Neues vom Keltenerbe

Sehr geehrter Herr Richter,
Bezug nehmend auf ihr Mail vom 3.3, 20.40, danke ich Ihnen!
So wie Sie von Zentralasien bis Irland Ihre Fäden ziehen, das hat zwar mit Wissenschaft nichts mehr zu tun, ist aber jedenfalls eine Leistung!
Warum Sie nach Zusammenhängen zwischen der Sprache der aus Ostasien stammenden Türken und der Sprache der Jahrtausende früher in Zentraleuropa auftauchenden Kelten suchen, entzieht sich zwar meiner Kenntnis, und auch dass die Sachsen NICHT aus einem Konglomerat von (hauptsächlich germanischen) Stämmen erst in Reaktion auf die Expansion des Fränkischen Reiches entstanden sein sollen, ist mir vollkommen neu.
Aber jetzt weiss ich wenigstens, dass ich mir Ihr Buch nicht näher anschauen muss.

Dafür ein Danke!
Ihr
Christian Hainzinger

PS: Für die Wanderung der Kelten an den Halysbogen gibt´s antike Berichte, die das belegen, sowie archäologische Ausgrabungen, die die Berichte unterstreichen. (siehe http://www.museum.upenn.edu/new/research/Exp_Rese_Di…)
PPS: Die Formatierung Ihres Mails erschwert das Lesen ungemein!

antwort auf den beitrag von „fritz ruppricht“ am 28.2. 23:48

guten tag liebe freunde, guten tag lieber fritz,

weil die historie keine statische wissenschaft ist, sondern einem ständigen wandel von neuen ausgrabungen, anderen interpretationen
und daraus resultierenden wechselnden erkenntnissen unterworfen ist,
deshalb kann auch mein bescheidener beitrag kein beweis sein.

lernen sollten wir jedoch, die hinterlassenschaften unserer urväter
und stämme als solche anzuerkennen und versuchen diese chronologisch einzuordnen.
dieses wird von der archäologie und nicht auch zuletzt den geschichtswissenschaften in anerkennendswertem umfange geleistet.

nicht akzeptieren möchte ich den halbsatz „ich war nicht dabei“ ,
dieses als eine aussage welche allzu oft strapaziert wird.
dieses immer dann, wenn man im zweifel ist und das eigene urteil
ausschließlich als messlatte an die ereignisse legen möchte.

betrachten wir das weltgeschehen der letzten jahre, so enthält es eine unzahl von vorgängen, welchen anstandslos von uns akzeptiert werden,
auch ohne daß wir persönlich dabei waren.

damit möchte ich ausdrücken, daß wir die historischen wissenschaften mit ihren aktuellen ergebnissen unter berücksichtigung eines kontinuierlichen wandels anerkennen.

abweichende meinungen und alternative sachlich begründete interpretationen sind ausdrücklich erwünscht.

die von fritz angeführten „ähnlichkeiten“ sind bei oberflächlicher betrachtung sicherlich anzuerkennen.
ohne jedoch jetzt hier die sachdiskussion fortzuführen, möchte ich auf einen wichtigen umstand hinweisen:
die germanen treten nachweislich mehrere hundert jahre nach den kelten in das licht der geschichtlichen dokumentation.
stellen wir also betrachtungen an, müssen wir diese stets unter berücksichtigung des „zeitpunktes“, des untersuchten jahrhunderts,
anstellen.
unterschiede und gemeinsamkeiten unterlagen in diesen jahrhunderten
einem ständigen wandel.

mit allerbestem gruß max

antwort zum beitrag von gerhard joachim richter 3.3. 20:40

guten tag liebe freunde, guten tag gerhard,

der oben genannte beitrag von gerhard wurde von
ihm leider nur in fragmenten dargestellt.
so möchte ich mich bescheiden und nur kurz auf den 1. punkt eingehen.

gerhard schreibt: " die galater waren eine rest-volksgruppe
der ur-kelten…"

nach meinem geschichtsverständnis gibt es keine ur-kelten.
so kann der gerhard vielleicht mal erklären was er darunter versteht.

im jahre 279 vdz fand der keltische feldzug nach delphy unter „brennos“ statt
auf dem rückzug kam es möglicherweise zu gewaltsamer landnahme.
der „könig nikomedes von bithynien“ verpflichte eine gruppe
von ca. 20.00ß keltischen söldnern in seine dienste und siedelte
diese später in kleinasien an.
siehe: strabon XII, 5,I und auch: livius XXXVIII, 16

der weitere besiedlung von kleinasien erscheint sehr komplex.
eine abwanderung aus bayern konnte ich in der literatur nicht
finden.
vielleicht kann mir gerhard auch hier noch einen hinweis geben

mit allerbestem gruß max