Neugeborenes und Passivrauchen?

Hallo,

meine Tochter bekommt im Januar ein Baby. Sie selbst und ihr Ehemann rauchen nicht, in ihrer Wohnung wird vom Besuch nur auf dem Balkon geraucht.

Meine Tochter muss relativ kurz nach der Geburt wieder arbeiten, allerdings nur für 3 Stunden pro Tag. In dieser Zeit werden ihre Schwiegereltern auf das Kleine aufpassen - sie haben eine Wohnung im gleichen Haus was sehr praktisch ist.

Leider sind die Schwiegereltern stur was das Rauchen betrifft. Beide sind Kettenraucher und waren nur schwer dazu zu bewegen, das Rauchen in der Wohnung meiner Tochter zu unterlassen und den Balkon zu benutzen.
In der eigenen Wohnung ist das Rauchen ihr gutes Recht und dort wollen sie es nicht auf den Balkon oder ein bestimmtes Zimmer verlegen. Der Ehemann meiner Tochter sowie auch seine Schwester waren von Geburt an diesem Kettenrauchen ausgesetzt und haben beide Allergien, allergisches Asthma, chronische Nebenhöhlenentzündungen und chronische Bronchitis.
Die Schwiegereltern halten es nicht für möglich, dass das Kettenrauchen damit etwas zu tun haben könnte. Sie behaupten, dass auch ohne Zigarettenqualm diese Krankheiten hätten entstehen können.

Sie lehnen es auch ab, sich irgendwelche Informationen oder Broschüren zum Thema Passivrauchen anzusehen. Sie halten das alles für Quatsch und wollen davon nichts wissen.

Besonders schlimm ist es, dass auch beim Autofahren geraucht wird. Meine schwangere Tochter ist des öfteren darauf angewiesen, mit den Schwiegereltern im Auto zu fahren und dort wird auch fleissig weitergeraucht. Wenn man das Thema anspricht, reagieren die Schwiegereltern beleidigt und trotzig.

Ich möchte meiner Tochter helfen und ihr einen Rat geben, wie sie die Situation gut regeln kann, ohne dass es dauerhaft Ärger mit den Schwiegereltern gibt. Leider bin ich mit meinem Latein am Ende und hoffe hier auf ein paar gute Ratschläge.

Dafür schonmal vielen Dank !!!
Helmut Körschgen

Hallo,

ja, ich stimme dir zu: schlimme Situation. Einem Neugeborenen soll man
keinem Rauch aussetzen und drei Stunden in dem Qualm muss schrecklich
sein. Ich bin selber Mutter und Raucherin und rauche nur im Freien,
bzw. abends wenn der Kleine schläft auf dem Balkon.
Ich würde unter keinen Umständen erlauben, dass sie in Gegenwart des
Kindes rauchen. Da sie in ihrer Wohnung nicht darauf verzichten wollen
gibt es nur zwei Lösungen: entweder jemand anderes passt auf das Kind
auf oder sie betreuen das Kind in der Wohnung des Kindes, wo
Rauchverbot herrscht.

Viele Grüße

Hallo Helmut,

erstens: Du kannst leider gar nichts machen.
Kettenraucher sind süchtig.
(Frag mal im Suchtbrett, die Gemeinde dort wird das bestätigen)

Süchtige sehen ihre Sucht selbst niemals

  • und sie finden und kennen eine Million Ausreden, warum alle Anderen auf dieser Erde die Fiesen sind, nicht sie.

Ändern werden sich die Schwiegereltern Deiner Tochter dann, wenn sie z.B. wie meine Mutter nach einem Herzinfarkt von Ärzten vor die Wahl gestellt werden: entweder weiter rauchen oder der Knochenmann.

Zweite Möglichkeit:
Deine Tochter wird nach Geburt ihres Kindes massiv.
Drohung: Entweder Rauch oder Enkelkind KÖNNEN bei entsprechender Großelternbegeisterung schlagartig helfen. MÜSSEN aber nicht!

Dir zum Trost, wenn Deine Co-Schwiegers gar nicht nachgeben: ich habe 30 Jahre mit Kettenrauchern zusammengelebt, heute weder Asthma, noch Brochitis oder sonstige Gesundheitsprobleme.

Verzweifle also nicht an der Lage.
Sei froh, dass Du Tochter, Schwiegersohn und demnächst Enkelchen bei Dir „durchlüften“ kannst.
Gute Einflüsse puffern schlechte ganz gut ab

viele grüße
Geli

Hi,

das ist einerseits ein absolutes Unding - andererseits können die in ihrer Wohnung und in ihrem Auto tun und lassen, was sie möchten.

