Neues Gesetz private Krankenversicherung?

Hallo,

ich habe heute morgen gelesen, dass sich private Kassen
a.
für jedermann öffnen müssen und einen allgemeinen Tarif anbieten müssen.
Die Kosten dürfen wohl so hoch sein, wie bei den anderen gesetzlichen Kassen und nicht höher.

b.
sich jemand nur noch nach 3 jahren freiwillig versichert sein privat versichern düfen

Weiss jemand, ob das schon Gesetz ist, oder noch Planun`g?

Welche Auswirkungen wird das auf die Privaten haben?

Danke für Rückmeldung!

Sebastian

Hallo,

das Gesetz ist schon seit letztem jahr in Kraft und wird angewendet.
Bei den Pressemitteilungen ging es nur um das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes bestätigt hat. Die PKV hatte dagegen geklagt und verloren.

Gruß Woko

Hallo Sebastian

ich habe heute morgen gelesen, dass sich private Kassen
a.
für jedermann öffnen müssen und einen allgemeinen Tarif
anbieten müssen.
Die Kosten dürfen wohl so hoch sein, wie bei den anderen
gesetzlichen Kassen und nicht höher.

Die Privaten müssen nicht jeden nehmen. Sie müssen jeden nehmen, der früher in einer Privaten war und keine Versicherung mehr hatte (z.B. wegen Nichtbezahlen der Beiträge rausgeworfen wurde).
Es ist also nicht so, dass jeder, der 3 Jahre freiwillig in der …AOK versichert war nun einfach in den Basistarif wechseln kann. Wäre auch Blödsinn. Denn der Basistarif bietet nicht mehr als die Kassen und ist nicht billiger (570 €).
Hier wäre der zukünftige Privatpatient besser beraten sich ganz normal bei der Privaten zu versichern… so er nicht krank ist oder seine Bonität miserabel ist.

b.
sich jemand nur noch nach 3 Jahren freiwillig versichert sein
privat versichern dürfen

Das ist das unfaire an dem Gesetz: es misst mit zweierlei Recht. In der GKV darf jeder wechseln, der 18 Monate dort versichert war. Will er aber in die Private muss er 3 Jahre warten.

Weiss jemand, ob das schon Gesetz ist, oder noch Planung?

Welche Auswirkungen wird das auf die Privaten haben?

Die Auswirkung ist noch nicht ganz überblickbar. Die Privaten sagen natürlich: die Beiträge würden dadurch extrem steigen (weil z.B. Schwerkranke nun in den Basistarif ohne Risikozuschlag aufgenommen werden müssen).
Ob das tatsächlich so sein wird, ist noch nicht raus. Ich glaube nicht. Denn wäre das so, würden die privaten wesentlich weniger Kunden bekommen. Eines der Hauptanreize zum Wechseln in die Privaten ist doch der wesentlich günstigere Beitrag. und das auch noch bei mehr Leistung.
Fehlt dieser Anreiz, sinkt die Zahl der Wechselwilligen… was ja das Ziel der Kommunardin Schmidt ist. Naja, ab September kann sie aus den Reihen der Opposition Blödsinn verzapfen.
Grüße
Causa

Die Privaten müssen nicht jeden nehmen.

Sie dürfen niemanden mehr aus Gesundheitsgründen ablehnen.

Es ist also nicht so, dass jeder, der 3 Jahre freiwillig in
der …AOK versichert war nun einfach in den Basistarif
wechseln kann.

Genau so ist es.

Wäre auch Blödsinn. Denn der Basistarif bietet
nicht mehr als die Kassen und ist nicht billiger (570 €).

Das ist richtig.

Das ist das unfaire an dem Gesetz: es misst mit zweierlei
Recht. In der GKV darf jeder wechseln, der 18 Monate dort
versichert war. Will er aber in die Private muss er 3 Jahre warten.

Die drei Jahre gelten nur für Arbeitmehner, alle andeern Personen haben kürzere Kündigungsfristen.

Hallo,

Wäre auch Blödsinn. Denn der Basistarif bietet
nicht mehr als die Kassen und ist nicht billiger (570 €).
Hier wäre der zukünftige Privatpatient besser beraten sich
ganz normal bei der Privaten zu versichern… so er nicht
krank ist oder seine Bonität miserabel ist.

