Neuer Versuch

das ist unfair!!!
genau das wollte ich Jana auch schreiben!!
Bin beleidigt (schmoll):smile:))
Aber im Ernst: die Völker des zaristischen Russlands wie der Sowjetunion wurde mit der Waffe ruhig gehalten. Außerdem von Russen unterwandert und mit dem berühmten KGB durchsetzt.
Wie sah es in Jugoslavien aus? Im Prinzip genauso, die nackte Gewalt hielt die Völker zusammen.
Rotchina? Genau das gleiche wie die Sowjetunion.
Israel? Welche Rechte hat ein Palästinenser?
Und dass es auch anders geht, dafür muss ich halt unser vielgeschmähtes Deutschland als Beispiel heran ziehen: Sorben, Dänen,…
Grüße
Raimund

Hallo Siegfried,

ich merke, es ist ein schmaler grad auf dem wir uns bewegen um den gründen näher zu kommen. welche antworten hättest du für deine oben geschilderte situatuation? deine vergleiche, bzw tatsachen die du aufführst finde ich sehr interessant.

Gruß

Markus

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danke für deine antwort. ich weiß das ich jetzt etwas frage,
was andere vielleicht falsch verstehen werden. ich möchte hier
keinen unwissenheit oder verständnislosigkeit vorwerfen, aber
sind solche zustände wie in jugoslawien auch hier denkbar?

Nein.

Für eine differenziertere Antwort müßtest Du schon genau schreiben, was Du meinst. Serben gegen Albaner, also Bayern gegen Brandenburg oder eher Orthodoxe gegen Katholiken, hier also Katholische gegen Protestanten?

Oder Konflikte bei der Abspaltung (Kroatien - Serbien), also Ostdeutschland gegen Westdeutschland?

Oder doch eher wie in Bosnien alle gegen alle? Oder meinst Du den Christen gegen Moslems? 1993 z.B. gab es 43% Moslems in Bosnien. 43% Moslems in Deutschland kann ich mir dann doch nicht vorstellen.

Also, was meinst Du genau? Auf welcher Basis?

Nun stelle Dir aber vor, die Sorben, die Dänen oder wer auch
immer wären Farbige und muslimischen Glaubens, also gut auch
äußerlich als etwas ANDRES erkennbar? Wie sähe es da wohl mit
der gutbürgerlich-deutschen Gemütlichkeit aus???

Jana

Hallo Jana,

genau da möchte ich inder diskussion hinkommen. wie seht ihr das? besteht solch eine gefahr in der zukunft?

Markus

Hallo,

ich meine zum einen, moslems gegen christen, aber auch zum anderen alle gegen alle? beispielsweise linke gegen rechte, religiöse fanatiker gegen anders denkende.
manchmal habe ich den eindruck, das es unter der oberfläche brodelt, das insgesamt die hemmschwelle zur gewalt immer kleiner wird. vielleicht ist das auch nur mein empfinden.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

solange ein staat in der lage ist, seine bürger ausreichend zu
schützen und ihnen alle mindestbedürfnisse des täglichen
lebens (arbeiten, essen, schlafen, fortpflanzen, kinder
aufziehen)garantieren kann und darüber hinaus auch etwas für
den geist und körper zu bieten hat (schulbildung,
universitäten, theater, kino, sportvereine, taubenzüchter :smile:,
gesundheitssystem etc etc), solange schützt sich ein staat vor
einer gewaltsamen revolte, vor bürgerkrieg oder anderen
gefährlichen krisen.

Scusi, aber da melde ich Widerspruch an!

Woran fehlt es denn dann den Bürgern z.B. in Nordirland?
Kein Essen, keine Betten, keine Schulen?
Oder den Leuten im Baskenland?
Keine Sportvereine? Keine Fortpflanzung? Kein Kino?
Oder auf Korsika?
Widerstand gegen den Staat, weil der Wein ausgegangen ist?
Oder auf Zypern?
Bewaffneter Konflikt zwischen griechischen und türkischen
Zyprioten, weil die Taubenzuchtvereine an Mitgliederschwund
leiden?

Die Antwort auf Deine Fragen ist doch schon oben gegeben worden. Man kann es nicht monokausal sehen.
Ein Grund ist, dass keine extremen sozialen Sprengstoffe gibt (wirtschaftlich), wie oben geschrieben.
Ein anderer Grund ist, dass es keine großen ethischen Unterdrückungen gibt (wie in Posting vorher an Beispielen Sorben, Deutschdänen gegeben).
Sicher gibt es noch mehr Gründe, die mir nicht einfallen (muß aber ja nicht bedeuten, dass es dann nicht noch mehr Gründe gibt).
Beide Gründe existieren in Deutschland nur begrenzt. Was natürlich bei 50% Arbeitslosigkeit in Deutschland los wäre oder wenn eine Politik der radikalen Unterdrückung der Moslems gefahren würde (oder beides), ist eine andere Frage.