Ich sehe auch nur die Möglichkeit, dass sie entweder einsehen, was sie kaputt machen können, oder jemand anderer sich um das Kind kümmern muss. Ich würde mein Kind dem nicht aussetzen.

Und selbst wenn sie jetzt aufhören, vorübergehend im eigenen Haus oder Auto zu rauchen, kann das nur zu einer Verminderung der gesundheitlichen Belastung führen. Ich habe gelesen, dass Kinder auch dann noch überdurchschnittlich viel Nikotin im Körper haben, wenn die Eltern oder wer auch immer nur außerhalb der Wohnung rauchen. Im Vergleich zu Kindern von nichtrauchenden Eltern ist die messbare Nikotinmenge etwa doppelt so hoch gewesen, weil die Giftstoffe wohl auch an der Kleidung der Raucher und in Textilien in der Wohnung oder in den Tapeten hängen.

Und vielleicht hilft es, mal drauf hinzuweisen, dass bei Kindern, die direktem Rauch ausgesetzt sind, die Nikotinmenge 15-fach erhöht ist. Und dass bei Raucherhaushalten das Risiko des plötzlichen Kindstods extrem erhöht ist - umbringen wollen die ihr Enkelkind sicher auch nicht, oder? Abgesehen von nachweislich mehr Allergien, Asthma etc. bei Raucherkindern.

*grummel*
Cess

richtig ! und hier ein Link

Und vielleicht hilft es, mal drauf hinzuweisen, dass bei
Kindern, die direktem Rauch ausgesetzt sind, die Nikotinmenge
15-fach erhöht ist. Und dass bei Raucherhaushalten das Risiko
des plötzlichen Kindstods extrem erhöht ist - umbringen wollen
die ihr Enkelkind sicher auch nicht, oder? Abgesehen von
nachweislich mehr Allergien, Asthma etc. bei Raucherkindern.

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_G…

[Zitat]Achten Sie auf eine rauchfreie Umgebung für Ihr Kind, auch schon während der Schwangerschaft
Das Rauchen erhöht folgende Risiken für Ihr Baby:

* zu früh geboren zu werden,
* vor der Geburt zu wenig an Gewicht zuzunehmen,
* nach der Geburt an Atemwegserkrankungen zu leiden,
* nach der Geburt an Allergien zu leiden,
* am Plötzlichen Säuglingstod zu sterben.

Das Risiko für den Plötzlichen Säuglingstod steigt mit jeder gerauchten Zigarette an! Selbst wenn nur in der Umgebung des Babys geraucht wird, ist sein Risiko, am Plötzlichen Kindstod zu sterben, deutlich erhöht.[Zitat Ende]

Liebe GRüße, Dany

P.S. Ich würde mein Kind nur in der rauchfreien Wohnung zur Aufsicht geben! Ansonsten eine andere Betreuungsmöglichkeit suchen. Ist halt schwierig dann mit den Schwiegis umzugehen :-/

Viel Glück und Durchhaltevermögen, mir wäre die Gesundheit meines Kindes wichtiger. Klar, es kann immer mal was passieren, es kann auch ohne Nikotin an Atmewegserkrankungen leiden, aber ich würde das Risiko nicht noch steigern wollen. ICh würde so viele Faktoren wie möglich versuchen fernzuhalten, sofern es in meiner Macht steht.

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Danke :smile: [owt]
.

Hallo Helmut

Ich kann Eure Sorgen prima verstehen und ich hätte auch Probleme, mein Baby bei Kettenrauchern abzugeben. Ich würde genauso auf stur schalten, wenn überall leere Flaschen rumliegen würden oder non stop der Fernseher läuft… (Aber das war ja hier nicht die Frage…)

Aber so blöd, schwierig zu oragnisieren und u.U. auch teuer es dann wird: dann muss eben eine externe Kinderbetreuung her, z.B. eine Tagesmutter. Deine Tochter und ihr Mann sollten sich am besten schon vor der Geburt einmal beim Jugendamt melden und fragen, ob soie dort Tagesmütter vermitteln. U.U. finanziert das Jugendamt (je nach Einkommensverhältnissen) das sogar mit. Wenn vom Jugenamt keine Tamu vermittelt werden kann, lohnt es sich, auch eine Anzeige in der Tageszeitung zu schalten. Auch bei diesen selbstgesuchten Tagesmüttern zahlt das Jugenamt (je nach Stadt) ebenfalls mit. (Und mit ca. 2-4 Euro die Stunde ist man dann auch meist dabei, selbst wenn das Jugendamt nicht mit bezahlt…)

Ich denke aber, es wird ein recht anstrengender und im Endeffekt auch sinnloser Kampf, den Schwiegereltern das Rauchen „auszutreiben“ zu wollen. Und es wird sich - da sie es wahrscheinlich doch nicht lassen können - ein steter Kampf zwischen Eltern und Großeltern entspinnen. Und ob das dann nun so besonders „entspannend“ ist für alle Seite…? Und die „lustigen Zeiten“, in denen es um verschiedene Erziehungsstile geht, kommen ja dann noch.

