Neugründung: Umsatzplanung, Kundenfrequenz ?

Hallo Leute,

Einkaufszentrum im Bau (Fertig März 2003)

Ich würde gerne ein EH-Fachgeschäft Presse/Tabak/Lotto in diesem EZ eröffnen. Im EZ sind 15 - 25.000 Kunden/Tag geplant.

Wie komme ich zu einer wirklichkeitsnahen Umsatzplanung?

Gibt es irgendwo im Web Statistiken, wann die Kundenfrequenz bzw. Umsatz kostendeckend ist?

Oder ist es halt reines Risiko?

Für Eure Hilfe herzlichen Dank!

Ernst

Hallo Ernst,

Ich sehe in deiner Vika, daß du schon einen solchen Laden besitzt.

Einkaufszentrum im Bau (Fertig März 2003)

Ich würde gerne ein EH-Fachgeschäft Presse/Tabak/Lotto in
diesem EZ eröffnen. Im EZ sind 15 - 25.000 Kunden/Tag geplant.

Gehe davon aus, daß Einkaufszentren in den seltensten Fällen die Frequenzen erreichen, die prognostiziert werden.

Wie komme ich zu einer wirklichkeitsnahen Umsatzplanung?

nehme die Umsatzdaten deines vorhandenen Geschäftes!
Errechne den Personaleinsatz über die Öffnungszeiten des EKZ.
Setze diese zahl und den Mietpreis in deine vorhandenen BWA´s ein.
Rechne nach! bleibt genug übrig?

Zähle deinen einzugsbereich und zähle diene Kunden pro Tag.
Vergleiche diese Zahlen mit der Kundenfrequenz im EKZ.

Verringer oder erhöhe daraufhin deine Umsatzzahlen. Bleibt genug übrig?

Brauchst du Kapital für einrichtung und eröffnung und Erstausstattung? Von der Bank oder nimmst du es aus dem laufenden Geschäft? Zinsbelastung und Tilgungsbelastung in die BWA einfließen lassen.

Gibt es irgendwo im Web Statistiken, wann die Kundenfrequenz
bzw. Umsatz kostendeckend ist?

vielleicht hilft dir deine Lottozentrale mit solchen Statisken!

Oder ist es halt reines Risiko?

Laß dich auf jeden Fall von deiner Lottozentrale beraten, die haben Vergleichszahlen und Erfahrungen!

gruss
winkel

Für Eure Hilfe herzlichen Dank!

Ernst

Hallo Ernst,

Winkels Meinung bin ich da beim besten Willen nicht. Du kannst nicht deinen Eckladen mit einem Stand im Supermarkt vergleichen.
Mit deinem Laden hast du dir einen speziellen Standort ausgewählt und damit auch nur ein gewisses Potential an Kundschaft. So ein Laden hängt im Umsatz zu 98% vom Standort ab.
Du könntest/solltest dich in einem ähnlichem Shoppingtempel umsehen. Wenn es dort einen Zeitungsstand gibt, einfach mal 10 verschiedene Tage im Monat auswählen und Kunden zählen.
Vielleicht kommst du auch mit der netten Verkäuferin ins Gespräch und die verrät dir ihren Monatsumsatz/Jahresumsatz.
Wenn du mit 80% dieser Einnahmen kalkulierst, solltest du ziemlich richtig liegen ohne auf die Nase zu fallen.
Wundere dich bitte nicht, wenn die das zehnfache deiner Ladenmiete an Miete verlangen, du aber auch das mehrfache an Umsatz hast. Im allgemeinen werden diese Tempel von Marketingprofis geplant und die Betreiber der Läden darin sind schon eher Scheinselbständige.

Frank

Hallo Leute,

Einkaufszentrum im Bau (Fertig März 2003)

Ich würde gerne ein EH-Fachgeschäft Presse/Tabak/Lotto in
diesem EZ eröffnen. Im EZ sind 15 - 25.000 Kunden/Tag geplant.

Wie kommst Du auf diese Kundenfrequenz in nem Zeitungsladen? Rechne mal gegen! Öffnungszeit 15h - 1000-1600 Kunden pro Stunde? Was für ein Andrang! Die Schlanfe möchte ich sehen… Das hat wahscheinlich nicht mal die Zeitschriftenabteilung im Kaufland bei uns (Großmarkt).

Oder ist es halt reines Risiko?

Ganz bestimmt. Kalkuliere mit 300 Kunden pro Stunde - das ist realistischer.

natürlich nicht bei mir
… sondern im gesamten EZ werden 15 - 25.000 Kunden/Tag erwartet.

Diese Zahl wäre ein Traum, es wäre das reine „Gelddrucken“!

Danke trotzdem!
Ernst

Hallo Frank,

Winkels Meinung bin ich da beim besten Willen nicht. Du kannst
nicht deinen Eckladen mit einem Stand im Supermarkt
vergleichen.

Und wie man kann!
Zudem sucht er Zahlen, um eine Rantabilitätsberechnung zu machen. da kann man doch nur von „Vergleichszahlen“ ausgehen, oder.

