Hallo Alex,
ein Bekannter (19 Jahre jung) hat vor 3 Wochen ein
Transportunternehmen gegründet.
Er hat 1 Mitarbeiter und 2 Transportwägen. Er fährt auch. Es
reicht zum überleben.
Wie bereits schon einige Vorredner erwähnt haben, ist eine gute Kalkulation das A und O der ganzen Sache. Bei zu geringen Preisen und zu hohen Kosten bringt Dich eine Umsatzsteigerung auch nicht weiter. (Vor allem sind die wirklich fixen Kosten der Fahrzeuge (= Steuer / Versicherung und AfA) nicht wirklich die größten Kostentreiber, vielmehr sind es normalerweise die Lohnkosten.
Irgendwie scheint also ein Wurm in der Kalkulation zu sein.
Gibt es überhaupt eine Kalkulation ?
Wie schnell hat Dein Freund die BWA nach dem Monatsende in der Hand ?
Überlässt er alles dem Steuerberater ? (der wie es der Name schon sagt, nur für Steuern zuständig ist, keinesfalls für die Kalkulation).
Wird evtl. Buchhaltung mit Kalkulation verwechselt ?
Sind die Kostentreiber bekannt ?
Gibt es eine Kalkulation, wie sich die Kosten verhalten, wenn der Umsatz gesteigert wird ?
Gibt es einen Businessplan inkl. Liquiditäts- und Ertragsvorausschau ?
Sind die Personalkosten (einschl. Urlaub / Krankheit / Sozialversicherung / Berufsgenossenschaft usw. bekannt ?
Fragen über Fragen…
Sie sind allerdings aus Erfahrung sehr wichtig, ich kenne genügend Freunde, die da schon sehr bittere Erfahrungen gemacht haben.
Nachts hat er genug Aufträge, jedoch tagsüber sogut wie keine.
Also, die Autos stehen tagsüber nur rum.
Wie bereits gesagt, sind das die Kostentreiber ?
Wo und wie kann man sich Aufträge beschaffen?
Durch aktives Werben um Kunden (tagsüber hat er ja Zeit). Auf Kurierdienste zugehen, große Industriefirmen ansprechen (haben öfters mal einen Bedarf) und (aus eigener Erfahrung von Freunden) benötigen Werbekaufleute auch öfters mal einen Kurierdienst.
Werbung in welcher Form? (Rauch Transport ist unbekannt)
Wie schon gesagt, auf Firmen zugehen. Am Besten mit einem Expose, das neben der Geschäftsidee (z.B. im Anschreiben) auch über die Möglichkeiten (z.B. Fahrzeugtyp, Führerscheine usw.) sowie „Standard-Preisliste“ (bei großen Aufträgen gibt es sowieso weniger Geld) hinweist.
Allg. Tipps für das Business?
Wie schon gesagt: Insolvenzursache Nr. 1 ist immer noch schlechte bzw. nicht vorhandene Kalkulation.
Evtl. würde ich mich an einen Business Angel wenden, Existenzgründerzentren helfen auch weiter.
Es wäre sehr nett wenn ihr mir brz. ihm helfen würdet. Es wäre
schade zu erleben das er pleite geht mangels Aufträge.
Wie schon gesagt, wenn er nachts eine gute Auslastung hat, dürfte er (bei konstanter Auftragslage) eigentlich keine Probleme haben. Dem Wachstumswahn sind schon verschiedene dotcoms am neuen Markt aufgesessen (allzu viele davon gibt’s ja schon gar nicht mehr).
vielen dank
Viel Glück !