ich hoffe, hier im richtigen Forum zu sein, da ich davon ausgehe, daß die Frage mit Psychologie zu tun hat.
Es ist mir ohne weiters möglich, mit dem Motorrad über längere Distanz exakt auf einer geraden weissen Linie zu fahren. Dies gelingt auch bergab und bergauf. Die meisten Biker werden dazu in der Lage sein.
Will ich jetzt z.B. das Motorrad auf einen LKW oder Zug verladen und lege dazu einen Balken in der gleichen Breite schräg auf die Ladefläche des LKW’s, werden die wenigsten (Artisten mal ausgenommen) in der Lage sein, dort hinaufzufahren.
Es ist mir ohne weiters möglich, mit dem Motorrad über längere
Distanz exakt auf einer geraden weissen Linie zu fahren. Dies
gelingt auch bergab und bergauf. Die meisten Biker werden dazu
in der Lage sein.
Will ich jetzt z.B. das Motorrad auf einen LKW oder Zug
verladen und lege dazu einen Balken in der gleichen Breite
schräg auf die Ladefläche des LKW’s, werden die wenigsten
(Artisten mal ausgenommen) in der Lage sein, dort
hinaufzufahren.
Warum ist das so?
Gute Frage - würde mich auch interessieren - schätze es ist die UR-Angst vor einem Sturz / Absturz und das WISSEN dass einen rechts und links davon nichts mehr auffangen kann.
Ich kann auch jederzeit in zügigem Tempo auf einer Bordsteinkante laufen, ohne hinzuschauen und ohne daneben zutreten - leg ein genauso breites Brett über einen 2m (oder 200 m - das ist eigentlich kein Unterschied, denn auf dem Boden kann ich es ja auch) „Abgrund“ und ich bekomme nach dem ersten Schritt kein Bein mehr vom Boden Brett - es geht aber problemlos sobald jemand vorweg geht und mich an der Hand nimmt und ich mich nur auf den anderen konzentriere und nicht herunterschaue
auf der Straße beschleunigst Du so, dass Du zügig Fahrt aufnimmst, damit wird die Phase der Instabilität beim Anfahren sehr schnell überwunden - versuch mal, ganz langsam anzufahren, da bist Du sofort von der weißen Linie weg. Beim Balken kommt die Feigheit ins Spiel: Wenn Du Dich auch nur ein bisschen vertust, landest Du auf dem Erdboden.
Wahrscheinlich wäre es einfacher, mit Karacho auf den Balken zuzufahren. Kommt auf den Bremsweg auf der Ladefläche an ))
also das ist bestimmt psychologisch bedingt!
In dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, ging ein schmaler Steg über einen breiten Bach.
Wenn ich den mit Karacho mit dem Fahrrad nahm und nur das Ziel vor Augen hatte, war das drüber fahren kein Problem.
Einmal, mitten auf dem Steg unsicher geworden, lag ich samt Fahrrad im Bach. Worauf ich dann lange Zeit abgestiegen bin und geschoben habe.
Irgendwann hab ich dann all meinen Mut zusammengefasst und siehe da, es ging wieder.
Andererseits solltest du wirklich mal überprüfen, ob du genau auf einer graden Linie fährst, bei mäßiger Geschwindigkeit, also etwa indem du eine grade Linie auf einem Platz links und rechts mit Sand ausstreust, kleine Ausgleichbewegungen macht man nämlich immer, das ist überhaupt das Geheimnis des Zweiradfahrens, ob nun mit oder ohne Motor.
einen Gang entlagzugehen, der ca. 50 cm breit ist, ohne die Wand zu berühren wird Dir sicher auch nicht schwer fallen.
Nun verlegen wir diesen Gang ohne Geländer auf luftige 10 - 15 m Höhe.
Wer traut sich noch?!
Variante.
Der Gang mit Geländer/ohne Geländer in dieser Höhe.
Es ist mir ohne weiters möglich, mit dem Motorrad über längere
Distanz exakt auf einer geraden weissen Linie zu fahren.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass DU das auch in Schrittgeschwindigkeit schaffen wirst, wenn Du nur nicht auf die dumme Linie schaust, sondern auf einen Punkt weit hinter dem Ende der Linie.
Mit ein wenig Übung kann man auch auf die Rampe eines Anhängers fahren - sofern man die dumme Rampe dabei nicht ansieht, sondern MINDESTENS das Ende es Anhängers.
Versuch doch mal in Schrittgeschwindigkeit auf einer weissen Linie zu fahren, die Du dabei auch noch kurz vor dem Vorderrad ansiehst - geht nicht!
So ist das auch mit der Rampe: aus Angst, das Teil zu verfehlen, geht der Blick kurz vor das Vorderrad - und damit ist der Absturz garantiert!
Übung macht den Meister!!!
Lieben Gruss
Ulli, die hofft, sich hier verständlich ausgedrückt zu haben!
ich hoffe, hier im richtigen Forum zu sein, da ich davon
ausgehe, daß die Frage mit Psychologie zu tun hat.
Ich denke, neben der schon zahlreich genannten Angst spielt auch die Physik eine Rolle. Wenn Du während der Fahrt auf die Linie schwenkst und das Rad dort plazierst, musst Du dich doch auch erst etwas einpendeln. In der Zeit legst Du sicher ein paar Meter zurück. Das Stück, auf dem Du den Balken treffen musst, ist aber nur wenige cm lang. Vielleicht würde es helfen, den Balken auf dem Boden mit einer weißen Linie zu verlängern, um ihn schon vorher anpeilen zu können.
Versuch doch mal in Schrittgeschwindigkeit auf einer weissen
Linie zu fahren,
Hallo, Ulli,
das Vertrackte dabei ist, dass die stabilisierende Kreiselwirkung der Räder umso geringer wird, je langsamer man fährt. Um so stärker müssen aber die Lenkausschläge werden, die es braucht um das Gefährt in der Spur zu halten.
neulich bei Sendung mit der Maus haben sie gezeigt, wie die Kreiselbewegung der Räder die Fahrt stabilisiert… da konnte selbst ein Kartoffelsack gerade aus fahren )
Da lag es an der Geschwindigkeit (also Physik). Wobei die Psychologie sicherlich zusätzlich noch eine verstärkende Rolle spielt.
einen Gang entlagzugehen, der ca. 50 cm breit ist, ohne die
Wand zu berühren wird Dir sicher auch nicht schwer fallen.
Der Witz dabei ist, daß wir uns nicht am Boden, sondern eher
an den Wänden orientieren.
Nun verlegen wir diesen Gang ohne Geländer auf luftige 10 - 15
m Höhe. Wer traut sich noch?!
So wie wir als Kinder auf Dächern rumgeturnt sind, würde ich da
keine großen Probleme sehen. Ein 50cm breiter Steg ist wirklich
sehr großzügig 15cm wär schon anspruchsvoller.
Variante.
Der Gang mit Geländer/ohne Geländer in dieser Höhe.
Da gibt es allerdings wohl doch noch einen physiologischen Effekt,
unabhängig von „einfach Schiss“ haben.
Unser Gleichgewichtsorgan ist sehr eng mit dem Sehorgan verbunden.
Wenn Du aber einen Balken sehr hoch über Grund lagerst, dann
verschwindet plötzlich eine Menge Information über das umgebende
Gelände, so daß der Gleichgewichstsinn tatsächlich ins Trudeln
kommt (zumindest, wenn man übervorsichtig nur noch auf den
schmalen Steg starrt. .
Wer an Höhe gewöhnt ist, wird nicht nach unten auf den schmalen
Balken starren, sondern sich weiter entferntes Gelände zur
Orientierung suchen um die fehlenden Infos zu kompensieren.
Gruß Uwi
Unverständlich ist mir, warum dieses Thema von „Psychologie“
nach „Motorrad“ verschoben wurde.
Wenn Du Dir einfach mal ferngesteuerte Modell-Motorräder anschaust, wirst Du
sehen, dass da in erster Linie die Physik bei Zweirädern eine Rolle spielt.
Ein schlecht trainierter Gleichgewichts-Sinn wäre schon eher Thema für die
allgemeine Psychologie. Aber so lass sich Dein Artikel, wie auch die Antworten
nicht.
Hallo, vieles schon gesagt und auch viel Richtiges.
Ergänzung: WIR FAHREN/LAUFEN DORTHIN WOHIN WIR SCHAUEN.
Statistiken besagen, dass mehr Kinder von Frauen als von Männern „überfahren/verletzt“ werden.
Der Beschützerinstinkt der Mütter gebietet es auf dass Kind zu schauen, es zu beobachten, deshalb fahren sie auch dorthin wo das Kind hinrennt. ( Ball auf Straße).
Ist nicht von mir, sondern aus einen Fahrsicherheitstraining.
Zweck der Übung war, schau in die Lücke und nicht auf das Hindernis.
So ist es auch mit dem übers Brett fahren.
Wenn Du Dir einfach mal ferngesteuerte Modell-Motorräder
anschaust, wirst Du
sehen, dass da in erster Linie die Physik bei Zweirädern eine
Rolle spielt.
Oft haben aber Leute, für die es zB kein Problem ist, mit einer bestimmten Geschwindigkeit auf einer Linie am Boden zu fahren, Probleme mit derselben Aufgabe, wenn die Linie plötzlich ein Brett ist.
Physikalisch sind beide Aufgaben äquivalent, also wäre es IMHO eher ein Fall für die Psychologie - insbesondere wenn der OP es auch dort plaziert hatte.