Neues Medikament bei CNI? / Renalzin

Hallo,

seit geraumer Zeit hat ja mein Gizmo CNI. Ist auch in Behandlung.

Nun habe ich heute beim googlen gelesen, dass Bayer das Medikament Renalzin auf dem Markt gebracht hat. Dieses soll phosphatreduzierend sein und im Gegensatz zu Ipaktine hat es keine Calziumquelle und somit greift es nicht in den Calziumspiegel ein. Habt ihr da schon was von gehört (von euren Tierärzten)?

Dann gibt es ja mehr und mehr Stimmen, dass man die Proteinmengen nicht pauschal für alle Katzen reduzieren soll, sondern das von Fall zu Fall genau geprüft werden muss, wo die Grenze ist. Wie sind denn da eure Erfahrungen?

Will halt für mein Katerchen alles tun, solange sein Zustand ok bleibt und mit Medikamenten etc. geholfen werden kann. Weil unnötig leiden lassen und hinauszögern ist ein no go.

Vielen Dank schon mal für eure Antworten.
Gruß
Yvonne

Guten Morgen,

das scheint kein Medikament im direkten Sinne zu sein, mehr ein Ergänzungsnahrungsmittel…
http://www.vet-magazin.com/tierarzt-magazin/industri…
Eiweis wird über die Nieren abgebaut und je mehr es gibt, desto mehr muss verarbeitet werden.
Hier mal aus der Human Medizin ein Link dazu…
http://www.gesundheit.de/ernaehrung/krankheit-ernaeh…
Sicherlich kommt es auch auf den Schweregrad an, das kann man ja im Blutbild sehen.
Mit dem Mittel selber habe ich noch keine Erfahrung,das scheint ja auch ganz neu auf dem Markt zu sein. Es hört sich aber nicht schlecht an, was da steht und hätte ich eine kranke Katze, würde ich persönlich es versuchen.
LG Margit

Hi,

danke für deine Antwort.

Guten Morgen,

das scheint kein Medikament im direkten Sinne zu sein, mehr
ein Ergänzungsnahrungsmittel…
http://www.vet-magazin.com/tierarzt-magazin/industri…
Eiweis wird über die Nieren abgebaut und je mehr es gibt,
desto mehr muss verarbeitet werden.

Nach meinem Stand ist es ein Phosphatbinder - ähnlich wie I…tin (komme gerade einfach nicht auf den Namen). Der Unterschied ist, das I…tin eine Calziumquelle hat und dies kann sich wiederum deutlich auf den Salziumspiegel auswirken. (war gestern abend noch beim TA)

Hier mal aus der Human Medizin ein Link dazu…
http://www.gesundheit.de/ernaehrung/krankheit-ernaeh…
Sicherlich kommt es auch auf den Schweregrad an, das kann man
ja im Blutbild sehen.
Mit dem Mittel selber habe ich noch keine Erfahrung,das
scheint ja auch ganz neu auf dem Markt zu sein. Es hört sich
aber nicht schlecht an, was da steht und hätte ich eine kranke
Katze, würde ich persönlich es versuchen.
LG Margit

Ist wohl erst seit diesem Monat raus. Klar versuche ich alles, um mein altes Männerlein durchzubringen - allerdings nicht auf Kosten, dass er leidet. Da er stark abgenommen hat (sonst ist alles gut - Fell, Kot, Urin), weil er sein Futter nicht mehr mag (Nierendiät und normales Futter mit Medikamenten) bekommt er jetzt erst mal das was er mag (er muss fressen) und versuchen den Phosphathaushalt niedrig zu halten - weil das wohl das größere Problem bei CNI ist - nicht mehr so das Eiweiß, wie man früher gedacht hat). D

Dann fangen wir noch eine Frischzellenkur an. Alles andere bekommt er ja schon (SUC, Herztablette, Hepar etc.), Wenn diese Therapien dann nicht anschlagen… oh je, nein, noch ist nicht alles verloren.

