hallo giuseppe
punkt 1 kann ich dir nicht helfen. ich weiss nicht wie sich digitale systeme bei nachtaufnahmen verhalten.
verschlusszeit und blende sind die faktoren, die regeln wieviel licht auf den film/chip fallen. blenden werden angegeben als 1:2,8 oder 1:4 usw… die blendenreihe der ganzen blenden ist 1:1; 1,4; 2; 2,8; 4; 5,6; 8; 11; 16; usw. du siehst, jede zweite zahl ist das doppelte (2 - 4 - 8).von EINER stufe zur nächsten nimmt das licht um die hälfte ab, das heißt, die verschlusszeit muss doppelt so lang sein um die gleiche menge licht auf den film zu lassen. je näher die zahl an 1:1 ist, desto mehr licht gelangt auf den film, entsprechend wird es bei den kleinen blenden immer weniger (1:8; 1:11 etc.pp.) in direktem verhältnis dazu stehen die verschlusszeiten. auch sie haben eine feste reihe.z.b. 1 sek; 1/2 sek; 1/4 sek und so fort bis z.B.1/2000 sek. hast du beispielsweise eine kombination gemessen von blende 8 und 1/125 sek dann ergibt sich daraus, dass du bei blende 11 nur noch die hälfte des lichtes auf den film/chip lässt und die verschlusszeit verdoppeln musst auf 1/60. öffnest du die blende auf doppelte grösse, also 5,6, braucht die kamera nur noch die halbe zeit, also 1/250. verschlusszeiten und blende stehen also in einem direkten verhältnis zueinander. jetzt lass dich aber nicht dazu verleiten, alle aufnahmen immer mit der größten öffnung zu machen, bei der g 1 wohl 2,8. dann hast du zwar bei normalem licht immer kurze zeiten und auch schnell bewegte objekte sind scharf, aber die blende regelt auch, wie gross der bereich der tiefenschärfe ist. je weiter du abblendest (das loch kleiner machst), desto weiter reicht der scharfe bereich. bei gleichem abstand hast du bei blende 2,8 vielleicht 20 cm schärfe in die tiefe und bei blende 11 schon 5 meter. du musst also immer abwägen, ob du dinge zueinander in beziehung setzen möchtest und sie zusammen scharf haben willst, oder ob du schnell bewegte motive einfangen willst. hier könnte man noch tief ins detail, aber ich hoffe, ich habe die grundzüge verständlich erklärt. bin leider kein wortakrobat.
tips zu guten fotos: hingucken, das wesentliche abbilden und vor allem: die kamera auch mitnehmen und benutzen. zu hause im schrank ist sie nichts wert.
hoffentlich habe ich dich jetzt nicht ganz durcheinander gebracht. carsten
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Nachtaufnahmen sind genauso sensibel anzugehen wie mit einer analogen Kamera. Die Verschlusszeit wurde ja glaube ich schon besprochen. ein CCD Chip bzw. der Bildsensor der Kamera ist in aller regel etwas empfindlicher wie ein SLR Kamerasystem. Allerdings ist der Grenzwert bei dem die Kamera einfach nur noch ein schwarzes Bild ablichtet obwohl man eigentlich noch etwas „sieht“ sehr schmal. Wenn die Kamera keinen Langzeit Auslöser (mehrere Sekunden) hat muss man eh probieren. Bei einer Digitalen Kamera ist das ja auch kein Problem, weil man die Ergebnisse ja gleich sehen kann. Also probieren heisst die Devise
Allgemeine Tips und Tricks die zu guten Phots führen ?
??? wohl kaum. eine digitale kamera muss genauso scharf stellen wie eine analoge. es gibt wohl ein paar sehr einfache kameras mit fix-fokus objektiven, aber das wird dein freund nicht gemeint haben. die einzige kamera-art die ich kenne, die immer auf unendlich und nah auf einmal „eingestellt“ ist, ist eine camera obscura. es wäre allerdings interessant zu erfahren, ob eine camera obscura mit chip funktionieren würde. ich weiss nicht, ob das licht gleichmässig genug hinein gelangt.
carsten
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]