Neurologie

Liebe/-r Experte/-in,

warum wird bei Angst mit Psychotherapie gerarbeitet statt einfach die Adrenalinausschüttung wenn gewünscht medikamentös oder mechanisch zu hindern?

Grüße
Andreas Kurz

Hallo,
Angst ist ein Symptom und eine Krankheit, sie kann auftreten berechtigterweise bei angstmachenden Reizen oder Situationen oder krankhaft bei Depressionen, Psychosen, Angtsstörungen/Panikattacken, Zwangsstörungen u.a.
Meines Wissens gibt es keine Medikamente, die die Adrenalinausschüttung „einfach“ verhindern können. Eine mechanische Verhinderung des Ausschüttens von Adrenalin kann ich mir erst recht nicht vorstellen - wie soll das gehen? Trotzdem gibt es natürlich medikamentöse Möglichkeiten, Angst zu lindern (sog. Anxiolytika wie z.B. Lorazepam oder Diazepam) - sie sind aber immer nur eine symptomatische kurzfristige Therapie und nicht als Dauermedikation geeignet, da sie Nebenwirkungen haben und abhängig machen.
Angst ist primär ein seelisches Phänomen, die körperlichen Reaktionen sind sekundär. Insofern ist es auch sinnvoll, primär seelisch anzusetzen, natürlich unter Berücksichtigung einer Grunderkrankung wie z.B. einer Depression, dann im Rahmen eines Therapiekonzeptes aus Psychotherapie, Medikamenten, Kunsttherapien u.a…
Bei Panikattacken und Phobien ist Psychotherapie (Verhaltenstherapie) sogar sehr erfolgreich. -
Was möglich ist, ist die Gabe von Beta-Rezeptoren-Blockern, das verhindert aber nur die Auswirkungen des seelischen Phänomens Angst (s.o.)am Herzen wie „Herzklopfen“ etc. Wird manchmal bei Lampenfieber von Künstlern verwendet. Ist aber auch sehr problematisch, da dies kein Bedarfsmedikament ist, sondern dauerhaft bei Herzerkrankungen eingesetzt wird.

Hallo,

guter Ansatz. Jeder Medizinstudent weiß, dass man sich vor einer Prüfung am besten mit Betablockern beruhigen kann, weil diese genau das tun: sie blockieren die Wirkung von Adrenalin.

Allerdings mit Nebenwirkungen - darum ist bei dauerhaften Ängsten sinnvoller, das Übel bei der Wurzel zu packen und dafür zu sorgen, dass man nicht ein Leben lang Medikamente nehmen muß.
Übrigens kann und sollte die Psychotherapie vorübergehend mit Medikamenten unterstützt werden, die den Serotonin- und Noradrenalin-Stoffwechsel im Gehirn modifizieren.

Viele Grüße,
Dr. Barbara Gorißen

Hallo Andreas,

Angst ist eine angeboren Schutzfunktion des Körpers seit Urzeiten an, bei Menschen und Wirbeltieren gleichsam. Hätten wir diese Funktion nicht, stünden wir ständig in Lebensgefahr. Angst kann unterschiedliche Ursachen haben und bedeutet für den ganzen Körper Stress. Bei Angst wird ja nicht nur Adrenalin ausgeschüttet sondern noch weitere Botenstoffe. Und bei Angst gilt es den Grund zu behandeln nicht die physiologie des Körpers. Ambesten fragst Du mal hier einen Experten der Psychologie, die können es Dir sicher besser erklären.

Gruss Oli

Wo ist die Antwort auf die Frage?

Hallo Andreas,

kurz gesagt, in der Antwort. Was Du meinst ist, Angst mit einem Gegenmittel zu hemmen. Das funkioniert aber nicht. Denn, wie bereits beschrieben, ist Angst eine evolutionäre Eigenschaft von Mensch und Tier, ebenso wie Freude und Lust. „Du“ kannst diese Angst nur mit Drogen hemmen und das wird gefährlich werden. Das Drogen nicht sinnvoll sind dürfte Dir gewahr sein. Wenn Du nun mit einer Droge versucht eine Angst zu überwinden, dann ist das nur für den Moment, nicht für die Dauer, UND, das eigentliche Problem ist nicht gelöst. Und das ist psychologisch, NICHT physiologisch. Und deshalb wird Angst psychologisch behandelt… Würde man Medikamente geben, würde das eigentliche Problem nie glöst und der Körper reagiert immer wieder auf´s neue auf die „Angst“…

Einfacher kann ich es Dir nicht erklären.

Gruss Oli

Angst ist eine physiologische Reaktion und war zumindest anfänglich der Menschwerdung überlebenswichtig. Eine Blockade der Angst wäre auch heute viel zu grob und wenig sinnvoll.

Stimmt, einfacher können Sie mir nicht bestätigen, daß Sie die Frage nicht kompetent beantworten können.

Ziehen Sie den Expertenstatus zurück, Sie sind kein Neurologe.

Gut und wie ist Ihre fachliche Meinung?

Ich habe nie behauptet ein Neurologe zu sein. Ich bin Funktionsdiagnostiker. Ich ermittle das physiologische IST einer Erkrankung. Und nur weil Sie nicht in der Lage sind zu lesen und einen Psychologen zu fragen, was ja wohl das sinnvollste wäre und ich Ihnen auch geraten habe, gibt es Ihnen nicht das Recht derartig zu reagieren.

Stimmt, einfacher können Sie mir nicht bestätigen, daß Sie die
Frage nicht kompetent beantworten können.

Ziehen Sie den Expertenstatus zurück, Sie sind kein Neurologe.

Ich habe nie behauptet ein Neurologe zu sein

Sie sind als Neurologe völlig deplaziert. Reden Sie nicht drumherum und stehen Sie zu, daß Sie völlig inkompetent sind.

Liebe/-r Experte/-in,

warum wird bei Angst mit Psychotherapie gerarbeitet statt
einfach die Adrenalinausschüttung wenn gewünscht medikamentös
oder mechanisch zu hindern?

Lieber Herr Kurz,

Sie meinen doch wohl unbegründete angst, oder?
normale Angst ist ja sinnvoll um uns zu schützen.
unbegründete angst hat einen unbewußten Sinn, wenn dieser in der
Psychotherapie verstanden wird ist auch die angst verschwunden.
Natürlich kann man die Angst auch medikamentös unterdrücken, wird leider
vielfach gemacht und führt zu abhängigkeit vom Medikament.(Benzodiazepine)
Adrenalin läßt sich schlecht unterdrücken, wenn man das machen würde wäre der
mensch nicht mehr lebensfähig. siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Adrenalin
viele Grüße nashorn

Machen Benzodiazepine deshalb abhängig, weil sie sehr gut funktionieren? Was spricht somatisch gesehen gegen einen Dauerkonsum?

Machen Benzodiazepine deshalb abhängig, weil sie sehr gut
funktionieren?..richtig! Sie helfen sehr gut und verführen dazu mehr davon zu

nehmen.

Was spricht somatisch gesehen gegen einen

Dauerkonsum?

Auf die Dauer kommt zur psychischen Abhängigkeit (helfen gut) die körperliche
Abhängigkeit. Dosisteigerung und körperliche Schäden sind die Folge: siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Benzodiazepine

Gruß nashorn