Welche Auswirkungen wird das auf die Privaten haben?

Die Auswirkung ist noch nicht ganz überblickbar. Die Privaten
sagen natürlich: die Beiträge würden dadurch extrem steigen
(weil z.B. Schwerkranke nun in den Basistarif ohne
Risikozuschlag aufgenommen werden müssen).

Oh, Gott, man muss Risiken versichern und kann sich nicht mehr die Rosinen rauspicken.

Ob das tatsächlich so sein wird, ist noch nicht raus. Ich
glaube nicht. Denn wäre das so, würden die privaten wesentlich
weniger Kunden bekommen. Eines der Hauptanreize zum Wechseln
in die Privaten ist doch der wesentlich günstigere Beitrag.
und das auch noch bei mehr Leistung.

Warum kostet dann der Basistarif 570€ wenn er doch „nur“ die Leistungen der gesetzlichen KV bietet.
Wie kann Mehrleistung günstiger angeboten werden?
Ist es nicht vielmehr so, dass das gleiche Leistungsspektrum bei der Privaten ähnlich teuer ist? Schließlich wird doch immer behauptet (und es ist wohl auch so), dass der Arzt bei einem Privatversicherten mehr für die gleiche Leistung bekommt.
Bitte nicht die Werbung mit „für nur 59€ in die Private“ als Maßstab nehmen. Das sind stark abgespeckte Leistungen, hohe Selbstbehalte usw.
Man bleibt schließlich nicht ewig 25, unverheiratet, kinderlos und gesund.
Wenn die privaten KV bisher tatsächlich günstiger sein konnten als die gesetzlichen, dann nur weil sich Erstere die günstigen Risiken raussuchen konnten. Alles andere mußte von der Solidargemeinschaft der gesetzlich Versicherten getragen werden.
Sicher gibt es am gesamten Gesundheitssystem oder an Ulla im speziellen viel zu kritisieren. Aber aus Wettbewerbsgründen ist die aktuelle Rechtslage eindeutig zu begrüßen.

Gruß

Hallo,

Oh, Gott, man muss Risiken versichern und kann sich nicht mehr
die Rosinen rauspicken.

du scheinst GKV-versichert zu sein!?
Du kannst dir deine Häme sparen; immerhin hat das Bundesverfassungsgericht das bestehende Gesundheitssystem bestätigt (Nebeneinander GKV-PKV) - und das ist gut so! Immerhin sorgt die PKV dafür, dass es dir (als GKV-Versicherter) versorgungstechnisch wesentlich besser geht. Krankenhäuser und Ärzte könnten nicht oder in wesentlich geringerem Umfang in fortschrittliche Behandlungsmethoden und moderne Geräten investieren!
Immerhin finanziert die PKV das deutsche Gesundheitssystem mit 10,48 Mrd EUR (letzte Erhebung 2007)! Da ein großer Teil davon (4,85 Mrd.)auf die Arzthonorare entfällt, sorgt die PKV dafür, dass viele Praxen am Leben bleiben, da sie ansonsten nicht kostendeckend arbeiten könnten!

Bitte nicht die Werbung mit „für nur 59€ in die Private“ als
Maßstab nehmen. Das sind stark abgespeckte Leistungen, hohe
Selbstbehalte usw.

Was soll der Unsinn? Meinst du, Leute, die in die PKV wollen, sind so blauäugig?

Man bleibt schließlich nicht ewig 25, unverheiratet, kinderlos
und gesund.

Das sind u.a. Hauptthemen in einer guten PKV-Beratung!

Wenn die privaten KV bisher tatsächlich günstiger sein konnten
als die gesetzlichen, dann nur weil sich Erstere die günstigen
Risiken raussuchen konnten. Alles andere mußte von der
Solidargemeinschaft der gesetzlich Versicherten getragen
werden.

Quatsch! Das liegt selbstverständlich auch an den unterschiedlichen
Systemen (GKV=Umlage-, PKV=Anwartschaftsdeckungsverfahren)!

