New Orleans

Die Flutkathasrophe haben einige amerikanischen Staaten ( bes. New Orleans) schwer betroffen. Tausendfaches Leid ist über unschudige Menschen hereingebrochen. Frage an dieses Brett: Wo war Gott in diesen Stunden ?
Bitte kommt mir nicht mit der „einfachen“ Antwort: Haben die Menschen selbst verschuldet !
Mit Gruss: hardy

Hallo hardy,

ist Gott überhaupt irgendwo auf dieser Erde? Gott hat einen Tag festgelegt an dem er in die
Geschicke der Menschen und der Erde eingreifen wird ( Apg. 17:31 )
Wann das sein wird weiß nur er allein.

Ist Gott schuldig am Tod von Millionen Menschen weil er nicht eingreift wenn die Not am
größten ist?

Man sollte sich lieber fragen warum all diese Dinge geschehen und was Gott überhaupt
mit den Menschen vorhat. Wenn das jetzige Leben NICHT alles ist, dann ist es der Tod
ebenso wenig.

Einfacher ist es natürlich Gott Vorwürfe zu machen, als sich Gedanken über das
warum zu machen.

Gruß Peter

Hallo!
Hat Gott nicht auch gesagt: „Seid fruchtbar und mehret Euch, füllet
die Erde und machet sie untertan und herrschet über des Meeres
Fische, die Vögel des Himmels und über alles Getier…“

Von daher bin ich mir nicht sicher, in wie weit Gott das Geschehen
auf Erden lenkt, denn der Mensch sollte sie sich ja untertan machen.

Gott gibt Schutz in spiritueller Hinsicht, mit dem Gefühl, dass es
mehr gibt, als nur das Leben auf der Erde.

Andererseits steht der Mensch Narurkatastrophen ziemlich schutzlos
gegenüber.
Aber ist es denn nicht auch Gottes Schöpfung?
„Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden…“

Ich glaube auf Deine Frage gibt es keine eindeutige Antwort.
Zumindest aus christlicher Sicht nicht.

Gruß ti-ana

Wo war Gott in diesen Stunden ?

Er war vor Ort!
Hannibal Lecter sagt dazu: Typhus und Schwäne, alles kommt vom gleichen Ort.

Gruß!
Tino

Hi,

Bitte kommt mir nicht mit der „einfachen“ Antwort: Haben die
Menschen selbst verschuldet !

dann musst Du warten bis zum „Jüngsten Gericht“, dann kannst Du ihn selber fragen. Von uns kann das keiner beantworten…

Wolfgang

Hi!

Die Flutkathasrophe haben einige amerikanischen Staaten ( bes.
New Orleans) schwer betroffen. Tausendfaches Leid ist über
unschudige Menschen hereingebrochen. Frage an dieses Brett: Wo
war Gott in diesen Stunden ?

Also - angeblich ist er ja immer und überall. Was soll da die Frage???
Und die Formulierung „unschuldige Menschen“ halte ich für ziemlich kühn. Außerdem: woran unschuldig?
Aber für die weniger Fundamentalistischen:
Ich frag mich, warum der Hurrican nicht Texas verwüstet hat. Da wär wenigstens die Strafe Gottes unmittelbar erkennbar.

Gruß
Barney

Es mag dich interessieren, daß sich die gleichen Fragen schon vor 250 Jahren stellten: das große Erdbeben von Lissabon 1759 (wenn ich nicht irre) brachte das Weltbild vieler Menschen ins Wanken. Goethe schreibt in „Dichtung und Wahrheit“ recht ausführlich zu diesem Thema…

Tag,

Ich frag mich, warum der Hurrican nicht Texas verwüstet hat.
Da wär wenigstens die Strafe Gottes unmittelbar erkennbar.

Mir bleibt da nur ein mitleidig-angewiedertes Kopfschütteln, sorry…

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,372…

Christian

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Hallo hardy.

