Neues Arbeitszeugnis - bitte nocnmal ansehen!

Hallo,

ich hatte meinem Abteilungsleiter ein e-mail geschrieben und wollte eigentlich nur wissen, warum mein Zeugnis derart schlecht ausgefallen ist, obwohl in all den Jahren wirklich immer meine hervorragende Arbeit gelobt worden war, alle mit mir zufrieden waren und mir niemand Arbeit anschaffen musste (irgendwie hat mir das keine Ruhe gelassen, und ich fühlte mich doch ungerecht bewertet).
Ich werde das Zeugnis wahrscheinlich nie wo vorlegen müssen, da ich nach Beendigung meines Studiums in einer völlig anderen Branche tätig sein werde, aber ich hätte gerne gewußt, ob das schlechte Zeugnis absichtlich so formuliert war oder ob er es einfach wirklich nicht besser wußte.
Ohne viele Erklärungen hat er mir mit der Post ein neues Zeugnis zugeschickt (ungefaltet, in einem A4-Kuvert :o))), nämlich dieses:

Frau … , geboren am … , war vom 02.10.2000 bis 15.12.2001 bzw. vom 12.03.2003 bis 15.09.2007 in unserem Unternehmen als Assistentin tätig. Ihre umfangreichen Aufgabengebiete umfassten:

  • Abwicklung administrativer Angelegenheiten, im speziellen für die …
  • Kundenbetreuung
  • Adminstrative Abwicklung der ECDL-Prüfungen

Frau … war eine höchst qualifizierte, engagierte und absolut zuverlässige Mitarbeiterin. Ein sehr hohes Verantwortungsbewusstsein und ihr Organisationstalent zeichneten sie aus. Sie erledigt alle ihr übertragenen Aufgaben mit höchster Professionalität.

Durch ihr vorbildliches Auftreten erwarb sich Frau … die Wertschätzung sowohl von ihren Vorgesetzten als auch von ihren Kolleg/innen.

Frau … schaffte es aufgrund ihrer großen Einsatzbereitschaft alle ihr übertragenen Projekte termingerecht und höchst professionell fertig zu stellen.

Auf ihren eigenen Wunsch scheidet Frau … zum 15.09.2007 aus unserem Unternehmen aus. Wir bedauern ihre Entscheidung außerordentlich, weil wir mit ihr eine sehr gute Mitarbeiterin verlieren. Wir bedanken uns bei ihr für ihre stets wertvolle Arbeit und wünschen ihr beruflich wie privat alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Im Originalzeugnis ist das Wort Assistentin als einziges Wort fettgedruckt, ich weiß nicht, warum oder was das aussagt (oder ob es was zu bedeuten hat…).

Was meint ihr? Ich finde, es klingt etwas besser und auch das „sonnige Wesen“ ist weggefallen.

Liebe Grüße,
Katharina

P.S.: ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass unsere gesamte Geschäftsführung und alle Abteilungsleiter mit morgigem Tag das Unternehmen verlassen (sie haben alle gekündigt, da es dort große interne Schwierigkeiten gibt), man weiß also nicht, wie lange es das Unternehmen noch geben wird…

Komisch
Hallo,

Frau … , geboren am … , war vom 02.10.2000 bis 15.12.2001
bzw. vom 12.03.2003 bis 15.09.2007 in unserem Unternehmen als
Assistentin tätig. Ihre umfangreichen Aufgabengebiete
umfassten:

  • Abwicklung administrativer Angelegenheiten, im speziellen
    für die …
  • Kundenbetreuung
  • Adminstrative Abwicklung der ECDL-Prüfungen

Diese Liste ist nichtssagend.
Irgendwie kann das doch jeder auf Anhieb.
„Ihre umfangreichen Aufgabengebiete umfassten…“ klingt da geradezu grotesk.

Frau … war eine höchst qualifizierte, engagierte und absolut
zuverlässige Mitarbeiterin. Ein sehr hohes
Verantwortungsbewusstsein und ihr Organisationstalent
zeichneten sie aus. Sie erledigt alle ihr übertragenen
Aufgaben mit höchster Professionalität.

