Neurodermitis mal wieder

Hallo!

Es geht mal wieder um die Neurodermitis von meinem Sohn (8Wochen, voll gestillt).
Ich werde jetzt testen, ob es an der Nahrung liegt, d.h. ich werde in der nächsten Woche nur noch Gemüse, einige Obstsorten, keinen Fisch, keine Milchprodukte, keine Eier zu mir nehmen.
Jetzt haben mir aber schon 2 Ärzte gesagt, es sei irrelevant, was ich esse. Ist das wirklich so? Ich kann das kaum glauben… Schließlich bekommen Babies ja auch Koliken etc durch die falsche Nahrung der Mutter. Und es gibt ja wirklich sehr viele Babies mit Neurodermitis. Sollten das dann bei denen allen wirklich ausschließlich Umweltgifte, Kleidung etc sein? Das kann ich irgendwie schwer glauben. Was meint Ihr?

Danke und Gruß,

M.

Hallo M.,

evtl solltest du deine Frage mal in dem Forum der online-Stillgruppe stellen.
http://www.stillgruppen.de/

ich hab damals festgestellt, dass es nebensächlich ist, was ich esse… nur die Dinge, die ich nicht vertrage haben Probleme gebracht. Aber die läßt man ja so oder so weg.

Hallo!

Das ist natürlich doof, denn ich vertrag alles. Und dann wäre es was anderes, was das auslöst und würde das alles noch wesentlich komplizierter machen.
Aber vielleicht vertrag ich ja etwas nur ein bißchen nicht und mein Sohn reagiert viel stärker darauf? Z.B. bei Milchprodukten ist es ja so, dass manche Leute davon ein bißchen „verschleimen“, bzw. sich räuspern müssen, schnupfen usw und das vielleicht damit nicht in Verbindung bringen? Oder bei kleinen Pickeln oder so? *seufz* Aber vielen Dank für den Link - da werd ich gleich mal was hinschreiben…

Gruß,

M.

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Liebe M.
da bin auch ich wieder :smile:

Meine Meinung und bisherige Erfahrung: Es geht über die Muttermilch!!!

Ich habe Dir ja schonmal geantwortet. Aber mittlerweile habe ich weitere Beweise:
Nachdem ich ca. 2 Wochen auf Milch, Hühnereiweiß, Weizen verzichtet hatte und sich keine wirkliche Besserung der Haut einstellte, verzichtete ich auch auf jegliches Obst (hatte ich Dir ja geraten) der Fruchtsäure wegen (dachte, die Apfelschrole wäre der Auslöser). Daraufhin: Nur leichte Verbesserung.

Da mein Sohn sich nun schon seit Wochen die haut kaputt kratzte (sie war an den Wangen teils richtig offen!) unternahm ich einen Extremtest:
ich ließ zusätzlich auch folgende Sachen weg:
jegliches Getreide außer Dinkel
Fisch
Fleisch
Gemüse
jegliche Milchprodukte (auch Ziege…)
Soja
Trockenfrüchte

Drei Tage lang aß ich nur Dinkel (selbstgebackenes Brot, Spaghetti, gekochte Körner) und Honig (zusätzlich Vitaminpräperate). War eine schlimme Zeit für mich. Mach es also nicht nach! :wink:

Und siehe da, die Haut wurde am Ende der drei Tage besser. Nur eine Wange war noch leicht gerötet.

Deshalb untenahm ich einen - leider folgenschweren - Test (um zu wissen, kommt es durch die Muttermiclh oder nicht): Ich habe ein Glas Milch getrunken.

Einen halben Tag später verschlechtert sich die Haut. Drei Tage später ist die Haut wund wie nie zuvor. Mein Sohn und wir alle waren am Verzweifeln. Am nächsten Tag, da das Jucken nicht auszuhalten war, habe ich ihm einmal dünn eine leichte kortisonhaltige Salbe (Laticort Salbe 0,1%) auf die wundesten Stellen geschmiert und ihm Fenistil-Tropfen gegeben (pro Kilogramm 1 Tropfen).

