Hallo,
habe derzeit wahnsinnige Probleme. War bei meinem Hausarzt und bekam dort eine Überweisung zum Neurologen. Verdammt lange Wartezeit, wardann endlich dran und bekam sofort eine Überweisung zum Psychologen.
Naja, jetzt wieder ewige Wartezeit.
Wo liegt da eigentlich der Unterschied? Bei Wiki konte ich nichts richtiges finden. Kann mir hier jemand helfen?
Danke, jo-enn
Der Unterschied liegt…
…auf dem Schrank im Wohnzimmer, glaube ich.
Schau doch einfach mal nach.
Hallo Jo-enn
Können wir deine Frage ernst nehmen?
Ich vermute doch mal, dass du nur mal die „Bin ich schwanger“ Welle unterbrechen willst.
Anderenfalls solltest du mal definieren, von was du den Unterschied wissen willst.
Gruß
Rochus
Hallo,
in Kurzform:
Neurologe - Arzt, der Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems behandelt
Psychiater - Arzt, der psychische Erkrankungen behandelt, zuständig für Diagnose, ggf. Verschreiben von Medikamenten, Klärung der weiteren Behandlung, z.B. Vermittlung zum Psychotherapeuten
Ein Nervenarzt ist Psychiater und Neurologe gleichzeitig; diese Facharztausbildung gibt es heute nicht mehr.
Es herrscht aber muntere Begriffsverwirrung, und Dein Hausarzt meinte vermutlich einen Psychiater oder Nervenarzt.
Psychologe - kein Arzt, sondern jemand, der Psychologie studiert hat
Psychotherapeut - Psychologe oder Arzt, der eine zusätzliche Ausbildung gemacht hat. Behandelt (manche) psychische Erkrankungen durch Psychotherapie, kann auch Diagnosen stellen, aber keine Medikamente verschreiben.
Dein „Neurologe“, der vermutlich ein Psychiater war, hat Dich aller Wahrscheinlichkeit nach zum Psychotherapeuten geschickt.
Viele Grüße,
Jule
@MOD: In FAQ aufnehmen?
Neurologe - Arzt, der Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems behandelt
Psychiater - Arzt, der psychische Erkrankungen behandelt, zuständig für Diagnose, ggf. Verschreiben von Medikamenten, Klärung der weiteren Behandlung, z.B. Vermittlung zum Psychotherapeuten
Psychologe - kein Arzt, sondern jemand, der Psychologie
studiert hat
Psychotherapeut - Psychologe oder Arzt, der eine zusätzliche Ausbildung gemacht hat. Behandelt (manche) psychische Erkrankungen durch Psychotherapie, kann auch Diagnosen stellen, aber keine Medikamente verschreiben.
Ein Nervenarzt ist Psychiater und Neurologe gleichzeitig; diese Facharztausbildung gibt es heute nicht mehr.
Danke!
.
Siehe FAQ:239 (Psychologie)
Gruß
Kreszenz
In Österreich ist ein Psychotherapeut zumindest kein Arzt oder Psychologe sondern ein eigener Ausbildungszweig, aber wie ich bereits nachgelesen habe ist die Regelung bei Ihnen in Deutschlad etwas anders.
Interessant, ich hätte nicht gedacht, dass solche Unterschiede bestehen.
Österreich Ergänzung
Servus,
In Österreich ist ein Psychotherapeut zumindest kein Arzt oder
Psychologe sondern ein eigener Ausbildungszweig
Das ist im Prinzip richtig, aber selbstverständlich kann neben der zweiteiligen, fünfjährigen Ausbildung (bestehend aus Propädeutikum und Fachspezifikum) der Ausgangsberuf auch heute noch Arzt oder Psychologe sein.
Das Psychotherapiegesetz, das diese fachspezifische teilakademisierte Ausbildung ermöglicht, gibt es seit 1991. Bis dahin war die Ausbildung weitestgehend Sache privater Weiterbildungsinstitute, die vom Bundesministerium zugelassen wurden und strenge Kriterien zu erfüllen hatten.
Dennoch fühlte man sich einst als Patient „wohler“, wenn der Therapeut ein Dr. vor dem Namen hatte:smile:
Friedliche Tage, Maresa
Hallo!
In Österreich ist ein Psychotherapeut zumindest kein Arzt oder
Psychologe sondern ein eigener AusbildungszweigDas ist im Prinzip richtig, aber selbstverständlich kann neben
der zweiteiligen, fünfjährigen Ausbildung (bestehend aus
Propädeutikum und Fachspezifikum) der Ausgangsberuf auch heute
noch Arzt oder Psychologe sein.
Das ist er bei ca. zwei Dritteln auch.
Tendenz -so weit ich weiß- übrigens zunehmend (nicht abnehmend, wie das „heute noch“ verstanden werden könnte), und zwar nicht durch die Ärzte, sondern durch die Psychologen (wie in Deutschland vermutlich auch).
Die 5 Jahre Ausbildungsdauer sind übrigens nicht fix, sondern hängen u.a. vom Quellberuf und von der zu erlernenden Methode ab.
Das Psychotherapiegesetz, das diese fachspezifische
teilakademisierte Ausbildung ermöglicht, gibt es seit 1991.
Bis dahin war die Ausbildung weitestgehend Sache privater
Weiterbildungsinstitute, die vom Bundesministerium zugelassen
wurden und strenge Kriterien zu erfüllen hatten.
Orientiert übrigens an der „Straßburger Deklaration zur Psychotherapie“ von 1990, welche Österreich recht getreu in nationales Recht umgesetzt hat, während dem in Deutschland berufpolitische Interessen im Weg standen.
http://www.eanlpt.org/d-strassburg.html
Gruß
Tyll
Servus,
Das ist er bei ca. zwei Dritteln auch.
Tendenz -so weit ich weiß- übrigens zunehmend (nicht
abnehmend, wie das „heute noch“ verstanden werden könnte)
ja, missverständlich ausgedrückt.
Die 5 Jahre Ausbildungsdauer sind übrigens nicht fix, sondern
hängen u.a. vom Quellberuf und von der zu erlernenden Methode
ab.
Schon klar. Ich wollte nur nicht zu ausführlich werden. Mir ging es in erster Linie darum, den Ausgangssatz „In Österreich ist ein Psychotherapeut zumindest kein Arzt oder Psychologe“ nicht so stehen zu lassen.
Interessanter Link, danke.
Friedliche Tage, Maresa
Hallo!
Schon klar
Ich wollte nur nicht zu ausführlich werden.
Ich wollt dir auch bloß ergänzend assistieren 
Frohe Weihnachten!
Tyll
Frohe Weihnachten!
von Herzen ditto:smile:)
Maresa