Hallo
da freue ich mich wochenlang auf „Die deutsche Heldensaga“ und was passiert?
Einen schlechteren Siegfried hat man wohl noch nie gesehen. Habe entnervt nach der Hälfte des 1. Teils abgeschaltet.
Wem gings ähnlich?
Grüße
Markus
Hallo
da freue ich mich wochenlang auf „Die deutsche Heldensaga“ und was passiert?
Einen schlechteren Siegfried hat man wohl noch nie gesehen. Habe entnervt nach der Hälfte des 1. Teils abgeschaltet.
Wem gings ähnlich?
Grüße
Markus
Tach Markus,
warum freust du dich auf so etwas.
Das war doch klar das da nur Müll bei rumkommt.
Wenn Hollyblöd iM keine guten Filme ausser 1 oder 2 Ausnahmen schafft dann wir deutschen schon gar nicht.
Großes Kino gibts hier nicht und sowieso nicht im TV.
Ich habe beide Teile einfach mal so laufen lassen und dabei was anderes gemacht. Hat einer eigentlich die Werbepausen gezählt. Kam mir irgendwie wieder extrem viel vor.
mfg
Bert (der Spielfilme eigentlich nur noch auf DVD guckt und zwar ungeschnitten)
Heinrich hat ja schon geantwortet. owt
Danke Heinrich habe nur zu spät gelesen!!!
Hallo Marcus
Einen schlechteren Siegfried hat man wohl noch nie gesehen.
Naja, zwiespältig. Am Anfang dachte ich auch: Na, der Siegfried ist doch gegen den Strich gebürstet, anti-besetzt. Aber dann habe ich mir gedacht: Die wollten halt mal was Eigenes versuchen. Nach der alten Stummfilm-Geschichte und dem etwas döseligen Hammerwerfer Uwe Beyerlein als Siegfried (okay, der war schön blond und stark) war ja dann der Benno Führmann irgendwie doch ganz eigen und ich konnte langsam mitgehen.
Einiges ist ja sicherlich absichtlich verändert worden, um Klischees rauszunehmen. Hagen von Tronje so jung und ohne Augenklappe war für mich fast noch gewöhnungsbedürftiger als Neu-Siegfried. 
Am meisten Schwierigkeiten bereitete mir das massiv verkürzte Ende, das war fast schon Geschichtsklitterung, na, sagen wir mal: Sagen-Klitterung. Der Kampf mit Hunnenkönig Etzel wäre wohl zu aufwendig fürs Budget gewesen
.
Gruß, Branden
Hallo
da freue ich mich wochenlang auf „Die deutsche Heldensaga“ und
was passiert?Einen schlechteren Siegfried hat man wohl noch nie gesehen.
Habe entnervt nach der Hälfte des 1. Teils abgeschaltet.Wem gings ähnlich?
Mir mir *aufzeig* ich hab mich nicht wirklich drauf gefreut, weil diese Verfilmungen eigentlich nie das halten was man sich erwartet, aber dieser Siegfried, also, also, also… neee warum nur dieser spätpubertierende präpotente Mitzwanziger BWL-Student? Lookingwise wars ja noch irgendwie ok, aber sobald er den Mund aufgemacht hat, wars vorbei.
LG
Julia
Moin,
Am meisten Schwierigkeiten bereitete mir das massiv verkürzte
Ende, das war fast schon Geschichtsklitterung, na, sagen wir
mal: Sagen-Klitterung. Der Kampf mit Hunnenkönig Etzel wäre
wohl zu aufwendig fürs Budget gewesen.
Verkürzt ist gut! Die haben den kompletten zweiten Teil (der Sage) abgeschnitten.
Aber es ging wohl wirklich nicht anders: wenn man bedenkt, dass an dem Kampf an Etzels Hof so ziemlich alles teilgenommen hat, was Rang und Namen hatte. Da hätte man viel zu viele neue Personen einführen müssen - jeweils für wenige Minuten „X ging in die Halle, prügelte sich mit Y, starb,… der nächste bitte“.
Gruß
Stefan
Hallo Branden,
also mir hat es nicht so gefallen. In der Tat so wenig, dass ich nach 30-40 Minuten abgeschaltet habe. Zuvieles wurde verändert, und das gerade nicht um Klischees rauszunehmen.