Der idiotische Milch-Test ist nun 5 Tage her. Die Haut beruhigt sich ganz, ganz langsam. Ich esse nach und nach wieder mehr Dinge. Werde aber weiterhin auf Kuhmilchprodukte, Fisch, Soja, Nüsse, Fleisch, Weizen, Hühnereiweiß, bestimmtes Gemüse (Tomate z.B.) und Obst (außer Banane) verzichten, Ziegenkäse esse ich wieder.

Mein Rat an Dich nun:
Lass die Kuhmilchprodukte weg und warte. Mindestens 3 Wochen. Wenn die Kuhmilch der Auslöser sein sollte, dann sollte nach dieser Zeit wirklich eine Besserung da sein.

Abstillen: Die künstliche Säuglingsnahrung ist auf Kuhmilchbasis hergestellt. Auch die HA-Nahrung. Vorher also abwägen, ob Dein Sohn diese Nahrung dann vertragen könnte.

Gut Glück
Claudia

Ach so: war an Deinem Posting ein Foto angehängt? Ich sehe da ein Rechteck mit rotem x. Kann es also nicht öffnen. Wenn ja, würdest Du es mir nochmal an meine Mail-Adresse schicken?

Hallo!

Danke für Deine Antwort!
Ich lasse gerade alles weg. D.H. alles, was Du unten beschrieben hast. Sollte es dann besser werden, weiß ich wenigstens, dass es an der Ernährung liegt und kann dann peu a peu weiter probieren.
Noch eine Frage an Dich: Hat Dein Sohn im Krankenhaus nach der Geburt eine Glukoselösung zum Trinken bekommen?

Danke und Gruß,

M.

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Hallo!

Noch eine Frage an Dich: Hat Dein Sohn im Krankenhaus nach der
Geburt eine Glukoselösung zum Trinken bekommen?

nein
Bisher hat er außer Vit D und K nichts bekommen - nur meine Milch.

Würde mich freuen, wenn Du mir den Fortgang der Dinge bei Euch dann und wann mailst. Unsere Suche nach der Ursache ist noch nicht abgeschlossen.

Du fragtest noch, was man machen kann bei Neurodermitis.
Meine Kinderärztin praktiziert klassische Medizin als auch Homöopathie. Sie will es demnächst erstmal mit Homöopathie versuchen. Sie hat darin 15 Jahre Erfahrung. Die kortisonhaltige Salbe hat sie mir nur auf meinen Hilferuf hin gegeben…

Dann gibt es da noch die Bioressonanz. Ich weiß nicht, wie die funktioniert. Werde es gleich mal im Forum posten. Eine Freundin, deren Söhne so wie die unseren auf Nahrung reagieren, ist davon begeistert. Ich halte es für Zauberei. (so habe ich allerdings auch über die Homöopathie gedacht - bis die meinem großen Sohn (4 J.) sehr gut geholfen hat).

Liebe Grüße
Claudia

Hallo!

Bioresonanz hat der Tochter meiner Cousine als Baby gut geholfen, als sie sehr schlimm Neurodermitis hatte.
Ich möchte jetzt das ausprobieren:
http://alix-naturheilzentrum.de - Presseberichte - Darmflora/Neurodermitis bei Kindern.
Da scheint es nicht um Geld zu gehen, weil man das selbst machen kann und es leuchtet mir auch ein. Vor allem halt das mit der Glukoselösung. Die Tochter meiner Cousine hat das Zeug auch bekommen nach der Geburt, mein Sohn (worüber ich mich inzwischen schwarzärgere) und der Sohn einer Freundin - die alle Neurodermitis haben. Wer weiß, vielleicht kann das ja eine der Ursachen sein…

Ich halt Dich auf dem Laufenden - Du mich auch? :smile:

Lieben Gruß,

M.

