Neuer Freund und seine Kinder

Hallo Venecia,

Ihr seit erst 2 Wochen zusammen und Du lehnst schon jetzt den Kontakt zu seiner Familie ab!? Na gut seine Eltern und onkel und Tanten oder Geschwister, kann ich verstehen… aber seine Kinder?

Ich hab die Antwortartikel fast alle gelesen, oder doch alle *g*, und bekomme den Eindruck das Du eigentlich weißt was Du ihm sagen willst, Du suchst nur Rückenstärkung für Deine Argumentation. Es hört sich fast so an als wenn Du eigentlich fragen wolltest: „Ist es richtig meinem Freund offen zu sagen das ich mit seiner Familie nichts zu tun haben will?“

Unabhängig von dem was Du schreibst scheint es mir das Du überhaupt ein Problem mit einer festen Bindung und ihren resultirenden Verpflichtungen hast. So wie Du redest willst du eher die „versteckte Geliebte“ sein als wie die Freundin.

Wenn Du eine Beziehung willst musst Du Kompromisse eingehen, und ehrlich diese Menschen haben Dir nichts getan und sind nicht Deine Rivalen. Wenn er dich lieb so hast Du seine Aufmerksamkeit schon, Du musst sie nur zeitweilig teilen…

Ausserdem sind die Kinder fast bzw. schon Teenies und haben ganz andere Interessen als sich den Abend mit der neuen Freundin abzusabbeln *tsss, das zeigt wie wenig Ahnung du hast*

Dein Freund scheint ein aufgeschlossener Mensch zu sein, da kannst Du mit Deiner Verschlossenheit gegenüber anderen doch nur profitieren von ihm und er von Dir !!!

Ach übrigends bist Du ein Scheidungskind? Würd mich mal interessieren…

Mein Rat: Lass es auf Dich zukommen und schau was denn überhaupt passiert, vielleicht lernst du ja noch das Gesellschaft auch schön ist!

Ich hoffe es jedenfalls für dich
Gruss Andrea

Hallo.

Weiter muss ich erzählen, dass ich selbst absolut kein
familiärer Typ bin, keine Kinder haben will. Auch möchte er, dass ich seine
Kinder kennen lerne, da ich ja nun ein Teil seines Lebens bin.

Das heißt doch : Dein Neuer möchte Dich in sein gesamtes Leben einbeziehen, zu dem eben auch die zwei Halb- bzw. Viertelwüchsigen gehören. Er verlangt nicht von Dir, dass Du Dich um die beiden kümmerst, sondern möchte nur sein altes und sein neues Leben in irgendeiner Weise verbinden.

Seiner 14jährige Tochter bin ich schon begegnet. Ich habe keine Probleme damit,
mich mal eine halbe Stunden zusammen zu reißen und mich mit ihr oder
dem Sohn zu unterhalten.

Ich denke, auch wenn die beiden bei euch übernachten, wird nicht wesentlich mehr von Dir verlangt werden als das. Eine 14jährige musst Du nicht mehr bedüddeln und bemachen; und ein 11jähriger braucht auch keine Vollzeitpflege. Als Beziehungsperson wirst Du in der Anfangsphase eurer Beziehung eh nicht in Frage kommen. Die zwei beiden werden einfach „Papa’s Neue“ beschnüffeln wollen … und dass sie dann den ganzen Abend und die halbe Nacht an Deinen Rockzipfeln hängen, kann ich mir beim besten Willen nicht denken. Sie haben da vermutlich noch größere Vorbehalte als Du.

Allein die Vorstellung, mich den gesamten Tag und Abend mit
den Kindern beschäftigen zu müssen, ist furchtbar für mich.

Also, „den ganzen Tag und Abend mit den Kindern beschäftigen“ wirst Du Dich nicht müssen; darauf bin ich einen größeren Betrag zu wetten bereit. Das könnte ich mir bei 3- bis 8jährigen noch eher vorstellen. Und, so Dein Nick etwas über Dein Alter aussagt, wirst Du auch kaum jemals in die Rolle einer Ersatzmutter gedrängt werden. Höchstenfalls wirst Du irgendwann einmal die furchtbar große Schwester - und auch das wird seine Zeit brauchen.

Also : Niedriger hängen,
empfiehlt Ihr freundlicher
kw

nichts wird so heiß gegessen…
…wie´s gekocht wird.
Hallo, Venecia,
ich las interessiert Dein Posting und will das mit der Einleitung auch gar nicht verharmlosen. Im Gegenteil, auf Dauer hätte ich in der Situation ein Riesen-Thema damit. Aber eben auf Dauer gesehen.

Wenn ich das richtig lese, geht es doch erstmal um dieses Wochenende und Deine „Befürchtung“ wie die „ganze Zeit“ zusammen mit den Kindern funktionieren soll.