Sicher gibt es am gesamten Gesundheitssystem oder an Ulla im
speziellen viel zu kritisieren. Aber aus Wettbewerbsgründen
ist die aktuelle Rechtslage eindeutig zu begrüßen.

Imho hat sich die Situation für die PKV nicht verschlechtert!
1.) Nebeneinander GKV - PKV, also Existenzrecht der PKV bestätigt, Absage an die Bürgerversicherung.
2.)„Beobachtungspflicht“ für die Regierung, um zu gewährleisten, dass die Gesundheitsreform in Zukunft keine unzumutbaren Folgen für die Versicherten und die Versicherungsunternehmen ist. Das Geschäftsmodell PKV dürfe nicht gefährdet werden!
3.) Imho haben die PKVn natürlich mit der „Auswirkung des Basistarifes“ gewaltig übertrieben (so macht man das ja vor einem Grichtsurteil(LOL)- der wird sich nahezu tragen! Wenn das Ganze aber für die Versicherten und die Gesellschaften unzumutbar werden würde, müsste die Regierung einschreiten!
4.)Oberflächlich betrachtet ist die „3-Jahresfrist“ ein Nachteil für die PKV, aber… - dann kommt halt in 2 Jahren der große Schwung, um sich dann wieder auf jährlich einzupendeln (betrifft nur die AN)!

Grundsätzliches Fazit: Hätte es die PKV nicht mehr gegeben, wäre wohl dein Neideffekt vom Tisch, du wärest aber schlechter versorgt!

Gruß cooler

P.S. Deine Ulla ist übrigens PKV-versichert (LOL)!

1 „Gefällt mir“

Hallo ElBuffo

Warum kostet dann der Basistarif 570€ wenn er doch „nur“ die
Leistungen der gesetzlichen KV bietet.
Wie kann Mehrleistung günstiger angeboten werden?
Ist es nicht vielmehr so, dass das gleiche Leistungsspektrum
bei der Privaten ähnlich teuer ist? Schließlich wird doch
immer behauptet (und es ist wohl auch so), dass der Arzt bei
einem Privatversicherten mehr für die gleiche Leistung
bekommt.

Der Basistarif war früher der Standardtarif. Und der war auch nur zum GKV-Beitrag zu bekommen.
Nur… der PKV-Versicherte, der mindestens 10 Jahre PKV-versichert war und älter als 55 Jahre und meinte, dass er sparen müsste, der konnte in diesen Tarif wechseln und dem wurden die Altersrückstellungen angerechnet. Als ich 63 wurde, bekam ich ein Angebot meiner KV: 95 Euro! Nun zeige mir eine GKV, die man für 95 Euro bekommt! Dazu bekommt man noch von der Rentenversicherung den KV-Zuschuss, der unabhängig von der KV-Versicherung bezahlt wird. Hätte ich jetzt eine hohe staatliche Rente, hätte ich meine KV umsonst gehabt. Allerdings habe ich nicht in den Standardtarif gewechselt. Ich bin für ca. 400 Euro Topp versichert (z.B. 1-Bettzimmer, Brille…). Rechne ich dagegen die GKV mit passender Zusatzversicherung, dann müsste ich ca. 750 Euro mtl. hinlegen.
Wo bin ich also besser untergebracht?
Gerade mit den PKV-Altersbeiträgen wird viel Blödsinn erzählt. Besonders von den Kassen. Ganz klar: Konkurrenz schlecht machen.

Bitte nicht die Werbung mit „für nur 59€ in die Private“ als
Maßstab nehmen. Das sind stark abgespeckte Leistungen, hohe
Selbstbehalte usw.

Diese Werbung macht nicht die PKV, sonder unfaire, Vermittler. Was mich wundert: da wird alles mögliche abgemahnt… doch hier geht kein RA dran?
Dabei wäre es eine tolle Einnahmequelle.
Denn nach m.M. muss der Komplettpreis genannt werden. Also: KV Beitrag, Pflegepflichtversicherung, 10 % Altersrückstellung, und Angabe für welches Alter dieser Beitrag gilt.
Ebenso sollte abgemahnt werden, der mit Onlinevergleich wirbt, aber keinen Vergleich in die Homepage stellt sondern die Daten vom Kunden abfragt und ihm dann verspricht, das Ergebnis zu zusenden. Das wird aber nicht gemacht. Denn das ganze ist nur ein Kundenfangspiel um die Adresse für ca. 150 Euro zu verkaufen.
Da wäre auch ein lukratives Feld für RAs.