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Liebe M.,

ich finde, Du verbeißt Dich viel zu sehr auf eine Nahrungsunverträglichkeit. Ich denke, es ist in der Schaden-Nutzen-Abwägung und in Anbetracht dessen, dass es äußerst gefährlich sein kann für Dein Kind, wenn Du Dich bei vollem Stillen mangelhaft ernährst und der Nachweis längst erbracht ist, dass die Stoffe, die über die Muttermilch auf den Säugling übertragen werden, äußerst fahrlässig, wenn Du da nun krampfhaft „Selbstmedikation“ betreibst.

Neurodermitis wird auch als unspezifischer Hautausschlag, der in Schüben kommt, bezeichnet.

Die Erkenntnis, worin die Grundlage liegen könnte, ist nicht gegeben, da so viel ursächlich sein könnte. Gerade bei so jungen Säuglingen liegt eher die Vermutung nahe, dass ihnen die Anpassung auf die Welt außerhalb des geschützten Mutterleibes schwerer fällt, ihre Haut übersensibel auf die Umwelteinflüsse reagiert. Das aber bedingt eben auch eine weitere Auseinandersetzung damit, dass sie widerstandsfähiger werden. Da scheiden sich die medizinischen Geister, ob es wirklich so ratsam ist, auf Vermeidungstaktiken zu verfallen. Die meisten Ärzte, die ich wegen der Neurodermitis meiner Tochter (9 Mon.) konsultiert habe, waren Verfechter, sie Stück für Stück mit allem vertraut zu machen. Und damit bin ich bislang auch gut gelaufen.

Es ist ein Irrglaube, dass es immer einen sofort nachvollziehbaren Zusammenhang gibt zwischen Nahrungsaufnahme und neurodermitischem Hautausschlag. Im Gegensatz zu einer allergischen Schockreaktion! Das ist auch der Grund, weshalb viele meinen: Jetzt hab ich’s gefunden, was die Ursache ist; und dann sind sie ganz verdattert, dass nach ein paar Tagen/Wochen TROTZ Vermeidens des ausgemachten Nahrungsmittels wieder ein Ausschlag erfolgt.

Meine persönliche Schlussfolgerung ist, dass die Erkenntnisse über Neurodermitis noch so unausgereift sind, dass es ganz einfach müßig ist, nach der berühmten Nadel im Heuhaufen zu suchen. Bei meiner Tochter verfahre ich inzwischen ganz unaufgeregt, was sich auch sehr deutlich auf ihr Wohlbefinden ausgewirkt hat. (Ausgeglichene Mutter = ausgeglichenes Kind!) Wichtig ist strikte Einhaltung von simpelsten Pflegen: KEINE übertriebene Körperpflege, klares (nicht zu heißes) Wasser, nur Abtupfen, nicht Trockenrubbeln der Haut, gründliches Eincremen mit einer wirkstofffreien Salbe, z. B. LINOLA oder Physiogel. Bei akuten Hautschüben sehr sparsames und auf den Herd beschränktes Salben mit einem kortisonhaltigen Präparat.

Bei meiner Tochter hat das geholfen. Zwischen den Schüben vergrößern sich die Abstände deutlich. Ich halte ihr die Fingernägel sehr kurz, und in akuten Phasen trägt sie nachts dünne Handschühchen.

Ich wünsche Dir mehr Gelassenheit und Deinem Kind weniger Juckreiz
Jana

Hallo!