Ich denke, in dem Alter erwarten die Kinder von Dir weder, dass Du Dich pausenlos um sie kümmerst, sie mit Programm unterhälst noch sehen sie in Dir eine Ersatzmutter. Sicher werden sie neugierig sein, wer da vor ihnen sitzt und evtl. auch mal Fragen stellen (verbal oder nonverbal). Aber das solltest Du hinkriegen. Tagsüber haben sie vermutlich sowieso ihre Freunde aus der Umgebung mehr im Kopf als Dich.
Kannst Du sie nicht einfach als eine Art „Gäste“ betrachten und weniger in erster Linie als Kinder Deines Freundes?

Die Kinder werden nicht erwarten, dass Du in ihr Leben „hereinpfuscht“, wie Du treffend selbst sagst, nur weil Du die Freundin ihres Vaters bist. Sie werden jedoch erwarten, dass Du in normaler Weise nett zu ihnen bist. Kein Thema, oder? Es ist wie im Vorstellungsgespräch: am weitesten kommt man, wenn man sich nicht verstellt sondern einfach man selbst ist.

Auch Dein Freund erwartet von Dir nicht, die Rolle der Ersatzmutter einzunehmen. Wohl aber stellen verständlicherweise die Kinder einen wichtigen Teil seines Lebens dar, und er möchte, dass Du auch diesen Teil kennenlernst und akzeptierst, das er zu ihm gehört. Das muß gar nicht mit einer besonderen Erwartung an Deine Person geknüpft sein.

Den einzigen Druck bzgl. dieses Wochenendes scheinst Du Dir m.E. selbst zu machen. Das ganze Zusammenspiel, wenn es denn enger werden sollte, wird sich nicht an diesem ersten Wochenende entscheiden, sondern sich entwickeln, so oder so. Und wenn Du dann „Glück“ hast darfst Du Dich als zur Familie gehörig betrachten - das ist aber rein aus meiner Situation heraus beurteilt (habe selbst 2 Kinder)zu Deiner Aussage „ich will keine Familie“ - und stehst nicht mehr außen vor bei dieser Facette im Leben Deines Freundes.

Das heißt, aus meiner Sicht hast Du Zeit und solltest nicht wegen der Befürchtungen für dieses WE sofort die Beziehung zu Deinem Freund grundsätzlich in Frage stellen („das ganze nun beendet“).
Es bestehen mehr als die beiden Möglichkeiten „Mama oder Schluß“.

Gruß und ein schönes Wochenende,
Andreas.

Danke an alle!
Danke euch erstmal allen für euer Feedback!

Ich muss mir jetzt erst einmal ganz viele (weitere) Gedanken machen, wie es weitergeht. Das WE rückt immer näher… :wink:

Vielleicht schreibe ich nächste Woche, wie es war, wie es ausgegangen ist, wie ich auch immer.

Liebe Grüße,

Venecia

Hi Venecia,

ich noch mal.

Ich muss mir jetzt erst einmal ganz viele (weitere) Gedanken
machen, wie es weitergeht. Das WE rückt immer näher… :wink:

gestern abend hab ich mich mit meiner Frau über Dich unterhalten.
Ihre Meinung dazu war, daß Du vielleicht unbewust eifersüchtig auf die Kinder bist (ev. auch auf die Familie).
Hinterfrag Das mal für Dich und vielleicht wird dann einiges unproblematischer.

Übrigens:
Kinder sind nicht halb so schlimm wie sie sich geben :wink:

Gandalf

Hallo Cess,

Er verhält sich Dir gegenüber etwas rücksichtslos,
und fordernd. Wenn das so ist, wie Du schreibst, dann
sollst Du eine für ihn sehr wichtige Funktion erfüllen.
Falls Du dies tust, (vergiss nicht, es „gerne“ zu tun),
hält er Dich hoch und ist zu vielem bereit.

er verhält sich rücksichtslos und fordernd? Hä? Weil er seine
Kinder nicht versteckt und gleich von anfang an klären will,
ob es klappt? Wenn es nämlich nicht klappt, ist es nachher
schlimmer, als wenn man es von vornherein beendet.

Von manchen Leuten (wie z.B. von mir) wird fehlende
Emphatie schnell mit Rücksichtslosigkeit verwechselt.
Daher meine Implikation.

Hehe, das ist ja wie bei den arabischen Bauern:
http://www.raptureready.us/saddam.htm

 “You Americans, you treat the Third World 
 in the way an <u>Iraqi peasant treats his new bride</u>. 
 Three days of honeymoon, and then it’s off to the fields.”

Sollte man nicht die Kennenlernphase etwas geruhsamer
von statten gehen lassen :wink: Wenn sie mit den Kindern
näher zu tun haben will, wird sie das schon ausdrücken
können. Es ist schon geschickt, regelmässig etwas
zu viert zu unternehmen, aber am ersten oder zweiten Wochen-
ende, das man überhaupt hat, die neue Frau so dermassen in
kalte Wasser zu werfen läßt doch erhebliche Zweifel aufkommen
(bei mir).

Wie ist Dein gefühl bei geschilderter Sache,
wird es „gut“ gehen oder nicht?

Grüße

CMБ