Frage an dieses Brett: Wo war Gott in diesen Stunden ?

Da Er ausserhalb von Raum und Zeit steht, ist die Frage etwas sonderbar formuliert. Sieht man davon aber ab, dann ist die jüdische Antwort, dass G’tt dieses alles so geschaffen hat. Es war Sein Wille, dass es so geschieht. So gesehen geht diese Antwort sogar noch weiter, als deine Kritik.

Hieraus müsste dann die Frage lauten, warum will G’tt dies und darauf kann dir keiner eine Antwort geben, weil wir G’tt hierzu nicht verstehen. Es ist für uns alles zu gross und unverständlich. Im Grossen wie bei dieser Flut, aber auch schon im Kleinen wenn wir krank werden.

Dennoch vertraue ich darauf, dass alles zum Guten ist, auch wenn ich es nicht verstehe. So sehen wir einfach die ganzen Zusammenhänge nicht, noch wissen wir überhaupt warum irgend etwas ist und dann auch so ist. So kann man sich über Leid beklagen oder aber sich über das Gute freuen. Jemand stirbt, jemand wird geboren. Nach jüdischem Verständnis werden wir jeden Tag aufs Neue geboren und darum können wir dafür auch dankbar sein.

Scholem,
Eli

Hallo Eli

Ich muß Dich wiedermal aus Deiner Seelenruhe reißen :smile:

Erstens verführt eine solche Haltung zu einer nahezu völligen Passivität, einer schäfischen Hinnahme aller Ereignisse, ob schlecht oder gut, und läßt alles Übel in der Welt so wie es ist.

Man kann dabei im Sessel einschlafen, - solange wie man nicht durch den Teufel in Form einer Tarantel aufgeschreckt wird. Und man fängt mit dieser Haltung schnell an zu stinken.

gruß
rolf

Hallo,

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,372…

Danke für den Link.
Ich finde auch jetzt nichts an dem auszusetzen, was Trittin da geschrieben hat.
Vielleicht sind die Deutschen (ich bin ja keiner) überempfindlich, wenn sie seinen Namen schon sehen. Aber die deutsche Innenpolitik kenn ich nicht genügend, um so zu reagieren.

Gruß
Barney

Hallo Hardy,

Die Flutkathasrophe haben einige amerikanischen Staaten ( bes.
New Orleans) schwer betroffen. Tausendfaches Leid ist über
unschudige Menschen hereingebrochen. Frage an dieses Brett: Wo
war Gott in diesen Stunden ?

dazu fällt mir eine Geschichte ein, die hier sogar recht passend erscheint.

Es gab Hochwasser.
Ein gläubiger Christ betet zu Gott um Rettung.
Gott verspricht Rettung.

Kurz darauf kommt ein Boot der Feuerwehr und fordert den Mann auf, einzusteigen. „Nein danke,“ antwortet der Mann, „Gott wird mich retten.“

Eine Stunde später kommt ein Boot des Roten Kreuzes.
Dieselbe Antwort.

Nach mehreren Stunden steht das Wasser bis zum Dach. Der Mann sitzt auf seinem Hausdach und wartet. Da kommt ein Helikopter der Armee und will ihn retten. Auch diesmal lehnet der Mann ab, mit dem Hinweis, Gott werde ihn schon retten.

Schliesslich ertrinkt der Mensch.

Wie er im Jenseits vor Gott steht, fragt er ihn: „Warum hast Du mich nicht gerettet?“

Gott sagt: „Ich habe es dreimal versucht, aber Du wolltest nicht.“

Gruss Harald

Doch

Haben die Menschen selbst verschuldet.

BS"D

Hallo Rolf.

Erstens verführt eine solche Haltung zu einer nahezu völligen
Passivität, einer schäfischen Hinnahme aller Ereignisse, ob
schlecht oder gut, und läßt alles Übel in der Welt so wie es
ist.