Sorry, bin abgeschweift.

LG
Yvonne

Hallo Yvonne,

Nun habe ich heute beim googlen gelesen, dass Bayer das
Medikament Renalzin auf dem Markt gebracht hat. Dieses soll
phosphatreduzierend sein und im Gegensatz zu Ipaktine hat es
keine Calziumquelle und somit greift es nicht in den
Calziumspiegel ein.

dass das Calciumcarbonat im Ipakitine den Calciumhaushalt der Katze negativ beeinflussen könnte, halte ich für eine reine Werbeaussage der Fa. Bayer. Schließlich dient ja auch das Calcium als „Phosphorfänger“ und geht mit diesem eine stabile Verbindung ein, die dann via Kot ausgeschieden wird.
Wäre Bayer zuerst auf dem Markt gewesen, hätte wahrscheinlich Vetoquinol damit geworben, dass im Ipakitine kein Kaolin enthalten ist, was den Al-Haushalt stören könnte:wink:

Die Wirkungsweise ist bei beiden Futterzusätzen gleich, beide zielen darauf ab Phosphorverbindungen im Magen-Darmtrakt zu binden und über den Kot, statt über die Niere auszuscheiden.
Für welches Mittel man sich entscheidet, kann man davon abhängig machen, welches von der Katze besser akzeptiert wird, bzw. welche Anwendungsform einem selbst genehmer ist.

Dann gibt es ja mehr und mehr Stimmen, dass man die
Proteinmengen nicht pauschal für alle Katzen reduzieren soll,
sondern das von Fall zu Fall genau geprüft werden muss, wo die
Grenze ist. Wie sind denn da eure Erfahrungen?

Grundsätzlich wäre eine eiweißarme Diät bei der Erkrankung günstig - allerdings kann speziell bei der Katze mit ihrem hohen Eiweißgrundbedarf der Schuss leicht nach hinten losgehen: Wird das Eiweiß im Futter reduziert, greift der Organismus körpereigene Eiweißreserven (Muskulatur) an und überschwemmt die Nieren mit harnpflichtigen Stoffwechselprodukten.

Das Futter sollte hochwertig, leicht verdaulich und v. a. wohlschmeckend sein. Wichtig ist, dass die Katze überhaupt am Fressen bleibt.

Gruß

Johnny

Hallo,
ich habe vor Jahren eine Katze mit Niereninsuffizienz gehabt, der habe ich nachher Kattovit low protein geholt. Kennst Du das ? Das hat sie sehr gerne gefressen, das andere mochte sie damals auch nicht mehr.
Grüße
Margit

Guten MOrgen,
schau mal, durch Zufall habe ich grade diese Seite gefunden und die finde ich ziemlich gut…
http://www.felinecrf.info/behandlung.htm
Grüße
MArgit

Hallo Margit,

Ja, kenne ich. Aber das will er auch nicht mehr. Haben gestern x-verschiedene Futtersorten geholt und geschaut, wie das so passt. Haben dabei festgestellt, dass er, sobald auch nur ein festes Bröckchen ins Maul kommt, den Kopf schüttelt und aufhört zu fressen. Den Saft leckt er begierig ab. Jetzt bekommen wir heute vom TA ein Schmerzmittel/Entzündungshemmer (soweit wie möglich abgestimmt auf CNI), weil Doc davon ausgeht, dass durch das abatmen des Harnstoffs bei ihm im Maul alles gereizt ist. Zähne soweit nämlich ok.

LG
Yvonne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Nochmal Hallo,

die ist echt gut. Kannte ich aber schon. Trotzdem danke. Ich habe Montag den halben Tag mit googlen zugebracht, um halt Erfahrungsberichte etc. zu finden und dies dann eben mit dem TA durchzusprechen. Sehr gut finde ich auch das Forum bei www.netz-katzen.de. Aber nochmal danke. Es tut gut, wenn andere mithelfen, Lösungen zu finden.

