Neues Mainboard mag neue Grafikkarte nicht

Hallo!

Ich wollte meinen Rechner aufrüsten und habe mir einen Athlon 1800+ CPU, ein K7S5A Mainboard von Elitegroup und eine Gainward GeForce 4 64MB DDR Grafikkarte gekauft. Zusammengebaut, gestartet, ging. Nochmals Verbindungen geprüft, angeschaltet, und es kamen nur grausame Pieptöne. Ich habe es mehrmals probiert, und von ca. 50 Einsteckversuchen der Grafikkarte hat es ein Mal geklappt. Komischerweise läuft meine alte Diamond Viper 550 auf dem Board tadellos. Die Neue Grafikkarte kann aber auch nicht defekt sein, da sie bei meinem Kumpel tadellos läuft. Hängt das vielleicht mit der Power zusammen? Mein altes Netzteil hat lediglich 200 Watt.
Noch was: Die CPU wird ca. 85-90 Grad warm, so dass mir der Rechner bei geschlossenem Gehäuse ständig abschmiert. Ich habe aber schon den grossen Arctic Cooler und noch 2 weitere Lüfter eingebaut.
Wer kann mir helfen?
Danke
Herbert

Hi
vergiss das netzteil und hol dir eins das den Athlon Specs entspricht. Wenn du deinen Proz bereits gekillt hast wirst du schwierigkeiten bei der Wandlung bekommen wenn du denen erzählst was für ein Netzteil du verwendest. Für den 1800xp gibt es detaillierte vorgaben was für eine Stromversorgung davor hängen muss. meiner läuft mit etwa 49° stabil mit nem TSP 350 Watt netzteil und genmau deiner karte.
HH

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Hi Herbert…

…was das Netzteil angeht, so kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen. Nicht, dass 200Watt pauschal zu wenig wären - es gibt Systeme, in denen ein P4-2.53GHz und eine Geforce4-Ti4600 (beides wahrlich Stromfresser!) mit einem 200Watt-NT betrieben wurden, aber das war ein spezielles NT mit aktiver Power Factor Correction.
Dein NT wird wohl einfach etwas zu schwach auf der Brust sein, ein ordentliches 300W-NT wäre zu empfehlen, z.B. das HEC 300LR-PT.

Was die Temperaturen Deiner CPU angeht, so würde ich schleunigst prüfen, ob der Kühlkörper korrekt montiert wurde. Dazu gehört nicht nur der richtige Sitz, sondern auch die „richtige“ Menge Wärmeleitpaste! Nur hauchdünn…nicht mehr!
Selbst ein in meinen Augen eher mäßiger Kühler wie die Artic-Typen sollten Deine CPU in Verbindung mit zwei weiteren Lüftern und offenem Gehäuse weit unter die beschriebenen 85-90°C bringen!! Du kannst ja mal noch eines probieren: fass doch mal den Kühlkörper der CPU im Betrieb an. Ist das Ding nur mäßig warm, sitzt der Kühler nicht korrekt…ist er heiß, bringt er die Wärme nicht weg und Du solltest nach einem besseren Ausschau halten!
Sollte er aber nicht richtig sitzen, dann nochmal abnehmen, CPU und Kühler mit Nagellackentferner (=Aceton) reinigen. Wärmeleitpaste dünn auftragen, am besten mit einer Rasierklinge und dann nochmals korrekt aufsetzen.

Gruß, Flox

Vielen Dank für Eure Mühe. Eine Frage vielleicht noch: Muss man die Wärmeleitpaste zwingend verwenden? Mein Kumpel meinte nämlich, die würde auch nichts bringen…

Gruss
Herbert

Bei der Wärme die deine CPU produziert ist Wärmeleitpaste
angesagt.

Gruß
Frank

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Hi Herbert…

…also ich verwende generell Wärmeleitpaste, da damit einfach ein ausreichend guter Wärmeübergang zwischen CPU und Kühler sichergestellt ist.
Allerdings kann man auch argumentieren, dass bei einem Kühlkörper mit Kupferfläche ein ausreichend großer Druck genügt, um das relativ weiche Kupfer so auf den CPU-Die zu pressen, dass keine Luft zwischen CPU und Kühler mehr vorhanden ist.
Aber bei das geht - wenn überhaupt - nur bei einer Unterseite aus Kupfer und außerdem möchte ich nicht wissen, wie hoch der Druck sein muss, um den Kühler „formgerecht“ auf die CPU zu pressen.
Dann doch lieber einen Hauch Wärmeleitpaste…

Gruß, Flox

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Hallo,

nochmals vielen Dank für die hilfreichen Tipps!

Ich habe mir nun ein neues 350 Watt Netzteil zugelegt, etwas Wärmeleitpaste aufgetragen, und siehe da…:
Die Grafikkarte wurde sofort erkannt und die CPU läuft selbst unter Belastung stabil bei 55 C. :smile:

Es ist echt klasse, wie hier einem eher Laien, so wie meiner Person, immer wieder geholfen wird. Danke nochmals,

Gruss
Herbert

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