Danke auch für Deine Meinung. Ich finde mich nicht ungelassen, nur weil ich mich in alle Richtungen informiere. Im Gegenteil, ich informiere mich halt lieber erstmal richtig bevor ich das ausprobiere, von dem ich meine, dass es helfen könnte. Wäre ich NICHT gelassen, dann hätte ich ihm ja sofort Cortison draufgeschmiert :wink: Und eine Selbstmedikation findet ja nicht statt - Gemüse etc sind ja wohl keine Medikamente… Und nur weil ich jetzt mal ein paar Tage keine Tierprodukte zu mir nehmen, werden bestimmt nicht gleich Mangelerscheinungen beim Kind auftreten, das würde noch nicht einmal ein Arzt behaupten.
Ich probiere halt lieber erstmal die sanften Methoden. Wenn die dann nicht wirken, kann ich ja immer noch auf die agressiven zugreifen… Ich möchte erstmal rausfinden, was überhaupt die Ursache sein könnte. Und dann möchte ich den Stoff o.ä. auch nicht für immer vermeiden, sondern ihn langsam damit vertraut machen. Dazu muß ich aber erstmal wissen, welcher es ist. Und Cortison mag ja ein Wunderzeug sein - es hat bisher noch keinem gesagt, was die Ursache für seine Neurodermitis ist.
Ich bin auch nicht aufgeregt oder unausgeglichen. Aber sollte es nicht weggehen, möchte ich mir auch nicht später mal vorwerfen, dass ich viele Dinge gar nicht probiert habe, nur weil Schulmediziner das als Unsinn bezeichnen.
Fälle aus meiner eigenen Familie haben gezeigt, dass es eben DOCH mit der Nahrungsaufnahme zu tun hat (Sohn meines Cousins, da war es Kuhmilch) - das hat ja auch Gerlinde bestätigt und dass alternative Heilmethoden durchaus wirken können (Tochter meiner Cousine mit Bioresonanz). Cousine ist übrigens Biologin und kommt aus einer Ärztefamilie, es hat sehr lange gedauert, bis sie sich dazu durchgerungen hat.
Statistiken mögen ja gut und schön sein. Da kann ich mir allerdings nie sicher sein, ob sie wirklich stimmen, weil es meist für die gegenteilige Behauptung wieder eine Statistik gibt. Da sind eigene Fälle, die ich sehe für mich viel wichtiger und Beweis genug.

Ich bin momentan sehr gelassen, wahrscheinlich weil ich weiß, dass ich mich informiere und alles tue. Gestreßt wäre ich wohl erst, wenn ich mich mit einer Diagnose abfinden würde und nur eine Behandlungsmethode als die Richtige betrachte.

Aber so ist wohl jeder Mensch verschieden.

Dir auch viel Glück und alles Gute für Dich und Deine Tochter,

M.

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Berichtigung

Fälle aus meiner eigenen Familie haben gezeigt, dass es eben
DOCH mit der Nahrungsaufnahme zu tun hat (Sohn meines Cousins,
da war es Kuhmilch) - das hat ja auch Gerlinde bestätigt

ich meinte Claudia :smile:

Hallo M.,

Ich bin momentan sehr gelassen, wahrscheinlich weil ich weiß,
dass ich mich informiere und alles tue. Gestreßt wäre ich wohl
erst, wenn ich mich mit einer Diagnose abfinden würde und nur
eine Behandlungsmethode als die Richtige betrachte.

Nach einem halben Leben mit zeitweise schwerer Neurodermitis habe ich folgende Erkenntnis gewonnen: Erst als ich resignierte, alles hinschmiss und aufhörte, krampfhaft gesund werden zu wollen, wurde ich gesund. Das entspricht nicht unserem „gängigen“ Umgang mit Krankheiten, und gerade beim eigenen Kind will man ja alles tun und richtig handeln. Das führt aber zwangsläufig zu einem krampfigen Umgang mit der Krankheit.

Besonders in Sachen Ernährung kann man sich so richtig schön geißeln und Stress verursachen. Dabei sollte einem aber immer bewußt sein: Die Neurodermitis ist KEINE Nahrungsmittelallergie. Die Ursachen liegen woanders. Du kannst Deine Ernährung umstellen und die Schübe werden vielleicht weniger. An der Ursache hat sich dadurch nichts geändert.

Meine ganz persönliche Meinung ist: Die Neurodermitis schlummert permanent im Atopiker. Der Ausbruch der Krankheit hat (auch beim Säugling) psychische Ursachen. Die Heilung (oder Symptomfreiheit) hängt unmittelbar mit der psychischen (seelischen?) Gesundheit zusammen.

Google mal nach Neurodermitis im Zusammenhang mit „Gelsenkirchen“. Oder schau hier: http://www.wdr.de/tv/service/gesundheit/inhalt/20041…

Viele Grüße,
Iris

Hallo!

