Neuen Job suchen?

Hallo Leute,

ich bin in bei einer Beratungsfirma angestellt und wir sind ein recht kleines Team. Ich bin als Sales Assistant dort eingestellt und meine Aufgaben sind es Kunden reinzuholen, Angebote zu schreiben und die ganzen Kunden im System einzutragen. Nun ist es so das ich seid langer Zeit irgendwelche Aufgaben kriegen die nicht im Vertrag vereinbart sind, z.b Kaffe für Kunden machen, Sachen vom Chef ins Auto bringen, Kartons klein schneiden und in Tüten legen.Da ist auch viel Handwerkliches mit dabei wie Bohren oder Sachen aufbauen oder ständig schauen ob genug Klopapier da ist oder Küchenrolle, Kaffe und noch vieles mehr. Sogar das genug Besteck auf den Tisch ist muss ich ständig aufpassen. Als ich es beim Chef angesprochen habe gestern hat er gesagt ja es hat sich jetzt so entwickelt du machst jetzt Haushaltsmanagement. Die anderen machen nur sehr sehr selten einer der Sachen die ich aufgezählt habe, vielleicht mal wenn ich krank bin und ich überlege langsam zu kündigen da das langsam nervig ist. Das war nicht vereinbart

Was haltet ihr davon?

Liebe Grüße

Ich bin mir sicher, dass Dich die nachstehenden Ausführungen nicht erfreuen werden, aber angesichts der Rechtschreibfehler, die Du in Deiner Frage untergebracht hast, drängt sich der Gedanke auf, dass Du nicht der höchstqualifizierte Mitarbeiter des Unternehmens bist.

Insofern verwundert es auch nicht, dass Du vor allem für Aufgaben eingeteilt wirst, die eher die Ausführung von definierten Aufträgen zum Gegenstand haben.

Das kann dann auch heißen, dass Ihr nicht zusammenpasst. Oder aber auch, dass Du für Dich selbst die Rollen neu definierst, die erfolgreich ausfüllen kannst.

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Zwei dumme Fragen:

  • habt Ihr keinen Hausmeister / Sekretärin?
  • wieviel Anteil an Deiner Arbeitszeit ist das? Eine Stunde im Monat? Eine Stunde am Tag?

Und wie @C_Punkt ja angedeutet hat: wie „zufrieden“ ist Dein Cheffe mit Deiner Arbeit (also der Sales-Geschichte, nicht dem Kaffee g)

Der Arbeitsmarkt ist aktuell ausgezeichnet. Da liegt eine Kündigung bei Unzufriedenheit mit den aktuellen Tätigkeiten nahe. Allerdings sollte man die Geschichte auch mal von einer anderen Seite sehen: Warum wird jemand sicherlich als Sales Assistent zwar besser bezahlt als eine hauswirtschaftliche Kraft, aber dennoch mit deren Tätigkeiten betraut? Man würde doch normalerweise annehmen, dass jemand nach seiner Tätigkeit vergütet wird. Wenn Du jetzt mehr bekommst, als Du dafür leisten musst, kann dies insbesondere zwei Gründe haben: Entweder der Laden läuft nicht gut genug - wobei es eigentlich deine Aufgabe wäre für mehr Kundschaft und damit auf mehr qualifizierte Arbeit zu sorgen - oder der Chef traut Dir die Tätigkeit, für die er dich eingestellt hat, aktuell nicht zu/ist mit ihrer Erfüllung unzufrieden. Trotzdem behält er dich und zahlt mehr für Dich als deine Arbeit wert ist. Das ist doch in beiden Fällen ein durchaus netter Zug und recht großzügig.

Wechselst Du, könnte es Dir passieren, dass Du an einen Chef gerätst, der die Sache nicht ganz so großzügig sieht, und mehr Augenmerk auf deine Performance legt. Und da kommt dann ins Spiel, was auch @C_Punkt gleich aufgefallen ist: Schon alleine deine Rechtschreibung fällt gleich negativ auf. Wer möchte als Chef, dass in seinem Namen Angebote raus gehen, die gleich das Licht fehlender Professionalität und Qualität aufs Unternehmen fallen lassen?

Insoweit solltest Du vor einem Wechsel sehr gut überlegen, was für Positionen Du wirklich zur Zufriedenheit auch eines nicht gar so großzügigen Chefs angemessen übernehmen kannst, damit Du nicht sonst ggf. mit einer Probezeit-Kündigung erst einmal ganz ohne Job dastehst und dann „eine Etage tiefer“ einsteigen musst.

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Es könnte eine dritte Möglichkeit geben:
Der Arbeitsanteil von "Kaffe für Kunden machen, Sachen vom Chef ins Auto bringen, Kartons klein schneiden und in Tüten legen.Da ist auch viel Handwerkliches mit dabei wie Bohren oder Sachen aufbauen oder ständig schauen ob genug Klopapier da ist oder Küchenrolle, Kaffe und noch vieles mehr. Sogar das genug Besteck auf den Tisch ist muss ich ständig aufpassen. " ist bei dem kleinen Team so gering, dass es keine eigene Arbeitskraft dafür gibt. Und Irgendwer „muss es machen“.

Welchen Anteil haben diese „fachfremden Aufgaben“ an der Gesamtarbeit?
Und wer könnte diese auch erledigen?

Wir haben hier nur die subjektive Einschätzung des Betroffenen.

Sicher, dass das so im Vertrag steht? Die deutsche Übersetzung für „Sales Assistant“ wäre „Vertriebsassistent“. Ein solcher ist nach meinem Verständnis dazu da, einen professionellen Vertriebler bei seiner Arbeit zu unterstützen. Sprich: Der Vertriebler führt die Verhandlungen mit den (zukünftigen) Kunden, der Assistent kümmert sich um das Drumrum.
Natürlich kann man einen Sales Assistant auch direkt auf die Kunden loslassen, aber dazu braucht er bestimmte Qualitäten, die dein Chef bei dir vielleicht nicht sieht.
Trotzdem sind die beschriebenen Fähigkeiten natürlich eher bei einem „Team Assistant“ als bei einem „Sales Assistant“ aufgehoben.
Ansonsten kann ich mich den anderen nur anschließen:
Schreiben ist sicher nicht deine Stärke. Möglicherweise sieht dein Chef noch weitere Defizite, die er aus irgendeinem Grund nicht ansprechen mag, die dich aber seiner Meinung nach für den eigentlichen Job disqualifizieren.
Solange mich die Aufgaben nicht stören, wär ich auch zufrieden, für „mehr“ bezahlt zu werden als ich eigentlich tu. Aber wenn es mich nerven würde, wär ich mit einem „es hat sich jetzt so entwickelt“ gar nicht einverstanden und wüsste schon gern die Gründe dafür.

Gruß,

Kannitverstan

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muss natürlich „die beschriebenen Tätigkeiten“ heißen :man_facepalming: