Neurologie/Psychiatrie

Hallo!

Erstmals…
Ich studiere Psychologie und mich nervt es irgendwie immer mehr, dass man als Psychologe/Psychotherapeut keine Krankheiten behandeln darf, bei denen Veränderungen/Störungen im Gehirn vorliegen (seien es Gedächtnisstörungen oder sei es Schizophrenie oder auch Schlaganfälle etc…). Man hat zwar sehr viele Möglichkeiten, sich mit dem Gehirn auseinanderzusetzen und lernt von spez. Störungen in diesem Bereich, doch behandeln darf man sie nicht.
Jedoch interessiert mich das alles wahnsinnig, nur ein Medizin-Studium interessiert mich auf gar keinen Fall.

Gibt es denn keine Möglichkeiten als Psychologie-StudentIn eine Neurologie (od. Psychiatrie) - Ausbildung zu machen, ohne Medizin zu studieren??

Bei uns geht schon jeder nur mehr zum Psychiater, auch wenn er nur Streit mit seiner Frau/seinem Mann hat. Und wenn man frägt, warum derjenige denn wegen so etwas zum Psychiater geht und keinen Psychologen/Psychotherapeuten aufsucht, hört man (besonders von älteren Personen), dass Psychiater ja intelligenter (!!!) und besser sind als Psychologen!! „Die sind ja Doktoren“
Das nervt.

Danke im Voraus für jede Antwort!
LG & ein schönes Wochenende wünsche ich.


Hallo:smile:

Also ich kenne sehr viele Menschen die zu noch ungebildeteren Menschen gehen, zu Lebensberatern.
Die jüngere Generation scheint auf eigenen Erfahrung wert zu legen, die älteren auf eine fundierte Ausbildung.

Lieben Gruß
Silvia

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Hallo!

Erstmals…
Ich studiere Psychologie und mich nervt es irgendwie immer
mehr, dass man als Psychologe/Psychotherapeut keine
Krankheiten behandeln darf, bei denen Veränderungen/Störungen
im Gehirn vorliegen (seien es Gedächtnisstörungen oder sei es
Schizophrenie oder auch Schlaganfälle etc…). Man hat zwar
sehr viele Möglichkeiten, sich mit dem Gehirn
auseinanderzusetzen und lernt von spez. Störungen in diesem
Bereich, doch behandeln darf man sie nicht.

(besonders von älteren Personen), dass Psychiater ja
intelligenter (!!!) und besser sind als Psychologen!! „Die
sind ja Doktoren“
Das nervt.

Hallo Böhse Nichte,
Warum denn nicht liebe Nichte ? Also erstmal: Psychologe nennen sich heute viele die glauben es zu sein !
Du hast wohl berechtigt keinen Zugang zu Psychopharmaka, weil Du deren Wirkungen nicht kennen kannst. (Auf Niere, Leber, etc.) Also die Mediziner werden es besser wissen müssen oder sollten es wenigstens !
Mit Grusd: hardy
N.B. Glaub mir: Psychiater sind nicht intelligenter als Psychologen!
Habe mich schon oft gefragt: Sind Psychiater vielleicht oft selber krank und brauchen Hilfe ?
Gruss: hardy

Hallo,

Ich studiere Psychologie

ich erhielt gestern meinen Exmatrikulationsbescheid :wink:

und mich nervt es irgendwie immer
mehr, dass man als Psychologe/Psychotherapeut keine
Krankheiten behandeln darf, bei denen Veränderungen/Störungen
im Gehirn vorliegen (seien es Gedächtnisstörungen oder sei es
Schizophrenie oder auch Schlaganfälle etc…).

Doch, doch, das darf man. Ein befreundeter Kollege therapiert z.B. Schlaganfallspatienten.

Gibt es denn keine Möglichkeiten als Psychologie-StudentIn
eine Neurologie (od. Psychiatrie) - Ausbildung zu machen, ohne
Medizin zu studieren??

Ja, z.B. eine Ausbildung zur Neuropsychologin. Da hast Du es dann mit solchen Fällen zu tun.

dass Psychiater ja
intelligenter (!!!) und besser sind als Psychologen!! „Die
sind ja Doktoren“

*lol* Bin ich der einzige Psychologe mit Promotionszeugnis in dieser Galaxis? :wink:

Anekdote: Ein Professor für Psychiatrie bemerkte mir gegenüber einmal, daß Psychologiestudierende bessere Prüfungsleistungen in Psychiatrie (heißt für uns Psychos in Kiel „Psychopathologie“) erbrächten als Medizinstudierende. :wink:

Das nervt.