Schwulstig. Keine Substanz.

Durch ihr vorbildliches Auftreten erwarb sich Frau … die
Wertschätzung sowohl von ihren Vorgesetzten als auch von ihren
Kolleg/innen.

Wertschätzung sagt nichts aus.
Kannst du konkrete Ergebnisse oder Leistungen vorweisen?

Frau … schaffte es aufgrund ihrer großen Einsatzbereitschaft
alle ihr übertragenen Projekte termingerecht und höchst
professionell fertig zu stellen.

Zweideutig.
Bis jetzt ging nirgends hervor, dass deine Tätigkeiten wirklich qualifiziert waren und sich von professionellem Kaffeekochen unterschieden.

Auf ihren eigenen Wunsch scheidet Frau … zum 15.09.2007 aus
unserem Unternehmen aus.

Krummes Datum! Da stolpert garantiert jeder drüber.

Wir bedauern ihre Entscheidung
außerordentlich, weil wir mit ihr eine sehr gute Mitarbeiterin
verlieren. Wir bedanken uns bei ihr für ihre stets wertvolle
Arbeit und wünschen ihr beruflich wie privat alles Gute und
weiterhin viel Erfolg.

Das klingt für sich alleine genommen sehr gut, lässt aber im Gesamtkontext erhebliche Zweifel aufkommen.

Im Originalzeugnis ist das Wort Assistentin als einziges Wort
fettgedruckt, ich weiß nicht, warum oder was das aussagt (oder
ob es was zu bedeuten hat…).

Dieses Detail kann ich leider nicht deuten.

Das Zeugnis sagt fast nichts über deine Tätigkeiten aus, und handfeste Ergebnisse fehlen gänzlich.
Und deine folgenden Schlussbemerkungen runden zumindest mein Bild von dem Ganzen ab:
Der Zeugnisschreiber wusste genau was er schreibt.

P.S.: ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass unsere gesamte
Geschäftsführung und alle Abteilungsleiter mit morgigem Tag
das Unternehmen verlassen

(sie haben alle gekündigt, da es

dort große interne Schwierigkeiten gibt), man weiß also nicht,
wie lange es das Unternehmen noch geben wird…

Gruss,
TR

Hallo,

Frau … , geboren am … , war vom 02.10.2000 bis 15.12.2001
bzw. vom 12.03.2003 bis 15.09.2007 in unserem Unternehmen als
Assistentin tätig. Ihre umfangreichen Aufgabengebiete
umfassten:

  • Abwicklung administrativer Angelegenheiten, im speziellen
    für die …
  • Kundenbetreuung
  • Adminstrative Abwicklung der ECDL-Prüfungen

Diese Liste ist nichtssagend.
Irgendwie kann das doch jeder auf Anhieb.

Da ich für diesen Job auch nicht qualifiziert war (ich habe ihn neben meinem Studium, das in eine völlig andere Richtung geht, ausgeübt), kann er nicht viel anderes schreiben. Allerdings war auch keine/r meiner KollegInnen qualifiziert in dem Sinne, dass sie/er eine Ausbildung dafür hatte, was sie/er da tat, es ging eher darum, dass man dann vor Ort lernte, was wie zu tun war und dass MitarbeiterInnen nur unter 25 J. eingestellt wurden.

„Ihre umfangreichen Aufgabengebiete umfassten…“ klingt da
geradezu grotesk.

Frau … war eine höchst qualifizierte, engagierte und absolut
zuverlässige Mitarbeiterin. Ein sehr hohes
Verantwortungsbewusstsein und ihr Organisationstalent
zeichneten sie aus. Sie erledigt alle ihr übertragenen
Aufgaben mit höchster Professionalität.

Schwulstig. Keine Substanz.

Durch ihr vorbildliches Auftreten erwarb sich Frau … die
Wertschätzung sowohl von ihren Vorgesetzten als auch von ihren
Kolleg/innen.

