Neuer Arbeitsvertrag in Probezeit

Hallo,

ein neuer Angestellter erhält einen Arbeitsvertrag mit einem vereinbarten Anfangsgehalt. Nach den 6 Monaten Probezeit wurde eine Höherstufung vereinbart.

Der Arbeitnehmer unterschreibt und tritt die Stelle an. Nach 3 Monaten wird dem Arbeitnehmer ein neuer Arbeitsvertrag unterbreitet, in dem die vereinbarte Höherstufung nach den 6 Monaten Probezeit gestrichen wurde, so dass nach der Probezeit das gleiche Gehalt gelten soll wie in der Probezeit.

Ist eine solche Abänderung rechtens?
Mal abgesehen davon, dass der Arbeitnehmer eigentlich gar keine andere Wahl hat als zu unterschreiben, da er sich ja noch in der Probezeit befindet und im Falle des Nichtunterschreibens grundlos gekündigt werden kann.

Hallo,

Mal abgesehen davon, dass der Arbeitnehmer eigentlich gar
keine andere Wahl hat als zu unterschreiben, da er sich ja
noch in der Probezeit befindet und im Falle des
Nichtunterschreibens grundlos gekündigt werden kann.

Du hast dir die Antwort schon selber gegeben.
Selbstverständlich muss der AN den neuen Vertrag nicht unterschreiben. Er muss lediglich mit den Folgen dieser Weigerung leben…

Grüße von
Tinchen

Hi hoppi,

was sagt denn die Firma auf die simple Frage warum dieser Vertrag entsprechend geändert wurde? Finanzielle Probleme? Ist man mit der Leistung des Arbeitnehmers unzufrieden? Umstrukturierung?

*wink*

Petzi

Hi Petzi,

dem Arbeitnehmer wurde gesagt, dass er ja eigentlich keine gleichwertige Arbeit verrichtet, wie die Kollegin gegenüber am Schreibtisch und daher auch nicht in die gleiche Gehaltsgruppe in Frage kommt. Allerdings stellt sich hier die Frage, warum die das erst in der Probezeit „herausfinden“ und nicht schon vorher.

Blöd nur, dass der Arbeitnehmer extra für den neuen Job eine vorherige Anstellung wegen dem bisschen mehr Geld gekündigt hatte. Ist also kein fairer Umgang wie ich finde. Am Geld liegt es also nicht, davon ist reichlich vorhanden (trotz des öffentlichen Dienstes, man mag es kaum glauben *g*).

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Hallo hoppi,

dem Arbeitnehmer wurde gesagt, dass er ja eigentlich keine
gleichwertige Arbeit verrichtet, wie die Kollegin gegenüber am
Schreibtisch

und das stimmt? Und warum? Sprich, kann der neue Arbeitnehmer diese Arbeit (noch) nicht machen? Oder könnte er das zwar, kriegt aber (warum auch immer) nur die Idiotenjobs ab? Wenn zweiteres, warum? Gibt es eventuell nicht genügend „qulifizierte“ Arbeit?

Allerdings stellt sich hier die Frage, warum
die das erst in der Probezeit „herausfinden“ und nicht schon
vorher.

Das ist eine gute Frage, hilft aber wohl dem Arbeitnehmer nicht ein bisschen weiter :wink:

Ist also kein fairer Umgang wie ich finde.

Da gebe ich Dir voll recht - und ich an Stelle des Arbeitsnehmers würde mir sehr ernsthaft überlegen, was für Konsequenzen ich aus so einem Verhalten meines Arbeitsgebers ziehen würde.

Was ich naiv mal machen würde wäre mit meinem Chef (also dem Fachvorgesetzten) mal darüber sprechen. So nach dem Motto „Sind Sie zufrieden mit meiner Arbeitsleistung?“ Wenn er sich dann voll zufrieden zeigt, dann würde ich fragen, ob er das mit dem Vertrag entsprechend beeinflussen kann. Ansonsten wäre es vielleicht überlegenswert, ob man Deinen Aufgabenbereich nicht so ändert, dass Du eben mehr Geld „wert“ bist :wink:

Achja, was mir da einfällt, wie lange war denn eigentlich die Probezeit?

*wink*

Petzi