Neues Haus und kein Fernseh!

Hallo zusammen!

Wir haben gerade ein Haus gekauft und bezogen in dem es gar kein Fernseh gibt. Außer einer uralten Dachantenne und einiger Leerrohre vom Dach in den Keller und (hoffentlich) in alle Räume ist nichts vorhanden. Wir möchten gern in 4 Räumen Fernseh empfangen und in jedem Raum ein anderes Programm sehen können.

Wir haben noch eine alte, analoge Sat-Schüssel und 2 Receiver. Digitales Fernseh gibt es erst ab 2007 bei uns und ein Kabelanschluß liegt wohl auf der Straße, aber noch nicht zum Haus (Kosten???).

Was würdet ihr uns raten und was brauchen wir dann dazu?

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand helfen kann. So ganz ohne Fernseh finde ich nicht so klasse…

Gruß, Claudia

Moin

Außer einer uralten Dachantenne

die noch bis 2007 wenigstens ein paar Sender liefern wird ?

Wir möchten gern in 4 Räumen
Fernseh empfangen und in jedem Raum ein anderes Programm sehen
können.

Also Kabel oder „grosse“ digitale Schüssel.

Wir haben noch eine alte, analoge Sat-Schüssel und 2 Receiver.

Baut die doch erstmal auf …

ein
Kabelanschluß liegt wohl auf der Straße, aber noch nicht zum
Haus (Kosten???).

Hängt von dem Kabelbetreiber und/oder der Gemeinde ab

Was würdet ihr uns raten und was brauchen wir dann dazu?

Digitale Schüssel mit 4xLNB und Matrix. Dazu 4 digitale Receiver. Das hat zwar die üblichen Sat-Nachteile bietet aber mit weitem Abstand am meisten Programme.

Wenn euch analog-Sat reicht: zweite Schlüssel besorgen (am besten gleich auf digital ausgelegt) und beide aufstellen. Analoge Receiver gibts für wenig Geld auf eBay.

Wenns möglichst für lau sein soll: die Dachantenne in Betrieb nehmen.

cu

Hallo Pumpkin!

Danke für Deine schnelle Antwort! Allerdings hat sie mich noch nicht so richtig weitergebracht.
Es geht mir nicht darum eine Lösung für „lau“ zu finden, sondern eine optimale Lösung. Natürlich können wir erstmal die alte Sat Schüssel aufbauen, aber damit ist uns ja nicht weitergeholfen. Ziel war ja, in 4 Räumen unterschiedliche Programme empfangen zu können. Das müssen jetzt nicht 200 verschiedene sein, aber die gängigsten 10 Programme sollten schon dabei sein.

Bei der Lösung noch eine zweite Schüssel dazuzukaufen - die dann digital ist - heißt das dann, das wir zwei Schüsseln an der Wand haben? Wenn ich so das richtig verstanden habe, ist das ja nicht so schön.

Also bleibt nur noch eine digitale Schüssel mit 4 Receivern? Was würde sowas denn in etwa kosten? Und braucht man dann auf dem Dachboden noch einen „Verteiler“? Oder nur die „Schüssel“ und in jedem Zimmer den Receiver?

Gruß, Claudia

Hallo Claudia,

die Zukunft ist digital, und alles was Du jetzt investierst, sollte digitaltauglich sein, sonst ärgerst Du dich in wenigen Monaten bis Jahren. Dabei gibt es drei Möglichkeiten:

  1. DVB-T, also digitales Fernsehen mit klassischer Haus- oder sogar Zimmerantenne. Da bei Euch momentan noch nicht verfügbar, fällt diese Variante aus. Wird im Endausbau auch maximal 24 Sender haben und Du selbst kannst auf die Senderauswahl auch keinen Einfluss nehmen. Die Qualität ist eher mäßig, dafür ist die Sache recht billig. Passende Antenne auf den vorhandenen Mast, digitaltaugliches Kabel wie die analoger Antenne einfach als Bus von Dose zu Dose, Receiver pro Fernseher/Video-Rekorder, … Keine laufenden Kosten.

  2. DVB-C, also digitales Kabel. Hat was die Senderauswahl angeht den gleichen Nachteil wie DVB-T, bring aber zumindest eine erheblich größere Sendervielfalt. Wird in Zukunft ggf. als Internetanschluss verwendbar, nutzt als Bus verlegtes Kabel (sollte natürlich digitaltauglich sein) und braucht ebenfalls Receiver pro Gerät, hat aber für die Übergangszeit den Vorteil, dass man natürlich auch noch analoge Programmverbreitung im Kabel hat, also sich erst einmal die Kosten für die Aufrüstung auf digital sparen kann. Dafür kostet es eben pro Monat laufend Geld und man mancht sich bzgl. des Preises von einem Monopolanbieter abhängig.