LG
Yvonne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Johnny,

danke für deine Antwort. Weiteres siehe im Text:

Hallo Yvonne,

Nun habe ich heute beim googlen gelesen, dass Bayer das
Medikament Renalzin auf dem Markt gebracht hat. Dieses soll
phosphatreduzierend sein und im Gegensatz zu Ipaktine hat es
keine Calziumquelle und somit greift es nicht in den
Calziumspiegel ein.

dass das Calciumcarbonat im Ipakitine den Calciumhaushalt der
Katze negativ beeinflussen könnte, halte ich für eine reine
Werbeaussage der Fa. Bayer. Schließlich dient ja auch das
Calcium als „Phosphorfänger“ und geht mit diesem eine stabile
Verbindung ein, die dann via Kot ausgeschieden wird.
Wäre Bayer zuerst auf dem Markt gewesen, hätte wahrscheinlich
Vetoquinol damit geworben, dass im Ipakitine kein Kaolin
enthalten ist, was den Al-Haushalt stören könnte:wink:

Guter Punkt. Ist halt immer sehr schwierig aus den ganzen Informationen und Aussagen im Netz das Richtige und Sinnvolle zu filtern. Deshalb habe ich halt auch hier gepostet, um eure Meinung zu hören. :smile:

Die Wirkungsweise ist bei beiden Futterzusätzen gleich, beide
zielen darauf ab Phosphorverbindungen im Magen-Darmtrakt zu
binden und über den Kot, statt über die Niere auszuscheiden.
Für welches Mittel man sich entscheidet, kann man davon
abhängig machen, welches von der Katze besser akzeptiert wird,
bzw. welche Anwendungsform einem selbst genehmer ist.

Das bestellte Renalzin ist da. Ipaktine bekomme ich nicht in die Katze. Hoffe, das geht damit besser.

Dann gibt es ja mehr und mehr Stimmen, dass man die
Proteinmengen nicht pauschal für alle Katzen reduzieren soll,
sondern das von Fall zu Fall genau geprüft werden muss, wo die
Grenze ist. Wie sind denn da eure Erfahrungen?

Grundsätzlich wäre eine eiweißarme Diät bei der Erkrankung
günstig - allerdings kann speziell bei der Katze mit ihrem
hohen Eiweißgrundbedarf der Schuss leicht nach hinten
losgehen: Wird das Eiweiß im Futter reduziert, greift der
Organismus körpereigene Eiweißreserven (Muskulatur) an und
überschwemmt die Nieren mit harnpflichtigen
Stoffwechselprodukten.

Dann hatte ich die Texte im Netz richtig interpretiert. Danke. Gut das entsprechend bestätigt zu bekommen.

Das Futter sollte hochwertig, leicht verdaulich und v. a.
wohlschmeckend sein. Wichtig ist, dass die
Katze überhaupt am Fressen bleibt.

Hierzu siehe meine Antwort an Margit von heute. Weiterer Ablauf ist jetzt wie folgt geplant: heute Abend zum TA, Blutbild besprechen, neue Medikamente etc. abholen, versuchen, das Katerchen über das Wochendende hin zu stabilisieren, wenn Erfolg, dann ggfl. Frischzellenkur (zum Glück kann ich selber spritzen) und dann abwarten. Wenn allerdings Blutbild absolut negativ oder kein Erfolg mit der Stabilisierung, dann lassen wir ihn gehen (natürlich nur, wenn Doc keine vernünftige Chance mehr sieht). Oh je, oh je.

Fakt ist, wir sind keine Menschen, die ihre Tiere aus reinem Egoismus noch länger am Leben halten. Unser Doc ist der gleichen Ansicht. Was sinnvoll getan werden kann, wird getan. Da gibt es keine Diskussion. Aber manchmal muss man halt einsehen, dass es einfach nicht mehr weiter geht.

Aber erst mal WE abwarten. Daher bitte Daumen drücken.

LG
Yvonne

Gruß

Johnny