Der „verlorene“ Königssohn, die arroganten Adeligen, die fast schon naturgöttisch anmutende Brunhild, das waren alles Klischees, die so gerade nicht in der Sage vorkommen.
Was Du an einem etwas tumben Siegfried auszusetzen hast, ist mir nicht ganz klar, in der Sage ist er auch nicht gerade ein helles Licht.
Den Todesstoß hat allerdings die schrecklich „berlinerisch-dahingenuschelde“ Aussprache Siegfrieds gebracht, das war für mich, als passionierte Berlinverachter (nimm es mir bitte nicht übel) einfach zu viel.
Grüße,
Anwar
Hallo,
Einen schlechteren Siegfried hat man wohl noch nie gesehen.
Zustimmung. Wobei aus meiner Sicht die darstellerische Leistung (Siegfried = Günni, der Mantafahrer) nur die Hälfte der Schlechtigkeit ausgemacht hat. Die anderen 50% waren der unglaublich schlechten Perücke zuzuschreiben, die offenbar aus den Originalrequisiten der alten Karl-May-Verfilmungen übriggeblieben war und in der Zeit dazwischen als Wischmop fürs Aufnahmestudio Verwendung fand.
Wo ist das Problem? Kann man dem Mann nicht einen „Kriegerzopf“ verpassen, so dass sein Haaransatz der eigene ist? Oder eine Echthaarverlängerung? Zigtausend Euro für die CGI, aber 5 EUR für eine Zweitfrisur made in Albania …
Habe entnervt nach der Hälfte des 1. Teils abgeschaltet.
Ich auch. Nicht einmal der sehr erfreuliche Anblick von Kristanna Loken konnte mich davon abbringen.
Gruß,
Myriam
LOL
Die anderen 50% waren der
unglaublich schlechten Perücke zuzuschreiben, die offenbar aus
den Originalrequisiten der alten Karl-May-Verfilmungen
übriggeblieben war und in der Zeit dazwischen als Wischmop
fürs Aufnahmestudio Verwendung fand.
*Grööhl*
*wischt verschütteten Kaffee vom Tisch*
Der war gut.
R.
*lach* also ich…
hi
…habe bei diesem Zweiteiler so viel gelacht wie schon lange nicht mehr. Plöd nur, daß er aber nicht als Komödie geplant war. 
Einen schlechteren Siegfried hat man wohl noch nie gesehen.
Zustimmung. Wobei aus meiner Sicht die darstellerische
Leistung (Siegfried = Günni, der Mantafahrer) nur die Hälfte
der Schlechtigkeit ausgemacht hat.
Aber immerhin beherrscht er zumindestens einen Gesichtsausdruck *g*
Die anderen 50% waren der
unglaublich schlechten Perücke zuzuschreiben, die offenbar aus
den Originalrequisiten der alten Karl-May-Verfilmungen
übriggeblieben war und in der Zeit dazwischen als Wischmop
fürs Aufnahmestudio Verwendung fand.
*auflach* Jetzt weiß ich endlich woran mich die „Frisur“ erinnerte.
Habe entnervt nach der Hälfte des 1. Teils abgeschaltet.
Ich auch. Nicht einmal der sehr erfreuliche Anblick von
Kristanna Loken konnte mich davon abbringen.
Ich nicht, ich habe mich auch im zweiten Teil köstlich amüsiert.
Ich habe mir ja von einer Sat1 Produktion nicht viel erwartet, aber selbst das wurde untertroffen *g*
Gruß
Edith
Hallo Anwar
Was Du an einem etwas tumben Siegfried auszusetzen hast, ist
mir nicht ganz klar, in der Sage ist er auch nicht gerade ein
helles Licht.
Naja, darüber kann man trefflich streiten. Mir ist Deine Ansicht vertraut, ich selber habe aber immer mehr den „guten“ Helden in ihm gesehen, der sehr altruistisch war und iel für seine Freunde tat.
Den Todesstoß hat allerdings die schrecklich
„berlinerisch-dahingenuschelde“ Aussprache Siegfrieds
gebracht, das war für mich, als passionierte Berlinverachter
(nimm es mir bitte nicht übel) einfach zu viel.