Mir ist unklar, wie du daraus nun so eindeutig eine Passivität ableiten kannst, da ich hierbei ja überhaupt nichts über uns und unsere Beziehung zur Welt ausgesagt habe.

Allerdings ist mir auch etwas unklar, wie du nun verhindern willst, dass Menschen Leid erfahren und auch - G’tt behüte - einmal ertrinken.

Scholem,
Eli

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Mir ist unklar, wie du daraus nun so eindeutig eine Passivität
ableiten kannst, da ich hierbei ja überhaupt nichts über uns
und unsere Beziehung zur Welt ausgesagt habe.

Ich sehe die Kluft. Du vertritts eine rein religiöse Haltung. Diese trennt Gott und Welt. Für mich ist das nicht mehr so, diese Trennung habe ich überwunden.

Allerdings ist mir auch etwas unklar, wie du nun verhindern
willst, dass Menschen Leid erfahren und auch - G’tt behüte -
einmal ertrinken.

Natürlich, das kann man im Prinzip nicht. Aber was ich oben angesprochen habe, d.h. wenn diese Trennung einmal überwunden ist, ermöglicht ein aktives Handeln in der Welt, - in Gott.

rolf

Hallo,

diese Fragen stellen sich Menschen immer wieder, OHNE einmal gründlich über das nachzudenken, was sie eigentlich gerade tun, nämlich DENKEN. WAS ist dieses wertvolle Instrument und vorallem WAS sein seine Grenzen? Erst wenn wir für uns festgestellt haben, was das DENKEN ist und welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um über etwas DENKEN zu können, um schließlich zu einem Urteil zu gelangen.
Die Frage kommt also zurück zu dir? Wie definierst du denken und was sind die Grenzen des Denken, bzw. über was kann man DENKEN und über was können wir nicht nachdenken? Alles was wir kennen und uns umgibt hat grenzen, sprich ist begrenzt, so auch die Mittel die uns zur verfügung stehen.

Frage an dieses Brett: Wo
war Gott in diesen Stunden?

Gott erfüllt alle Dinge. Daher glaube ich, dass er in jenen Stunden auch dort war, wo er am meisten gebraucht wurde. Warum er jedoch nicht so eingegriffen hat, wie wir Menschen es uns gewünscht hätten, entzieht sich meinem Wissen, da ich nicht in der Lage bin, alles zu verstehen, was Gott tut. Gott entscheidet göttlich, nicht rational für den Moment, also anders als Menschen es tun würden, weil soweit er alle Dinge erfüllt, ist auch nur er in der Lage, alle Zusammenhänge zu erfassen. Da Deine Frage ganz eindeutig eine Glaubensfrage ist, kann dem entsprechend auch nur eine Glaubensantwort folgen.

Bitte kommt mir nicht mit der „einfachen“ Antwort: Haben die
Menschen selbst verschuldet !

Ich kann mir aber vorstellen, dass mancher Klimaforscher Dir genau diese Antwort geben würde.

Gruss
tigger

Hallo Harry

Habe 2 Erklärungen:

  1. Hier auf Erden ist nicht das Paradies und der Fürst dieser Welt ist nicht Gott. Und hier auf Erden ist nur ein kitzekleine Zeit im Vergleich zur Ewigkeit.

  2. Gott hat den Menschen den freien Willen gegeben, auch den freien Willen schlechte Sachen zu machen. Er hat Richtlinien die für uns gut sind gegeben, aber jeder entscheidet, ob er sich daran haltet oder nicht. Man sollte innerorts nicht mehr als 50 fahren. Wenn jemand sich nicht daran hält und zB mit 100 Sachen durch die Stadt fährt, kann es sein, dass derjenige aus dieser Sünde heraus ein kind tödlich überfährt. Der freie Wille dieses menschen ist der Verursacher.
    Freier Wille und gleichzeitig alles nicht erlauben und verhindern ^was nicht gut ist, ist ein widerspruch.

Gruss
beat

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