Neuer Job

Hallo miteinander,

ich habe vor kurzem hier über meine Phobie (soziale Phobie) berichtet, nochmals Danke für die Antworten. Jetzt habe ich von einem guten Bekannten einen Job angeboten bekommen (so ca. 2 halbe Tage pro Woche, frei einteilbar). Eigentlich würde ich das gerne machen, aber ich habe voll Schiss davor. Ich kann mit dem Mann ganz gut, aber ich weiß nicht, ob ich ihm von meinem „Problem“ erzählen soll. Bei meinem vorherigen Job wußte niemand etwas davon, ich habe aber diese „Notlügerei“ satt, wenn ich irgendetwas nicht schaffe und ich es irgendwie hingekriegt habe mich davor zu drücken (das hört sich jetzt fast nach Arbeitsverweigerung an, so war es aber nicht). Dies war auch ein Grund für meine damalige Kündigung, weil ich den Druck nicht ausgehalten habe. Was würdet Ihr tun, gleich von vornherein die Karten auf den Tisch legen, was mir persönlich lieber wäre, aber wie erklärt man das einem „Nichtbetroffenen“, der keine Ahnung von Angstzuständen hat?

Vielen Dank fürs Lesen

Liebe Grüße

Sabine

Hallo Sabine

Du schreibst, ein guter Bekannter würde Dir diesen Job anbieten. Wenn
der noch nichts weiss von Deinen Problemen, solltest Du ihm reinen
Wein einschenken. Das wird bei ihm Verständnis wecken, wenn Du mal
nicht so gut drauf bist, wie er vielleicht erwartet.

Sollte er Dir „den Kopf abbeissen“ wegen Deiner Probleme, ist der Job
eh nicht der richtige für Dich.

Viel Glück
Heinz

Hallo,

ich habe vor kurzem hier über meine Phobie (soziale Phobie)
berichtet, nochmals Danke für die Antworten. Jetzt habe ich
von einem guten Bekannten einen Job angeboten bekommen (so ca.
2 halbe Tage pro Woche, frei einteilbar). Eigentlich würde ich
das gerne machen, aber ich habe voll Schiss davor. Ich kann
mit dem Mann ganz gut, aber ich weiß nicht, ob ich ihm von
meinem „Problem“ erzählen soll.

ja, solltest Du.

Ich hab derzeit meinem Chef verklickern müssen, daß ich als trockener Alkoholiker und Ex-Junkie mit Schwerpunkt Kokain und Heroin, was ich mir über 5 Jahre lang spritzte, trotdem „sein Mann“ bin.

Mir ging der Arsch auf Grundeis. Aber ich hatte nichts zu verlieren, konnte nur gewinnen.

Das ist bei Dir genauso.

Ich hatte den Job im Übrigen bekommen und hab dort 3 Jahre gearbeitet.

Gruß,
Gerhard

Hallo Sabine,

schließe mich meinen Vorschreibern an, vor allem wirst auch Du Dich von Anfang an wesentlich besser fühlen, wenn Du die Karten auf den Tisch legst. Und das wird Dich auch stärken.

Viel Glück !
LG, MrsSippi

Hau rein!
Hallo Sabine,

im Dezember begann ich wieder stundenweise zu arbeiten. Ich habe die Diagnose Posttraumatische Belastungsstörung gestellt bekommen. Sie äußert sich bei mir nicht in Symptomemen wie Depression oder Angst, sondern eher darin, dass ich unkonzentriert bin und ständig irgendwelche Pannen verursache.

Ich habe damals gesagt, dass das so ist. Mein Chef meinte damals: „Sie sind doch ganz normal…“, bis er dann einige Male meine andere Seite kennenlernte. Klemmbrett durchgebrochen, Türgriff am Auto abgerissen, dann stand mein Auto mehrmals ohne Saft da, weil ich das Licht angelassen hatte, ich wurde von einem Hund gebissen, usw.,usw.

Jedenfalls nimmt mein Chef die ständigen Zwischenfälle mit Humor, und ich arbeite sehr gerne für ihn. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe und rate Dir auch dazu. Mein Chef hat mich mit seiner netten Art wieder aufgebaut.

Viel Glück!

Annette