Ich selber bin zwar Berliner, sehe aber sowohl Berlin als Stadt als auch den Dialekt ähnlich kritisch. Hier bei dem neuen Film ging es mir allerdings wie schon angedetet so, dass ich mich auf einige Neuerungen (jeder Regisseur möchte ja etwas ganz neu inszenieren an einem alten Stoff, da sind sie genauso getriebene Menschen wie die Architekten, die immer was „Originelles“, Eigenes entwerfen wollen)sogar mehr und mehr einlassen konnte. Auch die beiden Frauen waren ja bewußt anders besetzt als sonst: Brunhild hier als die Schönere (sonst eher tendenziell das Mann-Weib), Kriemhild als frustrierte, blasse Petze mit Selbstwertproblematik. Immerhin - da hat sich jemand was dabei gedacht.
Gruß, Branden
Hallo Branden!
Naja, darüber kann man trefflich streiten. Mir ist Deine
Ansicht vertraut, ich selber habe aber immer mehr den „guten“
Helden in ihm gesehen, der sehr altruistisch war und iel für
seine Freunde tat.
Das schließt ja aber nicht aus, dass man trotzdem eine dumme Nuss ist 
Ich fand Siegfried - vor allem verglichen mit anderen Helden - auch immer etwas minderbemittelt. Habe ihn immer ähnlich empfunden wie Herkules: Dumm, jähzornig und für beides einfach ein wenig zu stark - die armen Drachen ;o)
Den Todesstoß hat allerdings die schrecklich
„berlinerisch-dahingenuschelde“ Aussprache Siegfrieds
gebracht, das war für mich, als passionierte Berlinverachter
(nimm es mir bitte nicht übel) einfach zu viel.
Es fiel vor allem auf, weil die anderen Schauspieler von Berufssprechern synchronisiert wurden. Vom Trailer her hatte ich anfangs den Eindruck, der Fürman sei auch übergesprochen worden - aber da habe ich mich wohl geirrt.
Auch die beiden Frauen waren ja bewußt anders besetzt als sonst
Brunhild hier als die Schönere (sonst eher tendenziell das Mann-:Weib), Kriemhild als frustrierte, blasse Petze mit
Selbstwertproblematik.
Ehrlich gesagt habe ich die beiden Damen schon immer so gesehen, auch bereits in der Originalgeschichte, das fand ich nicht neu.
Im Grunde war Kriemhild im Film viel zu emanzipiert, die durfte ja überall frei rumlaufen… 
Und Anwar hat, finde ich, völlig Recht mit den Anspielungen auf Naturreligion und die „alten Götter“. Die waren doch zu der Zeit wirklich schon passé. Aber heutzutage liegt es natürlich sehr im Trend.
Frech fand ich den Schluss mit der Prügelei um dem Ring. Also, man hatte ja nun endgültig den Eindruck, es handele sich um DEN Ring, ihr wisst schon, „Ein Ring, sie zu knechten…“
Und das nicht nur, weil man ihn sich jetzt auch gleich im TV kaufen kann. Glauben die denn wirklich, sie haben sich mit diesem miesen Film auf dem Niveau vom „Herrn der Ringe“ bewegt? *kopfschüttel*
Viele Grüße
Silke
Hi Markus,
*Fingerheb* ich fands auch erwartungsgemäß, schlecht.
Den zweiten Teil der Trash-Saga, habe ich ausfallen lassen.
Vor allem weil Kriemhild blutige Rache nicht vorkam!
Siegfried-Erik - bei Benno wartete ich ständig auf einen Satz wie „Hey, Scheisse Mann. Wer hat meine Kiste so zerkratzt“. Die PErücke war 2nd Hand, aber immerhin wußten die das Benno kein germanisches Hellblond steht.
Hagen - kam ganz gut. Stechender Blick, Narbe, schwarze Zottelhaare und ein ungepflegter, zerrumpfter Vater der wohl in Höhlen lebt. Als böser Bube sofort zu erkennen
Brunhilde - die holde Maid aus Island mit einem Hand zu handgreiflichen Auseinandersetzungen. Eine kleine Schwester von Conan’s Babe.
Kriemhild - zu brav um wahr zu sein.
Der Rest war eher unscheinbar.
Da in Südafrika gedreht wurde, hatten man immerhin darauf geachtet kein afrikanisches Viehzeug durch die Kulisse rennen zu sehen. Ich fragte mich auch durch welchen Fluß Siegrief mit seinem Vater da paddelte, war das der Ur-Rhein? Auch Burgund, wohl nur eine Stadt, sah sehr exact nach einer Apple Animation aus und die Architektur war treu gotisch.
