'nich' als Endung von Ortsnamen

Moin,

ob hier, oder in Geschichte, oder doch woanders?
Egal.

Im (westlichen?) Rheinland gibt es eine ganze Reihe von Orten, ich auf ‚nich‘ enden.
Merzenich
Gürzenich
Nörvenich
Mützenich
Stetternich
Gressenich

etc.

Eine Freundin meinte, daß ihr das nur eben dort aufgefallen wäre, in anderen Regionen der Republik nicht.
Wie auch immer, gibt es eine geschichtlich/sprachliche Erklärung für diese Endsilbe?

Gandalf

Schuß ins Blaue
Hallo Gandalf,

könnte vielleicht den selben Ursprung haben wie die Orts- und Familiennamen mit der Endung -nick oder -witz, welche slawischer, mindestens jedoch osteuropäischer Herkunft sind und in BB sehr verbreitet.

Nur so eine Idee.

Gruß

Annie

Hallo, Gandalf,

Im (westlichen?) Rheinland gibt es eine ganze Reihe von Orten,
ich auf ‚nich‘ enden.
Merzenich
Gürzenich
Nörvenich

Erklärung für diese Endsilbe?

das Suffix -(n)ich bei Ortsnamen in dieser Region geht auf die gallo-romanische Endung -iacum zurück, die - oft in Verbindung mit dem Namen des ersten Besitzers - „Gehöft“ oder „Landgut“ bezeichnet.

Die genannten Orte sind z. B. in http://books.google.de/books?id=Ad_kJSyRF3AC&lpg=PA2… erwähnt.

Zu -iacum siehe auch http://www.ippsch.de/database/altdeutsch.pdf (S 16)

Gruß
Kreszenz

Lieb Kreszenz,

auf Dich habe ich gehofft und bin (natürlich :wink: nicht enttäuscht worden.
Vermutet hab ich so was, aber wissen tun tat ich es nicht.

Vielen Dank und *

Gandalf

Hallo Gandalf, soweit ich die Gegend kenne liegen die Orte an „der“ Römerstraße, die von Mainz (Kastel?) bis Jülich reichte, über den Hunsrück an Kastellaun, Longkamp, Bernkastel vorbei, Lager hatte und benannte. Icum war wie Kreszenz sagt, der Ort. Noviand und Dezem zeugen davon, daß sie zum Teil einfach durchnummeriert wurden. Gruß, eck.