Kann ich schon verstehen. Ich erinnere mich zum Beispiel an einen w-w-w-User, der meinte, er ginge nur zu Ärzten, weil Psychologen ja nichts Medizinisches im Studium lernten. *lol*

Vergnügte Grüße,

Oliver Walter

Hallo

ich erhielt gestern meinen Exmatrikulationsbescheid :wink:

Ich nehme an gestern war schon „etwas“ früher, oder? :wink:

Doch, doch, das darf man. Ein befreundeter Kollege therapiert
z.B. Schlaganfallspatienten.

Was genau macht er da, wenn ich fragen darf?

Ja, z.B. eine Ausbildung zur Neuropsychologin. Da hast Du es
dann mit solchen Fällen zu tun.

Das wollte ich hören *gg* :smile: Ne, bei uns hört man nur, was man damit in der Forschung machen kann, jedoch nicht wie die Praxis aussieht. Und ich hab nirgendwo irgendetwas über die Praxis gefunden.
D.h. was kann man damit genau machen?

*lol* Bin ich der einzige Psychologe mit Promotionszeugnis in
dieser Galaxis? :wink:

Ja, aber sie sehen Psychologen trotzdem nicht als solche an…

Kann ich schon verstehen. Ich erinnere mich zum Beispiel an
einen w-w-w-User, der meinte, er ginge nur zu Ärzten, weil
Psychologen ja nichts Medizinisches im Studium lernten. *lol*

*g* Ne, aber das ist bei uns wirklich so. Sei es derjenige Fall, in dem diese Frau ihre neugeborenen Babys umbrachte (gab es in Ö auch).
Wer ist in der Zeitung zu finden? Ein Psychiater.
Aber auch in Filmen, in denen jemand eine psychische Störung (egal ob neurotisch oder psychotisch) hat. Wer erscheint? Ein Psychiater. :frowning:

Sorry, falls ich etwas unverständlich schreibe, bin krank und kann mich absolut auf gar nichts konzentrieren. Brauch bei Gesprächen eine Minute bis ich meine Wörter finde *gg*

Ach ja, und danke für die Mails :smile: Sie können sich sicher nicht mehr erinnern, aber ich sag dennoch danke. Mein PC hatte zu dieser Zeit einen Virus. Nun habe ich auch meinen alten Nick nicht mehr, da ich mein Passwort hier nicht mehr wusste.

Schönen Sonntag noch & LG

Hallo,

Warum denn nicht liebe Nichte ?

Der Name stammt von einer Band und sollte nicht bedeuten, dass ich mich als „böse“ beschreibe :wink:

Also erstmal: Psychologe
nennen sich heute viele die glauben es zu sein !

Sie haben aber keine Berechtigung dazu :wink: Das hat doch nichts damit zu tun? *verwirrt*

Du hast wohl berechtigt keinen Zugang zu Psychopharmaka, weil
Du deren Wirkungen nicht kennen kannst. (Auf Niere, Leber,
etc.) Also die Mediziner werden es besser wissen müssen oder
sollten es wenigstens !

Ja, das ist mir völlig klar, dass ich hierzu keinen Zugang habe.
Aber beispielsweise bei Gedächtnisstörungen werden auch keine Psychopharmake benötigt?
Mir geht es im Prinzip nur darum, dass Psychiater auch in Feldern arbeiten dürfen, die der Psychologie/Psychotherapie angehören.
Ein Psychologe darf jedoch nicht in einem Gebiet arbeiten, welches in den Bereich Psychiatrie gehört.
Ich finde, dass man hier eine Ausbildung anbieten sollte, die es einem Psychologen ermöglicht auch in psychiatrischen Feldern zu arbeiten. Und dazu ist m.M.n. kein ganzes Medizin - Studium erforderlich.

LG

Hallo,

Ich nehme an gestern war schon „etwas“ früher, oder? :wink:

am Freitag erhielt ich tatsächlich diese Bescheinigung. Ich war nämlich noch eingeschrieben wegen meines Promotionsstudiums. Da ich aber im Juli mein Zeugnis erhielt, wurde ich gestern automatisch exmatrikuliert. Reine Formsache.

Doch, doch, das darf man. Ein befreundeter Kollege therapiert
z.B. Schlaganfallspatienten.

Was genau macht er da, wenn ich fragen darf?

Schau mal hier: http://www.experimentalpsychologie.de/indexvid.htm

Ne, bei uns hört man nur, was man
damit in der Forschung machen kann, jedoch nicht wie die
Praxis aussieht. Und ich hab nirgendwo irgendetwas über die
Praxis gefunden.
D.h. was kann man damit genau machen?

Neuropsychologische Diagnostik und Therapie bei Menschen mit Gehirnschädigungen, z.B. die genannten Schlaganfallspatienten, Menschen mit zerebral bedingten Sprachstörungen, Demenzkranken usw.

Mehr dazu findest Du hier:

http://www.neuro-psychologie.de/

Die Verfasserin ist psychologische Psychotherapeutin und Neuropsychologin.

Ach ja, und danke für die Mails :smile: Sie können sich sicher
nicht mehr erinnern, aber ich sag dennoch danke.

Gern geschehen, auch wenn ich in der Tat nichts mehr davon weiß. :wink:

Gute Besserung!

Oliver Walter

Hey

am Freitag erhielt ich tatsächlich diese Bescheinigung. Ich
war nämlich noch eingeschrieben wegen meines
Promotionsstudiums. Da ich aber im Juli mein Zeugnis erhielt,
wurde ich gestern automatisch exmatrikuliert. Reine Formsache.

Solange es keine Zwangsexmatrikulation war :wink: Habe aufgrund deiner Hp darauf geschlossen, dass das schon länger her war.

Die Verfasserin ist psychologische Psychotherapeutin und
Neuropsychologin.

Dankeschön für die interessanten Hps :smile:
Hmm… kann das sein, dass es auf unserer Uni keine Ausbildung für Neuropsychologie gibt? *michselbstfrag*
Das bringt mich ja wieder auf neue Pläne *g* Ich denk, ich studier bald ewig, wenn das so weitergeht *gg*
d.h. Biofeedback kann man als Psychologe auch anwenden oder?

Ooch, irgendetwas wollt ich noch fragen… das habe ich jetzt vergessen *michärger* Aber egal, das Wichtigste weiß ich mal, dankeschön :smile:

Gern geschehen, auch wenn ich in der Tat nichts mehr davon
weiß. :wink:

Muss ja nicht sein, ist ja auch schon ein halbes Jahr her, denke ich :wink:

Gute Besserung!

Dankeschön :o) Ich hoff, die kommt bald :o)

LG, Christiane

Hi,

d.h. Biofeedback kann man als Psychologe auch anwenden oder?

klar. Verhaltensmedizinische Interventionen kann man durchaus auch als Psychologe durchführen. Und man kann als Psychologe bzw. Psychotherapeut auch Menschen mit schwereren Störungen wie z.B. Schizophrenie behandeln. Nur Medikamente darf man nicht verschreiben. Aber Medikamente sind bei Schizophrenie nur ein Anfang, nicht das Ende der therapeutischen Bemühungen:

http://people.freenet.de/oliverwalter/Psychologie/Ps…

LG, Christiane

Jetzt weiß ich wieder, wer Du bist! :smile:

Beste Grüße,

Oliver

Hey,

klar. Verhaltensmedizinische Interventionen kann man durchaus
auch als Psychologe durchführen (…)

Noch mehr von dem was ich hören will, kann man ja gar nicht mehr schreiben :smile: dankeschön :smile: *mich über die antworten freu* *gg*

http://people.freenet.de/oliverwalter/Psychologie/Ps…

Neue Homepage? Oder hab ich das letztens nur nicht entdeckt?
Die Hp ist aber super und sehr ausführlich und trotzdem ist nur das Wichtigste drin :wink:

Jetzt weiß ich wieder, wer Du bist! :smile:

Wegen meines Namens? Namen kann ich mir überhaupt nicht merken :wink:

Also dann,
dankeschön für die Aufklärung *gg*
LG, Christiane

Hallo Christiane,

Noch mehr von dem was ich hören will, kann man ja gar nicht
mehr schreiben :smile:

wer weiss … :wink:

Neue Homepage? Oder hab ich das letztens nur nicht entdeckt?

Ich arbeite hin und wieder an der Homepage, besonders auf den klinischen Seiten. Die Schizophrenie-Seite habe ich allerdings zuletzt Ende März angerührt.

Die Hp ist aber super und sehr ausführlich und trotzdem ist
nur das Wichtigste drin :wink:

Danke. Das freut mich, denn so soll es sein.

Jetzt weiß ich wieder, wer Du bist! :smile:

Wegen meines Namens?

Ja, genau. Über den Namen habe ich Dich identifiziert.

Namen kann ich mir überhaupt nicht merken :wink:

Ich heiße Oliver. :wink:

dankeschön für die Aufklärung *gg*

Bitte, gern geschehen.

Bis irgendwann demnächst!

Herzliche Grüße,

Oliver