Hallo Experten,
wir haben hier ein echtes Problem und brauchen oberdringend Hilfe!
Zur Situation: unser Sohn ist psychisch krank, schwer krank.
Eigentlich ist er verdammt intelligent, aber irgendwas hat ihn aus der Bahn geworfen. Er hat sein Abi abgebrochen, war dann beim Bund und hatte danach eine einfache Ausbildung begonnen. Aber nur scheinbar. Er hat zwar früh das Haus verlassen und kam nachmittags wieder zurück, aber in Wirklichkeit war er nicht in der Schule. Hat sich irgendwo in Parks rumgedrückt, Drogen ausprobiert. Nur von der Schule kam auch keine Reaktion.
Irgendwann flog das Ganze dann endlich auf.
Eines Tages war er verschwunden, ohne irgendwas zu sagen, einfach weg.
Nur sein PC war noch an (würde er nie tun!) und da war eine Worddatei offen: eine Art Abschiedsbrief.
Ich bin dann sofort los und habe gesucht. Und habe ihn tatsächlich gefunden. Aber in einer falschen Klinik in einer falschen Station.
Er ist seit Monaten wieder zurück, mittlerweile ist er von der Schule geflogen, weil keine Krankschreibung vorliegt.
Wir wollen helfen, aber nichts geht.
Psychotherapie ausprobiert: einmal wöchentlich für eine halbe Stunde hin und nach sechs Mal einen guten dreistelligen €-Betrag bezahlt.
Nur geholfen hats nicht!
Alle Arztpraxen sind völlig überlastet, ein Anruf bei der Krankenkasse brachte auch nichts.
Der früheste Termin den ich bekommen könnte, wäre im kommenden Februar!
Ich weiß nicht was noch zu tun wäre. Wir wohnen am südöstlichen Stadtrand von Berlin.
Zwar sehen wir das Ortseingangsschild von Berlin, aber wir wohnen eben in LDS =8o(
Hat irgendjemand eine Idee? Kennt eine Praxis oder ist selbst Arzt und hat noch einen Termin?
Wir wären dankbar für jede Art von Hilfe!
BITTE!
der völlig verzweifelte
Zeulino
Hallo,
das hört sich ja schlimm an. Was sagt er denn zu der ganzen Situation?
Vielleicht hilft diese Möglichkeit:
http://www.web4health.info/de/answers/bipolar-gp-cli…
Was heißt „LDS“ - und wieso betonst du das? Es gibt doch die freie Krankenhauswahl - vor allem, wenn in Vor-Ort-Kliniken nichts frei ist - oder nicht?
http://www.deine-patientenrechte.de/Patientenrechte-…
Vielleicht hilft dir das, eine entsprechende Klinik zu finden:
http://www.vdek.com/vertragspartner/Krankenhaeuser/k…
Viel Erfolg und alles Gute,
Maren
Hi,
ein Bekannter hat sich in einer ähnlichen Situation an die Notfallaufnahme der nächsten psychiatrischen Klinik gewendet. Bis zur Aufnahme hat es keine Stunde gedauert.
Gruss,
Little.
Hallo,
mein Mitgefühl, ich erahne, welche Sorgen ihr habt… Es gibt nur ein sehr großes Problem: du schreibst, dein Sohn war schon beim Bund. Demnach ist er älter als 18 Jahre - und somit könnt ihr als Eltern nicht mehr ganz so klar die Führung übernehmen wie bei einem Minderjährigen.
Gegen seinen Willen wird es sehr schwer etwas zu unternehmen. Er müsste wahlweise Krankheitseinsicht haben und freiwillig Hilfe annehmen - oder man müsste ihn zwangseinweisen (nach PSychKG). Das wiederum würde eine konkrete Fremd- oder Eigengefährdung voraussetzen. Du wirst jetzt sagen: Die ist gegeben! Der Gesetzgeber sieht das aber - je nach konkreter Lage - etwas anders. Solange keine ganz akute Situation vorliegt und es „nur“ latente Probleme von fehlendem Lebensmut, vagen Suizidandeutungen, mangelnder Eigenorganisation etc. sind, wird kein Ordnungsamt, keine Polizei, kein Richter und kein Arzt eine Zwangseinweisung nach PsychKG vornehmen.
So bitter das ist, eure Möglichkeiten als Eltern sind bei einem erwachsenen Sohn bescheiden solange keine ganz akute Bedrohungslage gegeben ist. Es sei denn, euer Sohn zieht freiwillig mit. Das wäre natürlich in jedem Fall die beste Situation.
Dass es im Psychosektor extrem schwer ist überhaupt einen Termin zu bekommen, und wenn dann erst Monate später, ist leider ein häufiges Problem. Das ist also keine Schwäche deiner Region, sondern überall so. Was zu wissen dir nicht hilft, schon klar…
Ich kann da leider keinen besseren Rat geben als zu schauen, ob es in deiner Umgebung - und ich bin sicher, dass das in einer Stadt wie Berlin vorhanden ist - eine Selbsthilfegruppe etc. für Angehörige oder eine entsprechende Hilfsorganisation zu finden. Die haben dann einerseits die bestmöglichen Ratschläge wie ihr euch konkret verhalten könnt, wissen aber - und das ist wichtig! - auch wie ihr euch fühlt und was ihr braucht um mit der schwierigen Situation klar zu kommen.
Alles Gute und nicht aufgeben,
MecFleih
Auch Hallo,
das hört sich ja schlimm an.
Ist es ja auch!
Was sagt er denn zu der ganzen Situation?
Nichts! Absolut gar Nichts!
Man kann mit ihm, von klitzekleinen Kleinigkeiten abgesehen, nicht reden.
Vielleicht hilft diese Möglichkeit:
http://www.web4health.info/de/answers/bipolar-gp-cli…
Nicht wirklich - trotzdem Danke für den Tip.
Was heißt „LDS“ - und wieso betonst du das?
LDS steht für „Landkreis Dahme-Spreewald“
Es gibt doch die freie Krankenhauswahl - vor allem, wenn in Vor-Ort-
Kliniken nichts frei ist - oder nicht?
Tja, leider: grau ist alle Theorie.
Die schicken Dich zurück, weil bei denen auch alles voll ist.
http://www.deine-patientenrechte.de/Patientenrechte-…
und-freie-Krankenhauswahl.html
Das Gleiche.
Obwohl er es in den ersten Monaten, als er noch zum Arzt ging, auf eigene Faust versucht hat. Hat ihn ein Arzt nicht mehr krankgeschrieben, ist er einfach zum nächsten. Und keiner hats gemerkt, nicht mal die Krankenkasse.
Vielleicht hilft dir das, eine entsprechende Klinik zu finden:
http://www.vdek.com/vertragspartner/Krankenhaeuser/k…
Ich kann nur weitersuchen …
Trotzdem nochmal Danke für Deine Bemühungen.
Zeulino