Neuer' vs. 'alter Vater: Verhalten bei Einschulung

Hallo,
ich habe morgen folgendes Problem:
Die Tochter meiner zukünftigen Frau wird morgen eingeschult. Da wird dann auch der Vater dabei sein, der ca. einmal alle zwei Monate auftaucht.
Nun die Frage: Soll ich mitgehen zur Einschulung?
Einerseits würde ich natürlich gerne dabei sein, wenn meine zukünftige Tochter eingeschult wird. Andererseits möchte ich sie nicht unter Stress setzen, wenn sie quasi mit zwei Vätern gleichzeitig klarkommen muss.
Übrigens wäre es auch das erste Mal, dass er und ich längere Zeit aufeinandertreffen, was ggf. auch noch für Spannungen sorgen könnte.

Danke

busy

Hi,

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

da gab es kürzlich erst eine Endlosdiskussion drüber, und ich bin immer noch der Meinung: fragt das Kind! Wenn es Euch beide dabei haben will, gut, wenn nicht, richtet Euch danach, wenn es dabei haben möchte und wen nicht!

LG,
Cess

Aus eigener Erfahrung: Reiß Dich zusammen, geh hin und such das Gespräch mit dem „richtigen Vater“. Auch wenn es jetzt schwer fällt und böse Wörter fallen, es zahlt sich später für alle - vor allem aber fürs Kind - aus.
Hör bei Provokationen weg - mit der Zeit verschwinden die Emotionen bei gelegentlichen unvermeidlichen Treffen sowieso, und dann ist es gut wenn die Situation vorher nicht eskaliert ist.

Das Kind zu fragen halte ich nur bedingt für gut. Kinder haben ein feines Gefühl dafür, was das Gegenüber hören will und wird die Antwort nicht unbedingt nach seinen Bedürfnissen sondern auf DEINE jetzigen Bedürfnisse geben

Gruß von einem „alten“ Vater, der im Rückblick viel Mist gemacht hat

Ludger

Hallo,
vielleicht nehme ich die Situation zu leicht, aber ich verstehe das Problem nicht:
Du kannst davon ausgehen, dass die Kleine Dich lieb hat, richtig?
Du kannst auch davon ausgehen, dass die Kleine ihren Vater lieb hat (egal, wie oft er kommt, egal, was er tut, so ist das).
Also möchte SIE sicher Euch beide dabei haben.
Wenn IHR mit der Situation klarkommt, wird sie superstolz auf ihre grossen Bodyguards sein.
Was sie sicher nicht möchte sind irgendwelche Spannungen zwischen den Menschen, die sie lieb hat - also: reisst Euch zusammen und macht ihr einen wunderschönen Tag:smile:
Viel Glück
Christine

Hallo Busy,

ich denke du würdest keine Probleme sehen, wenn du sie nicht spüren würdest.
Vertraue auf dein Gefühl, du hast eines und das ist gut so.
Ich glaube dir, dass du gerne bei der Einschulung dabei wärst,
es wäre auch nichts dabei…ja, wenn es nicht doch Probleme schaffen würde.
Zwei Väter, ist ein Gerücht…es gibt den Vater und dann dich. :smile:
So gut wie ich dich lese, brauchst du keine Sorge zu haben.
Das Mädel braucht mit dir nicht zurechtkommen, ich denke sie wird dich einfach gerne haben.

Herzliche Grüße von
Kerbi

Kind entscheidet zwischen Erwachsenen
Hallo Cess,

so eine Entscheidung könnte ein Kind in dem Alter tief verletzen, weil es noch keine weisen Urteile fällen kann, obwohl die Eltern etc. sich das vielleicht wünschen.

Die Erwachsenen sollen sich vertragen und nicht herumstreiten; das verlangen sie ja schließlich auch von den Kindern.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

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Hallo Wolfgang,

es geht hier wohl kaum um eine wissenschaftlich wertvolle Entscheidung und deren Ausführungen gegenüber dem Kind, sondern einfach nur um die Frage:

„Möchtest du dass ich auch mitkomme?“

Diese Frage kann ein Kind in diesem Alter durchaus beantworten.

Gruß Ivo

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Hallo zusammen,

Ein Kind muss nicht verbal antworten um seine Meinung mitzuteilen.
Es reicht die Selbstverständlichkeit, die das Kind voraussetzt.
Vielleicht sagt sie auch „wenn du dann dort Fotos machst“ oder „ich möchte nachdem mit euch ein Eis essen“
Etwas deutlicher dann mit der direkten Frage: „kommst du auch mit?“ oder „machst du dann frei?“

Fühl dich in das Kind hinein. Du kennst die Situation besser als wir/ich alle. Wie nahe seit ihr euch? Welche Rolle spielst du? Wie steht du zu ihr / sie zu dir? Will sie dich dabeihaben? Wie gut kommt sie mit der ein Vater - ein Freund - eine Mutter - Situation klar?

Gruß
Tato

Bericht
Hallo,
das Ganze ist recht unproblematisch gelaufen, abgesehen davon, dass der „echte“ vater und ich uns nicht besonders viel zu sagen hatten - weniger aus Groll als eher aus Mangel an gemeinsamen Themen u.ä…
WIr sind alle gemeinsam zur EInschulung gegangen, der Vater tauchte erst nach dem Gottesdienst etc. auf. Ich hielt mich dann etwas zurück, damit es nicht zu Loyalitätskonflikten kam. Nach der Einschulung sind dann meine Frau und ich weggefahren, um den „freien Tag“ zu genießen. Er konnte dann seine Kinder genießen. AM ende waren alle glücklich und zufrieden.

busy

Super, das hört sich schon mal gut an.