Man bleibt schließlich nicht ewig 25, unverheiratet, kinderlos
und gesund.
Wenn die privaten KV bisher tatsächlich günstiger sein konnten
als die gesetzlichen, dann nur weil sich Erstere die günstigen
Risiken raussuchen konnten. Alles andere mußte von der
Solidargemeinschaft der gesetzlich Versicherten getragen
werden.

Da hat cooler schon geantwortet.
Grüße
Causa

Hallo,

Oh, Gott, man muss Risiken versichern und kann sich nicht mehr
die Rosinen rauspicken.

du scheinst GKV-versichert zu sein!?

Manchmal kann der Schein trügen. Und wo liegt der zwingende Schluß?

Du kannst dir deine Häme sparen; immerhin hat das
Bundesverfassungsgericht das bestehende Gesundheitssystem
bestätigt (Nebeneinander GKV-PKV) - und das ist gut so!

Ich habe auch nichts anderes gesagt. Der Hinweis, dass dies aus Wettbewerbsgründen gut ist, sollte dem verständigen Leser den Schluß ermöglichen, dass man Wettbewerb und damit das Nebeneinander positiv sieht.

Immerhin sorgt die PKV dafür, dass es dir (als
GKV-Versicherter) versorgungstechnisch wesentlich besser geht.

Das wäre die Aufgabe der PKV?

Krankenhäuser und Ärzte könnten nicht oder in wesentlich
geringerem Umfang in fortschrittliche Behandlungsmethoden und
moderne Geräten investieren!

Ist die Finanzierung der Krankenhauslandschaft geläufig?

Immerhin finanziert die PKV das deutsche Gesundheitssystem mit
10,48 Mrd EUR (letzte Erhebung 2007)!

Also ich würde es so formulieren: Sie trägt (zu einen sicher nicht unerheblichen Teil) zur Finanzierung bei.
Die 144,3 Mrd. Leistungsausgaben der GKV finanzieren sicher auch das eine oder andere.

Da ein großer Teil davon (4,85 Mrd.)auf die Arzthonorare entfällt, sorgt die PKV dafür, dass viele Praxen am Leben bleiben, da sie ansonsten nicht kostendeckend arbeiten könnten!

Aber die Honorare von den Privaten alleine würden sicher nicht mal die Fixkosten decken. Da wird wohl eine gesunde Mischkalkulation herrschen.

Was soll der Unsinn? Meinst du, Leute, die in die PKV wollen,
sind so blauäugig?

Also wenn ich hier so manche Frage lese, will mir das eine oder andere Mal schon dieser Eindruck entstehen.

Man bleibt schließlich nicht ewig 25, unverheiratet, kinderlos
und gesund.

Das sind u.a. Hauptthemen in einer guten PKV-Beratung!

Offenbar sind dann manche etwas beratungsresistent. Und das Verkäufer immer auch gute Berater sind, darf ganz sicher angezweifelt werden.

Wenn die privaten KV bisher tatsächlich günstiger sein konnten
als die gesetzlichen, dann nur weil sich Erstere die günstigen
Risiken raussuchen konnten. Alles andere mußte von der
Solidargemeinschaft der gesetzlich Versicherten getragen
werden.

Quatsch! Das liegt selbstverständlich auch an den
unterschiedlichen
Systemen (GKV=Umlage-, PKV=Anwartschaftsdeckungsverfahren)!