Deiner Tochter alles Gute für die restliche Schwangerschaft und für die Geburt.

Viele Grüße

Anne

Hallo,

Leider sind die Schwiegereltern stur was das Rauchen betrifft.
Beide sind Kettenraucher und waren nur schwer dazu zu bewegen,
das Rauchen in der Wohnung meiner Tochter zu unterlassen und
den Balkon zu benutzen.

War das durch die Tochter auch so gewollt? Ich nehme mal na: ja.

In der eigenen Wohnung ist das Rauchen ihr gutes Recht und
dort wollen sie es nicht auf den Balkon oder ein bestimmtes
Zimmer verlegen. Der Ehemann meiner Tochter sowie auch seine
Schwester waren von Geburt an diesem Kettenrauchen ausgesetzt
und haben beide Allergien, allergisches Asthma, chronische
Nebenhöhlenentzündungen und chronische Bronchitis.
Die Schwiegereltern halten es nicht für möglich, dass das
Kettenrauchen damit etwas zu tun haben könnte. Sie behaupten,
dass auch ohne Zigarettenqualm diese Krankheiten hätten
entstehen können.

Das ist sicherlich auch richtig. Die Chancen diese Krankheiten zu bekommen sind jedoch bei Rauchern höher.

Sie lehnen es auch ab, sich irgendwelche Informationen oder
Broschüren zum Thema Passivrauchen anzusehen. Sie halten das
alles für Quatsch und wollen davon nichts wissen.

Das ist (leider) ihr gutes Recht. Du wirst ihnen sicherlich nicht deine Meinung aufzwängen können. Auch wenn ich die Sorgen berechtigt finde.

Besonders schlimm ist es, dass auch beim Autofahren geraucht
wird. Meine schwangere Tochter ist des öfteren darauf
angewiesen, mit den Schwiegereltern im Auto zu fahren und dort
wird auch fleissig weitergeraucht. Wenn man das Thema
anspricht, reagieren die Schwiegereltern beleidigt und
trotzig.

Wer spricht das Thema an? Die Tochter? Wie stark stört es die Tochter?
Ich denke, dass die Schwiegereltern sicherlich das Recht haben, auch in Gegenwart der schwangeren Tochter, in dem Auto zu rauchen. Wie verantwortungsvoll und rücksichtsvoll das ist, ist eine andere Frage.

Ich möchte meiner Tochter helfen und ihr einen Rat geben, wie
sie die Situation gut regeln kann, ohne dass es dauerhaft
Ärger mit den Schwiegereltern gibt. Leider bin ich mit meinem
Latein am Ende und hoffe hier auf ein paar gute Ratschläge.

Ich sehe hier leider nur den Weg, dass man sich, wie in den anderen Postings auch schon gesagt, nach Alternativen umsieht und das die Gründe hierfür den Schwiegereltern auch klar macht. Voraussetzung ist natürlich, dass die Tochter dazu auch bereit ist. Wenn das (berechtigte) Interesse wirklich da ist, dieser Situation zu entkommen, wird man wohl auf diese Bequemlichkeiten verzichten müssen

/dirk

Durchsetzen!
Hallo,
stehen Deine Tochter UND Dein Schwiegersohn hinter der Entscheidung: rauchfreie Umgebung für unser Kind?

Dann sollten sie es auch gegenüber den Großeltern durchsetzen. Basta.

Entweder diese verzichten die paar Stunden auf das Rauchen in der Nähe des Babys (gilt eigentlich auch für draußen neben dem Kinderwagen) oder es wird von einer Nichtraucher-Tagesmutter betreut.

Es ist zwar das gute/schlechte Recht der Schwiegereltern, in ihrem Reich zu rauchen, aber erziehungsberechtigt und damit die Verantwortung tragend sind die jungen Eltern!!!

