Neues Gehäuse für PC

Hallo,

ich habe einen älteren Netgear-PC in einem Midi-Gehäuse. Ich mache mich gerade langsam mit der PC-Aufrüstung vertraut (einfachere Dinge wie Festplattentausch, CD-RW Tausch, RAM-Aufrüstung, USB-2 Nachrüstung habe ich schon erfolgreich hinter mir) und möchte als nächstes das PC-Gehäuse und Netzteil + Lüfter austauschen.

Die Konfiguration des PCs ist wie folgt:

PIII 866 mHz
Mainboard MSI MS-6318
768 MB SD-RAM
32 MB GraKa (weiß leider auswendig nicht welche)
Festplatte Samsung Spinpoint SP1204n
CD-Brenner
DVD-ROM Laufwerk
Diskettenlaufwerk
USB 2 per PCI-Karte nachgerüstet

Das Gehäuse soll ausgetauscht werden, da es a) häßlich ist und b) nicht genügend Platz für Zusatzkomponenten hat, z.B. eine 2. Festplatte und einen internen Kartenleser. Auch sind mir Festplatte und Brenner zu dicht zusammen.

Der gesamte PC ist ziemlich laut, was meiner Ansicht nach am Netzteillüfter liegt, daher soll auch dieser ausgetauscht werden.

Nun die eigentlichen Fragen:

  • wie schwer ist es, die Komponenten aus einem Gehäuse in ein anderes zu bekommen? Tipps & Tricks? Worauf muss man achten?
  • können irgendwelche Kompatibilitätsprobleme auftreten?
  • einige Empfehlungen bezgl. Gehäuse und Netzteile habe ich einem Archivposting von Jesse Bee schon entnommen. Weitere Empfehlungen sind jederzeit willkommen.

Ich möchte ebenfalls einen internen Kartenleser nachrüsten, und zwar den ICY BOX 801. Der PC selbst hat 2 x USB 1 und 4 x USB 2 per PCI-Card. Wo muss der Kartenleser angeschlossen werden? Da gibt es doch intern Anschlüsse, oder?

Danke für Euren Input!

Myriam

Also das Umbauen an sich ist für gewöhnlich vollkommen unproblematisch.

Beim Gehäuse mußt Du hauptsächlich auf den Formfaktor des Motherboards achten.
Dein Motherboard (MSI6318) ist ein Micro ATX (24,3cm x 21,0 cm.) Du mußt also ein Gehäuse kaufen, das ebenfalls diesem Standard entsprichcht. Zu beachten ist, daß so ein Mikro ATX Motherboard, welches etwas kleiner als ein ATX ist auch in ein ATX- Gehäuse paßt. Allerdings hast Du dann unten etwas Luft. (Andersherum geht’s folgerichtig natürlich nicht.)

Beim Netzteil mußt Du Acht geben, daß dieses ebenfalls ein ATX Netzteil (daneben gibt es noch das ältere AT und ganz neu das BTX- Format)ist und genügend Leistung für Deinen Rechner zur Verfügung stellt.
Am besten Du siehst Dir die Leistungsangabe Deines jetzigen Netzteils
(bestimmt 250 - 300Watt) an und orientierst Dich daran. Sofern Du nicht mehr als fünf Festplatten einbaust und Deinen CPU ins unendliche Übertakten willst, sind 300W MEHR als nur ausreichend. Eine höhere Leistungsabgabe ist immer verbunden mit einer größeren Lautstärke und in 99 von hundert Fällen unsinnig. Achte darauf, wenigstens ein durchschnittliches Netzteil zu kaufen.
Empfehlen kann ich Dir, da ich es selbst habe das folgende Netzteil:

http://www.noiseblocker.de/shop/de_DE/produkt/id_is_…

Es ist ernsthaft überhaupt nicht zu hören, allerdings vom Preis her schon ganz stattlich.