  3. DVB-S, also eine digitale Sat-Anlage. Du bestimmst, welche Sender Du rein bekommst durch die Größe der Schüssel und die Zahl der Empfangseinheiten an der Schüssel. Braucht bei Anschluss mehrerer Geräte einen nicht ganz billigen Multiswitch und 1:1 Verkabelung vom Switch zu jeder Dose. Da Du noch zwei analoge Receiver hast, kannst Du auch diese bei passender Auswahl der Komponenten noch anschließen, bringen dann eben nur die noch analog ausgestrahlten Programme (wie bei Kabel). Hat keine laufenden Kosten.

War früher auch immer ein Kabelfan, weil man eben die alte Verkabelung nutzen konnte und keine extra Receiver brauchte. Angesichts der aber auch da bevorstehenden Digitalisierung fällt zumindest der Vorteil bzgl. der Receiver in absehbarer Zeit weg. Zudem sind natürlich auch die laufenden Kosten ein ganz klares Minus. Nach Umzug und Umbau haben wir uns jetzt für eine digitale SAT-Anlage entschieden, und sind damit eigentlich sehr zufrieden. Die große Schüssel hängt unauffällig auf der Rückseite des Hauses an einem Mauervorsprung und lässt sich bei Bedarf noch mal um einen zweiten Empfänger aufrüsten. Der Multiswitch hängt gut im Keller und Verkabeln mussten wir ohnehin neu. Da wir keine großen Fernseher sind, ich dafür aber technisch ganz gut drauf bin, habe ich die ganze Geschichte mit Noname-Produkten selbst aufgebaut. Die sind jetzt nicht so der große Hit für Freaks, aber für uns reicht es allemal. Kosten für momentan einen digitalen und zwei analoge Teilnehmer lagen bei ca. EUR 500,–. Zu Weihnachten gönnen wir uns ggf. noch die Dreambox als digitalen Receiver mit Festplatte für das Wohnzimmer.

Gruß vom Wiz

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Hallo Wiz,

vielen, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Genau das, was ich wissen wollte!

Das beste ist dann wohl für uns DVB-S. Zwei Fragen bleiben allerdings noch: was meinst Du mit analog ausgestrahlten Programmen? Sind da die gängigsten 20 Programme dabei? Oder nur 1,2,3?
Und zweite Frage: auf was müssen wir achten, wenn wir analog und digital mischen wollen? Welche Komponenten genau brauchen wir?
Ich frag mal ganz blöd: Wie heißen die Teile, die wir brauchen?

Nochmals Danke! Gruß, Claudia

Ach, nochwas mit 1:1 Verkabelung meinst Du, dass vom Multiswitch jeweils zu jedem Raum/Receiver ein Kabel liegt, oder? Im Moment werden die Kabel „durchgeschleift“.

Hallo nochmal,

was meinst Du mit analog ausgestrahlten
Programmen? Sind da die gängigsten 20 Programme dabei? Oder
nur 1,2,3?

Also über Astra sind dass immerhin so ca. 30 (müsste jetzt genau nachzählen). D.h. es sind alle gängigen öffentlich-rechtlichen und privaten dabei. Nur bei den ö-r Dritten musst Du aufpassen, dass auf „dein“ Drittes inkl. Lokalfenster dabei ist. Digital werden AFAIK alle verbreitet, analog sendet der NDR z.B. nur das Meck-Pom-Programm. Die Regionalfenster von RTL und SAT1 gibt es übrigens nur per Antenne.

Und zweite Frage: auf was müssen wir achten, wenn wir analog
und digital mischen wollen?

An sich sollte alles was Du heute kaufst auch noch analoge Receiver unterstützen. Ich würde aber im Einzelfall beim Kauf darauf hinweisen, dass Du auch analoge Receiver anschließen willst.

Welche Komponenten genau brauchen
wir? Ich frag mal ganz blöd: Wie heißen die Teile, die wir
brauchen?

Ich würde mal eine 80er Schüssel empfehlen, die hat genug Reserven um auch noch mal einen zweiten Empfänger und diverse Receiver anzuschließen und auch bei Schnee noch fernsehen zu können. Größer schadet natürlich nie. Dann für ASTRA zunächt mal ein digitales Universal LNC. Schüssel und LNC gibt es üblicherweise im Set. Hinzu kommt dann ein digitaltauglicher Multiswitch. Den gibt es in verschiedenen Größenordnungen, die durch Zahlen angegeben werden. 4/4 heißt z.B. dass die vier von einem LNC kommenden Kabel auf vier Ausgänge für vier Receiver verteilt werden. 8/8 wäre dann für zwei Empfänger auf max. acht Receiver, … 5/x bzw. 9/x zeigt an, dass das Ding auch gleich noch die analoge Hausantenne mit verteilt (nicht zukunftsträchtig).

Ach, nochwas mit 1:1 Verkabelung meinst Du, dass vom
Multiswitch jeweils zu jedem Raum/Receiver ein Kabel liegt,
oder?

Ja, das Kabel muss direkt vom Switch zur Dose/Receiver gehen. Und daran denken, dass auch ein Videorekorder, etc. ein eigenes Kabel mit einem eigenen Receiver braucht. Es gibt auch proprietäre Lösungen zur Nutzung von alten Bus-Verkabelungen, aber die sind teuer und man weiß natürlich nie, wie lange welcher Hersteller solche Nischensysteme supportet und dann ist der Ärger groß, wenn mal eine Dose kaputt geht und es keinen Ersatz mehr gibt. Dann doch lieber gleich richtig.