Vielen Dank für Deinen Beitrag. Die Ernährung wird jedoch auch nach dem von dir vorgestellten Modell umgestellt! Was mache ich dann also großartig falsch?
Ich denke, es gibt einfach zu viele Ursachen und Möglichkeiten und es gibt keine einzig richtige. Manchen geht es vielleicht besser, wenn sich nicht darum gekümmert wird, anderen vielleicht nach einer schulmedizinischen Therapie, anderen vielleicht nach einer homöopathischen Therapie usw.
Ich kann gut verstehen, dass man nach einer langen Leidenszeit resigniert. Und Dir mag es seitdem auch bessergehen. Aber ich glaube nicht, dass es bei jedem so ist. Dazu habe ich schon zu viel mitbekommen - auch von Leuten die ebenfalls nichts mehr tun (können).
Ich weiß, dass Streßsituationen für mein Baby nicht gut sind. Genau die haben wir auch nicht. Während er schläft, gehe ich sozusagen meinem neuen „Hobby“ nach - ich googel zu einem Thema, das mich interessiert. Und ich stelle für eine paar Tage die Ernährung um. Für mich ist das kein Streß. Für ihn dann wohl auch nicht. Und ich denke wahrlich an andere Sachen, wenn ich mit ihm spiele/ihn stille etc.
Vielleicht ist es kein geeignetes Beispiel, aber: ich bin selbst Allergikerin. Als Kind hatte ich ganz schlimmes Asthma. Auch Neurodermitis, aber eher sporadisch. Ich habe das Asthma sehr erfolglos ignoriert, so dass ich mehrere Wochen im Krankenhaus verbracht habe und mir nur noch mit schwersten Medikamenten geholfen werden konnte. Ich denke, wenn man da gleich was in Angriff genommen hätte, wäre mir das vielleicht erspart geblieben.
Deshalb - es mag bei Dir geholfen haben. Aber ich mag mir nicht den Schuh anziehen vielleicht zu lange gewartet zu haben und es wird schlimmer… Und ich werde bestimmt auch nicht jeden Scheiß probieren und von Wunderheiler zu Wunderheiler rennen. Aber ich finde das Thema außerdem noch spannend. Vielleicht will ich ja auch nur mehr zu tun haben :wink:
Ich freue mich auf jeden Fall, dass es Dir besser geht und wünsche Dir noch ganz viel Gesundheit,

M.

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Liebe M.,

Information ist das A und O. Absolut - da gebe ich Dir doch unbenommen Recht! Aber lass Dich nicht auf diesen Tunnelblick ein. Kortison ist kein Allheilmittel, und sparsam eingesetzt kann es jedoch abgewogen gegen blutige Kratzattacken vs. Wohlbefinden des Kindes gut sein. Gerade bei so ganz kleinen Mäuschen ist Homöopathie so eine Sache; denn Du solltest dabei bedenken, dass homöopathische Medikamente in den meisten Fällen zuerst zu einer Verschlimmerung des Zustandes führen und erst allmählich und in langer Mühseligkeit zu EVENTUELLEN Erfolgserlebnissen. Einem Erwachsenen kannst Du dahin gehend motivieren. Bei einem Kind dürfte das schwer möglich sein.

Auch wird Dir auch die beste Information und das Konsultieren aller möglichen einschlägig Bewanderten gerade beim Thema Neurodermitis vor allem EINES bringen: Vollständige Verwirrung! Denn es gibt einfach keine greifbaren Belege über die Ursache bzw. Wechselwirkungen. Es gibt zahlreiche Vermutungen. Aber auf die wolltest Du doch gerade NICHT setzen, wenn ich Dich da richtig verstanden habe.

