Neue Wege? Werbesubjekte als W.träger (aus)nutzen?

Hallo!

Ich brauche mal dringend Hilfe.

Ich meine mich an folgendes zu erinnern, aber ich kann mich nicht entsinnen, wo ich es her habe.

Es betrifft die Kommunikationspolitik im Marketing-Mix.

Ein neue Methode der Werbung sei es, die Werbesubjekte ohne ihr Wissen als Werbeträger einzusetzen, indem man macht sich ihre eigene Kommunikation miteinander zu nutze macht und darin Werbung weiter übermittelt. Also ohne, dass der Kommunikator es will, überbringt er auch Werbung.

Zum Beispiel:
Eine Automarke dreht einen Werbespot, der als solcher nicht sofofrt zu erkennen ist. Offensichtlich ist aber seine Extravaganz, sein Überraschungseffekt, seine Coolness, sein Witz, also irgendetwas, was man anderen mitteilen möchte. Dieser Spot wird nun an Freunde und Bekannte per Mail verschickt. Er landet in Video-Foren. Vielleicht unbemerkt, aber auf jeden Fall ungewollt, wird dadurch die Werbung weitergetragen (sei es die Autoform, ein Logo, eine Marke, ein Spruch) von Mensch zu Mensch … mit Multiplikatoreffekt.

Positiv, weil schnelle und günstige Verbreitung. Negativ, weil die Botschaft nicht mehr (oder sehr schwer) zu stoppen ist.

Wo habe ich das her?
Wie heißt sowas? Gibt es einen wissenschaftlichen Namen dafür?
Ist es eine neue Form der Werbung, der Kommunikationspolitik?
Gibt es Beispiele dafür?

(Bitte keine Meinungsdiskussion - ich muss meine Prüfung wissenschaftlich unterfüttern).

Vielen Dank, Ingo

‚Schleichwerbung‘, engl.
Hallo Ingo,

http://de.wikipedia.org/wiki/Product_Placement

Gruß
J.

Als ‚Schleichwerbung‘…
… würde ich das nicht bezeichnen!

Ich würde es als Produkt-PR in Kombination mit Face2Face-Medien bezeichnen und Nutzung von Privat-Netzwerken.

Der Film stellt zum Bsp. eine Satire dar, in der das Produkt vorkommt. Jedoch ist das eine Eigenproduktion des Produktherstellers, also kein „Product Placement“, denn das würde für ein fremdes Medium gelten.

Lanciert wird der Film über private Kanäle, so dass der „Sender“, der Hersteller, nicht erkannt wird… Irgendwann erscheint der Film dann in öffentlichen und online-Kanälen, ohne dass es direkt vom Urheber veröffentlicht wurde.

Tricky das Ganze, jedoch ggfs. schnell als PR-Medium durchschaubar. Und es kann eine gute Weile dauern, bis das Filmchen erfolgreich (in großer Häufigkeit) bekannt wird. Wenn überhaupt.

Problem: Evaluation des Erfolgs. Und Kosten-Nutzen-Verhältnis.

MfG, Jogi

‚Netzwerk-Infiltration‘ in d Kommunikationspolitik
Hallo Jogi, Du hast es erkannt. Genau das meinte ich.

Ich würde es als Produkt-PR in Kombination mit
Face2Face-Medien bezeichnen und Nutzung von Privat-Netzwerken.

Als einziges Beispiel fällt mir die Autowerbung zum Ford-KA ein, z.B. wo einer Katze der Kopf durch das Autodach abgetrennt wird.
http://www.cartoonland.de/tag/ford (und jetzt haben sie mich auch)

Ich erinner mich noch an einen Kommentar: „Es ist zwar von Ford, aber trotzdem cool.“

Allerdings liefen Teile der Reihe auch im Fernsehen und die Werbung ist vielleicht noch zu offensichtlich.
Dafür spricht, dass es typisch im Internet weitergegeben wird.

Es passt auch nicht richtig in Mund-zu-Mund-Propaganda, da man das Produkt an sich nicht bewertet und weitergeben möchte.

Sollte dafür tatsächlich noch kein Wissenschaftler einen Namen vergeben haben?
Na, dann nenn ich es schnell „Netzwerk-Infiltration“. Klingt doch gut. Dazu o.g. Beschreibungen von Jogi und mir :smile:.

Hallo Ingo,

Ein neue Methode der Werbung sei es, die Werbesubjekte ohne
ihr Wissen als Werbeträger einzusetzen, indem man macht sich
ihre eigene Kommunikation miteinander zu nutze macht und darin
Werbung weiter übermittelt. Also ohne, dass der Kommunikator
es will, überbringt er auch Werbung.

Das läuft unter
Guerilla-Marketing (virales Marketing)
http://de.wikipedia.org/wiki/Guerilla-Marketing

Ciao maxet.

Virales Marketing/ Guerilla Marketing. Danke!

Das läuft unter
Guerilla-Marketing (virales Marketing)
Ciao maxet.

Hallo maxet,

danke! Das ist es. Du hast mir sehr geholfen!

Viele Grüße, Ingo