Beste Grüße
Claudia

nicht gut, aber…
Hallo Helmut,

… ich verstehe Ihre Sorgen. Trotzdem kann meiner Meinung nach der Ansatz nicht bei den Schwiegereltern gesucht werden. Sie leben ihr Leben, wie es ihnen gefällt und das ist auch gut so. Die Privatsphäre Ihrer Kinder wird immerhin in der eigenen Wohnung gewahrt.

Es liegt an Ihnen und Ihrer Tochter nach weiteren Möglichkeiten zu suchen.
Sie könnten vielleicht Ihr Enkelkind betreuen. Wenn Sie zu weit weg wohnen – vielleicht kann Ihre Tochter 3 x die Woche für 5 Stunden arbeiten?
Oder muss sie wirklich schon wieder arbeiten?
Oder vielleicht eine Betreuung Ihres Enkelkindes grundsätzlich in der Wohnung Ihrer Kinder (mit Gebot auf dem Balkon zu rauchen?)?
Wenn Ihre Tochter es wirklich möchte, wird es einen akzeptablen Weg geben.

Viele Grüße, Jose

PS: Auch wenn sich wirklich kein Weg finden sollte… ich bin selbst Raucherin (in Maßen) und meine Kinder sind beide Allergiefrei, und recht intelligent! :smile:
Nichtsdestotrotz würde ich ein Kettenrauchen in Gegenwart meiner Kinder nicht dulden und die nötige Stärke besitzen, dieses zu vermeiden!

Neugeborenes und Passivrauchen?
Hallo,
ich les nix von den Antworten.
Hier meine:

Drei Stunden am Tag arbeiten, das klingt nach einem 400€ Job. Schlechter Kurs für die Gesundheit eines Kindes.
Keine Frage: der Preis ist zu hoch.

Einfache Lösung: Mama bleibt zuhause.
Raucher sind unbelehrbar.

Die Spätfolgen sind fatal.

Gruß
Kosmo

Hallo,
ich les nix von den Antworten.

und ich hätte besser deine nicht gelesen.
Solche Antworten bringen mich immer auf die Palme. Von Nix ne Ahnung aber meinen seinen Senf dazu geben zu müssen.

Bert

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Ich bin immer wieder bestürzt, wie rücksichtslos und uneinsichtig Raucher sich verhalten. Es wird doch nicht umsonst so viel vor den gesundheitlichen Risiken gewarnt. In gar keinem Fall würde ich mein Kind solch einer Gefahr aussetzen, dazu noch in diesem Alter! Die Schäden sind doch schon vorprogrammiert und wenn das Kind dann wirklich krank wird, was dann? Passen dann auch noch die kettenrauchenden Schwiegereltern auf das kranke Kind auf, nach dem Motto „Das kommt nicht vom Zigarettenqualm“?

Kommt nicht in Frage!
Hallo!
Ich weiß wie es ist: Wir wohnen mit Schwiegermutter in einem Haus. Sie raucht ebenfalls und ist in dieser Hinsicht (Baby) ebenfalls unbelehrbar. Ich hab einen regelrechten Familienstreit heraufbeschworen, als ich ihr nach der Geburt unserer Tochter mehrmals klipp und klar gesagt habe, dass in der Anwesenheit meines Kindes zwei Dinge tabu sind: RAUCHEN und FERNSEHEN. Auch ihre Medikamente sollte sie außerhalb der Reichweite des Babys aufbewahren. Sie hat meine Regeln immer wieder nicht beachtet, bis ich die Kleine nicht mehr zu ihr gebracht habe. (Was bei Teilen SEINER Familie für Entrüstung gesorgt hat).
Von seinem Onkel hab ich sogar einen bösen Brief erhalten, in dem steht, wie schlecht ich doch zur Uroma des Kindes bin.
Heute lüftet Uroma die Wohnung einmal durch, bevor wir sie besuchen. Sie würde es sich nicht mehr erlauben, in Gegenwart meiner Tochter zu rauchen, weil sie weiß, dass sie dann nicht mehr zu ihr darf.

Es geht in so einer Situation nicht anders! Was ist wichtiger: Die Gesundheit meines Kindes oder um Himmels willen keinen Unfrieden in der Familie zu haben? Das muss jeder selber wissen, bzw. sich jeder selbst für die Folgen verantworten. Es gibt ja genug Untersuchungen, wonach z. B. der Plötzliche Kindstod bei Babys, die Rauch ausgesetzt waren, zwischen acht- und zwölfmal so häufig vorkommt.
Ich könnte da nicht ruhig schlafen…

Lg, IRIS