Neuer Vermieter - Eigenbedarf

Hallo zusammen,

nehmen wir an, dass A in einer Mietswohnung lebt und ein Haus gekauft hat, dass er zum 1.8.10 beziehen kann. Dieses ist seinem Vermieter nicht bekannt. Würde A seine Mietswohnung kündigen, so könnte A erst zum 1.9.10 aus dem Vertrag.

Der Vermieter von A möchte gleichzeitig seine Wohnung an jemanden mit Eigenbedarf verkaufen.
Da A erst ein Jahr in der Wohnung wohnt, diese voll renoviert hat und Maklerkosten gezahlt hat, würde er anteilig Kosten erstattet bekommen, wenn ein neuer Vermieter Eigenbedarf anmeldet und ihn vor die Tür setzen würde.

Wäre es für A sinnvoll selbst die Wohnung zu kündigen oder darauf zu hoffen, dass er durch Kündigung durch Eigenbedarf anteilig Kosten erstattet bekommen würde?

Danke schön.
Anita

Hallo!

Hallo zusammen,

nehmen wir an, dass A in einer Mietswohnung lebt und ein Haus
gekauft hat, dass er zum 1.8.10 beziehen kann. Dieses ist
seinem Vermieter nicht bekannt. Würde A seine Mietswohnung
kündigen, so könnte A erst zum 1.9.10 aus dem Vertrag.

Einen Monat Zeit, um in Ruhe die Sachen zu transportieren.

Der Vermieter von A möchte gleichzeitig seine Wohnung an
jemanden mit Eigenbedarf verkaufen.
Da A erst ein Jahr in der Wohnung wohnt, diese voll renoviert
hat und Maklerkosten gezahlt hat, würde er anteilig Kosten
erstattet bekommen, wenn ein neuer Vermieter Eigenbedarf
anmeldet und ihn vor die Tür setzen würde.

Wie kommst du darauf?

Wäre es für A sinnvoll selbst die Wohnung zu kündigen oder
darauf zu hoffen, dass er durch Kündigung durch Eigenbedarf
anteilig Kosten erstattet bekommen würde?

Ich halte selbst zu kündigen für sinnvoll, weil man als Mieter doch gar nicht wissen kann, wann der neue Eigentümer Eigenbedarf anmelden könnte. Mal ganz abgesehen von evtl. Besonderheiten bei den Kündigungsfristen. Es könnte doch einfach sein, dass der neue Eigentümer selbst erst seine eigene Wohnung kündigen muss. Das wird er vermutlich erst tun, wenn der Kauf der Wohung abgewickelt wurde.

Es könnte sogar sein, dass der neue Eigentümer die Wohnung erst ein oder mehrere Jahre später nutzen möchte, z.B. als Alterswohnsitz oder als Studentenwohnheim für die jetzt erst 16-jährige Tochter. Solange man nicht genau weiß, was der Neue plant, halte ich eine verspätete Kündigung nur aufgrund einer Spekulation für ziemlich gewagt.

Warum sollte eigentlich jemand überhaupt eine vermietete Wohnung kaufen, wenn er sofort selbst einziehen will? Der Wohnungsmarkt ist nicht gerade besonders knapp und es gäbe sicher auch noch schöne, freie Wohnungen.

Vielleicht weiß auch der Käufer etwas, was der Vermieter nicht weiß? Nämlich dass der Mieter ein Haus gekauft hat. Vielleicht kennt er jemanden, der beim Hauskauf beteiligt war oder einen Freund von einem Freund, der das mal beiläufig erwähnt hat?

Vielleicht hofft er mit diesem Wissen auf ein Schnäppchen beim Wohnungskauf und freut sich, dass der Mieter sowieso bald geht?

Wie auch immer - Mieter A wusste doch, dass er ein Haus kaufen will. Er wusste, dass er Makler und Renovierung bezahlt hat. Nur weil sich die Situation beim Vermieter geändert hat, will er jetzt noch irgendetwas hinausschlagen? Eigentlich geht ihn das doch gar nichts an. Er sollte fair bleiben und kündigen. Tut er es nicht, kann diese Spekulation ganz schön ins Auge gehen.

Es könnte auch so ausgehen: Mieter A bildet sich ein, er könnte eine Abfindung hinausschlagen und kündigt nicht. Am 1. August ist das Haus fertig und er könnte umziehen. Aber sein Vermieter - alt oder neu - hat ihm nicht gekündigt. Was dann? Dann hat er Kosten für zwei Wohnorte am Hals und weiß immer noch nicht, ob ihm überhaupt gekündigt wird. Denn der Verkauf könnte auch noch platzen und der nächste Interessent möchte eine vermietete Wohnung als Kapitalanlage.

Viele Grüße

Anne