Hallo ihr Reiselustigen!
Für 5 Tage Weinstrasse, wir wollen Fahrräder mitnehmen, ist da Neustadt ein guter Ausgangspunkt?
Also Touren möglich, ca 40-50km zu netten Orten ohne RIESEN Steigungen?
Wir wollen Abends gerne auch noch etwas bummeln gehen (essen,trinken) und da ist so ein klitzekleines (Wein)Dorf sicher nicht so das richtige als Quartier.
Danke für Infos!
Moin,
als Neustadter kann ich Dir sagen das es wirklich lohnt hier Station zu machen.
Folgende Ortschaften sind ohne große Steigungen zu erreichen.
Speyer, Bad Dürkheim, Grünstadt, Alzey, Ludwigshafen/Mannheim, Kaiserslautern, Karlsruhe, Landau, Weissenburg und jede Menge kleinerer Ortschaften deren Besuch sich auch lohnen kann.
CU - Dominik
Danke! Das sind mal gute Tipps!
Habe auch inzwischen einen Routenplaner gefunden, mit Höhenprofil, da habe ich mir deine Empfehlungen gleich ausgedruckt:
http://www.routenplaner.rlp.de/mapbender/frames/inde…
Servus,
Neustadt hat seine großen Zeiten hinter sich - ich täte dort genausogern in Ferien sein wollen wie in Tuttlingen…
Das schönste Quartier in der Region ist kein klitzekleines Weindorf, sondern eine der ehemals bedeutenden Freien Reichsstädte, Freinsheim. Jeder kennt Rothenburg ob der Tauber, niemand kennt Freinsheim - obwohl es eine genauso schön erhaltene mittelalterlich/frühneuzeitliche Stadt mit Ummauerung, Türmelein und Toren etc. ist. Und dazu noch einen Riesling bietet, der noch keinem geschadet hat.
Die Rheinebene selber ist per Pedes oder zu Rad langweilig, einfach bloß langweilig. Für Unterhaltung sorgen allenfalls die Moskitos aus den Malariasümpfen zwischen Altrip und Phillipsburg.
Im Pfälzerwald hat es nicht bloß Wanderwege, sondern auch sehr schöne Fahrradpisten (gibt eine nette 1:100.000er Karte vom Landesvermessungsamt RHP zu diesem Thema).
Der Wald funktioniert so, daß es egal von wo man ihn angeht, immer erstmal 150 - 200 Höhenmeter hinauf geht. Man kann zwar den Tälern folgen, aber die sind besonders in Ost-West-Richtung grauenhaft mit Blech zugemüllt, nicht bloß wegen der Pendler, sondern auch, weil jeder Depp sein Blech zum Wandern mitschleppen muss. Die alten Straßendörfer verwaisen die Hauptstraßen entlang nach und nach, weil sich die Blechlawinen quasi durch die Wohnzimmer wälzen.
Seit Brüderle Minister in MZ war, gibt es aber ein sehr gut ausgebautes lokales Eisenbahnnetz, das man zur Unterstützung beim Radeln hernehmen kann. Knoten in diesem Netz sind Neustadt, Grünstadt, Freinsheim und weiter südlich Landau.
Nett und steigungsarm zum Radeln ist z.B. das Speyerbachtal Lambrecht-Elmstein (man kann sich, wenn man einen Schoppen mehr gepetzt hat, mit dem Kuckucksbähnel unter Volldampf heimbringen lassen). Scharmant auch das Zellertal zwischen Pfälzerwald und Donnersberg. Falls es doch noch Hochsommer werden sollte, bei Ramsen der Eiswoog (ein prächtiger Badeweiher, dessen Wasser direkt aus dem Felsen kommt und nicht einmal im August besonders warm wird - Forellenräucherei direkt dabei, den Gasthof kann man sich schenken).
Weitere nette Etappenziele in der Umgebung von Ramsen: Zisterzienserklosterruine Rosenthalerhof; Burgruine Stauf; der Landgasthof Göllheimer Häuschen (oberhalb Kerzenheim).
Ab Neustadt kann man sonntags mit dem „Bundenthäler“ ins Dahner Felsenland, ab Bundenthal-Rumbach auch über den Damm einer nie gebauten Eisenbahnlinie über die Grenze nach Wissembourg, den Bienwald entlang bis Lauterbourg weiter (Radweg „Tres Tabernae“).
Schreib einfach, was Dich interessiert, was für Strecken Du fährst etc. - dann gerne mehr.
Schöne Grüße
MM
Danke, Martin, echt gute Tipps.
Hilft weiter.
Da Neustadt wohl ausgebucht ist,(habe nichts nettes+bezahlbares gefunden) schaue ich jetzt mal in Freinsheim nach Quartieren.
Sibylle