Nicht arbeitslos, nicht arbeitend: ICH-AG?

Hallo allerseits,

werden einer Frau bei Gründung eines Gewerbes die monatlichen ICH-AG-Zuschüsse auch dann bewilligt, wenn sie arbeitslos war, jedoch die Empfangsdauer für das Arbeitslosengeld abgelaufen ist und aus irgendeinem Grunde (z.B. Schwangerschaft, Krankengeld, Mutterschutz etc.) der Antrag auf Arbeitslosenhilfe vorerst abgelehnt wurde? (Vorausgesetzt natürlich, sie hat seit der Arbeitslosigkeit nicht gearbeitet und sie möchte mit dem Gewerbe beginnen, bevor irgendwann doch noch Arbeitslosenhilfe bewilligt wird.)

Was meint ihr?

Herzliche Grüße,

Mohamed.

Hi Mohamed,

wie willst du die Unterstützung in Höhe des Alg/ALH kriegen, wenn garkein anspruch besteht/bestehen würde.

ICH_AG ist nur für Arbeitslose/Arbeitssuchende, die auch Leistungen vom AA beziehen.

Für andere gelten die normalen Grüdnungsbedingungen und Fördermöglichkeiten.

gruss
winkel

So ist das nunmal, da ich auch keine Ich-AG Fördermöglichkeit habe, da ich bisher zuwenig in die ALVers. eingezahlt habe (frisch mit Studium fertig) und nur von Erspartem lebe (halt ein Paar tausend Eu, Groß P ist korrekt) und Luft und Liebe, bleibt der Traum von der Selbstständigkeit wohl noch länger eine Seifenblase.
Nun muss ich mir in der Totsicheren Kulturbranche einen Angestelltenjob suchen (Rat der Dame vom AA), um meine Zeiten Vollzukriegen;
nichts leichter als das :stuck_out_tongue_winking_eye:
Susanne

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Hi Susanne,

  1. Früher in grauer Vorzeit, hat man eine Ausbildung gemacht, mehrere Jahre Berufs- und Branchenerfahrung gesammelt, dabei jeden Pfennig gespart und an die Seite gelegt und dann sich selbständig gemacht.

  2. auch heute noch gilt:
    Wer nix gespart hat, kann keinen Betrieb gründen.
    Wer nen Kleinstgewerbe betreiben will, sollte davon Ahnung haben.
    Wer sich selbständig macht, sollte drei Jahre ohne Urlaub, Sonnenbank, den neuestens Technikschnickschnack, Kaffee von Starbucks und Cocktails für 14 euro und sonstiges Lifestylegedöns auskommen.

  3. Er sollte sich fehlende Fachkenntnisse aneignen: ReWe, BWL, Recht, Mathematikgrundkenntnisse (Prozentrechnung), sind auch Fachkenntnisse.

  4. Planung ist alles

  5. Nur weil es jetzt die Ich-AG gibt, heißt das nicht, daß man sich selbständig machen muss. Und vor allem nicht, daß man mit dem Geld vom Arbeitsamt nach 6 Monaten soweit ist, daß es die 1000 euro - Scheine regnet.

  6. Kulturbereich:

Der ist groß, was würdest du denn da selbständig machen wollen? Es gibt Bereiche wo Dienstleistungen z.B. ausgelagert sind. D.h. z.B. eine Köstumbildnerin kann am Theater selbständig tätig sein und hat trotzdem einen festen Job für 1 Spielzeit (oder nach vertrag). Das kann man aber auch anders finanzieren als über eine Ich-AG.

gruss
winkel

HAllo Winkel

  1. Früher in grauer Vorzeit, hat man eine Ausbildung gemacht,
    mehrere Jahre Berufs- und Branchenerfahrung gesammelt, dabei
    jeden Pfennig gespart und an die Seite gelegt und dann sich
    selbständig gemacht.

Genau das hab ich auch gemacht, nur dass sich diese Ersparnisse jetzt fürs Leben an sich aufbrauchen, und für die Hoffnung doch noch einen AngestelltenJob zu bekommen (Bewerben,Bewerben, be…). Denn durch noch ein paar andere Änderungen (Steuern, Sozialversicherungen, etc.), die in den letzten Jahren durch die Regierung beschlossen wurden, musste ich mein Finanzkonzept neu überdenken.

  1. auch heute noch gilt:
    Wer nix gespart hat, kann keinen Betrieb gründen.
    Wer nen Kleinstgewerbe betreiben will, sollte davon Ahnung
    haben.

Hab Gespart, so dass ich davon eine weile Überleben kann, Ahnung hab ich mir auch angeeignet, nur bin ich dank Examen wieder ein bischen raus aus der MAterie und muss noch mal ein paar Dinge neu überdenken.

Wer sich selbständig macht, sollte drei Jahre ohne Urlaub,
Sonnenbank, den neuestens Technikschnickschnack, Kaffee von
Starbucks und Cocktails für 14 euro und sonstiges
Lifestylegedöns auskommen.

den ganzen Kram hab ich die letzten 5 JAhre auch schon nicht gebraucht. Mein Erspartes habich mir förmlich vom Munde abgespart (kaum neue Klamotten, Futter von Aldi). Nur ein Schlepptop nenn ich mein eigen, das ist aber auch schon älter (Win 98, Pentium II) und ebenfalls von Aldi.

  1. Er sollte sich fehlende Fachkenntnisse aneignen: ReWe, BWL,
    Recht, Mathematikgrundkenntnisse (Prozentrechnung), sind auch
    Fachkenntnisse.

Mathe kann ich, BWL Bücher horte ich schon seit einiger Zeit und arbeite mich stück für Stück durch (Rechnungswesen,Buchhaltung, allgemeines BWL, etc.) und der Schönfelder steht bei meniem VAter auf dem neuesten Stand immer Griffbereit, ich brauch ihn mir nur zu holen oder ihn nachschlagenzu lassen. Ausserdem kann er mir beratend zur Seite stehen, wenn ich mal nicht weiter weiss, der hat Jahrelang mit seinen Eltern ein Restaurant geführt, ist Industriekaufmann und Sozialpädagoge (kann mich also auch fachmännisch trösten, wenn mal nicht läuft)

  1. Planung ist alles

Wie gesagt, ich musste einiges umschmeissen und bin da wieder dran.

  1. Nur weil es jetzt die Ich-AG gibt, heißt das nicht, daß man
    sich selbständig machen muss. Und vor allem nicht, daß man mit
    dem Geld vom Arbeitsamt nach 6 Monaten soweit ist, daß es die
    1000 euro - Scheine regnet.

HAb ich auch nie von geträumt, Ich wollte mich schon selbstständig machen, da war von ICH-AG noch gar nicht die Rede.

  1. Kulturbereich:

Der ist groß, was würdest du denn da selbständig machen
wollen? Es gibt Bereiche wo Dienstleistungen z.B. ausgelagert
sind.

Ich bin Medizinhistorikerin mit ausgiebiger Museumserfahrung. Es kämen also der Externe Museumsbereich (Gestaltung von Sonderausstellungen, zB. auch in Firmen zu Jubiläen), Sonstige medizinhistorische Dienstleistungen (Schreiben von Büchern für Jubiläen etc.), Erwachsenenbildung und natürlich (eigentlich) Werkvertäge für andere Museen in Frage (Ausstellungsgestaltung, Forschung zu best. Gebieten etc., Inventarisierung), also fast Angestelltenstellung nur als (Schein-)Selbstsändigkeit.

Hoffe Deine Fragen ausreichend beantwortet zu haben.
Susanne