Wertschätzung sagt nichts aus.
Kannst du konkrete Ergebnisse oder Leistungen vorweisen?

Frau … schaffte es aufgrund ihrer großen Einsatzbereitschaft
alle ihr übertragenen Projekte termingerecht und höchst
professionell fertig zu stellen.

Zweideutig.
Bis jetzt ging nirgends hervor, dass deine Tätigkeiten
wirklich qualifiziert waren und sich von professionellem
Kaffeekochen unterschieden.

Hm, ich habe schon sehr verantwortungsvolle Tätigkeiten gehabt, ich hatte mit unserem wichtigsten Auftraggeber zu kommunizieren (den ich hier durch … ersetzt hatte) und seine Anfragen zu bearbeiten, was in diesem Unternehmen nicht alle dürfen.
Ich muss dazu sagen, dass ich dort zunächst lange Zeit 20 Std., und ab heuer dann 15 Std. gearbeitet habe, mehr ging sich neben meinem Studium nicht aus.

Auf ihren eigenen Wunsch scheidet Frau … zum 15.09.2007 aus
unserem Unternehmen aus.

Krummes Datum! Da stolpert garantiert jeder drüber.

Aber genau dieses Datum hatte ICH mir gewählt!! Es war das Datum, bis zu dem der Urlaub meiner Kollegin noch ging, und ich wollte noch ihre Vertretung bis zum Schluß ordentlich machen können, daher bin ich - auf meinen Wunsch hin - zum 15. ausgeschieden. Mitgeteilt hatte ich das ungefähr Mitte Juli (als von den internen Schwierigkeiten noch keine Rede war)
Der Grund war, dass ich jetzt meine Diplomarbeit schreiben werde und keine Zeit mehr habe, dort zu arbeiten. Ich bin schweren Herzens von dort weggegangen, da ich dort wahnsinnig gerne gearbeitet habe und wir alle untereinander ein tolles Arbeitsklima hatten.

Wir bedauern ihre Entscheidung
außerordentlich, weil wir mit ihr eine sehr gute Mitarbeiterin
verlieren. Wir bedanken uns bei ihr für ihre stets wertvolle
Arbeit und wünschen ihr beruflich wie privat alles Gute und
weiterhin viel Erfolg.

Das klingt für sich alleine genommen sehr gut, lässt aber im
Gesamtkontext erhebliche Zweifel aufkommen.

Im Originalzeugnis ist das Wort Assistentin als einziges Wort
fettgedruckt, ich weiß nicht, warum oder was das aussagt (oder
ob es was zu bedeuten hat…).

Dieses Detail kann ich leider nicht deuten.

Das Zeugnis sagt fast nichts über deine Tätigkeiten aus, und
handfeste Ergebnisse fehlen gänzlich.

Und deine folgenden Schlussbemerkungen runden zumindest mein
Bild von dem Ganzen ab:
Der Zeugnisschreiber wusste genau was er schreibt.

:

P.S.: ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass unsere gesamte
Geschäftsführung und alle Abteilungsleiter mit morgigem Tag
das Unternehmen verlassen

(sie haben alle gekündigt, da es

dort große interne Schwierigkeiten gibt), man weiß also nicht,
wie lange es das Unternehmen noch geben wird…

Gruss,
TR

Wie meinst du das? Warum wußte er genau, was er schreibt? Die „internen Schwierigkeiten“ beziehen sich vor allem darauf, dass unser Gründer / Besitzer (er war nicht der Geschäftsführer, aber ihm gehört das Unternehmen) diese Firma in für uns unerklärliche finanzielle Schwierigkeiten gebracht hat (wir haben monatelang keine Mieten für unsere Gebäude od. Reinigungsfirmen bezahlen können, die Gehälter der Angestellten kamen unregelmäßig und nicht am Anfang des Monats, TrainerInnen, die freiberuflich für uns tätig sind / waren, hatten monatelang überhaupt kein Geld bekommen… das meinte ich mit Schwierigkeiten.
Warum sollte nun ausgerechnet das ein Grund sein, mir ein schlechtes Zeugnis zu schreiben?