Zum Umbau:
Netzstecker und alle anderen Kabel hinten abziehen.
alles aus dem Gehäuse ausbauen
alles in das neue Gehäuse einbauen
Die vorderen Anschlüsse (Power on, reset, HDD Led, etc.) sind am neuen Gehäuse extra. Diese mußt Du (und das ist wahrscheinlich das einzig leicht anspruchsvolle) richtig an das alte Motherboard anschließen. Die Stecker sind aber meistens beschriftet und auf dem Motherboard sollte die Beschriftung ebenfalls aufgedruckt sein (sonst ist es im Handbuch.)
!Bei Anschluß der LED’s muß die Polung eingehalten werden (bei allen anderen Frontanschlüssen gibt es keine. Tip: bei mehreren LED’s ist die Kabelfarbe, die beide LED’s haben der Minuspol, sollte es nirgends stehen.
Also z.B. Power LED hat weiß grün und HDD LED hat blau weiß, dann ist weiß das Minuskabel. Es kann nichts passieren, wenn Du es verkehrt herum machst, außer das die LED bei richtiger Polung halt leuchtet und bei falscher halt nicht.

Grüße, Sebastian

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Moin

  • wie schwer ist es, die Komponenten aus einem Gehäuse in ein
    anderes zu bekommen? Tipps & Tricks? Worauf muss man achten?

Kauf ein grosses, schweres Gehäuse. Die kommen nicht so schnell ins Schwingen/Klappern und sind deshalb leiser.

Achte auf das Netzteil: Nicht das billigeste nehmen, auf gar keinen Fall ein zu schwaches. Bei Netzteilen ohne Lüfter an einen zweiten grossen Gehäuselüfter denken.

Grosse Gehäuselüfter sind generel eine gute Idee. 120mm Lüfter machen viel weniger Lärm als (von der Kühlung her) gleichwertige 80mm Lüfter.

In normale Gehäuse kann man neben ATX-Motherboards (der aktuelle Standart) auch andere einbauen. Dafür müssen die Abstandhalter an anderen Stellen befestigt werden. Vor dem Anschliessen 2x nachsehen ob auch wirklich über allen Abstandhaltern ein Loch (zum festschrauben) im Motherboard ist. Ein zusätzlicher, falsch positionierter Abstandhalter tötet den ganzen Rechner. evtl. sogar schon vor dem Einschalten. Bei so einem Fall reicht es schon den Stecker einzustecken. Vergleichen mit dem alten Gehäuse lohnt sich.

Manche CPU-Kühler sind mit dem Gehäuse verschraubt. Bei denen muss man den Kühler abmachen um das Motherboard überhaupt ausbauen zu können. Nach jedem Abmachen muss neue Wärmeleitpaste her. Hauchdünn auf das Die der CPU auftragen. Auf keinen Fall andere Teile der CPU damit beschmieren.

Besonders bei AGP-Karten auf den korrekten Sitz der Karte achten.

  • können irgendwelche Kompatibilitätsprobleme auftreten?

Netzteile gibts inzwischen mit 20 und 24 Pin Anschlüssen. Dein Motherboard müsste einen 20Pin Anschluss brauchen. Manche 24Pin’er kann man an 20Pin Motherboards anschliessen, aber nicht alle.

  • einige Empfehlungen bezgl. Gehäuse und Netzteile habe ich
    einem Archivposting von Jesse Bee schon entnommen. Weitere
    Empfehlungen sind jederzeit willkommen.

http://www.pccooling.de ist ein ganz anständiger Laden für solche Vorhaben. Bei Kühler immer auf die Sockelangaben achten.

Ich möchte ebenfalls einen internen Kartenleser nachrüsten,
und zwar den ICY BOX 801. Der PC selbst hat 2 x USB 1 und 4 x
USB 2 per PCI-Card. Wo muss der Kartenleser angeschlossen
werden? Da gibt es doch intern Anschlüsse, oder?

Auf den meisten Motherboards gibt es intere Anschlüsse, aber nicht auf allen. Kuck ins Handbuch.

cu

Hallo Myriam!

Ist noch leichter, als eine Speicheraufrüstung und wenn Du schon
mal einen IKEA schrank zusammengebastelt hast,…

Mach sicherheitshalber ein Backup von Deinen Daten vorher.

Das Netzteil ist genormt, es gibt einen quadratischen Stecker fürs
Mainboard zusätzlich und meist auch einen speziellen S-ATA Stecker
zusätzlich. Sonst ist hier alles gleichgeblieben.