Aha. Es könnte also nicht zum größten Teil daran liegen, dass die GKV jeden aufnehmen muss und bei Bedarf auch Ehefrau und Kinder kostenlos mitversichern muss und sie auch keine risikoadjustierten Beiträge verlangen darf?
Die PKV kann schlechte Risiken erstmal ablehnen. Und für Ehefrau und Kind werden jeweils Prämien fällig. Wer ein höheres Risiko ist, muss auch höhere Beiträge zahlen oder mit Leistungsausschlüssen leben. Das alles macht es für die PKV wesentlich einfacher ihre Prämien zu kalkulieren. Dass diese dann wegen der geringeren Risiken auch geringer sind, hat aber nichts mit der Beitragsaufbringung sondern eben mit der Risikoverteilung zu tun. Die Form der Beitragsaufbringung bei den PKV hat lediglich zur Folge, dass die Beiträge relativ konstant bleiben. Aber an den Kosten dürfte das ja wohl kaum was ändern. Und was die Rückstellungen einmal wirklich wert sein werden, kann wohl heute keiner sagen. Es sollte mich wundern wenn da nicht der eine oder andere Euro bei diversen Anlagen verloren gegangen ist.
Mich würde jetzt wirklich mal interessieren, warum der Basistarif 570€ kostet, wenn er angeblich weniger Leistungen bietet. Etwa deshalb weil keine Leistungen mehr ausgeschlossen werden können und jedes Risiko aufgenommen werden muss?

Sicher gibt es am gesamten Gesundheitssystem oder an Ulla im
speziellen viel zu kritisieren. Aber aus Wettbewerbsgründen
ist die aktuelle Rechtslage eindeutig zu begrüßen.

Imho hat sich die Situation für die PKV nicht verschlechtert!

Hatte ich das behauptet?

1.) Nebeneinander GKV - PKV, also Existenzrecht der PKV
bestätigt, Absage an die Bürgerversicherung.
2.)„Beobachtungspflicht“ für die Regierung, um zu
gewährleisten, dass die Gesundheitsreform in Zukunft keine
unzumutbaren Folgen für die Versicherten und die
Versicherungsunternehmen ist. Das Geschäftsmodell PKV dürfe
nicht gefährdet werden!
3.) Imho haben die PKVn natürlich mit der „Auswirkung des
Basistarifes“ gewaltig übertrieben (so macht man das ja vor
einem Grichtsurteil(LOL)- der wird sich nahezu tragen! Wenn
das Ganze aber für die Versicherten und die Gesellschaften
unzumutbar werden würde, müsste die Regierung einschreiten!

Wieso sollte es unzumutbar werden, wenn die Versicherten für ihre Risiken bezahlen müssen und die schlechten Risiken nicht in die GKV abschieben können. Verstehe ich wirklich nicht.

Grundsätzliches Fazit: Hätte es die PKV nicht mehr gegeben,
wäre wohl dein Neideffekt vom Tisch, du wärest aber schlechter
versorgt!

Wo war ein Neideffekt zu erkennen? Man hat die Aussage, dass am Gesundheitssystem und an Ulla viel zu kritisieren ist und dass das einzig positive der Umstand ist, dass jetzt mehr Wettbewerb herrscht, aufgenommen und verarbeitet?
Wegen mir könnten die Reformen ruhig weitergehen. Sie sollten dann aber auch den Titel Reform zu Recht tragen und nicht nur Rumgefummel an einem kaputten System sein.

P.S. Deine Ulla ist übrigens PKV-versichert (LOL)!

Es ist weder meine Ulla, noch bin Parteigänger.

Möglicherweise ist hier etwas in den falschen Hals geraten. Wenn es die Privaten nicht gäbe, dann müßte man sie erfinden. Es macht auch wenig Sinn sich die Nachteile des einen oderen anderen Systems vorzuhalten. Vielmehr sollten die jeweiligen Vorteile gesucht werden.
Die Frage um dies es eigentlich geht ist doch die, warum der Gesetzgeber es für richtig hält, das jeder eine Krankenversicherung hat.
Hierfür wird es dann Gründe geben und auf denen sollte dann die Versicherungslandschaft aufgebaut werden.
Stichworte zum Nachdenken hierüber könnten etwa Pareto-Effizienz oder adverse selection sein.
Bei der Kfz-Haftpflicht kommt man ja komischerweise auch ohne gesetzliche Versicherungen aus. Da herrscht munterer Wettbewerb, jeder kann sich seine Versicherung ausssuchen und jede Versicherung ihre Versicherten. Es gibt risikoadjustierte Prämien und wer wechseln will, kann sich das jedes Jahr aufs Neue überlegen.

Gruß