Liebe Grüße,
Katharina

Hallo,

ich stimme Thomas (nur)m teilweise zu.

Ich finde auch, dass die Aufgabenbeschreibung etwas dürftig ist, und insofern klingt die dann folgende Erwähnung der „Projekte“, die Du professionell gemeistert hast, etwas schräg.

Insgesamt ist es aber ein gutes Zeugnis. Natürlich könnte man die Wertschätzung etc. ebenfalls noch im Detail ausführen, das ändert aber nichts am positiven Tenor. Insbesondere durch das Bedauern am Ende wird das eigentlich klargestellt.

Das mit dem krummen Austrittsdatum stimmt. Wenn es aber einen plausiblen Grund gibt, ist es okay (z. B. Aufnahme eines Studiums mit entsprechendem Semester-Beginn).

Und noch ein Hinweis: ich denke, Du liegst falsch, wenn Du glaubst, dass Du das Z. niemals „benutzen“ musst. Oder machst Du Dich später selbständig und bist Dein eigener Chef?! Ansonsten wird Dich jeder Personaler - zumindest zu Beginn Deiner Karriere - nach allen Zeugnissen zu allen bisherigen Tätigkeiten fragen.

Ich selbst schaue mir von Bewerbern sogar die Abitur-Zeugnisse an, auch wenn der Abschluss schon 15 Jahre zurückliegt! Warum? Weil dadurch das Gesamtbild zur Person und speziell zur Einstellung zu Lernen/Leistung/Entwicklung … abgerundert wird. Aber das nur am Rande.

Viele Grüße und viel Erfolg

Hallo,

ich stimme Thomas (nur)m teilweise zu.

Ich finde auch, dass die Aufgabenbeschreibung etwas dürftig
ist, und insofern klingt die dann folgende Erwähnung der
„Projekte“, die Du professionell gemeistert hast, etwas
schräg.

Ich hatte gar keine eigenen „Projekte“, meine Tätigkeit dort war reine Büroarbeit bzw. administrative Abwicklung unserer Kundenanfragen :o))) Die „Projekte“ erledigten nur die Bereichsleiter.

Insgesamt ist es aber ein gutes Zeugnis. Natürlich könnte man
die Wertschätzung etc. ebenfalls noch im Detail ausführen, das
ändert aber nichts am positiven Tenor. Insbesondere durch das
Bedauern am Ende wird das eigentlich klargestellt.

Das mit dem krummen Austrittsdatum stimmt. Wenn es aber einen
plausiblen Grund gibt, ist es okay (z. B. Aufnahme eines
Studiums mit entsprechendem Semester-Beginn).

Mein Arbeitgeber hat nur meinem Wunsch entsprochen, mit 15.09. mein Arbeitsverhältnis dort zu beenden, und dieses Datum habe ich - ohne mir viele Gedanken zu machen *schäm* - deshalb gewählt, weil meine Kollegin bis dahin im Urlaub war und ich ihre Vertretung bin und sie nicht im Stich lassen wollte.
Dafür kann unser Geschäftsfüher also gar nichts.

Und noch ein Hinweis: ich denke, Du liegst falsch, wenn Du
glaubst, dass Du das Z. niemals „benutzen“ musst. Oder machst
Du Dich später selbständig und bist Dein eigener Chef?!
Ansonsten wird Dich jeder Personaler - zumindest zu Beginn
Deiner Karriere - nach allen Zeugnissen zu allen bisherigen
Tätigkeiten fragen.

Ich selbst schaue mir von Bewerbern sogar die Abitur-Zeugnisse
an, auch wenn der Abschluss schon 15 Jahre zurückliegt! Warum?
Weil dadurch das Gesamtbild zur Person und speziell zur
Einstellung zu Lernen/Leistung/Entwicklung … abgerundert
wird. Aber das nur am Rande.