Das alte Gehäuse ist sicher eines für ATX Mainboards (schau sicherheitshalber nochmals nach ob du ein ATX Mainboard hast)
dh auch die Größe der Blende für parallel/seriell stecker, usb, maus und tastatur ist genauso wie bei neuen Gehäusen.

Ich würde
1.) Strom abschalten, alles ausstecken
2.) Das ursprüngliche System ins neue Gehäuse einbauen, alles anstecken
3.) Ausprobieren, obs eh geht
4.) die gewünschten Erweiterungen einbauen
5.) nochmals ausprobieren

Gruß
Gerald

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Netzteile gibts inzwischen mit 20 und 24 Pin Anschlüssen. Dein
Motherboard müsste einen 20Pin Anschluss brauchen. Manche
24Pin’er kann man an 20Pin Motherboards anschliessen, aber
nicht alle.

Hallo pumpkin

Du scheinst dich mit dem auszukennen. Genau dieses Problem habe ich weiter unten in diesem forum.

Ich habe ein neues Netzteil (24pin) und ein Mainboard (ASUS P4P800 Deluxe, 20pin).

Du sagst nun dass man die 24er nicht an jedes 20er mainboard anschliessen kann. Wie findet man heraus ob dies bei dem Mainboard möglich ist?

Gruss
seasl

Moin

Du sagst nun dass man die 24er nicht an jedes 20er mainboard
anschliessen kann. Wie findet man heraus ob dies bei dem
Mainboard möglich ist?

An sich sollen 24Pin’er die nicht mit 20Pin-Motherboard zusammenarbeiten sich nicht richtig in den Anschluss reinschieben und festhaken lassen. Aber daran halten sich bei weitem nicht alle Netzteilhersteller.

Im Klartext: Frag den Netzteilhersteller. Nur der kann dir eine risikofreie Aussage dazu machen. Wenn’s nicht past ist der Rechner TOT.

cu

Ach du meine Güte!!!

An sich sollen 24Pin’er die nicht mit 20Pin-Motherboard
zusammenarbeiten sich nicht richtig in den Anschluss
reinschieben und festhaken lassen. Aber daran halten sich bei
weitem nicht alle Netzteilhersteller.

Im Klartext: Frag den Netzteilhersteller. Nur der kann dir
eine risikofreie Aussage dazu machen. Wenn’s nicht past ist
der Rechner TOT.

cu

Hui da hatte ich ja wohl nochmals glück gehabt. In dem Topic weiter unten wurde mir gesagt es sei kein Problem wenn der Anschluss rein geht! aber da werde ich wohl oder übel besser noch ein wenig nachforschen.

Oder ich nehme meinen den Support de PC-Shops auf wenn er mir nochmals sagt, dass ich das ohne Probleme machen kann.

Langsam überlege ich sogar mir ein anderes Netzteil zu kaufen.

Besteht dieses Problem auch wenn ich mir einen adapter kaufe??

Besten Dank für deine kompetente Antwort!

Gruss
seasl

Moin

Hui da hatte ich ja wohl nochmals glück gehabt. In dem Topic
weiter unten wurde mir gesagt es sei kein Problem wenn der
Anschluss rein geht!

Das stimmt auch zu 99%. Nur will ich nicht schonwieder böse Mails bekommen weil ein Pechvogel doch eins erwischt hat bei dem es nicht geht.

Besteht dieses Problem auch wenn ich mir einen adapter kaufe??

Nein. Die Adapter passen das ganze zuverlässig an das Board an. (Lag da nicht sogar einer bei ?)

cu

Das stimmt auch zu 99%. Nur will ich nicht schonwieder böse
Mails bekommen weil ein Pechvogel doch eins erwischt hat bei
dem es nicht geht.

Da bin ich froh das du mich auch nur auf das 1% hingewiesen hast! Will nichts mehr riskieren; das zeug ausem alten ind den neuen tower zu bauen war schon genug Risiko :smiley:!

Nein. Die Adapter passen das ganze zuverlässig an das Board
an. (Lag da nicht sogar einer bei ?)

Nein da lag leider keiner bei.
Nun dan warte ich wohl mal die Antwort von Chieftec ab.
Werde mir in diesem Fall doch lieber einen Adapter kaufen um das letzte Prozent an Gefahr auch noch auszumerzen!

Besten Dank!!

Gruss
seasl