Schön, dass Du bereit bist, dies und das und jenes zu probieren. Tu es! Das finde ich richtig! Ich gab ja auch nur meine Bedenken bekannt. Selbst, wenn Du Dich nunmehr nicht mangelernährst durch das systematische Weglassen von bestimmten Lebensmitteln, so solltest Du aber auch nicht vergessen, dass eine Nahrungsumstellung IMMER ein enormer Kraftakt für Deinen Organismus bedeutet. Und ich denke, Du brauchst als Wöchnerin, die auch noch voll stillt, Deine Kraft für viel anderes dringender!

Und da wir gerade noch einmal das Thema Nahrungsmittel haben: von KUHMILCH wird grundsätzlich im gesamten ersten Lebensjahr eines Säuglings abgeraten. Genauso wie von Fisch und Honig!

Ich wünsche Dir alles Gute
Jana

Hallo!

Ich will ja nicht alles ausprobieren. Aber wenn ich mehrere Erfahrungsberichte habe zu einer bestimmten Vorgehensweise und diese auch von einem Heilpraktiker erklärt bekomme (am Telefon, kostenlos), dann wirkt das auf mich halt wesentlich seriöser als jemand, der mich sofort in seine Praxis holen will, was von Schwingungen labert und alle anderen als Quacksalber bezeichnet. Und so verringern sich die potenziellen Therapien doch ganz extrem. Es gibt auf jeden Fall 2 Therapien, die für das Kind absolut ungefährlich und nicht aufwendig sind und die ich ausprobieren werde. Außerdem bin ich Redakteurin - ich liebe Recherchieren und den Austausch mit Betroffenen :smile:.
Ich weiß nicht, ob die Erstverschlimmerung wirklich böse werden kann, da die Neurodermitis bisher noch nicht so stark ausgeprägt ist und er sie noch nicht so lange hat. Außerdem tritt dies bei der Therapie, die ich anstrebe nicht auf.
Wöchnerin bin ich ja nun auch nicht mehr. Und ich fühle mich gut, wie ich mich gerade ernähre. Das ist bestimmt am wichtigesten. Ich habe außerdem den Eindruck, dass es besser wird. Das kann an der Ernährung liegen, andererseits natürlich auch daran, dass gerade ein Schub vorbei ist. Ich werde dann abwarten und einfach schauen, ob es wiederkommt.
Ich glaube, Du sprichst davon, dass von Kuhmilch direkt für den Säugling abgeraten wird. Es geht aber ja darum, was ICH zu mir nehme. Und da hatte mir vorher niemand von Kuhmilch abgeraten und Fisch und so abgeraten…

Ich kann Dir ja dann von den Ergebnissen berichten :smile:

Gruß,
M.

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Neuro muß nicht Psycho heißen.
Hallo Iris,

Dabei sollte einem aber immer
bewußt sein: Die Neurodermitis ist KEINE
Nahrungsmittelallergie. Die Ursachen liegen woanders.

Das ist wie mit der Religion: Der eine glaubt an diesen Gott, der andere an jenen. Und doch scheint es - wenn denn - nur einen zu geben…

Neurodermits auf psychische Ursachen zu reduzieren halte ich für eine ebenso falsche Herangehensweise, wie sich nur auf Ursachen wie Nahrung, Kleidung, Umweltgifte… zu konzentrieren.

Die Heilung(oder Symptomfreiheit) hängt unmittelbar mit der psychischen
(seelischen?) Gesundheit zusammen.

Wie wird diese hergestellt? Was ist Stress? Wie wird dieser ausgelöst?
Kann es nicht sein, dass auch ein Nahrungsmittel, welches unverträglich ist (enormen) Stress auslöst?

Ich gebe zu, eine Krankheit kann sich manifestieren, wenn man sich zu sehr damit einrichtet. Sie kann zum Begleiter werden, den man sich evtl. erst mal wieder abgewöhnen muß. Den Kopf frei davon zu bekommen ist nicht leicht. Hier geht es nicht um eine Manifestation. Ms Baby und meines ist hoffentlich noch weit davon entfernt.