In meinem künftigen Beruf wird das alles ein bisschen anders laufen: ich muss mich nirgends bewerben, sondern melde mich, sobald ich meinen Abschluß in der Tasche habe, und gebe bekannt, dass ich ab sofort als Lehrer einsetzbar bin und werde, je nach Bedarf (und der ist in einem meiner Unterrichtsfächer sehr groß!!) an einer Schule eingesetzt werden.
Ich werde dort zwar einen kurzen Lebenslauf abgeben, jedoch keine Bewerbung im eigentlichen Sinn, da das Land mich ja als Lehrer braucht.
Eine Bürotätigkeit während des Studiums wird in diesem Fall sicher nicht als besonders wichtig angesehen werden und daher auch dieses Zeugnis nicht sooo wichtig sein. Vor allem wird es nicht ausschlaggebend dafür sein, ob man mich als Lehrer nun einsetzt oder nicht, noch dazu, wo akuter Lehrermangel in einem meiner Unterrichtsfächer herrscht.
Dazulegen werde ich das Zeugnis der Vollständigkeit halber natürlich trotzdem.

Viele Grüße und viel Erfolg

Danke!!!

Hallo,

vorab:
Was MASCH bezüglich Wohlwollen geschrieben hat, KANN man so sehen.
Es ändert aber nichts daran, dass dieses Zeugnis für den Papierkorb ist, da nichtmal ansatzweise daraus hervorgeht, dass du mehr getan hast als excellenten Kaffee zu kochen und dir die privaten Probleme anderer Mitarbeiter angehört hast.
Nirgends geht hervor, dass du der Firma fachlich wirklich genutzt hast.

Da ich für diesen Job auch nicht qualifiziert war (ich habe
ihn neben meinem Studium, das in eine völlig andere Richtung
geht, ausgeübt), kann er nicht viel anderes schreiben.

Also wirklich nur Kaffee gekocht.

Allerdings war auch keine/r meiner KollegInnen qualifiziert in
dem Sinne, dass sie/er eine Ausbildung dafür hatte, was sie/er
da tat, es ging eher darum, dass man dann vor Ort lernte, was
wie zu tun war und dass MitarbeiterInnen nur unter 25 J.
eingestellt wurden.

Interessiert niemanden.
(…)

Hm, ich habe schon sehr verantwortungsvolle Tätigkeiten
gehabt, ich hatte mit unserem wichtigsten Auftraggeber zu
kommunizieren (den ich hier durch … ersetzt hatte) und seine
Anfragen zu bearbeiten, was in diesem Unternehmen nicht alle
dürfen.

Aber es scheint keine Zeile wert zu sein!

Ich muss dazu sagen, dass ich dort zunächst lange Zeit 20
Std., und ab heuer dann 15 Std. gearbeitet habe, mehr ging
sich neben meinem Studium nicht aus.

Auch das scheint keine Zeile wert zu sein.

(…)

Aber genau dieses Datum hatte ICH mir gewählt!!

Absolut indiskutabel. So ein verdammter Unsinn!
Nimm den 31.12. und gut ist.

Es war das
Datum, bis zu dem der Urlaub meiner Kollegin noch ging, und
ich wollte noch ihre Vertretung bis zum Schluß ordentlich
machen können, daher bin ich - auf meinen Wunsch hin - zum 15.
ausgeschieden.

Auch das scheint keine Zeile wert zu sein.

Lass dir sagen:
Während des Studiums mehrere Jahre eine Stelle erfolgreich ausgefüllt zu haben, ist von unschätzbarem Wert.
So etwas MUSS sich in einem Arbeitszeugnis wiederspiegeln.
Das ist genausoviel Wert wie deine Diplomarbeit.
Du bist in gewissem Sinne kein Berufsanfänger mehr und hebst dich von Anderen ab.
Mit deiner Ansicht, das Zeugnis nicht mehr zu brauchen, liegst du so falsch wie man nur liegen kann.

Wenn selbst das zweite Zeugnis deinen von dir beschriebenen Einsatz nichtmal annähernd honoriert, dann hast du anscheinend wirklich überwiegend nur herumgesessen.

