Newton 'Axiom' oder nicht?

Grüße www’ler,
sinniere gerade darüber, ob der Ausdruck „Newtons Axiome“ oder „Newtons Gesetze“ richtiger ist?
M.E. Gesetze, da ja aus Isotropie des Raumes/der Zeit ableitbar. Oder irre ich mich da?

Gruß
jartUl

PS: Was man auf der Suche nach der Antwort so alles findet :smile:
http://www.ekkehard-friebe.de/Krise.htm
Lohnt sich ein Blick - aber nicht mehr *g* dennoch nett zu lesen.

*gröhl*
Tach auch,
sitze gerade vorm PC und warte auf Antwort meiner Ursprungsfrage *g* Der Link ist ja ein Fass ohne Boden?! Und ich dachte meine Kuriositätenliste sei schon lang genug… Von der Homepage aufs Forum - und die trüben Wintertage werden 100mal schneller vorbeigehen! Habe jetzt schon Bauchmuskelkrämpfe.

*kopschüttel*

*grins*

jartUl

PS: Wenn hier falsch, verschiebt mich… brauche aber immer noch den korrekten Ausdruck für Newton’s dreimaligen geistigen Höhenflug: Axiom oder Gesetz?

Hallo,

sinniere gerade darüber, ob der Ausdruck „Newtons Axiome“ oder
„Newtons Gesetze“ richtiger ist?

historisch gesehen sind es Axiome, die man lange Zeit als die Grundlage der Mechanik angesehen hat.

M.E. Gesetze, da ja aus Isotropie des Raumes/der Zeit
ableitbar. Oder irre ich mich da?

Das ist die modernere Sichtweise, und IMHO auch „korrekter“. Aber probier das mal jemandem zu erklären, der noch nie was von den Noether-Theoremen gehört hat :wink:

Wobei ja auch die Definition der Kraft (F = dp/dt) das erste schon beinhaltet. Wenn F = 0 dann ist p = const, und bei dm/dt = 0 folgt v = const.

PS: Was man auf der Suche nach der Antwort so alles findet :smile:
http://www.ekkehard-friebe.de/Krise.htm
Lohnt sich ein Blick - aber nicht mehr *g* dennoch nett zu
lesen.

Da fand ich das hier amüsanter: http://de.wikipedia.org/wiki/Innenweltkosmos
:wink:

Grüße,
Moritz

M.E. Gesetze, da ja aus Isotropie des Raumes/der Zeit
ableitbar. Oder irre ich mich da?

Das ist die modernere Sichtweise, und IMHO auch „korrekter“.

Ersetzt man damit nicht einfach ein Axiom durch ein anderes?

Wobei ja auch die Definition der Kraft (F = dp/dt) das erste
schon beinhaltet. Wenn F = 0 dann ist p = const, und bei dm/dt
= 0 folgt v = const.

Wobei ja auch die Definition der Kraft (F = dp/dt) das erste
schon beinhaltet. Wenn F = 0 dann ist p = const, und bei dm/dt
= 0 folgt v = const.

Das spricht dafür, dass Newton die Konstanz der trägen Masse nicht vorausgesetzt hat. Dann hätte er sich das erste Axiom nämlich sparen und das zweite viel einfacher (nämlich als F=m·a) formulieren können.

Hi DrStupid,
Vika wäre nett, lese Dich zwar oft, habe aber keine Ahnung was/wer dahinter steckt.
Isotropie des Raumes und der Zeit sind IMHO einige Schritte näher am Boden als F=dp/dt, also „axiomatischer“, wenn mir Deutschlehrer den Ausdruck gestatten.
Also seit den „neuen“ Axiomen sind Newton’s Aussagen Gesetze?

Gruß
jartUl

Hallo,

M.E. Gesetze, da ja aus Isotropie des Raumes/der Zeit
ableitbar. Oder irre ich mich da?

Das ist die modernere Sichtweise, und IMHO auch „korrekter“.

Ersetzt man damit nicht einfach ein Axiom durch ein anderes?

Ja, aber das neue ist grundlegender; es impliziert die Newtonschen Axiome; anders herum (von Newton auf die Homogenität/Isotropie von Raum auf Zeit) kenne ich den Schluss nicht.

Wobei ja auch die Definition der Kraft (F = dp/dt) das erste
schon beinhaltet. Wenn F = 0 dann ist p = const, und bei dm/dt
= 0 folgt v = const.

Wobei ja auch die Definition der Kraft (F = dp/dt) das erste
schon beinhaltet. Wenn F = 0 dann ist p = const, und bei dm/dt
= 0 folgt v = const.

Das spricht dafür, dass Newton die Konstanz der trägen Masse
nicht vorausgesetzt hat. Dann hätte er sich das erste Axiom
nämlich sparen und das zweite viel einfacher (nämlich als
F=m·a) formulieren können.

Vorsicht, die klassische Mechanik macht keine Aussagen zum Aufbau der Materie, insbesondere geht man nicht immer von unteilbaren Masseneinheiten aus. dm/dt ungleich Null kann also auch durch Abspaltung eines Teils der Masse geschehen (wie z.B. ein Raketenantrieb, der Masse abstößt).

Wenn träge Masse „einfach so“ verschwinden könnte, würde das der Energieerhaltung (die man ja aus der Homogenität der Zeit folgert) widersprechen, d.h. man braucht dafür kein weiteres Axiom.

Grüße,
Moritz

Das spricht dafür, dass Newton die Konstanz der trägen Masse
nicht vorausgesetzt hat. Dann hätte er sich das erste Axiom
nämlich sparen und das zweite viel einfacher (nämlich als
F=m·a) formulieren können.

Vorsicht, die klassische Mechanik macht keine Aussagen zum
Aufbau der Materie, insbesondere geht man nicht immer von
unteilbaren Masseneinheiten aus. dm/dt ungleich Null kann also
auch durch Abspaltung eines Teils der Masse geschehen (wie
z.B. ein Raketenantrieb, der Masse abstößt).

Dagegen spricht die Tatsache, dass man mittels dm/dt=-m·a/v gegen das erste Axiom verstoßen kann. Newton kann also keinen beliebigen Austausch von träger Masse im Sinn gehabt haben.

Aber ich kann es ja gern etwas konkreter machen: Besonders bei Diskussionen zur RT ist mir schon oft die Auffassung begegnet, die träge Masse müsse bezugssysteminvariant oder wenigstens Galilei-invariant sein. Damit wird dann gegen eine relativistische Geschwindigkeitsabhängigkeit der trägen Masse argumentiert. Bei Newton kann ich aber keinen Hinweis für eine solche Annahme erkennen. Die Tatsache, dass die ursprüngliche Formulierung der Newtonschen Axiome eine veränderliche Masse ausdrücklich zulassen, spricht eher dagegen.

Wenn träge Masse „einfach so“ verschwinden könnte

Davon war nirgends die Rede.

Isotropie des Raumes und der Zeit sind IMHO einige Schritte
näher am Boden als F=dp/dt, also „axiomatischer“, wenn mir
Deutschlehrer den Ausdruck gestatten.

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. F=dp/dt ist nichts weiter als die Definition einer physikalischen Größe. Für die Impulserhaltung (die von Newton im dritten Axiom postuliert wird) braucht man diese Größe nicht. Es ist einfach nur bequemer „Kraft“ anstelle von „Ableitung des Impulses nach der Zeit“ zu schreiben.