Bei meinem Sohn wird ein Zusammenhang zwischen Kuhmilch und Hautreaktion (ich nenne es mal nicht Neurodermitis - der Definition wegen) immer deutlicher. Habe gestern aus Versehen Kuhmilch (statt Reismilch) in meinen Tee getan, die Tetrapacks stehen eben beim Frühstück nebeneinander… Heute Nacht verschlimmerte sich die Haut meines gestillten Sohnes wieder. Erst heute Morgen dann fiel mir ein/auf, dass ich gestern den falschen Tetrapack erwischt hatte. Habe also keine vorsorgliche Angst (oh, ich habe Kuhmiclch getrunken) auf meinen Sohn bzw. in meine Muttermilch übertragen, wodurch sich die Haut evtl. hätte verschlimmern können (Psycho).

Viele Grüße
Claudia

Neurodermits auf psychische Ursachen zu reduzieren halte ich
für eine ebenso falsche Herangehensweise, wie sich nur auf
Ursachen wie Nahrung, Kleidung, Umweltgifte… zu
konzentrieren.

Hallo Claudia,

cih glaube, Du hasts Recht, denn ich habe neulich von meinem Arzt zu hören gekriegt, das Neurodermitis eine Allergieform ist (Autoimmunerkrankung?) und man nun nicht mehr die Psychosomatick betrachten will.

Liebe Grüße,
meike

Hallo M.,

Ich glaube, Du sprichst davon, dass von Kuhmilch direkt für
den Säugling abgeraten wird. Es geht aber ja darum, was ICH zu
mir nehme. Und da hatte mir vorher niemand von Kuhmilch
abgeraten und Fisch und so abgeraten…

Da sich die Damen und Herren der Medizin noch nicht einmal darin einig sind, ob und wie viel über die Muttermilch an den Säugling weitergegeben wird, war für mich immer der Schluss klar, diese Nahrungsmittel auch selber zu meiden. Und ich dachte, das war auch DEINE Grundidee gewesen?

Ich kann Dir ja dann von den Ergebnissen berichten :smile:

Unbedingt!

Übrigens ist es sehr selten, dass so junge Säuglinge schon unter einer ausgeprägten Neurodermitis leiden. Oftmals handelt es sich um Anpassungsprobleme, die mit der Zeit kontinuierlich verschwinden. So, wie Du das jetzt beschrieben hast, hört es sich auch schon wesentlich entspannter an. Da kann man dann natürlich auch probieren, ohne sich zuviel schlimme Gedanken machen zu müssen, weil das vor lauter Kratzen und Wunden nur noch jammert und wimmert.

Liebe Grüße
Jana

P.S. Wöchnerin ist man bis 10 Wochen nach der Entbindung, sagt meine Hebamme *g*

Hallo!

Da sich die Damen und Herren der Medizin noch nicht einmal
darin einig sind, ob und wie viel über die Muttermilch an den
Säugling weitergegeben wird, war für mich immer der Schluss
klar, diese Nahrungsmittel auch selber zu meiden. Und ich
dachte, das war auch DEINE Grundidee gewesen?

Jaja, aber erst als die Neurodermitis kam. Vorher erzählte ja jeder, ich könne essen, was ich will…

Übrigens ist es sehr selten, dass so junge Säuglinge schon
unter einer ausgeprägten Neurodermitis leiden. Oftmals handelt
es sich um Anpassungsprobleme, die mit der Zeit kontinuierlich
verschwinden. So, wie Du das jetzt beschrieben hast, hört es
sich auch schon wesentlich entspannter an. Da kann man dann
natürlich auch probieren, ohne sich zuviel schlimme Gedanken
machen zu müssen, weil das vor lauter Kratzen und Wunden nur
noch jammert und wimmert.

Mein Vater hat mir jetzt erzählt, dass meine beiden Halbbrüder das auch hatten und es von selbst weggegangen ist. Vielleicht ist das ja bei ihm genauso…

P.S. Wöchnerin ist man bis 10 Wochen nach der Entbindung, sagt
meine Hebamme *g*

Ach, echt? Ich dachte, nur bis der Wochenfluss aufhört. na gut, dann bin ich’s halt noch :wink:

Gruß,
M.