Moin,
ich würde gerne nochmal die Bemerkung von Christoph aufgreifen: neues Höhenmesssystem ?? Wie ??
Mag ja sein, daß es nicht so wichtig ist, ob soundso jetzt 387 statt 382 Meter hoch liegt… ob ein Punkt an der Küste allerdings bei 1,5 m (NN) oder bei 6,5 m (Pegelnull oder so) liegt, scheint mir doch nicht ganz so banal… .
Moin,
ich würde gerne nochmal die Bemerkung von Christoph
aufgreifen: neues Höhenmesssystem ?? Wie ??
Stephan
Gemeint ist sicher kein neues MESS-System sondern ein neues sog. Bezugssystem. Höhen werden hier nicht über der Erdoberfläche sondern über einer Bezugsfläche gemessen, und mit dem Pegel bist Du schon nah dran: man versucht den Meeresspiegel als Bezugsfläche zu nehmen. In Castrop-Rauxel müßte man nach diesem aber lange buddeln; soll heißen, eine direkte Messung einer Höhe über dem Meeresspiegel ist im Binnenland nicht möglich. Deshalb versuchen Geodäten, diesen durch Anbringen immer besserer Korrekturen an die Höhenmessungen zu modellieren.
Derzeit werden sog. Normalhöhen in Deutschland eingeführt. Diese unterscheiden sich von NN-Höhen in Mittelgebirgslagen (300-500 m) so um 5 cm (Vorsicht, das weiß ich auch nur ungefähr).
Fundierteres vielleicht unter
Soviel ich weiss, nimmt man in Mitteleuropa den mittleren Amsterdamer Pegel, in anderen Ländern bezieht man sich auf andere Pegel, deshalb ist ein Berg in S-Amerika ja auch höher als der Mount Everest, wenn man vom Erdmittelpunkt aus misst. Mich würde interessieren, wo die Grenzen verlaufen und ob die unterschiedlichen Systeme etwas mit der Unrundheit der Erde zu tun haben.
Soviel ich weiss, nimmt man in Mitteleuropa den mittleren
Amsterdamer Pegel, in anderen Ländern bezieht man sich auf
andere Pegel, deshalb ist ein Berg in S-Amerika ja auch höher
als der Mount Everest, wenn man vom Erdmittelpunkt aus misst.
HA, hätte ich wieder Einen, den ich auf den Leim -äh aufs Geoid führen könnte. Höhen misst man nicht vom Erdmittelpunkt. Nimmt man die Erde als Rotationsellipsoid, so wären Punkte am Äquator (Halbachse z.B. 6 378 137 m) schon über 21 000 m „höher“ als Punkte am Nordpol (Halbachse z.B.6 356 752 m).
Man nimmt die Meeresspiegel als Nullfläche. Die. Durch Strömungen, Luftdruckunterschiede etc. weichen die Pegel schon in Europa voneinander ab (hier fehlt mir eine Liste, aber ich meine Dezimeter). Der Amsterdamer Pegel soll der gemeinsame werden.
Mich würde interessieren, wo die Grenzen verlaufen und ob die
unterschiedlichen Systeme etwas mit der Unrundheit der Erde zu
tun haben.
Der ruhende, ideale Meeresspiegel verkörperte das sog. Geoid.
Das weicht vom Rotationsellipsoid um max. 80 m ab. „Delle“ vor Indien. Und das ist die unrunde Erde, die „Kartoffel“, daher der Name Erdapfel . Ein Bild dazu vielleicht unter