Wie bereits in aller Munde, gibt es seit 01.01.2001 eine Neuregelung im Unterhaltsrecht, die dazu führt, das die ohnehin armen Unterhaltszahler den gleichen Unterhalt zahlen sollen, wie reiche. Es geht um die Anrechnung des Kindergeldes beim Unterhalt. Ich kann betroffene Unterhaltsverpflichtete nur ermuntern, sich dagegen zur Wehr zu setzen, die Fakten sprechen dafür, das dieses Unrecht beim Bundesverfassungsgericht keinen Bestand haben wird. Lesen Sie dazu meinen Offenen Brief an Frau Dr. Bergmann unter http://www.jenaweb.de
Schon komisch, stimmt.
Tja,
auch ich habe mir (zum Glück nicht im eigenen Interesse) die geplante neue Düsseldorfer Tabelle zu Gemüte geführt, und kann nur sagen: Es ist absurd. Wem ist damit gedient, wenn statt der Mutter letztlich der Vater Sozialhilfe beantragen muß, um es mal zu übertreiben. Seltsame Dinge passieren in diesem Land. Das wird enden wie so oft mit den Steuerbescheiden: Dieser und jener Bescheid ist bis 2037 vorläufig, und wer bis dahin nicht pleite ist, bekommt DM 27,22 zurück.
Komische Sache das.
Gruß
Christian
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Gepflegtes Halbwissen - Schade!
Und hier spricht eine arme Kindesunterhaltsempfängerin. Oder eigentlich nicht, denn wo VATER nichts hat, wird MUTTER, respektive KIND auch nichts bekommen!
Denkt einmal ernsthaft darüber nach, ihr Ärmsten, was ein Kind tatsächlich kostet: Ein klitzekleines Bisschen mehr jedenfalls, als der Unterhalt, den ihr - und das ist verdammt nochmal das Mindeste, was ein Vater tun kann - zahlen sollt.
Der Vater meines Sohnes zahlt keinen Pfennig - er geht lieber schwarz arbeiten, damit er besser leben kann. Ich bekomme vom Jugendamt ganze SECHS Jahre lang, längstens jedoch bis zum 12. Lebensjahr meines Kindes (ab dann wird es ja auch erst richtig teuer) einen „Unterhaltsvorschuss“. Auf dem wird mir übrigens auch das Kindergeld angerechnet. Damit liege ich bei stolzen 256,- DM im Monat. Plus dem Kindergeld. Ja, das ist ja der reinste Wahnsinn: Ich kann das Kitageld bezahlen UND das Essen. Doch von was bezahle ich nun die Klamotten? Kinder wachsen ohne Ende. Jeden Monat neue Schuhe, das metert. Sicher sterben ich und mein Kind deshalb nicht an Armut. Wie auch: Ich gehe jeden Tag 8 Stunden arbeiten! Im Gegensatz zum Vater…
Jetzt aber mal im Ernst: Die VÄTER sollten sich in aller Regel davon lösen, Unterhalt für die Frau zu bezahlen. Es ist tatsächlich für das Kind. Und reichen wird es sowieso nie. Und an Armut stirbt auch kein Vater!!! Auch nicht nach Düsseldorfer Tabelle. Bei ca. 500,-- DM im Monat ist Schluss.
Kinder sind heutzutage Luxus, der oder die Verlassene merken das immernoch intensiver als der Unterhaltszahler. Gerechtigkeit gibt es sowieso immer nur für die Anderen!!