Da aber beides nicht sehr wahrscheinlich halte ich ein solches Bürgerkriegsszenario für Deutschland für wirklich ausgeschlossen.

ich meine zum einen, moslems gegen christen, aber auch zum
anderen alle gegen alle? beispielsweise linke gegen rechte,
religiöse fanatiker gegen anders denkende.
manchmal habe ich den eindruck, das es unter der oberfläche
brodelt, das insgesamt die hemmschwelle zur gewalt immer
kleiner wird. vielleicht ist das auch nur mein empfinden.

Auch dann nicht. Jedenfalls wenn man von realistischen Szenarien ausgeht (keine 40% Moslems in Deutschland, die DANN unterdrückt werden, keine 50% Arbeitslosigkeit etc.).

Im übrigen ist das wohl auch nur Dein Eindruck. Die Gewaltkriminlität zeigt keinen starken Anstieg (meines Wissens fällt sie sogar, bin mir da aber nicht sicher).

Und der Hass Rechte gegen Linke (mal von beidseitigen Splittergruppen Neonazis gegen Antifa abgesehen), war wohl in den 70er Jahren größer als heute. Straßenschlachten von Kaktus (Grüne-Jugend) gegen Julis kann ich mir jedenfalls wirklich nicht vorstellen.

Vielleicht sehe ich es wirklich zu eng und mach mir zuviel sorgen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

wenn
beispielsweise eine uneingeschränkter zustrom an ausländern
gewünscht wird.

Wer will denn das?

wenn
beispielsweise eine uneingeschränkter zustrom an ausländern
gewünscht wird.

Wer will denn das?

noch keiner direkt? könnte es so gewollt sein? ich weiß aus der vergangenheit, das dies mal thema der grünen war. den genauen wortlaut kenne ich nicht mehr, sorry hierfür

wenn
beispielsweise eine uneingeschränkter zustrom an ausländern
gewünscht wird.

Wer will denn das?

Kennst du nicht die „Grenzen auf für alle“-Sprüche?

Kennst du nicht die „Grenzen auf für alle“-Sprüche?

Das ist allenfalls ein Schlagwort von irgendwelchen Splittergruppen (jedenfalls von keiner ernstzunehmenden Partei). Und selbst diese Splittergruppen meines es differenzierter (was nicht heißt, dass ich es richtig finde) als es in so einem Spruch zum Ausdruck kommt.

Hi Ralf!

Ein anderer Grund ist, dass es keine großen ethischen
Unterdrückungen gibt (wie in Posting vorher an Beispielen
Sorben, Deutschdänen gegeben).
Sicher gibt es noch mehr Gründe, die mir nicht einfallen (muß
aber ja nicht bedeuten, dass es dann nicht noch mehr Gründe
gibt).
Beide Gründe existieren in Deutschland nur begrenzt. Was
natürlich bei 50% Arbeitslosigkeit in Deutschland los wäre
oder wenn eine Politik der radikalen Unterdrückung der Moslems
gefahren würde (oder beides), ist eine andere Frage.

Ich weiß leider nicht mehr, wie der Ort heißt, aber es gab mal den Versuch einer moslemischen Gemeinde, in einem mittelgroßen Ort in Deutschland eine Moschee zu errichten, wo das Minarett höher gewesen wäre als der Kirchturm der jahrhundertealten Kirche - und damit das höchste Gebäude des Ortes überragen würde. Als bekannt wurde, was die Moslems planten (Geld, Baupläne und Bauunternehmen waren bereits vorhanden), brach ein Sturm der Entrüstung aus, und nach viel Drangsaliererei mußte die moslemische Gemeinde von ihrem Plan Abstand nehmen.

Frage also: Was würde passieren, wenn in Köln (starkes islamisches Zentrum) eine Moschee gebaut würde, die größer und höher ist als der Kölner Dom, und wenn dort fünfmal täglich der Muezzin zum Gebet ruft? Kein Widerstand? Keine „ethnische Unterdrückung“?

Die hier angeführte liberale Haltung gegenüber den Dänen und Sorben sind IMHO „nette Feigenblätter“, mehr aber auch nicht. Die ethnische Gruppe der Moslems in unserer Gesellschaft ist viel größer. Und wenn diese Menschen die adäquate Ausübung ihrer Religion in Deutschland einfordern würden (wie bereits gesagt: Bau großer Moscheen, Rufe zum Gebet), was wäre z.B. in Rosenheim, Passau, Würzburg, Wuppertal, Magdeburg oder Rostock los?

Macht euch mal den Spaß und fragt beim Bauamt nach, ob die Gemeindeverwaltung was gegen den Bau einer Moschee hätte, die die Dorf- oder Stadtteilkirche überragt. Ihr werdet euch wundern, wieviel Widerstand euch entgegenschlägt. Da nutzen auch Dänen und Sorben nix mehr!

Grüße
Siegfried

Hi!

ich merke, es ist ein schmaler grad auf dem wir uns bewegen um
den gründen näher zu kommen. welche antworten hättest du für
deine oben geschilderte situatuation? deine vergleiche, bzw
tatsachen die du aufführst finde ich sehr interessant.