Das DER RING beworben wurde, war klar. Wenn das Tolkiens Epos hinkriegt, wird es auch Leute geben die sowas auf dem Finger haben wollen.
Gruß
Helena
Hi!
Und Anwar hat, finde ich, völlig Recht mit den Anspielungen
auf Naturreligion und die „alten Götter“. Die waren doch zu
der Zeit wirklich schon passé. Aber heutzutage liegt es
natürlich sehr im Trend.
Verwechselst du da vielleicht die Zeit, als man die Nibelungensage aufschrieb (um 1200) , mit der Zeit, wo die Nibelungensage spielt?
Aufgrund der Handlung und der auftretenden Figuren dürfte die Nibelungensage in der ersten Hälfte des 5.Jahrhunderts n.Chr. spielen. Kriemhild heiratet bekanntlich nach Siegfrieds Tod den Hunnenkönig Etzel, der nichts anderes ist als Attila. Und der ist bekanntlich 453 n.Chr. ermordet worden (angeblich kurz nach der Hochzeit von seiner Frau Ildiko, die in der Sage zu Kriemhild wird). Der Zug der Burgunder an Etzels Hof ist vermutlich eine Folge der Völkerwanderung - warum sollten die Burgunder sonst mit allen Adligen ein wohlhabendes Reich und eine intakte Hauptstadt verlassen?
Im 5.Jahrhundert war im damligen Germanien das Christentum noch weit davon entfernt, die zentrale Religion zu sein. Bonifatius als der „Missionar der Deutschen“ war erst 300 Jahre später aktiv.
So falsch sind die Anspielungen auf die Naturreligionen also nicht. Ähnliches gilt ja auch für die Artussage, die etwa zur gleichen Zeit spielt (Abzug der Römer aus Britannien um 400 n.Chr., danach Kriege und Verwüstungen, aber auch ein Kampf der christlichen Römer gegen die alten Religionen - Merlin war ein keltischer Druide).
Frech fand ich den Schluss mit der Prügelei um dem Ring. Also,
man hatte ja nun endgültig den Eindruck, es handele sich um
DEN Ring, ihr wisst schon, „Ein Ring, sie zu knechten…“
Und das nicht nur, weil man ihn sich jetzt auch gleich im TV
kaufen kann. Glauben die denn wirklich, sie haben sich mit
diesem miesen Film auf dem Niveau vom „Herrn der Ringe“
bewegt? *kopfschüttel*
Viel schlimmer als diese Anspielungen auf den „Herrn der Ringe“ fand ich die Brüche in den Charakteren.
Brunhild und Siegfried als gescheitertes Liebespaar - völlig lächerlich. Der Kernkonflikt der Handlung liegt im Streit von Kriemhild und Brunhild, welchen Rang ihre Männer haben (und Siegfried hat sich mehrfach als Gunthers Vasall gezeigt und ist damit rangniedriger als Gunther). Siegfrieds Reise nach Island war Gunthers Bedingungen, da Siegfried sonst nicht Kriemhild als Frau bekommen hätte.
Hagen von Tronje will nur das Drachengold und tötet dafür König Gunther - völliger Quatsch! In der ganzen Geschichte gibt es keinen, der eine treuere Seele ist als Hagen von Tronje. Da Siegfried, wie oben ausgeführt, durch eigenes Tun im Rang unter Gunther steht, sich aber völlig anders gebärdet, ist er eine Bedrohung für den Thron. Folglich muss Hagen seinem König einen zwingenden Dienst erweisen, die Gefahr beseitigen und Siegfried töten (das Gold spielt als Motiv dabei eine untergeordnete Rolle; Hagen lässt es im Rhein versenken, damit es niemand finden kann).
Brunhild tötet Hagen und dann sich selbst - Schwachsinn! Selbst bei allem Wohlwollen ist es tiefster dramaturgischer Unfug, dass ausgerechnet Brunhild den Mörder Siegfrieds tötet. Die einzige Figur, die das Recht hat, Hagen zu töten, ist und bleibt Kriemhild. Lächerlich war auch die Wikingerbestattung Siegfrieds (Leiche auf Boot, Boot auf Fluss, Boot mit Brandpfeilen angezündet - da taucht Brunhild in den Flammen auf und rammt sich ein Schwert in den Bauch… ts ts ts).
