Suche in Berlin dringend Neurologe/in mit Empathie, Wissen und Zeit!
Meine Versuche nach Telefonbuch waren enttäuschend bis ärgerlich und kosteten viel Wartezeit. Wer hat Tipps? Vielen Dank vorab!
Suche in Berlin dringend Neurologe /in mit Empathie , Wissen und Zeit!
Bist Du sicher, dass Du „NeurologIn“ meinst, wenn Dir Empathie wichtig ist?
Neurologen sind doch für die bio-physiologischen und -chemischen Belange zuständig. Für ihre Diagnostik nutzen sie technische Systeme, die Reiz-Reaktionsmuster prüfen und vergleichen. Sie sollten über Wissen und Erfahrung verfügen (Zeit = Geld: Je mehr Du zu investieren bereit bist, desto mehr Zeit werden sie Dir widmen).
Aber Empathie? Die erwartet man doch in erster Linie von PsychotherapeutInnen und in zweiter von PsychiaterInnen. Empathie hat doch mit „harten Messverfahren“ nichts zu tun. Sie wird doch nur dort benötigt, wo die „weiche und ungreifbare“ Psyche/Seele berührt wird.
Eine NeurologIn berührt meinen Körper und dessen neuronales System, aber nicht meine Psyche. Zur Neurologin gehe ich z. B. mit meiner PNP (Polyneuropathie). Meine Depression aber trage ich zur Psychotherapeutin oder Psychiaterin, deren Haupt-„Messgerät“ ihre eigene Psyche ist, die sich durch Empathie in Resonanz (Mitschwingen) bringen lässt.
LG, FM
Hi,
was soll das? Es gibt sie, die empathischen Ärzte. Auch unter Neurologen hat man solche schon gesichtet.
Barbara
Es gibt sie, die empathischen Ärzte.
Ja, ganz sicher! Das stelle ich auch nicht in Abrede.
Meine Anmerkung bezieht sich nicht auf das Zielobjekt, den Arzt, die Ärztin, sondern auf die Anforderung des suchenden Subjekts, also des Patienten.
Ich verstehe „Empathie“ im engen Sinn als die Fähigkeit des Mitschwingens auf dem Weg der unbewussten Übertragung / Gegenübertragung, so dass meine TherapeutIn in sich selbst erlebt, was in meiner Psyche vorgeht - quasi auch ohne dass ich viel berichten und ohne, dass sie irgendwelche Messverfahren anwenden muss.
Wenn ich aber die Funktion meines neuronalen Systems prüfen lassen will, geht es doch nicht um unbewusste Übertragung, sondern um Reiz-Input, -Verarbeitung und -Output. Alles Dinge, die elektrochemisch induzier- bzw. messbar sind. Deshalb würde ich (resp. ich) bei einer Neurologin mein Augenmerk nicht auf Empathie, sondern auf technisches Können legen.
Ein Neurologe muss meine PNP nicht an seinen eigenen Füßen mitempfinden, um sie diagnostizieren zu können.
Wenn aber mein Psychiater nicht in der Lage ist, auf dem Weg der Empathie vorübergehend mein Wahngebäude zu betreten und sich darin so zu bewegen wie ich selbst, dann kann er es auch nicht (zusammen mit mir) umbauen und renovieren.
Der Vergleich ist nicht respektlos gemeint, sondern so sehe ich es wirklich: Wenn an meinem Auto etwas nicht funktioniert, weil (vielleicht) ein Draht (eine neuronale Verbindung) ab ist, dann suche ich nicht nach einem Kfz-Meister mit Empathiefähigkeit, sondern mit möglichst großer Erfahrung in der Suche und Beseitigung solcher Fehler. Dazu reicht die Kombination aus viel Wissen und handwerklichem Ehrgeiz, der zu sorgfältiger Arbeit führt. Ob der Gute daneben auch noch empathiefähig oder aber seelisch total gepanzert (oder gar ein Kotzbrocken) ist, scheint mir ziemlich unerheblich zu sein.
Ich weiß, dass es die Vorstellung gibt, dass manche Techniker eine quasi unbewusste, unsichtbare Beziehung zur Technik haben (das ging mir in jungen Jahren auch manchmal so, wenn ich mir nicht erklären konnte, warum das Gerät wieder funktionierte, obwohl ich gar keinen Fehler gefunden und bewusst beseitigt hatte). Meinem Auftraggeber erzählte ich dann manchmal, dass ich es schon oft erlebt hätte, dass Geräte lediglich von mir geöffnet und berührt werden wollten. Diese physische Zuwendung würde sie zufrieden stellen, so dass sie wieder viele Jahre weiter funktionieren würden. (Ich konnte stolz beobachten, dass der Eine oder Andere mir diese Erklärung sogar abkaufte! Und ich genoss es zeitweilig, wenn mein Vorgesetzter von mir sagte: „Der … kann zaubern!“)
Einerseits habe ich mir dann auch selbst eingeredet, dass ich eben eine begnadete technische Empathie hätte, dass technische Geräte ja „auch nur Menschen“ seien, die Streicheleinheiten brauchten. Andererseits habe ich aber auch daran gezweifelt, was offenbar zum Erhalt meiner eigenen geistigen Gesundheit (Stichwort „Größenwahn“) nicht das Schlechteste war.
Anders gesagt: Ich glaube, es schadet nicht, wenn Neurologen auch empathiefähig sind. Aber diese Empathie ist kein notwendiges Kriterium , damit sie ihren Job gut erledigen können.
Ganz anders bei Psychotherapeuten und Psychiatern - da geht’s nicht ohne.
LG, FM
absolut richtig und *
ich wollte quasi dasselbe schreiben.
Gruß,
Branden
Du darfst nicht mitreden, du bist voreingenommen!
Barbara
… die Bestätigung tut mir aber gut, wo ich doch so ein Sensibelchen bin …
LG, FM