Es juckt keinen, wie es „wirklich“ war, sondern wie es von den meisten Personalentscheidern verstanden wird.

Gruss,
TR

Hallo,

vorab:
Was MASCH bezüglich Wohlwollen geschrieben hat, KANN man so
sehen.
Es ändert aber nichts daran, dass dieses Zeugnis für den
Papierkorb ist, da nichtmal ansatzweise daraus hervorgeht,
dass du mehr getan hast als excellenten Kaffee zu kochen und
dir die privaten Probleme anderer Mitarbeiter angehört hast.
Nirgends geht hervor, dass du der Firma fachlich wirklich
genutzt hast.

Ich habe nicht ein einziges Mal Kaffee gekocht und tatsächlich fachlich sehr gute Arbeit geleistet, auch wenn das im Zeugnis offenbar anders dargestellt ist, warum das so ist, kann ich auch nicht verstehen.

Hm, ich habe schon sehr verantwortungsvolle Tätigkeiten
gehabt, ich hatte mit unserem wichtigsten Auftraggeber zu
kommunizieren (den ich hier durch … ersetzt hatte) und seine
Anfragen zu bearbeiten, was in diesem Unternehmen nicht alle
dürfen.

Aber es scheint keine Zeile wert zu sein!

Das wundert mich in der Tat auch, ich gehe aber davon aus, dass es meinem Bereichsleiter ganz einfach nicht bewußt war, was er da schreibt.

Aber genau dieses Datum hatte ICH mir gewählt!!

Absolut indiskutabel. So ein verdammter Unsinn!
Nimm den 31.12. und gut ist.

Warum sollte ich bis zum 31.12. noch dort arbeiten, wenn ich dafür studienbedingt keine Zeit mehr habe und es den Fortgang meines Studiums erheblich verzögern würde?? Ich würde mir damit nur selbst schaden, da ich auch immer wieder unvorhergesehende Vertretungen zu machen hatte, die über meine 15 Std./Wo. hinausgingen (aber natürlich extra bezahlt wurden)

Wenn selbst das zweite Zeugnis deinen von dir beschriebenen

Einsatz nichtmal annähernd honoriert, dann hast du anscheinend
wirklich überwiegend nur herumgesessen.

Das war definitiv nicht so, ich hatte in den 15. Std. wirklich so viel Arbeit, dass ich nichtmal Pausen gemacht habe… und ich habe wirklich alles sehr ordentlich erledigt - ich weiß, das wird auch mit keiner Zeile erwähnt, es wurde mir gegenüber aber oft ausgesprochen. Auch das bestätigt mich darin, das mein Vorgesetzter eigentlich der Meinung war, mir ein ganz gutes Zeugnis ausgestellt zu haben.

Es juckt keinen, wie es „wirklich“ war, sondern wie es von den
meisten Personalentscheidern verstanden wird.

Zum Glück werde ich in meinem Beruf als Lehrer nicht von einem Personaler aufgrund meines Nebenjobs während des Studiums eingestellt werden, sondern aufgrund meines Studiums und der Nachfrage, die in meinen Unterrichtsfächern herrscht / dann herrschen wird.

Hi Katharina,

Frau … , geboren am … , war vom 02.10.2000 bis 15.12.2001
bzw. vom 12.03.2003 bis 15.09.2007

warum „bzw.“ und nicht schlicht „und“? Hier wäre auch nicht schlecht wenn stünde „während ihres Studiums“ oder so.

in unserem Unternehmen als
Assistentin tätig. Ihre umfangreichen Aufgabengebiete
umfassten:

  • Abwicklung administrativer Angelegenheiten, im speziellen
    für die …

Hier wäre es vielleicht schlau, wenn man noch mehr darauf eingehen könnte, was Du bei … genau gemacht hast.

  • Kundenbetreuung
  • Adminstrative Abwicklung der ECDL-Prüfungen

Frau … war eine höchst qualifizierte, engagierte und absolut
zuverlässige Mitarbeiterin.

„qualifiziert“ obwohl Du das eigentlich nie gelernt hast?

