Neugeborenes mit zu wenigen weißen Blutplättchen

Hallo,
heute um11.27 Uhr wurde unser Enkel geboren. Leider hat er laut Aussage der Ärzte nur 7000 statt 160000 weiße Blutplättchen! Er liegt jetzt auf Intensiv, mehr weis ich leider auch nicht! Kann mir bitte jemand etwas darüber sagen und erklären?

Hallo,

was genau willst du denn wissen?
Handelt es sich um ein Frühchen? Ist sonst noch etwas nicht in Ordnung oder bloß der Laborwert?

Grüße
Liete

Hallo Liete,
vielen Dank für Dein Interesse! Und nein, der Kleine wurde mit Sectio einen Tag vor ET entbunden. Er hat noch kleine rote Flecken, Pusteln(chen) aber da vermute ich eher eine Neugeborenen Akne.Zwar etwas früh, aber auch das gibt es. Er ist munter, fühlt sich sichtlich wohl in den Armen seiner Eltern - aber nun ist er wie gesagt auf Intensiv. Ansonsten ist alles o.B. bis auf den Laborwert! Ach ja, die Sectio wurde wegen Beckenendlage gemacht!
Wäre schön, wenn Du noch etwas wüsstest!
Liebe Grüße
Marjam

Hallo,

deine Informationen sind leider sehr dürftig, sodass ich nicht entsprechend genau antworten kann, wie du es dir vielleicht wünschst.
Das, was der Kleine hat, nennt sich schwere Thrombozytopenie (heißt einfach nur, dass die Blutplättchenkonzentration deutlich zu niedrig ist; der Terminus hilft aber bei der Recherche). Nun wird man nach Ursachen forschen, um zu schauen, woher das kommt. Da es sehr viele gibt, will ich dich mit der Nennung ausgewählter Faktoren gar nicht weiter nervös machen, da es dich nicht weiterbringen würde.

Ich halte es für wahrscheinlicher, dass es sich bei den „Pusteln“ um Petechien, also punktförmige Hauteinblutungen, handelt. http://www.bmfs.de/erkrankungen/ctp_petechien.jpg

Die Gefahr bei so einer niedrigen Blutplättchenzahl sind Blutungen, daher ist es ein großer Vorteil, dass das Kind per sectionem geholt wurde, was weniger traumatisch als der enge Beckeneingang war. Außerdem ist diese Komplikation ein Grund, warum er so engmaschig auf Intensiv beobachtet wird.
Man wird jetzt - wie gesagt - Diagnostik betreiben. Blutplättchen kann man als Infusion zuführen, um diesen Mangel vorübergehend auszugleichen. Das ist aber keine endgültige Therapie.

Die behandelnden Ärzte wissen Genaueres.
Ich wünsche dem Knirps, den Eltern und dir viel Kraft in dieser Zeit und alles Gute
Liete

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Hallo Liete,
Du ahnst ja nicht, wie sehr Du mir mit Deiner Antwort halfst!
Vielen lieben Dank für Deine Erläuterungen und guten Wünsche!
Mit vielen lieben Grüßen
Marjam