Neuregelung des Freibetragsin Benidertenwerkstatt?

Hallo, ich habe gelesen dass Beschäftigte in einer Behindertenwekstatt ab 2005 praktisch umsonst arbeiten müssen,weil rotgrün klammheimlich den Freibetrag gesenkt hat, soll heissen;Der Freibetrag für Sozialhilfeempfänger betrug bisher ca 190 € ab 01.01.2005 muss man dann fast alles dem Sozialamt überweisen und man darf nur noch lächerliche 43 € behalten.Also gehen 147 € an den Statt und den Rest darf man behalten???Stimmt dies?Wenn ja dann wäre das doch eine enorme Ungerchtigkeit.Wenn man dies in Prozent ausrechnert…ich würde dann nämlich für die Arbeit sogar draufzahlen…wo gibt es das sonst dass man praktischt mehr bezahlt an Ausgaben für Unkosten wegen Arbeitt als man zurückerhält???Vielliecht ist hier ja jemand der Sozialarbeiter in einer Behindertenwerkstatt ist???

Ich bin Gruppenleiter in einer Hessischen WfbM (Werkstatt für Menschen mit Behinderungen).
Bei uns scheint es so zu sein, dass der Freibetrag schon heute (seit ca. 2 Monaten) bei 57€ liegt.

Ich kläre es zur Zeit gerade, weil bei uns ähnliche Fragen aufkommen.
Morgen weiß ich evtl mehr dazu…
JK

Das Sozialamt will halt nun mal nur dann zahlen, wenn sonst kein Geld für den Sozialhilfeempfänger „reinkommt“.

Wer behindert ist, kann statt Sozialhilfe Grundsicherung erhalten. Mitarbeiter in einer ‚Werkstatt für Menschen mit Behinderung‘ (WfbM) sind Menschen mit Behindertenausweis gleichgestellt.

Ja, die Sozialämter haben ihre Freibeträge für Sozialhilfe bzw. Grundsicherung gesenkt. Dies betrifft das Entgelt der Klienten im Arbeitsbereich der WfbM.

Wenn man noch im Berufsbildungsbereich (BBB) der WfbM ist und Geld vom Arbeitsamt bekommt, kann dies sogar voll auf die Sozialhilfe oder Grundsicherung angerechnet werden (kein Freibetrag), weil dieses Geld nicht als ‚Erwerbseinkommen‘ betrachtet wird.

Wer nun nicht mehr motiviert ist, und keine Lust mehr zum Arbeiten hat, sollte die Arbeit in der WfbM nicht gleich hinschmeißen. Das Sozialamt könnte dann nämlich auf die Idee kommen, gar nicht mehr zu zahlen.

Hier hilft nur ein Appell an die Politiker.
Eure Werkstatträte, Werkstattleiter, Sozialdienste und Ihr müssten sich an die Politiker und an die Presse wenden.

Das einzige, was tröstet ist, dass die Werkstatt mehr bietet als Arbeit: Gemeinschaft, Programm für den Tag, Mittagessen, Krankenversicherung, Rentenversicherung, …
JK