig überflogen.
Danach hab ich gesehen, du bist Zahnarzt im Ruhestand, also hab ich mir den ersten Gedanken mit Werbung wieder aus dem Kopf gestrichen…
)
Wenn ich diese Aussage richtig interpretiert habe, arbeit das Gerät mit akustischen Reizen, so etwa wie die Noiser, die es schon länger gibt. Ich hatte auch so ein Gerät und mir hat es geholfen.
Damit wird erreicht, dass das Ohr vom Tinnitusgeräusch durch ein anderes Geräusch abgelenkt wird. Dieses erreicht man ebenfalls mit besagten Noisern und durch Niederknüppelung des eigenen inneren Schweinehundes. Man konzentriere sich auf andere Geräusche, sollte es wirklich mal ganz still sein, erzeuge man selbst welche. Kratzen am Pullover, scharren mit den Füßen, leise Summen…
Und dadurch wird genau das gemacht, was ich in meinem anfänglichen Posting schon geschrieben habe: Man ignoriert den T
Bzw., man lernt es.
Es ist schwierig, aber es geht.
Vielleicht ist es mit diesen Geräten einfacher, ich will auch gar nicht nachschauen, was der Spass kostet, aber der Weg ist in etwa der Gleiche.
An das ultimative Allheilmittel glaube ich allerdings nicht.
Jeder Betroffene soll ausprobieren, was er für richtig hält, aber ich habe die Erfahrung gemacht, was dem Einen hilft, muss dem Anderen nicht auch helfen.
Trotzdem danke für Deine Mühe, ich informiere mich immer wieder gerne!!!
Liebe Grüße
Kerstin