Zudem macht er keinen Stand im Supermarkt auf, sondern in einem Einkaufszentrum: situation wie Laden an der Ecke. problem wieviele kunden kommen am Tag vorbei und wieviel kommen rein.
das zu sagen wäre Prophetie, also kann man nur von Vergleichszahlen ähnlihc gelegener eschäfte ausgehen. Und Zeitungs-/Lotto-Läden haben fast immer die gleiche Lage: hochfrequentierte Lauflagen!

Mit deinem Laden hast du dir einen speziellen Standort
ausgewählt und damit auch nur ein gewisses Potential an
Kundschaft. So ein Laden hängt im Umsatz zu 98% vom Standort
ab.

Eine tolle Erkenntnis, aber wie hoch soll er jetzt seinen umsatz ansetzen oder vorauskalkulieren?

Du könntest/solltest dich in einem ähnlichem Shoppingtempel
umsehen. Wenn es dort einen Zeitungsstand gibt, einfach mal 10
verschiedene Tage im Monat auswählen und Kunden zählen.

Und aufpassen, daß du nicht verhaftet wirst, weil jemand glaubt du interssierst dich für die Tageseinnahmen. :wink:

Vielleicht kommst du auch mit der netten Verkäuferin ins
Gespräch und die verrät dir ihren Monatsumsatz/Jahresumsatz.

Wo lebst du? Wenn zu mir jemand in den Laden käme und diese Zahlen wollte, den würde ich auslachen.

Wenn du mit 80% dieser Einnahmen kalkulierst, solltest du
ziemlich richtig liegen ohne auf die Nase zu fallen.

Wieso 80 warum nicht 65 oder 128? Hast du dafür irgendeine nachvollziehbare Begründung?

Wundere dich bitte nicht, wenn die das zehnfache deiner
Ladenmiete an Miete verlangen, du aber auch das mehrfache an
Umsatz hast.

Sehr hilfreich! Wäre es nicht besser in eine vorhandene BWA die tatsächlichen Mietpreise und Nebenkosten und Personalkosten einzusetzen und dann evtl. rückzurechnen wieviel Umsatz man erzielen muß? Einen tip mit „Wundere dich nicht“, wenn der befolgt wird, wird man sich wahrscheinlich wundern.

Im allgemeinen werden diese Tempel von

Marketingprofis geplant und die Betreiber der Läden darin sind
schon eher Scheinselbständige.

Das ist was ganz Neues. Kannst du dafür mal ein Beispiel bringen!

gruss
winkel

Hallo Winkel,

Und wie man kann!
Zudem sucht er Zahlen, um eine Rantabilitätsberechnung zu
machen. da kann man doch nur von „Vergleichszahlen“ ausgehen,
oder.

Richtig, suche ich!

Zudem macht er keinen Stand im Supermarkt auf, sondern in
einem Einkaufszentrum: situation wie Laden an der Ecke.
problem wieviele kunden kommen am Tag vorbei und wieviel
kommen rein.
das zu sagen wäre Prophetie, also kann man nur von
Vergleichszahlen ähnlihc gelegener eschäfte ausgehen. Und
Zeitungs-/Lotto-Läden haben fast immer die gleiche Lage:
hochfrequentierte Lauflagen!

Richtig! und deswegen habe ich mal gefragt, wo es diese Vergleichszahlen bei einer Neueröffnung eines EZ gibt. EH-Verband kennt nur Vergleiche einer gesamten Branche, also nicht solcher, die erst eröffnet haben.

Mit deinem Laden hast du dir einen speziellen Standort
ausgewählt und damit auch nur ein gewisses Potential an
Kundschaft. So ein Laden hängt im Umsatz zu 98% vom Standort
ab.

Eine tolle Erkenntnis, aber wie hoch soll er jetzt seinen
umsatz ansetzen oder vorauskalkulieren?

Du könntest/solltest dich in einem ähnlichem Shoppingtempel
umsehen. Wenn es dort einen Zeitungsstand gibt, einfach mal 10
verschiedene Tage im Monat auswählen und Kunden zählen.

Und aufpassen, daß du nicht verhaftet wirst, weil jemand
glaubt du interssierst dich für die Tageseinnahmen. :wink:

Nein, brauche ich nicht, meine Nachbarn haben ein ähnliches Geschäft (Shop im Shop), aber eben Shop-Im-Shop.

Vielleicht kommst du auch mit der netten Verkäuferin ins
Gespräch und die verrät dir ihren Monatsumsatz/Jahresumsatz.

Wo lebst du? Wenn zu mir jemand in den Laden käme und diese
Zahlen wollte, den würde ich auslachen.

Ich auch!

Wenn du mit 80% dieser Einnahmen kalkulierst, solltest du
ziemlich richtig liegen ohne auf die Nase zu fallen.

Wieso 80 warum nicht 65 oder 128? Hast du dafür irgendeine
nachvollziehbare Begründung?