Gruß vom Wiz

Super! Vielen tausend Dank, jetzt weiß ich Bescheid! Ich habe auch gerade schon mit einem Fernsehladen telefoniert. Dank’ Deiner Infos konnte ich alles richtig beim Namen nennen und ich denke spät. Weihnachten können wir wieder Fernsehen…

Obwohl da natürlich die letzte Folge Sex in the City schon vorbei ist… :frowning:

Liebe Grüße, Claudia

Moin

Obwohl da natürlich die letzte Folge Sex in the City schon
vorbei ist… :frowning:

http://www.amazon.com/exec/obidos/tg/detail/-/B00030…

cu

Hallo,

Wir haben gerade ein Haus gekauft und bezogen in dem es gar
kein Fernseh gibt.

ist ja gar schräckälich :frowning:

Außer einer uralten Dachantenne und :einiger Leerrohre vom :smiley:ach in den Keller und (hoffentlich) in alle
Räume ist nichts vorhanden.

Leerrohre hört sich schon mal gut an.
Unbedingt bei evtl. Sanierungs- und Renovierungsarbeiten
nachrüsten, so daß an alle gewünschten Stellen im Haus
später auch noch diverse Kabel gelegt werden können.

-> Fernsehen, Netzwerk, Telefon, Klingel und Türsprech-
anlagen, Alarm- und Überwachungsanlagenanlagen,
Temperatursteuerung usw.

Wir möchten gern in 4 Räumen
Fernseh empfangen und in jedem Raum ein anderes
Programm sehen können.
Wir haben noch eine alte, analoge Sat-Schüssel und 2
Receiver.

Also, als erstes hab Ihr eine Schüssel (mit Befestigung).
Wenn die noch gut funktioniert hat, kannman die
normal weiterbenutzen. Das alte LNB abscrauben und
das neue dranmachen.
Die Meinung, daß die Schüssel unbedingt groß sein muß,
ist nicht immer nachvollziehbar. Falls nur ASTRA
empfangen werden soll und der Wohnort gut in der
ausleuchtzone (deutschland) liegt, dann reicht allemal
eine 60cm-Schüssel. Da wären 80cm völlig überflüssig,
gerade bei Digitalempfang.

Eine größere Schüssel hat natürlich mehr Reserven, aber
die braucht man nur für alternative Sateliten und schlechtere
Empfangslagen. Eine größere Schüssel hat auch eine
entsprechend größere Windlast und kann sich deshalb auch
schneller verstellen (dann wird Größe nachteilig).

Neu braucht Ihr aber ein LNB.

Für max. 4 teilnehmer

Also am besten ein LNB mit 4 Anschlüssen für 4 Teilnehmer.
Das LNB muß digitaltauglich sein (Kosten unter 100€).

Digitales Fernseh gibt es erst ab 2007 bei uns und ein
Kabelanschluß liegt wohl auf der Straße, aber noch nicht zum
Haus (Kosten???).

Nimmer würde ich mich auf irgendwelche externen Anbieter
einlassen, die Geld kosten und nur beschränkte Leistung
und Qualität bieten, wenn man die Möglichkeit hat
sich eigenständig zu versorgen.
Eigene Schüssel auf’n Dach ist immer besser und auf Dauer
viel billiger.

Was würdet ihr uns raten und was brauchen wir dann dazu?

Wie schon geschrieben, braucht Ihr dann noch Sat-Kabel
(auf gute Qualität achten -> doppelt geschirmt).
-> 4 x vom LNB zu jedem der 4 mögl. Receiver.
An die Kabel kommen sogenannte F-Stecker (also 8 Stück)

Die alten Receiver werden wohl noch funktionieren.

Neue Digitalreceiver bekommt man aber für unter 100€.
Etwas bessere (mit mehr Funktionen) auch für etwas über 100€.
Wenn Ihr evtl. ein 5.1-Heimkinosoundsystem zulegen wollt,
dann auf digitale (mögl. optisch) Ausgänge achten (S/PDIF).
Wenn Ihr erstmal den Vergleich zum alten analogen
Fernsehen habt, wollt ihr eh nur noch digital FS :smile:

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand helfen kann.
So ganz ohne Fernseh finde ich nicht so klasse…

Na dann,
Gruß Uwi

-))))) Auch nicht schlecht! Danke!

Hallo Uwi!

ist ja gar schräckälich :frowning:

Ja, stimmt! Wahrscheinlich erwartet jetzt mein Freund, das wir uns unterhalten… oder noch schlimmeres! :smile:)

Danke für Deine Antwort! Obwohl mir oben schon sehr ausführlich geantwortet wurde, waren noch ein paar gute Tips dabei!! Wir werden es jetzt angehen und erstmal die Kabel verlegen!

Liebe Grüße, Claudia