Wie ich schon in einer anderen Mail ausführte:
Sobald ich einer Gruppe angehöre, die sich von anderen Menschen abgrenzt, weil sie sich für besser hält, habe ich den Konflikt. Oder umgekehrt - ich gehöre einer Gruppe an, die den Makel der Minderwertigkeit trägt. Wer überlegen ist, versucht zu unterdrücken. Wer unterlegen ist, versucht zu rebellieren. Was dann wieder zu Gegenreaktionen der Gegenseite führt.

In Nordirland ist der Streit auf eine Schlacht vor 300 Jahren zurückzuführen und den daraus entstandenen Privilegien der siegreichen Gruppe. Wer Protestant war, wurde bevorzugt; Katholiken benachteiligt. In Nordirland ist der Bürgerkrieg keine Religionsfrage, sondern eine Machtfrage. Sollte sich Großbritannien aus Nordirland zurückziehen, befürchten die Protestanten Verlust von Macht und Repressalien der Gegenseite. Auf der anderen Seite wird den Katholiken jedes Jahr überdeutlich gezeigt, daß sie seit 300 Jahren die Verlierer sind. Der Religionskonflikt ist eigentlich keiner.

Die Basken (ca. 700.000 Menschen in Spanien und Frankreich) sind ein eigenständiges Volk aus prä-indogermanischer Zeit. Seit Jahrhunderten werden sie von spanischen Königen bzw. dem Diktator Franco verfolgt. Ihre Kultur, ihre Sprache „Euskera“ war lange Zeit verboten. Dagegen leisteten die Basken immer Widerstand. Mittlerweile ist ihre Kultur anerkannt, die Sprache erlaubt, sie haben eigene Schulen, ein eigenes Steuerrecht. Und dennoch wehren sie sich. Warum? Aus Angst, in der Masse der Spanier unterzugehen, das zu verlieren, wofür sie seit Menschengedenken gekämpft haben. Die Basken kämpfen, weil eine Gruppe nichts so sehr zusammenhält wie ein äußerer Feind. Dumm nur, daß der äußere Feind immer mehr Zugeständnisse macht - und damit dem Kampf das Fundament entzieht. Mittlerweile lehnen immer mehr Basken den militanten Kampf der ETA ab. Weil sie merken, daß sie in ihrer ethnischen Bedeutung anerkannt sind.

Vergleichbar wären die Basken bei uns mit den Friesen, bekanntlich ein eigenes Volk mit eigener Sprache. Oder die Dithmarscher, auch so ein streitbares Völkchen. Stell dir vor, die würden für einen eigenen Staat antreten. Notfalls mit Waffengewalt. Ziehenlassen? Zugeständnisse machen? Oder assimilieren?

Grüße
Siegfried

Ich weiß leider nicht mehr, wie der Ort heißt, aber es gab mal
den Versuch einer moslemischen Gemeinde, in einem mittelgroßen
Ort in Deutschland eine Moschee zu errichten, wo das Minarett
höher gewesen wäre als der Kirchturm der jahrhundertealten
Kirche - und damit das höchste Gebäude des Ortes überragen
würde. Als bekannt wurde, was die Moslems planten (Geld,
Baupläne und Bauunternehmen waren bereits vorhanden), brach
ein Sturm der Entrüstung aus, und nach viel Drangsaliererei
mußte die moslemische Gemeinde von ihrem Plan Abstand nehmen.

Frage also: Was würde passieren, wenn in Köln (starkes
islamisches Zentrum) eine Moschee gebaut würde, die größer und
höher ist als der Kölner Dom, und wenn dort fünfmal täglich
der Muezzin zum Gebet ruft? Kein Widerstand? Keine „ethnische
Unterdrückung“?

Die hier angeführte liberale Haltung gegenüber den Dänen und
Sorben sind IMHO „nette Feigenblätter“, mehr aber auch nicht.
Die ethnische Gruppe der Moslems in unserer Gesellschaft ist
viel größer. Und wenn diese Menschen die adäquate Ausübung
ihrer Religion in Deutschland einfordern würden (wie bereits
gesagt: Bau großer Moscheen, Rufe zum Gebet), was wäre z.B. in
Rosenheim, Passau, Würzburg, Wuppertal, Magdeburg oder Rostock
los?

Macht euch mal den Spaß und fragt beim Bauamt nach, ob die
Gemeindeverwaltung was gegen den Bau einer Moschee hätte, die
die Dorf- oder Stadtteilkirche überragt. Ihr werdet euch
wundern, wieviel Widerstand euch entgegenschlägt. Da nutzen
auch Dänen und Sorben nix mehr!

Right, korrekt und absolut richtig.

Diese Konflikte gibt es und natürlich gibt es in Deutschland keine Gleichbehandlung Christen und Moslems. Da ist noch viel zu tun. Dass dies auch zu gewaltätigen Konflikten führen kann, ist nicht zu bestreiten.

Aber es ging um einen Vergleich mit Jugoslawien, wo z.B. in Srebrenica tausende von Moslems (Männer, Frauen, Kinder) massakriert und verschart worden sind. Ein solches Konfliktpotential sehe ich in Deutschland nicht.

Was nicht heißt, dass, nur weil das Konfliktpotential in Deutschland nicht so groß ist wie in Jugoslawien, dass in Deutschland alles in Ordnung ist und kein Konfliktpotential besteht.