Ich habe nichts gegen Abwandlungen und Interpretationen bekannter Geschichten. Aber dann müssen sie intelligent und gut gemacht sein. Diese knapp drei Stunden waren ein Haufen bekannter Sagenfiguren durch die Ideen-Mischmaschine gekurbelt und in einem ordentlichen Klacks Klischee ersäuft. Das Thema hätte man weitaus besser, intelligenter und zeitgemäßer umsetzen können.
Ach ja, noch ein Wort zu den Parallelitäten zwischen der Nibelungensage und dem „Herrn der Ringe“: Tolkien hat seinen HdR u.a. aus dem Nibelungenlied entwickelt. Nicht die Nibelungen sind das Plagiat, sondern HdR !
Grüße
Heinrich
Hi
bin kurz nach Fafnirs Tod eingeschlafen. Der zweite Teil war irgendwie seltsam. hat mich nicht begeistert.
HH
Hi Heinrich!
Nein, ich wusste schon, wann die „Ur“-Sagen ungefähr entstanden, aber der Nibelungendichter hat sie beim Verwursten doch seiner Zeit angepasst, wie du schon sagst, dem 12. oder 13. Jhdt.
Da war in Worms wohl nichts mehr mit Odin und Thor, oder doch?
Warum sonst schließlich gab er sich auch die Mühe, diese „peinliche“ Story mit Siegfried und Brunhild zu umgehen - wodurch die Restgeschichte an sich ziemlich albern wird, aber was soll’s, daran man sich ja gewöhnt ;o)
Hagen von Tronje will nur das Drachengold und tötet dafür
König Gunther - völliger Quatsch! In der ganzen Geschichte
gibt es keinen, der eine treuere Seele ist als Hagen von
Tronje.
Aber ist er nicht ein Halbbruder von Gunther, Gernot (wo war der übrigens?) und Giselher? Und kam auch nur deshalb nicht selbst auf den Burgunder-Thron?
Da Siegfried, wie oben ausgeführt, durch eigenes Tun
im Rang unter Gunther steht, sich aber völlig anders gebärdet,
ist er eine Bedrohung für den Thron. Folglich muss Hagen
seinem König einen zwingenden Dienst erweisen, die Gefahr
beseitigen und Siegfried töten (das Gold spielt als Motiv
dabei eine untergeordnete Rolle; Hagen lässt es im Rhein
versenken, damit es niemand finden kann).
Diese Szene hätte ich zu gerne gesehen, die mochte ich immer sehr. :o)
Aber alles in allem war Hagen doch auch einfach recht eifersüchtig auf den guten Siegried, nicht wahr? Ich meine, Hagen mochte ja nun überhaupt niemand und diesem absoluten No-Name Siegfried lag der gesamte Hof zu Füßen… Und dann gibt er dem König auch noch „gute“ Ratschläge, was bisher Hagens Job war - das würde mich auch wurmen.
Lächerlich war auch die Wikingerbestattung
Siegfrieds (Leiche auf Boot, Boot auf Fluss, Boot mit
Brandpfeilen angezündet - da taucht Brunhild in den Flammen
auf und rammt sich ein Schwert in den Bauch… ts ts ts).
Das war aber in der Ursage tatsächlich so. Naja, nicht das Schwert, aber Brunhild springt in der Tat mit Pferd zu Siegfried in die Flammen - auf diese Art haben sie sich auch schließlich „kennen gelernt“ :o)
Ach ja, noch ein Wort zu den Parallelitäten zwischen der
Nibelungensage und dem „Herrn der Ringe“: Tolkien hat seinen
HdR u.a. aus dem Nibelungenlied entwickelt. Nicht die
Nibelungen sind das Plagiat, sondern HdR !
Das ist natürlich klar, aber nun ist es eine doppelte Windung. 
Alleine durch die Musik und das Ambiente versuchte dieser Film ganz offensichtlich, sich bei Peter Jackson bzw. Tolkien anzulehnen.
Ich kann mich nämlich nicht erinnern, dass es in den Nibelungen so partiell um den Ring ging. Fluch und so, okay, aber das hat doch weiter niemanden gestört. Das ganze Gold war doch viel wichtiger!
Aber wenn man natürlich das richtige Ende nicht zeigen mag, muss man sich was Schnelles ausdenken…
Viele Grüße
Silke