Das ist eben die Frage!

Wundere dich bitte nicht, wenn die das zehnfache deiner
Ladenmiete an Miete verlangen, du aber auch das mehrfache an
Umsatz hast.

Sehr hilfreich! Wäre es nicht besser in eine vorhandene BWA
die tatsächlichen Mietpreise und Nebenkosten und
Personalkosten einzusetzen und dann evtl. rückzurechnen
wieviel Umsatz man erzielen muß? Einen tip mit „Wundere dich
nicht“, wenn der befolgt wird, wird man sich wahrscheinlich
wundern.

Habe ich natürlich gemacht, aber die wichtigste Zahl fehlt, die der Kunden pro Tag!

Im allgemeinen werden diese Tempel von

Marketingprofis geplant und die Betreiber der Läden darin sind
schon eher Scheinselbständige.

Das ist was ganz Neues. Kannst du dafür mal ein Beispiel
bringen!

Nein, scheinselbständig bin ich dann nicht, denn ich bestelle meine Tabakwaren, meine Glückwunschkarten, meine Zeitungen (bedingt), dort wo ich sie herhaben möchte!

gruss
winkel

Trotzdem herzlichen Dank, dass Ihr Euch so viele Gedanken darüber gemacht habt.

Gruss
Ernst

Richtig! und deswegen habe ich mal gefragt, wo es diese
Vergleichszahlen bei einer Neueröffnung eines EZ gibt.
EH-Verband kennt nur Vergleiche einer gesamten Branche, also
nicht solcher, die erst eröffnet haben.

Du solltest dich nicht auf das „Wunder-EKZ“ abstellen, sondern dein Geschäft so planen, als wäre es z.B. im Bahnhof oder in einer Füßgängerzone.

Nein, brauche ich nicht, meine Nachbarn haben ein ähnliches
Geschäft (Shop im Shop), aber eben Shop-Im-Shop.

Was du aus deinen eigenen Zahlen und den zahlen deines Nachbarn aber lesen könntest:

Umsatzanteil der Warengruppen:
Tabak
Lotto
Süßigkeiten
Schreibwaren
Druckerzeugnisse
Reisen

Daraus kannst du entwerfen, wieviel du einkaufen mußt aus den Gruppen und wieviel Kunden z.b. bei dir Pro Tag eine Schachtel Zigaretten kaufen müssen, damit du über die Runden kommst.
Dann hast du auch die Mindestkundenfrequenz die dein Laden braucht. Das kannst du dann mit den Frequenzenvorschauen des EKZ vergleichen. du weißt ja auch wieviele leute an deinem Laden vorbeigehen müssen, damit einer reinkommt UND kauft.

Wieso 80 warum nicht 65 oder 128? Hast du dafür irgendeine
nachvollziehbare Begründung?

Das ist eben die Frage!

Wenn 65 eintritt, schnell zumachen, wenn 128 eintritt wirste reich :wink:.

Aber zum Starten brauchst du eigentlich nur die Zahlen, die du z.B. auch in deinem eigenen Geschäft erreichst. Prüfe dann monatlich die Abweichungen (über mindestens 3 Jahre) und reagiere entsprechend. (verkaufen (den Laden) solange die zahlen noch gut sind, investieren, wenn die Zahlen steigend.)

Habe ich natürlich gemacht, aber die wichtigste Zahl fehlt,
die der Kunden pro Tag!

Das kann dir niemand sagen, denn niemand weiß, wie das EKZ angenommen wird, welchen Einzugsbereich das hat etc. die Vorgaben der Inbvestoren sind Prophetie. sonst würden sie ja nicht investieren und keiner würde die Läden mieten.

also vorsichtig kalkulieren, kurzfristige Verträge abhängig von der prognostizierten Kundenfrequenz. evtl Mietpreisminderung vereinbaren, wenn die Investoren nicht nachweisen können, daß die vorhergesagte Frequenz tatsächlich eingetreten ist.

gruss
winkel

Kundenzahlen
Kundenzahlen

Die einfachste Art eine Kundenfrequenz herrauszufinden, ist sich einfach mal einen Tag lang in eine Fußgängerzone zu setzen und zu beobachten. Alles andere sind theoretische Werte. Gehe dann von der Hälfte der Kunden aus und rechne erstmal mit dieser Zahl. Was noch wichtiger ist, ist, was die Kunden dann wirklich kaufen.

Zwei Buchtips zu dem Thema:

„Der richtige Start in die Selbständigkeit“ (Peter Fischer)

„Der Weg zur finanziellen Freiheit“ (Bodo Schäfer)

MfG

M. Helman

Hallo,

Ganz bestimmt. Kalkuliere mit 300 Kunden pro Stunde - das ist
realistischer.

Wenn man davon ausgeht, dass ich pro Kunde mindestens 30 Sekunden benötige (ohne Beratung, nur das Kassieren + Zigaretten rausgeben), dann sind max. 120 Kunden / Stunde möglich.

Grüsse

Sven