Schön wäre jetzt auch Satz über Erfolge „So hat sie im Projekt x den Erfolg y erzielt und z selbstständig eingeführt“.

Ein sehr hohes
Verantwortungsbewusstsein und ihr Organisationstalent
zeichneten sie aus. Sie erledigt alle ihr übertragenen
Aufgaben mit höchster Professionalität.

…und stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Durch ihr vorbildliches Auftreten erwarb sich Frau … die
Wertschätzung sowohl von ihren Vorgesetzten als auch von ihren
Kolleg/innen.

Und die allerwichtisten: die Kunden? Die müssen an allererster Stelle stehen!

Frau … schaffte es aufgrund ihrer großen Einsatzbereitschaft
alle ihr übertragenen Projekte termingerecht und höchst
professionell fertig zu stellen.

Das steht wörtlich oben schon. Raus mit.

Auf ihren eigenen Wunsch scheidet Frau … zum 15.09.2007 aus
unserem Unternehmen aus.

…um ihre Diplomarbeit fertig zu stellen (oder was halt auch)

Wir bedauern ihre Entscheidung
außerordentlich, weil wir mit ihr eine sehr gute Mitarbeiterin
verlieren. Wir bedanken uns bei ihr für ihre stets wertvolle
Arbeit und wünschen ihr beruflich wie privat alles Gute und
weiterhin viel Erfolg.

Okay.

Cool finde ich bei solchen Praktika und Hiwijobs auch immer wenn da noch ein Satz steht, dass man Dich gerne jederzeit wieder einstellen möchte, wenn sich’s denn ergibt.

*wink*

Petzi

Hmm, die stellen einen auch als Lehrerin ein, wenn man im früheren Leben nur rumgedöst und/oder keine Ahnung hatte?! Ich wusste es, ich hätte Beamter werden sollen…

Off Topic: Schock

Zum Glück werde ich in meinem Beruf als Lehrer nicht von einem
Personaler aufgrund meines Nebenjobs während des Studiums
eingestellt werden, sondern aufgrund meines Studiums und der
Nachfrage, die in meinen Unterrichtsfächern herrscht / dann
herrschen wird.

Also das ist wirklich die erste „offizielle“ Bestätigung, dass für den Lehrer-Beruf Voraussetzungen wie Wissen, Fähigkeiten, Engagement, „didaktische Eignung“, … absolut nicht zählen. Und das nach Pisa - ich bin einfach nur sprachlos.

3 „Gefällt mir“

Hmm, die stellen einen auch als Lehrerin ein, wenn man im
früheren Leben nur rumgedöst und/oder keine Ahnung hatte?! Ich
wusste es, ich hätte Beamter werden sollen…

Hallo,
das nicht, aber man wird als LehrerIn (natürlich) auch eingestellt, wenn man ausschließlich studiert hat und gar nicht daneben gearbeitet hat.
Wie schnell man dann an einer Schule eingestzt wird, hängt nur davon ab, wo gerade Lehrer mit bestimmten Unterrichtsfächern gebraucht werden.
Vielleicht hätte ich mich auch besser nur auf mein Studium konzentriert und wäre dann auch schon längst fertig…
Man wird übrigens mitlerweile nicht mehr pragmatisiert als Lehrer, das wurde von ein paar Jahren abgeschafft :o))
Aber beim Bund / Land sind wir dennoch angestellt.

Liebe Grüße,
Katharina

So habe ich das doch auch nicht gemeint! Aber meine fachliche Eignung in meinen beiden Fächern habe ich mir im Laufe meines Studiums und während meiner Unterrichtspraktika in Schulen erworben, das wird das einzige sein, was den Landesschulrat (der mich einstellt) interessiert, und eben, ob für meine Fächer gerade Stellen frei sind.
Mein Bürojob hat mir vom menschlichen und organisatorischen Standpunkt für mein Leben viel gebracht, für meinen Beruf allerdings sogesehen wenig.
Außer einem schlechten Zeugnis :o(((

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ach so, dann sag das doch :smile: