also schon allein die Aufgabenstellung lässt einen ja ins Grübeln kommen -- aber die Lösung???
Fragestellung (so ähnlich):
Kurt ist ziemlich gestresst und sauer. Vor allem sein Kater Tom geht ihm im Moment ziemlich auf den Senkel! Dieser rennt die ganze Zeit an ihm vorbei. Kurt gibt dem Kater einen Tritt in die Seite als dieser wieder vorbeikommt.
Dann wunder sich Kurt … er hat den Kater doch getreten, also eine Kraft aufgewandt. Kurt kennt sich mit Physik aus und weiß daß durch eine Kraft auch eine Beschleunigung erzeugt wird. Er sieht den Kater jedoch genau mit der gleichen Geschwindigkeit wegfliegen, wie er gekommen ist.
Wo liegt Kurts Denkfehler?
„Lösung“:
Kurt weiß nicht dass eine Richtungsänderung auch eine Beschleunigung ist. Der Kraftstoß wirkt senkrecht zur Bewegungsrichtung des Katers und ändert somit nur die Richtung.
Sollte man den lieben leuten von Klett nicht mal erklären wie das alles funktioniert???
Da wird man als Leser nämlich nicht gerade weitergebildet :-/.
Kurt weiß nicht dass eine Richtungsänderung auch eine
Beschleunigung ist. Der Kraftstoß wirkt senkrecht zur
Bewegungsrichtung des Katers und ändert somit nur die
Richtung.
Hallo Philipp,
natürlich nur bei einem ganz bestimmten Kraftstoß senkrecht zum Mittel der vorherigen und der nachfolgenden Bewegungsrichtung. Allgemein ist das falsch. Nehmen wir nur einmal an, der Kater bewegt sich mit 1 m/s und erhält einen Stoß, der ihn auf 10m/s bringt.
Gruß Hypatia
Hi Hypatia!
Ja genau! aber schon allein die Ausgangssituation, dass der Kater sich genauso schnell bewegt wie vorher ist falsch. Kurt hätte dann nämlich immer wirklich GENAU während des gesamten Stoßes eine zu Toms Bewegungsrichtung senkrechte Kraft aufwenden müssen.
Die Autoren haben wahrscheinlich nicht bedacht, dass die zu Beginn des Stoßes senkrecht wirkende Kraft sich zu einer nicht mehr senkrechten verwandelt.
Ich kenne glaub ich nur eine Situation, die das ständige wirken einer senkrechten Kraft beinhaltet und das ist die Lorenzkraft.
Achso ja, und halt noch die Kraft, die auf zB ein Auto in einer Kurve wirkt (mal abgesehen von der Reibungskraft).
Kennt ihr auch andere solcher einfach vom Grundaufbau falschen Dinge in Büchern?
gruß
Philipp
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi,
ich hoffe, dass es ein Ball war, der Tom heisst.
Mit dem Treten von Tieren Physik erklären zu wollen
ist nun wirklich das letzte.
Oder hab ich was nicht kapiert?
Gruß
Thomas
Hi Thomas!
Ja ich verstehe auch nicht warum es unbedingt ein Kater sein sollte. Vielleicht um die Konzentration der Leser zu steigern?!??
Obwohl das Buch wahrscheinlich schon eher von Menschen gelesen wird, die dies nicht als Vorbild nehmen ist es schon irgendwie daneben.
vor allem: " er bemerkt, dass der Kater immer noch die gleiche Geschwindigkeit besitzt " .
ich glaube, diese realistische, geschmackvolle aufgabe sollte verdeutlichen, dass ein koerper, der eine translatorische geschwindigkeit hat,bei einem senkrecht zur geschwindigkeit ausgefuehrten impuls den geschwindigkeitsbetrag in richtung der urspruenglichen translation unbeeinflusst laesst.
gebunden von kinderhand, das cover aus krokodilsleder, die seiten aus regenwaldholz hergestellt, sollte man im vorwort des buches wenigstens erklaeren, dass die tiere, um die richtigkeit der physikalschen gesetze zu beweisen, ohne so unnuetze dinge wie drehimpuls,reibung,deformation oder schmerz usw. erwaehnen zu muessen, in eisklumpen eingefroren wurden.
…nicht dass sich noch greenpeace meldet…
natürlich nur bei einem ganz bestimmten Kraftstoß senkrecht
zum Mittel der vorherigen und der nachfolgenden
Bewegungsrichtung.
Auch das stimmt nicht. Die resultierende Geschwindigkeit ist doch vektoriell zu ermitteln und damit ergibt sich in der Summe auch bei senkrechtem Stoß eine insgesamt höhere Geschwindigkeit - halt in einer anderen Richtung.
Gruß
loderunner
hätte dann nämlich immer wirklich GENAU während des gesamten
Stoßes eine zu Toms Bewegungsrichtung senkrechte Kraft
aufwenden müssen.
nein, es reicht wenn man nur einmal unendlich kurz in eine bestimmte Rcihtung tritt.
Die Autoren haben wahrscheinlich nicht bedacht, dass die zu
Beginn des Stoßes senkrecht wirkende Kraft sich zu einer nicht
mehr senkrechten verwandelt.
nicht, wenn de Trittsehr kurz ist.
Kennt ihr auch andere solcher einfach vom Grundaufbau falschen
Dinge in Büchern?
Die einzige Aussage aus dieser Aufgabe ist: Dinge MÜSSEN nicht unbedingt schneller sein als vorher, wenn sie beschleunigt wurden. Sie können auch einmfach ihre Richtung geänbdert haben… Auch wenn das Beispiel zugegebenermaßen etwas unglücklich gewählt ist, kann ich hier keinen Fehler entdecken. (Was auch nicht sehr schwer war, da hier nicht versucht wird irgendwas zu beweisen o.ä.)
Die einzige Aussage aus dieser Aufgabe ist: Dinge MÜSSEN nicht
unbedingt schneller sein als vorher, wenn sie beschleunigt
wurden. Sie können auch einmfach ihre Richtung geänbdert
haben… Auch wenn das Beispiel zugegebenermaßen etwas
unglücklich gewählt ist, kann ich hier keinen Fehler
entdecken.
Doch, es gibt da schon einen Fehler. Ein Kraftstoß senkrecht zur Bewegungsrichtung ändert die Geschwindigkeit sowohl betragsmäßig, als auch richtungsmäßig (es sei denn, es handelt sich um infinitesimale Kraftstöße, vgl. Kreisbewegung). Aber ich gebe Dir recht, was die Intention der Autor(inn)en anbetrifft. Die Aufgabe spielt ja schließlich auch mit unpräzisen Angaben und allein die Tatsache, dass hier darüber diskutiert wurde und die Sache geradegerückt wurde, ist immerhin auch ein Verdienst des Autorenteams.
Doch, es gibt da schon einen Fehler. Ein Kraftstoß senkrecht
senkrecht? bist du dir sicher, daß in der originalen Aufgabe „senkrecht“ stand ? Ich hab da nichts gesehen… da steht lediglich ein Tritt „in die Seite“. Und der kann sehr wohl so gesetzt werden, daß der Hund weder schneller noch langsamer wird.
Grüße, Tom
zur Bewegungsrichtung ändert die Geschwindigkeit sowohl
betragsmäßig, als auch richtungsmäßig (es sei denn, es handelt
sich um infinitesimale Kraftstöße, vgl. Kreisbewegung). Aber
Doch, es gibt da schon einen Fehler. Ein Kraftstoß senkrecht
senkrecht? bist du dir sicher, daß in der originalen Aufgabe
„senkrecht“ stand ? Ich hab da nichts gesehen… da steht
lediglich ein Tritt „in die Seite“. Und der kann sehr wohl so
gesetzt werden, daß der Hund weder schneller noch langsamer
wird.
Jetzt sind ja schon bei nem Hund !!
Naja jedenfalls wäre das was du beschreibst viel zu komplex für die kleine Aufgabe! Kurt müsste dann den Kater mit seinem Fuß einerseits
in der Ursprünglichen Richtung abbremsen und in der senkrechten beschleunigen.
Und anders kann der Tritt aus praktisch Menschentechnischen gründen nicht gesetzt werden! Versuch doch mal im trockenen deinen Fuß so zu bewegen, dass er auf der Kreisbahn des Katers verläuft!!
Dein Bein hat- wenn es am ersten Berührungspunkt ankommt schon eine relativ hohe Geschwindigkeit in der Senkrechtrichtung.
Dieses müsstest du binnen millisekunden abbremsen und auf die gleiche Bewegungsrichtung des Katers bringen. Dann auf einer Kreisbahn bewegen und zwar mit GENAU der Anfangsgeschwindigkeit des Katers.
viel Spaß beim Üben .
Und wie einigen wir uns jetzt über die Aufgabe?? Ist die vom Mensch-Kater sein her schlecht?. Und/oder von der Lösung?
Meiner Meinung nach würde der Kater wahrscheinlich fast eine Parabelbewegung ausführen.